Im tierexperimentellen Rahmen der Arbeit werden die Wirkungen des Herbizids Paraquat qualitativ (Toxizität, Histologie der Lunge) und quantitativ (Bestimmung der LD50 und der Paraquatdichloridkonzentrationen in Lunge, Leber und Niere nach peroraler Verabreichung) untersucht. Die Ergebnisse decken den Tropismus von Paraquat zur Lunge auch quantitativ auf. Durch einen eigenen Fall einer Paraquatvergiftung mit tödlichem Ausgang bei einem 11-jährigen Jungen wird eine Vergleichsmöglichkeit der pathologischen Lungenveränderungen zwischen Tier- und Humanhistologie geboten.
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Einar Göhring. Die Paraquatvergiftung
INHALT
Paraquatdichlorid
Aus der Übersicht wird deutlich, dass sich die akute LD50 für Ratten bei peroraler Verabreichung von Paraquat zwischen 95 und 150 mg/kg bewegt. Die jeweils niedrigere LD50 für i.p. bzw. i.v. Verabreichung lässt den Schluss zu, dass bei oraler Gabe keine quantitative Absorption erfolgt, Untersuchungen von CALDERBANK (1968), CONNING et al. (1969) und MOLNAR und HAYES (1971) bestätigen diese Annahme. Ergänzend hierzu stehen die Angaben von DANIEL und GAGE (1966), die nach oraler Verabreichung den überwiegenden Dosisanteil in den Faeces finden, nach subkutaner Injektion jedoch im Urin