Nächstenliebe und Zivilcourage während des zweiten Weltkrieges Valentina, die junge ukrainische Zwangsarbeiterin, kommt 1943 ins Arbeitslager Langenzenn bei Nürnberg. Sie leidet Hunger und bekommt als Frau alle Arten von Demütigungen zu spüren, bis ihr während eines Ernteeinsatzes die Flucht gelingt. Eine beherzte Bauernfamilie gewährt der Verängstigten Unterschlupf. Valentina wird als neue Magd Irmgard ausgegeben und bleibt – trotz vieler kritischer Situationen – unentdeckt, bis die Amerikaner einrücken. Fritz Stiegler beschreibt in seinem Buch den Alltag der einfachen Leute auf dem Land in den letzten Kriegsjahren. So verschieden sie in ihrer Haltung zum Staat auch sind, die Sorge um Angehörige, der Kampf ums Überleben schweißt sie zusammen. Vor allem Marie, die Bäuerin, widersetzt sich der Nazipropaganda und tut alles, um Valentina zu schützen.
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Fritz Stiegler. Valentina
Fritz Stiegler. Valentina
DIE ZEITZEUGIN
„LASST SIE TANZEN!“
VALENTINA
EINE STADT IN DER UKRAINE
DER PLAN
JULIAN
IM DORF
DAS VERHÖR
ZWISCHEN KUHSCHWÄNZEN
DIE BAUSTELLE
RÜBENERNTE
VALENTINAS REISE
DER STIEFEL
MARTIN
DIE SCHWARZE SAU
„NUR SO ÜBERSTEHST DU DIESE HÖLLE!“
IN DER SCHONUNG
SAUFENDE BESTIEN
DER SCHLITTEN
FEUERSTURM IN NÜRNBERG
DIE FLUCHT
LUDMILLA
DER VERDACHT
DIE AMIS KOMMEN
SEPTEMBER 2010
WAS IST WIRKLICHKEIT? WAS IST FIKTION?
DANKE
QUELLEN
Отрывок из книги
Den Opfern des „Arbeitserziehungslagers“ Langenzenn und denjenigen, die nicht weggesehen haben.
Eine halbe Stunde Verspätung zeigte die Anzeigetafel für den Flug Kiew–Nürnberg an. Der Rentner und die junge Pfarrerin saßen in der Halle des Flughafens und vertrieben sich die Wartezeit bei einem Cappuccino. Sie gehörten zu einem Arbeitskreis, der die verschwiegenen und verdrängten Geschehnisse im „Arbeitserziehungslager“ Langenzenn aufarbeiten und für die Opfer ein Mahnmal schaffen wollte.
.....
„Ich bin doch so froh, dass ihr kommt.“ Die Bäuerin schlug die Hände zusammen. „Mein Mann ist in Russland, der eine Sohn ist schon vor drei Jahrn in Frankreich gfalln, der andere ist bei der Hitlerjugend droben in der Burg und der Knecht taugt eh nicht mehr für die schwere Arbeit. Und unsere Kartoffeln …“
Simon hatte verstanden. „Wo ist denn dein Acker, und hast auch genug Werkzeug?“