Sprachliche Höflichkeit

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Группа авторов. Sprachliche Höflichkeit
Inhalt
Einleitung. Sprachliche Höflichkeit. Historische, aktuelle und künftige Perspektiven
Die Unhöflichkeit der Verhältnisse
Kulturhistorische Dimensionen. Höflichkeitsdissonanzen. Zum Gebrauch unterschiedlicher Höflichkeitsformen in historischen Texten und Gesprächen
1. Höflichkeitskonstruktionen und kultureller Kontext
2. Höflichkeitsentwicklung am Beispiel. Vom Kompliment zur Aggression
3. Regional und sozial bedingte Differenzen von Höflichkeitsstilen
4. Mögliche Höflichkeitsdissonanzen In Anstandsbüchern
Literatur
Verbale Höflichkeit in der Übersetzung
1. Theodor Fontane als Sprachvirtuose
2. Höflichkeit und Übersetzbarkeit
3. Beziehungsgestaltung in der Übersetzung
4. Fazit
Literatur
Aktuelle Tendenzen. Der face-Begriff im Schnittpunkt zwischen politeness und facework. Paradigmatische Überlegungen
Literatur
Interpersonale Pragmatik und (Un)Höflichkeitsforschung1
1. Einführung
2. Das Themenspektrum der Höflichkeitsforschung
3. Methodenmix und Anleihen bei anderen Disziplinen
4. Abschließende Bemerkungen
Literatur
Über Höflichkeit
Literatur
Zur Höflichkeitsrelevanz von vielleicht und eigentlich in mündlicher Alltagskommunikation
1. Zur Einleitung
2. Zur Wortklassenzugehörigkeit von vielleicht und eigentlich
3. Beschreibungen von vielleicht und eigentlich
3.1 vielleicht
I Modalwort
II Abtönungspartikel
III Gradpartikel
3.2 eigentlich
I Modalwort
II Abtönungspartikel
3.3 Zwischenbilanz
4. Empirische Beispiele von Muttersprachlern
5. Lernersprachliches Material
6. Fazit
Literatur
Höflichkeit und ihre Kehrseite
1. Einleitung
2. Theoretische Vorüberlegungen
2.1 Die Komplementäre Natur der Höflichkeit und der Unhöflichkeit
2.2 „Interesse“ als analytisches Instrument
2.3 Die Rolle des Publikums
3. Todai Waho
4. Zwischenruf und Blogeintrag
5. Hate speech
6. Ausblick
Literatur
Online Quellen
Anhang
Ist Höflichkeit angeboren?
1. Zwei Fragestellungen und ein Erkenntnisinteresse – ein begriffliches Präludium
2. Kulturelle Ressourcen und kulturelles Reservoir
3. Stephen Pinker und die universelle Grammatik der Kultur
4. Leon Talmy und das ’Cognitive Culture System’
5. Stephen Levinson und die ‚interaction engine‘
6. Anna Wierzbickas natural semantic metalanguage
7. Fazit
Literatur
Kompliment und Komplimentieren. Begriffs- und Handlungsbestimmungen
1. Einleitung
2. Ein Beispiel
3. KOMPLIMENT als Sprechakt
4. Das Kompliment in der Interaktion
5. Kompliment und Höflichkeit
Literatur
Kontrastive Analysen. Möglichkeiten und Grenzen eines Wörterbuches der Höflichkeitsausdrücke für die Entwicklung fremdsprachlicher Höflichkeitskompetenz
1. Problemstellung
2. Muttersprachliche und fremdsprachliche HöflichkeitskompetenzMuttersprachliche und fremdsprachliche Höflichkeitskompetenz
3. Die lexikographischen Projekte
3.1 Das polnisch-deutsche Wörterbuch
3.2 Das deutsch-polnische Wörterbuch
4. Äquivalenzprobleme
5. Schlussfolgerungen
Literatur
Sprachliche Höflichkeit in „Treppenhaustexten“
1. Motivation für die Beschäftigung mit einer kaum beachteten Textsorte
2. „Treppenhaustexte“ – was ist das?
3. Meine Empirie
4. Merkmale der Ad-hoc-Treppenhaustexte
4.1 Die deutschen Texte. 4.1.1 Textproduzent
4.1.2 Anrede
4.1.3 Textthema (-en)
4.1.4 Sprachliche Ausformung
4.1.5 Illustrationen
4.1.6 Formalitäten wie Layout und Typografie
4.1.7 Stil – Höflichkeit
4.2 Die dänischen Texte
4.2.1 Textproduzent
4.2.2 Anrede
4.2.3 Textthema (-en)
4.2.4 Sprachliche Ausformung
4.2.5 Illustrationen
4.2.6 Formalitäten wie Layout und Typografie
4.2.7 Stil – Höflichkeit
5. Vergleich der beiden Textkorpora
Literatur
Intensivierungs- und Abschwächungsmechanismen in Talkshows: kontrastive Analyse Deutsch / Spanisch
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund. 2.1 Image
2.2 Höflichkeit
2.3 Abschwächung
2.4 Intensivierung
3. Datenanalyse
4. Ausgewählte Ergebnisse
4.1 Abschwächung in deutschen und spanischen Talkshows
4.2 Intensivierung in deutschen und spanischen Talkshows
5. Fazit
Literatur
Entschuldigungen im Deutschen und Türkischen
1. Einleitung
2. Wesen der Höflichkeit
3. Höfliches Verhalten unter interkulturellem Aspekt
4. Entschuldigungen als Beispielfall
4.1 Zur Forschungslage zu Entschuldigungen
4.2 Zur Grundstruktur von Entschuldigung und Entgegenkommen
4.3 Entschuldigungsformeln
1. Entschuldigungen in Form eines Wortes:
2. Entschuldigungen in Form von Imperativsätzen:
3. Entschuldigungen in Form von Aussagesätzen:
Fazit
Literaturverzeichnis
Deutschland ist ein sauberes Land und das soll es auch bleiben! Sprachliche Höflichkeit in deutschen Flüchtlings-Kniggen
1. Einleitung
2. Eine Orientierungshilfe für das Leben in Deutschland1
2.1 Sprachliche Realisierung:
2.2 Höflichkeitsstrategien2.2Höflichkeitsstrategien
3. „Willkommen in Deutschland: Wegweisung für muslimische Migranten zu einem gelingenden Miteinander in Deutschland“1
3.1 Sprachliche Realisierung:
3.2 Höflichkeitsstrategien:
4. Ergebnisse: Flüchtlingsratgeber zwischen Imagebedrohung und Imageförderung
5. Fazit und Ausblick
Literatur
Akademische Höflichkeit: eine historische Perspektive
1. Vorbemerkungen
2. Sprachliche Höflichkeit aus historischer Perspektive
3. Zum Begriff ‚Akademische Höflichkeit‘
4. Zum Korpus
5. Akademische Höflichkeit im Kontext
5.1 Akademische Höflichkeit interpersonell
Beispiele
5.2 Akademische Höflichkeit zwischeninstitutionell
6. Zusammenfassung
Literatur
Interkulturelle Besonderheiten im Gebrauch nominaler Anredeformen (am Beispiel des Deutschen und Ukrainischen)
1. Einführung
2. Empirische Daten
3. Die Variabilität des Anredesystems
4. Variation der Anredeformen in den öffentlichen Redesituationen im Parlament
5. Einige inter- und intrakulturelle Unterschiede im Gebrauch nominaler Anreden an Unbekannte
6. Fazit
Literatur:
Kontrastive Aspekte der Dankesforschung (am Beispiel des multilingualen Mikroblogging-Dienstes Twitter)
Literatur
Angewandte Studien. Zum Umgang mit (Un)Höflichkeit in generationeller Perspektive
1. Zur Relevanz des Faktors Generation
1.1 Kurzer Rückblick
1.2 „Knigge für junge Leute von heute“
1.3 Generationelle Differenzen von (Un)Höflichkeitsvorstellungen?
2. Schnittstellen der Jugendsprachforschung und der Höflichkeitsforschung
2.1 InteraktionskontexteInteraktionskontexte
2.2 AdressatenorientierungAdressatenorientierung
2.3 Sprachgebrauch im kulturellen Wandel
3. Wuppertaler Forschungsprojekt zu Gebrauchs- und Verständnisweisen sprachlicher HöflichkeitVerständnisweisen sprachlicher Höflichkeit bei Jugendlichen. 3.1 Zentrale Fragestellungen
3.2 Forschungskonzept
4. Ausgewählte Befunde zu Höflichkeit und UnhöflichkeitUnhöflichkeit. 4.1 Zum Begriffsverständnis bei SchülerInnen und LehrkräftenLehrkräften
4.2 BeleidigungBeleidigung – eine linguistische Kategorie?
4.3 Sichtweisen zu Beleidigungen von SchülerinnenSchülerinnen und Schülern sowie von LehrkräftenLehrkräften
4.4 Unhöflichkeiten in intragenerationellen Ausdrucksformen und Interaktions-kontexten
5. Ausblick
Literatur
BeziehungsgestaltungBeziehungsgestaltung in schulischen Sprechstunden
1. Zu den LehrerIn-Eltern-SprechstundenZu den LehrerIn-Eltern-Sprechstunden
2. Höflichkeit, „faceface work“ und BeziehungsgestaltungBeziehungsgestaltung
3. (In)formalität(In)formalität
4. Die GesprächseröffnungenGesprächseröffnungen
5. Typologie der GesprächseinstiegeGesprächseinstiege
5.1 Unauffällige Eröffnungen
5.2 HumoristischeHumoristische Einstiege
5.3 Kode-Inkonsistenz
5.4 Thematische Abweichungen
6. Zwischenfazit
7. GesprächsbeendigungenGesprächsbeendigungen zusammengefasst
8. Schluss
Literatur
Loben und Kritisieren bzw. was sich dahinter versteckt
1. Einleitung
2. Unterrichtskommunikation und sprachliche Höflichkeit
3. Realisierung sprachlicher Höflichkeit am Beispiel des Ausdrucks von KritikKritik und LobLob in der LehrerspracheLehrersprache von FremdsprachenlehrendenFremdsprachenlehrenden
4. Loben und Kritisieren in der LehrerspracheLehrersprache ungarischer DaF- Lehrender. Ergebnisse eines Pilotprojekts
4.1 Ergebnisse der Unterrichtsbeobachtung. Schritt 1: Auswahl von relevanten Kommunikationssituationen
Schritt 2: Klassifikation der Auslöser von KritikKritik und LobLob in der LehrerspracheLehrersprache
Schritt 3: Analyse der Lehreräußerungen unter dem Aspekt sprachlicher Höflichkeit
4.2 Ausgewählte Fallbeispiele für die Realisierung sprachlicher Höflichkeit. Fallbeispiel 1: Bewertung von schriftliche n Tests
Analyse:
Fallbeispiel 2: Rückmeldung nach einem Wortschatzspiel
Analyse:
4.3 Ergebnisse der mündlichen Befragung
Beziehungsgestaltung im Unterricht
Verständnis von sprachlicher HöflichkeitVerständnis von sprachlicher Höflichkeit (in der LehrerspracheLehrersprache)
Rolle der LehrerspracheLehrersprache als Muster für das sprachliche Handeln
Rolle sprachlicher Höflichkeit beim Ausdruck von KritikKritik und LobLob
Fazit
Literatur
Der Ton macht die Musik: Zur Behandlung von Höflichkeit im Lehrwerk studio [21]
1. Einleitung
2. InterkulturellInterkulturelle HöflichkeitskompetenzHöflichkeitskompetenz
3. Lehrwerkanalyse. 3.1 Kriterien
3.2 studio [21]
3.2.1 Gesamtband A1
3.2.2 Teilband A.2.1
3.2.3 Teilband A.2.2
3.2.4 Teilband B.1.1
3.2.5 Teilband B.1.2
4. Fazit
Literatur
Analysierte Lehrwerke
Sprachliche Höflichkeit in der LaienliteraturkritikLaienliteraturkritik
1. Einleitung
2. Die Textgattung der Literaturkritik
3. Laienliteraturkritik online
4. Unhöfliche Rezensionen
5. ‚Höfliche‘ Rezensionen
5.1. Vorschussargumentation: Vorschusslob
5.2. Vorschussargumentation: SelbstkritikSelbstkritik
5.3. Generalisierung und konstruktive Kritik
5.4. Thematische Umleitung
5.5. Ironie
6. Fazit
Literatur
Politische Korrektheit und sprachliche Höflichkeit als komplexitätsreduzierende Rituale der Wirtschaftskommunikation
1. Einleitung
2. Zwischen Verhüllung und Verschleierung
3. Ausblick
Literatur
Autorenverzeichnis
Sachregister
Fußnoten. Sprachliche Höflichkeit. Historische, aktuelle und künftige Perspektiven
1. Höflichkeitskonstruktionen und kultureller Kontext
2. Höflichkeitsentwicklung am Beispiel. Vom Kompliment zur Aggression
3. Regional und sozial bedingte Differenzen von Höflichkeitsstilen
4. Mögliche Höflichkeitsdissonanzen In Anstandsbüchern
1. Theodor Fontane als Sprachvirtuose
2. Höflichkeit und Übersetzbarkeit
3. Beziehungsgestaltung in der Übersetzung
Der face-Begriff im Schnittpunkt zwischen politeness und facework. Paradigmatische Überlegungen
Interpersonale Pragmatik und (Un)Höflichkeitsforschung
1. Einführung
3. Methodenmix und Anleihen bei anderen Disziplinen
Über Höflichkeit
1. Zur Einleitung
2. Zur Wortklassenzugehörigkeit von vielleicht und eigentlich
4. Empirische Beispiele von Muttersprachlern
5. Lernersprachliches Material
3. KOMPLIMENT als Sprechakt
4. Das Kompliment in der Interaktion
1. Problemstellung
2. Muttersprachliche und fremdsprachliche Höflichkeitskompetenz
3. Die lexikographischen Projekte
4. Äquivalenzprobleme
2. „Treppenhaustexte“ – was ist das?
3. Meine Empirie
5. Vergleich der beiden Textkorpora
3. Datenanalyse
1. Einleitung
2. Wesen der Höflichkeit
3. Höfliches Verhalten unter interkulturellem Aspekt
4. Entschuldigungen als Beispielfall
1. Einleitung
2. Eine Orientierungshilfe für das Leben in Deutschland
3. „Willkommen in Deutschland: Wegweisung für muslimische Migranten zu einem gelingenden Miteinander in Deutschland“
4. Ergebnisse: Flüchtlingsratgeber zwischen Imagebedrohung und Imageförderung
3. Die Variabilität des Anredesystems
4. Variation der Anredeformen in den öffentlichen Redesituationen im Parlament
1. Zu den LehrerIn-Eltern-Sprechstunden
2. Höflichkeit, „face work“ und Beziehungsgestaltung
3. (In)formalität
4. Die Gesprächseröffnungen
5. Typologie der Gesprächseinstiege
2. Unterrichtskommunikation und sprachliche Höflichkeit
1. Einleitung
2. Interkulturelle Höflichkeitskompetenz
4. Fazit
1. Einleitung
3. Laienliteraturkritik online
1. Einleitung
2. Zwischen Verhüllung und Verschleierung
3. Ausblick
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Sprachliche Höflichkeit
Historische, aktuelle und künftige Perspektiven
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Für die hier angesprochene Dissonanzproblematik ist besonders der 3. Abschnitt des Buches [Kap. 11–17] ergiebig, denn nun geht es um den Umgang mit „verschiedenen Menschenklassen im Allgemeinen, in steter Berücksichtigung der mancherlei Verhältnisse“. U.a. werden dabei folgende potentiell krisenhaften Abstimmungen zwischen Beteiligten einschlägiger Interaktionen ins Auge gefasst: das Benehmen gegenüber Frauenzimmern, das heikle Verhalten bei der Applikation von Handküssen, die Auswahl von Menschen, mit denen man sich (nicht) umgeben soll, das problemorientierte Verhalten zwischen Schuldnern und Gläubigern und die Behandlung von Untergebenen.
Generell gründet sich das Idealbild eines Menschen „von echtem Anstand, gutem Ton und feiner Sitte“ auf Geistesbildung und bestimmten Grundtugenden (Bescheidenheit, Freundlichkeit […], Billigkeit […] und Wahrheitsliebe: S. 92ff.) die dann zu einer „gesetzten Denkungsart“ (S. 96) und einem ungezwungenen (natürlichen) Verhalten führen, das dazu befähigt, auch mit dissonantem Verhalten (Abgeschmacktheit, linkisches Wesen, Unverschämtheit) fertig zu werden, ohne die höherwertigen „Vorschriften der Wohlanständigkeit“ aufzugeben.6 In der Praxis des (ständisch gegliederten) Alltags ist jedoch diese harmonistische Konzeptionharmonistische Konzeption durch Rücksichten auf besondere Umstände zu modifizieren (S. 230f.):
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