MUSIK-KONZEPTE 195: Wolfgang Jacobi

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Группа авторов. MUSIK-KONZEPTE 195: Wolfgang Jacobi
Inhalt
Vorwort
Spurensuche und Rekonstruktion
I Auf Erfolgskurs in Berlin
II Vernetzt und positioniert
III Hinwendung zum Saxophon
IV Komponieren in innerer Emigration
V Kontinuität auf verschiedenen Ebenen
Wolfgang Jacobi und der frühe Berliner Rundfunk
I Schönberg, Strawinsky, Hindemith
II Frühe elektrische Instrumente
III Opernspiele und Rundfunk-Hörstücke
Musik zur »Stunde Null«?
I Sonate für Bratsche und Klavier (1946)
II Streichquartett 1948
III Fazit
Drei Liederzyklen Wolfgang Jacobis
I Die Sonette des Satans – Skalare Verfahren und tonale Zentren
II Italienische Lieder – Poesie und Melodik
III Die Toten von Spoon River – Textur und Kombination
»Zwischen zwei Feinden«
I Wolfgang Jacobis Petrarca-Übersetzungen
II Jacobis Petrarca-Vertonungen im Kontext seines Exils in Italien
III Pizzetti und Jacobi zwischen Internationalismus und Universalismus
»Rein sachlich finde ich, dass zu wenig brauchbare gute Akkordeonmusik existiert«
I Zwischenfall Nr. 1: »nie die Musik unserer Meister«12
II Jacobis Antwort: »ich (habe) selbst einiges Gute beigesteuert«28
III Der Hintergrund: »außerordentlich begeistert von diesem Stück«44
IV Zwischenfall Nr. 2: »musste ich annehmen, dass der Verlag kein Interesse habe«67
Abstracts
Bibliografische Hinweise. Primär
Sekundär
Zeittafel
Autorinnen und Autoren
Отрывок из книги
Ulrich Tadday (Hrsg.)
MUSIK-KONZEPTE 195 I/2022
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»Nur über dies letztgenannte Werk lohnt sich in der Oeffentlichkeit ein Wort. Es ist ein belebtes harmonisches Stückchen, im Verhältnis der führenden, dominierenden Geige und der doch niemals zur ›Begleitung‹ herabgedrückten Instrumente, im Verhältnis des konzertierenden und ›gearbeiteten‹ Teils klug und gefühlt abgewogen«.30
Ganze 13 Zeitungsausschnitte zu dem Konzert sind im Nachlass Wolfgang Jacobis erhalten. Waren die Stimmen hier positiv, gab es bei anderer Gelegenheit aber auch kritische Töne, etwa im Falle der erwähnten Suite op. 35, uraufgeführt durch das Taube-Kammerorchester, die zwar offenbar »mit einem flüssigen und rhythmisch frischen Präludium und mit einem durch grotesken Einschlag bemerkbar werdenden Schlussrondo für Anerkennung warb, aber mit einer substanzlosen Serenade und einer leerlaufenden Fuge Gegenteiliges bezeugte«.31 Die überlieferten Pressestimmen – welcher Ausrichtung auch immer – stellen wertvolle Quellen dar, weil sie als einzige Dokumente eine Vorstellung von den verlorenen Werken Jacobis vermitteln. Das gilt nicht nur für die hier genannten Besprechungen, sondern für alle greifbaren Belege, die von Aufführungen nicht erhaltener Jacobi-Frühwerke berichten. Sie bieten Umschreibungen und Einordnungen des Gehörten sowie Bewertungen der kompositorischen Leistung – dies freilich subjektiv und gelegentlich auch deutlich ideologisch gefärbt. Und sie geben Zeugnis davon, wie präsent Wolfgang Jacobi im damaligen Musikleben war.32
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