Helen Keller wurde mit neunzehn Monaten taub und blind; eine Heilung war aussichtslos. Erst als sich fü̈nf Jahre später die junge Anne Sullivan der kleinen Helen annahm, lernte das Mädchen allmählich, Begriffe zu entwickeln, zu denken und sich ihrer Umwelt mitzuteilen. Eine erstaunliche Entwicklung begann: Helen absolvierte die Schule, beendete erfolgreich ein Universitätsstudium und wurde eine weithin bekannte Schriftstellerin und Rednerin. Diese beeindruckenden Biografie schildert den Lebensweg der taubblinden Schriftstellerin Helen Keller und ihrer mutigen Lehrerin Anne Sullivan.
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Helen Waite. Öffne mir das Tor zur Welt
Öffne mir das Tor zur Welt!
Vorbemerkung
Ein Tag des Triumphs
Ein Ruf aus Alabama
Die Reise nach Tuscumbia
Phantom in einer Nicht-Welt
Die erste Sprosse der Leiter
W–A–T–E–R !
Mehr Wörter – viele Wörter!
Der große Kampf
Ich denke!
Im eigenen Land
I–Am–Not–Dumb–Now!
Die Stadt der gütigen Herzen
König Frost
Nicht brechen, nicht biegen
Reise zu den Sternen
Der 8. Dezember
Geschichte meines Lebens
Trio in Wrentham
Steinige Straßen
Vorhang
Ein Neubeginn
Die größte Ehrung
Über die Autorin
Отрывок из книги
Helen E. Waite
Das Leben der taubblinden Helen Keller und
.....
Ihre Ausstattung war so kümmerlich, dass die Hausmutter ihrer Gruppe an jenem ersten Abend ein Nachthemd für sie ausborgen musste, und die arme Annie, so verbissen stolz und dennoch ausgehungert nach freundschaftlicher Zuwendung, hatte sich an jenem Abend in den Schlaf geweint – ja, und nicht nur an jenem Abend.
Als sie das Perkins-Institut betrat, war es fast, als wäre sie auf einen anderen Planeten versetzt worden. Sie musste nicht nur ihren Schulunterricht in der ersten Klasse beginnen, sie musste auch eine vollkommen andere Art des Lebens lernen, von der sie bisher nichts geahnt hatte. Die Sullivans waren immer bitter arm gewesen, ihre Mutter war ständig krank und das Leben in Tewksbury hart und grausam. Ihre Schulkameradinnen hier im Perkins-Institut waren trotz ihrer Blindheit glückliche Kinder – Kinder von Ärzten, Kaufleuten, Rechtsanwälten und wohlhabenden Gutsbesitzern. Die Mädchen in Annies Gruppe waren zufrieden und behütet, während Annie aufgrund ihrer bisherigen Erfahrungen nicht wusste, wie man ein glückliches Leben führt.