Отрывок из книги
Die schwarze Ledermappe
Jennifer seufzte. Die Verlagslektorin musste noch eine Leseprobe überfliegen, bevor sie in den verdienten Feierabend entschwinden konnte. Der Text befand sich in einer auffälligen schwarzen Mappe, deren Oberfläche wie Leder gestaltet war. Ungewöhnlich. Die meisten Möchtegern-Autoren schickten E-Mails mit endlosen Word-Dokumenten. Oder dicke Briefumschläge. Es war Zeit, dass der Verlag hier mal ein Standardverfahren festsetzte. Sie musste die für ihren Bereich eingehenden Vorschläge durchlesen. Anschließend beurteilte sie, ob es sich lohnte, Idee oder Manuskript in ein Buch umzusetzen. Und dann begleitete sie das Projekt. Sie klappte die Mappe auf und nahm das Anschreiben heraus. Es war an sie persönlich adressiert. Hm. Da hatte wohl jemand genau recherchiert, denn im Internet war nur eine allgemeine Adresse angegeben. Unterzeichnet war der Brief schwung- und stilvoll mit schwarzer Tinte. Sie war jetzt richtig neugierig und las:
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Ihre Stimme klang schärfer, als sie es beabsichtigt hatte. Doch er lächelte sie an.
»Sie haben vollkommen recht und ich entschuldige mich dafür, dass ich Sie so bedrängt habe. Ich vergesse zwischendurch immer wieder, dass Sie wohl noch keine Erfahrungen mit der – ich nenne es mal – ›dunklen Erotik‹ haben.«
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