Mohammed

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Marcel Hulspas. Mohammed
Mohammed
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Inhalt
Einleitung
1 Das verhängnisvolle Jahr 602
2 Hin zum Ende der Zeiten
3 Arabien und die Araber
4 Der Kampf um Arabien
5 Mekka, die Götter, die Kaaba
6Ein Prophet für die Araber
7 Die Geschichten über Mohammed
8 Die Offenbarungen
9Die Bestrafungsgeschichten
10 Der Tag der Auferstehung
11Die Botschaft des Propheten
12Mohammed, die Juden und die Christen
13Prophet in der eigenen Stadt
14Auf dem Weg nach Medina
15Verrat in der Gemeinschaft
16Mord im heiligen Monat
17Der Krieg gegen Mekka und die Juden
18 Ein Angriff auf Mekka
19König des Hedschas
20Der Fall des Persischen Reiches
21Mohammeds letzte Jahre
22Der Durchbruch nach Norden
Epilog
Literatur
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Register
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Отрывок из книги
Marcel Hulspas
Revolution aus der Wüste
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Die Verehrung der umherziehenden Banden fanatischer Mönche ging inzwischen so weit, dass lokale Autoritäten und selbst Kaiserinnen es nicht wagen konnten, sich ihnen in den Weg zu stellen – vor allem nicht, wenn es darum ging, die Juden, die ewigen Feinde des Christus, zu belästigen und zu töten. Ein aufschlussreiches Beispiel ist die Konfrontation des Mönchs Barsauma und Kaiserin Aelia Eudocia im Jahre 438. Barsauma und seine Mitstreiter zogen jahrelang durch Palästina und Syrien, um heidnische und jüdische Heiligtümer zu zerstören. So waren sie 423 in die Stadt Petra eingedrungen und hatten auch dort große Zerstörungen angerichtet. Fünfzehn Jahre später wagte Kaiserin Aelia Eudocia, Gemahlin von Theodosius II., die zu der Zeit in Jerusalem lebte, ein altes Dekret abzuschwächen, das den Juden verbot, Jerusalem zu betreten. (Außer während des Laubhüttenfestes, wenn sie den Verlust des Tempels betrauern durften.) Als deutlich wurde, dass die Juden in großen Mengen zum Tempelberg ziehen würden, kam Barsauma mit einer Schar Anhänger und richtete ein Blutbad an. Die Juden ergriffen einige der Mörder und brachten sie zu Eudocia, die die Rädelsführer hinrichten lassen wollte. Doch Barsauma mobilisierte die Christen von Jerusalem und die Menge drohte der Kaiserin, sie würde die Stadt nicht lebend verlassen, wenn sie Christen töten lassen würde, weil sie jüdisches Blut vergossen hatten. Eudocia gab nach. Barsauma wurde später heiliggesprochen.
Es war kein Zufall, dass Eudocia sich gerade in dieser Stadt aufhielt. Jerusalem war im 2. und 3. Jahrhundert bedrohlich in Verfall geraten, doch dann dank Kaiser Konstantin zu einer der bedeutendsten Wallfahrtstätten der christlichen Welt angewachsen. Konstantin wollte ganz Judäa zu einem spirituellen Zentrum der christlichen Welt machen. Er ließ viele heilige christliche Plätze instand setzen und wieder aufbauen. Seine Mutter Helena, die getauft war und lange Zeit in Jerusalem gelebt hatte, unterstützte ihn dabei tatkräftig. Um den wachsenden Pilgerstrom auf angemessene Weise empfangen zu können, ließ sie viele Kirchen bauen. Die größte erhob sich an der Stelle, an der nach christlicher Tradition Jesus ins Grab gelegt worden war: die Heilig-Grab-Kirche. Andere Kaiser und Kaiserinnen setzten ihr Werk fort, wie Eudocia, die sechzehn Jahre lang in der Stadt lebte und Geld für einen Bischofspalast, Klöster und Hospitäler gab.
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