Немецкий с любовью. Новеллы / Novellen

Немецкий с любовью. Новеллы / Novellen
Автор книги: Серия: Легко читаем по-немецки     Оценка: 0.0     Голосов: 0     Отзывов: 0 119 руб.     (1,69$) Читать книгу Купить и скачать книгу Купить бумажную версию Электронная книга Жанр: Зарубежная классика Правообладатель и/или издательство: "Издательство АСТ" Дата публикации, год издания: 2014 Дата добавления в каталог КнигаЛит: ISBN: 978-5-17-085076-1 Скачать фрагмент в формате   fb2   fb2.zip Возрастное ограничение: 16+ Оглавление Отрывок из книги

Описание книги

В книгу вошли три новеллы известного немецкого писателя Стефана Цвейга: «Письмо незнакомки», «Амок» и «Шахматная новелла». Драматические судьбы героев, любовь на грани жизни и смерти, глубокие душевные депрессии, мастерски описываемые автором, делают его новеллы сегодня особенно актуальными. Произведения подверглись незначительному упрощению, что позволило сохранить как сюжетную линию, так и живой немецкий язык. Предназначается для изучающих немецкий язык (уровень 4 – для продолжающих верхней ступени).

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Стефан Цвейг. Немецкий с любовью. Новеллы / Novellen

Brief einer Unbekannten

Der Amokläufer

Schachnovelle

Alphabetisches Wörterverzeichnis

Отрывок из книги

Als der bekannte Romanschriftsteller R. frühmorgens von dreitägigem erfrischendem Ausflug ins Gebirge wieder nach Wien zurückkehrte und am Bahnhof eine Zeitung kaufte, wurde er, kaum dass er das Datum überflog, erinnernd gewahr, dass heute sein Geburtstag sei. Der einundvierzigste, besann er sich rasch, und diese Feststellung tat ihm nicht wohl und nicht weh. Flüchtig[1] überblätterte er die Seiten der Zeitung und fuhr mit einem Mietautomobil in seine Wohnung. Der Diener meldete aus der Zeit seiner Abwesenheit zwei Besuche sowie einige Telefonanrufe und überbrachte auf einem Tablett die angesammelte Post. Lässig[2] sah er den Einlauf an, riss ein paar Kuverts auf, die ihn durch ihre Absender interessierten; einen Brief, der fremde Schriftzüge trug, schob er zunächst beiseite. Dann zündete er sich eine Zigarre an und griff nun nach dem zurückgelegten Brief.

Es waren etwa zwei Dutzend geschriebene Seiten in fremder, unruhiger Frauenschrift. Unwillkürlich betastete er noch einmal das Kuvert, ob nicht darin ein Begleitschreiben[3] vergessen geblieben wäre. Aber der Umschlag war leer.

.....

Aber Du hast mich nicht gerufen, keine Zeile hast Du mir geschrieben… keine Zeile…

Mein Kind ist gestern gestorben – es war auch Dein Kind. Es war auch Dein Kind, Geliebter, das Kind einer jener drei Nächte, ich schwöre es Dir, und man lügt nicht im Schatten des Todes. Es war unser Kind, ich schwöre es Dir, denn kein Mann hat mich berührt von jenen Stunden, da ich mich Dir hingegeben.

.....

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