»Je tiefer sie in den unterirdischen Komplex vordrangen, desto besser ausgebaut war der Tunnel. Er war etwa drei Meter hoch, oben abgerundet und genauso breit. Allerdings nagte der Zahn der Zeit bedenklich an der Konstruktion. Durch die abbröckelnde Betonverkleidung schaute rostiger Armierungsstahl hindurch. Teilweise lagen große Steinbrocken auf dem Boden, die sich aus der Decke oder den seitlichen Wänden gelöst hatten. Dafür, dass sich über siebzig Jahre lang niemand um die Instandhaltung der Anlage gekümmert hatte, war sie trotz allem gut in Schuss. Mittlerweile trafen sie immer öfter auf abzweigende Gänge. Buchstaben-Zahlen-Kombinationen verrieten dem Eingeweihten, was er in der jeweiligen Richtung finden würde. Nur zu gerne hätte Kusch jeden einzelnen Stollen näher untersucht und seine Entdeckungen wissenschaftlich exakt festgehalten. Doch dafür hatten sie leider keine Zeit. Außerdem verrieten frische Stiefelspuren, dass erst vor Kurzem Männer hier unten unterwegs gewesen waren. Hoffentlich kamen sie nicht zu spät.« Der Campingplatz nahe Malchow, versteckt im Wald, erscheint als geheimer Treffpunkt ideal. Dass Oberfeldwebel Pepe S. Fuchs dort in eine Schießerei gerät und ihn ein geheimes Tagebuch auf die Spur eines verschollenen Goldzuges führt, ist selbst für den Militärischen Geheimdienst MAD nicht vorauszusehen. Wieder einmal muss der Militärpolizist auf die Hilfe der Eisenacher Kommissarin Beate Jäger vertrauen, um die folgende Schatzjagd einigermaßen ungeschoren zu überstehen.
Оглавление
Steffen Schulze. Pepe S. Fuchs - Schatzjäger
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
Pepe S. Fuchs - Mythenjäger
Pepe S. Fuchs - Hexenjäger
Pepe S. Fuchs - Panzerjäger
Pepe S. Fuchs - Mumienjäger
Pepe S. Fuchs - Feldjäger
Отрывок из книги
Steffen Schulze
Pepe S. Fuchs
.....
Pepe stellte die Gepäckrolle ab und beugte sich über den wuseligen Haufen, um an das Vorhängeschloss zu gelangen, das einen nachträglich angebrachten Türriegel sicherte. Er brauchte drei Versuche, ehe das Schloss aufsprang. Fast tat es ihm leid, dass er den obersten Teil des Ameisenhaufens mit der Tür abtrug. Das Innere des Wohnwagens roch muffig, war jedoch in einem besseren Zustand, als ihn der Junge an der Rezeption hatte glauben machen wollen. Keine Spur von einem Waschbären. Allerdings führte eine Ameisenstraße quer über den Fußboden. Damit konnte sich Pepe arrangieren. Die Einrichtung war vollständig eingestaubt. Auch die in den Ecken hängenden, dichten Spinnweben störten Pepe nicht wirklich. Ihn lockte das Doppelstockbett. Die obere Matratze fehlte. Also zog Pepe mühsam seine Motorradjacke aus, warf sie auf die Sitzgruppe rechts neben dem Eingang und sich auf das untere Bett. Sekunden später war er fest eingeschlafen.
»Weil du die Stauffenbergstraße 18 in Berlin als deine Adresse angegeben hast.«