Die Weltwirtschaftskrise macht auch vor Sachsen nicht halt. Bis dato Chefreporter bei der 'Leipziger Volkszeitung', verliert der Journalist Konrad Katzmann 1930 plötzlich seine feste Anstellung. Als drei Kleinganoven bei ihrem Raubzug durch eine Leipziger Schrebergartensiedlung die Leiche eines Kleingärtners entdecken, stürzt er sich gemeinsam mit dem Photographen Heinz Eggebrecht in die Ermittlungen. Die beiden Freunde finden so manches Merkwürdige heraus – unter anderem, dass ausgerechnet Eggebrechts Vater ein amouröses Verhältnis mit der Witwe des Mordopfers unterhält. Bevor die beiden Freizeit-Detektive aber allen Spuren nachgehen können, spitzen sich die Ereignisse zu: Eine zweite Leiche wird gefunden, und Vater Eggebrecht ist mitsamt seiner Geliebten spurlos verschwunden … „Es geschah in Sachsen“ ist ein Kettenroman um den aus Dresden stammenden Journalisten Konrad Katzmann, der in fiktiven Kriminalfällen die Zeit der Weimarer Republik in Sachsen wieder lebendig werden lässt. Der Leipziger Autor und Journalist Uwe Schimunek erzählt im siebenten Band von den 'kleinen Leuten', die in der wirtschaftlichen Krise um ihren hart erarbeiteten Besitz bangen müssen.
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Uwe Schimunek. Der ermordete Gärtner
Inhaltsverzeichnis
EINS. Sonntag, 23. März 1930
ZWEI. Montag, 24. März 1930
DREI. Dienstag, 25. März 1930
VIER. Mittwoch, 26. März 1930
FÜNF. Donnerstag, 27. März 1930
SECHS. Freitag, 28. März 1930
SIEBEN. Sonnabend, 29. März 1930
ACHT. Sonntag, 30. März 1930
NEUN. Montag, 31. März 1930
NACHBEMERKUNG
Es geschah in Sachsen …
Отрывок из книги
Uwe Schimunek
Der ermordete Gärtner
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Was soll’s, dachte Eggebrecht. Für Frauen interessierte er sich zurzeit wie für Rennautomobile: Er sah ihnen gern nach, brauchte sie aber nicht. Die letzte Liaison mit einer dieser Künstlerinnen in Berlin war gerade erst zu Ende gegangen. Er konnte nicht einmal sagen, woran das lag oder wer von beiden die Trennung ausgesprochen hatte. In den letzten Jahren traf er immer auf die falschen Frauen. Davon brauchte er erst mal eine Auszeit.
Er schaute die Straße hinunter. An der Ecke zur Reuterstraße stand ein Lastwagen vor einer Baustelle. Zwei Arbeiter verschlossen die Laderampe, offenbar nahte der Feierabend. Bei dem Wagen handelte es sich augenscheinlich um ein älteres Modell, denn einer der beiden begann, mittels einer Kurbel den Motor in Gang zu setzen. Die Maschine brüllte kurz auf und tuckerte dann vor sich hin. Der Mann mit der Kurbel sprang ins Fahrerhaus, und der Wagen rollte los. Vor dem Eckhaus wurden Stapel von Pflastersteinen sichtbar. Eine Plane verdeckte vermutlich weitere Baustoffe.