Vorbilder sollten die Kaiser und ihre Familien sein, vom Volk respektiert, Träger des Gottesgnadentums. Die Ansprüche an ihre Lebensführung waren dementsprechend unerfüllbar hoch. Doch nicht jeder fand im Ehebett allein das Ziel seiner Lust. Nicht jeder und nicht jede war dem jeweils anderen Geschlecht zugetan. Zwischen äußerem Anschein und gelebter Wirklichkeit taten sich bisweilen Welten auf, die, wenn sie ruchbar wurden, mit allen Mitteln verborgen und totgeschwiegen wurden. In einer Zeitreise beschäftigen wir uns mir ehelichen und nicht ehelichen Bettaffären quer durch die Geschichte der Habsburger.
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Walter Brendel. Das Liebesleben der Habsburger
Einführung
1. Teil: Mätressenwirtschaft
2. Teil: Heirats- und Bettgeschichten
Anmerkungen
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Walter Brendel
Das Liebesleben der Habsburger
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Gemäß diesem berühmt gewordenen Leitsatz konnte sich das Haus Habsburg im 16. Jahrhundert endgültig etablierten. Dank Maximilians geschickter Heiratspolitik sowie dynastischer Glücksfälle für die Familie dehnten sich die habsburgischen Lande bald zu einem weltumspannnenden Reich aus.
Im Jahr 1500 kam Philipps Sohn Karl (1500-1558) im flandrischen Gent zur Welt. Er erbte nach dem Tod seines Vaters mit sechs Jahren die Niederlande und Burgund. Im Jahr 1516 wurde er König von Spanien. Mit 19 Jahren erbte er nach dem Tod seines Großvaters Maximilian im Jahr 1519 die Ländereien Habsburgs in Österreich.