Ein Drache ist, so wissen wir aus Mythen, Legenden und Märchen, ein feuerspeiendes Ungeheuer, das einen besonderen Bezug zu Jungfrauen hat, Schätze bewacht und Landschaften verwüstet. Daraus folgt dann, dass Drachen von ritterlichen Helden abgeschlachtet werden müssen, um die Menschheit von diesen Ungeheuern zu befreien. Gewaltig groß sind Drachen. Und sie sehen aus wie Echsen – so glauben wir zu wissen – mit mächtigem Gebiss, fürchterlichen Klauen und giftigem Atem. Und nicht zu vergessen, die riesigen Fledermausflügel, die die reptilartigen Wesen durch die Lüfte tragen. Drachen begleiten unsere Geschichte seit Jahrtausenden und sind untrennbar mit unserer Kultur verbunden.
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Wolfgang Schwerdt. Andre Zeiten, andre Drachen
Vorbemerkung
Was zum Teufel ist ein Drache?
Marduk der Muttermörder oder der Ursprung des Drachen
Das Geheimnis der alten Schlange
Uranos missratene Kinder
Leviathan, Fafnir und die mittelalterlichen Helden
Die Entdeckung der Welt und die Drachen der Neuzeit
Der Drache im Spannungsfeld von Romantik und Wissenschaft – das lange 19. Jahrhundert