Читать книгу Queer*Welten 03-2020 - Aşkın-Hayat Doğan - Страница 4

Vorwort

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Liebe Leser*innen, dass wir in Geschichten auch immer einen Blick auf Held*innen werfen, versteht sich von selbst. Doch was ist für uns heldenhaft? Hat sich das verändert? Ist die Zeit des Heroismus vorbei? Aşkın-Hayat Doğans junge Hauptfigur stellte sich solche Fragen schon in Ausgabe 2 – und auch für Ausgabe 3 erreichten uns zunehmend Texte, die sich mit dem Konzept „Held*in“ beschäftigten. Wir konnten nicht widerstehen: Hiermit haltet ihr die erste thematisch fokussierte Ausgabe von Queer*Welten in den Händen!

 Frank Reiss’ Essay spricht davon, wie queeres Erzählen die Phantastik zerstört – im besten Sinne. Wir brauchen nicht nur queere Held*innen, sondern möchten auch Welten, Kontexte und Storys gegen den Strich bürsten.

 Dann versuchen wir uns an einem neuen Format: Eine Collage aus sechs Kurztexten wirft drei fiktionale und drei autobiografische Schlaglichter auf Held*innen.

 „That escalated quickly“ von Oliver Kontny spielt mit klassischen Fantasytropes und -held*innen und treibt sie zu aberwitzigen Spitzen.

 In „Präventive Devastation“ von Anne Neuschwander wird die Protagonistin unfreiwillig zur Heldin – nur sie kann die Menschheit noch retten. Aber wird ihr das gelingen?

 Im Comic von Daniela Schreiter aka Fuchskind begegnen wir zwei Heldinnen einer Lovestory, die man sonst nur selten sieht.

 Im Queertalsbericht werfen wir Blicke auf Fantasy und Science-Fiction, auf (virtuelle) Ausstellungen, Podcasts und das Online-Rahmenprogramm der Frankfurter Buchmesse.

 Und nicht zuletzt bietet uns das ­Cover von Thiemo Pitsch mit seiner Space-Drag-Queen ungewöhnliches Held*innentum im luftleeren Raum.

Nicht im luftleeren Raum hingegen schwebt Queer*Welten: Wir danken euch für eure Treue als Lesende, dafür, dass ihr über Queer*Welten redet, dass ihr sie rezensiert, verschenkt, empfehlt. Es ist ein hartes Jahr für Kleinverlage, der Ach Je Verlag, bei dem unser Zine erscheint, hat bislang etwa 20 % des Vorjahresumsatzes gemacht. Die nächsten drei Ausgaben sind unter anderem dank großzügiger Spenden gesichert (1000 Dank dafür!), aber wie es 2021 weitergeht, wird sich zeigen. Wie immer könnt ihr helfen und zum Beispiel ein Steady-Abo bei Ach Je abschließen, Queer*Welten abonnieren, unser Magazin rezensieren und Freund*innen zu Weihnachten schenken. Leider drehen sich die meisten dieser Maßnahmen wieder einmal um Geld. Wir wünschten, es wäre anders. Aber ihr könnt uns noch einen Gefallen tun: Sendet uns weiterhin Geschichten! Denn auch die brauchen wir, damit Queer*Welten fortbesteht.

Doch auch andere sind auf Geld angewiesen: Auch in diesem Jahr beteiligen wir uns mit anderen deutschsprachigen Autor*innen an einer Spendenaktion, mit der ihr beispielsweise die Seenothilfe oder die queere Jugendhilfe Lambda e.V. unterstützen könnt. Wenn diese Ausgabe erscheint, ist die Aktion bereits gestartet. Informationen dazu findet ihr auf unter Website und in den Social Media unter dem Hashtag #HoffnungSpenden. Und bei aller Kritik an Heroismus: Seid in diesem Pandemiewinter Held*innen füreinander. Nicht immer, aber abwechselnd alle ein kleines bisschen. Wir sind uns sicher, das macht schon eine Menge aus.

Wir hoffen, ihr bleibt gesund,

Eure Queer*Welten-Redaktion

Queer*Welten 03-2020

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