Читать книгу Lidwicc Island College of Floral Spells - Andreas Dutter - Страница 16
Was wäre bei einem anderen Ergebnis passiert?
ОглавлениеDer Biss auf die Unterlippe hielt meinen Schrei bedingt zurück. Noch nie hatte ich diesen Schmerz gefühlt, wenn Feuer deine Haut versengte. Darauf hätte ich auch gern verzichtet. Wieder blickte ich um mich, um einen Ausweg aus diesem Todesgarten – was hatten die alle mit ihre Gärten? – zu finden, in den mich der Samen teleportiert hatte. Ja, teleportiert. Was hatte ich nur getan, um das zu verdienen?
Schmerz zuckte durch meinen Körper und erinnerte mich daran, dass es hier gefährlich war.
Also versteckte ich mich hinter einem Busch und hatte Zeit, mir die Brandwunde auf meinem Fuß anzusehen. Sofort winkelte ich meine Beine an und zog meine Schuhe sowie Socken aus.
Shit.
Der Geruch meines verbrannten Fleisches löste meinen Würgereflex aus. Ewig hatte ich mich nicht mehr geekelt. Auf der Straße bekam ich einiges mit. Meine Hand stoppte über der Wunde. Ich traute mich nicht, sie zu berühren. Mehrmals kamen meine Finger gefährlich nahe. Immer wieder zuckte ich zurück.
Keine Ahnung, was man in so einem Fall machte. Ich sah mich um. Nirgends fand ich auch nur einen Tropfen Wasser. Nachdem ich die Suche aufgab, blickte ich hinter den Busch.
Noch immer nichts. Nur dieser Baum in der Mitte, der gefühlt zwanzigmal so groß war wie ich. Die Fläche rundum stand in Flammen. Das Feuer knackte leise und hinzu kamen piepsige Schreie in meinem Ohr sowie dieser Drang, die Pflanzen vor dem Feuer zu retten.
»Verfluchter Mist, was mache ich nur?« Mehrmals schlug ich mit der Faust auf den Boden.
Okay, ich musste die Lage rekapitulieren. Was hatten wir da? Irgendwo endete dieser Garten voller Bäume an einem unsichtbaren Schild, der mich elektrisierte, sobald ich ihn berührte. Ja, ich war so dumm gewesen und hatte das ausprobiert. Das Feuer engte mich ein. Den Drecksbaum in der Mitte, der bis zum Kuppeldach reichte, umgab ab der Hälfte ebenfalls ein Schild, sodass ich es nicht schaffte, hochzuklettern. Immer wieder erinnerte mich der Todesgarten an den bei meiner Ankunft, aber sie unterschieden sich dennoch. Ein Baum, den ich noch nie gesehen hatte. Die Rinde glitzerte golden und die weinroten Blätter funkelten am Rand. Oh, und dann gab es da noch die Hitze, die mir den Schweiß aus allen Poren trieb.
Was sollte dieser Scheiß? Wie konnte mich ein fliegender Samen einer Pusteblume in einen Garten schmeißen und die wohl wichtigste Frage: Warum gerade ich?
Voller Aggressionen, die mich innerlich auffraßen und stärker loderten als jede Flamme unter dieser vermaledeiten Kuppel, stand ich auf. Mein Fuß schmerzte. Ich humpelte zum Baum in der Mitte, während das Feuer mich verfolgte, und ja, beinah genoss ich den Schmerz, da er mir die Sicherheit gab, nicht zu träumen.
»Und? Was jetzt?« Ich schrie einen Baum an.
Es war offiziell: Ich ging zu Grunde.
»Fühlst du dich toll? Wie du da stehst und mir nicht hilfst? Wenn ich brenne, brennst du auch.«
Das Feuer rollte auf uns zu, wie eine Welle, die sich ihren Weg bahnte. Alles rundum hatte das Feuer bereits verschluckt. Der Baum und ich gegen die Flammen.
Trotz all meiner Wut taten mir die sterbenden Blumen, Gräser und Bäume leid. In Griechenland gab es doch ständig Brände. Die Sommer waren heiß. Warum dann dieses Mitleid?
»Fein, ich gebe auf. Dann bin ich eben eine Pflanzenmagierin. Okay? Hier, ich sage es. Ich bin eine von euch. Das ist alles wahr. Zufrieden? Lass endlich deine Äste runter und hilf mir zu dir rauf.« Ich schlug auf den Stamm des Baumes ein und rempelte ihn an.
»Na? Gar nichts? Kein kleiner Zweig, der sich runter beugt?« Ich schnaubte belustigt. Doch das wandelte sich rasch zu einem Zischen, als Schweiß in meine Brandwunde floss.
»Au!« Das Au stammte nicht von mir.
Sprach die Natur zu mir? »Jetzt geht’s aber los.«
Wieder dieser Schwindel, der mich verfolgte.
All das laugte mich aus. Ich ließ mich zurück auf meinen Hintern fallen. Meine Atmung beschleunigte sich. Meine Restenergie strömte aus meinem Körper und verließ mich.
Daphnes Verschwinden, meine Entführung, diese Insel, die Magie, Callidora, Harmonia, Pflanzen, die mich absorbierten, verletzten und nun dieser Brand. Nein, ich wollte das nicht mehr.
Mein Shirt stank und die Flecken darauf zeigten fast nichts mehr von der ursprünglichen Farbenpracht. Ich zog an meinem Kragen. Die Wut in mir heizte mich auf. Woher auch immer ich die Kapazitäten fand, um aufzustehen, ich schaffte es.
»Ich will nicht mehr. Ihr wollt mich brennen sehen? In Flammen aufgehen? Bitte. Nehmt mich. Warum soll ich kämpfen? Mein ganzes Leben lang musste ich mich durchbeißen, alles aushalten, mein Schicksal und das, was es mit mir macht, akzeptieren. Ich habe es satt, in einer nie enden wollenden Schlacht gefangen zu sein.«
Mein Brustkorb hob und senkte sich, brannte vom Schreien, vom Rauch und die Hitze von tausend Sonnen stach in meiner Lunge. Die Feuerpranken loderten neben mir, streckten sich zu mir und peitschten vor meine Füße. Trotzdem lenkte mich etwas ab.
Erst ein Blatt, dann zwei, die an mir vorbeihuschten.
Sofort drehte ich mich um, den Rücken zum Baum. Erst da erkannte ich, dass sich hunderte, tausende Blätter um mich versammelt hatten. Wie in einem Hurrikan begannen sie um mich zu wirbeln.
Sie legten einen Zahn zu, erhöhten die Geschwindigkeit und dann wurden sie zu einem Wirbelsturm. Meine Haare tanzten um mich. Das Orange der Flammen nahm ich nur noch verschwommen hinter dem Sturm wahr. Ich war im Auge des Wirbels. Todesmutig steckte ich meinen Finger in den Wirbel, bis ein Blatt mich aufschnitt und ich zurückschreckte.
»Verdammt.« Den Finger im Mund und schon schmeckte ich mein Blut wie flüssiges Metall, bevor es mit Speichel vermengt in meinen Rachen lief.
Machte ich das? Locken fielen mir vor die Augen. Ich schlug sie mir aus dem Gesicht.
»Hör auf!« Erst der Baum, dann der Wirbelsturm. Woran ließ ich als Nächstes meine Wut aus? »Ich will das nicht können.«
Doch umso mehr meine Wut zunahm, desto höher wurde die Geschwindigkeit des Strudels. Er breitete sich aus, riss verbrannte Strauchreste aus.
Fein, er hörte nicht auf mich? Dann fütterte ich ihn mit noch mehr Zorn. Davon versteckte sich genug in mir.
Mein Leben lief an mir vorbei. Die Waisenhäuser, die Schläge, die Gürtel, die Spucke anderer, die sich ekelhaft warm an meinen Wangen anfühlte. Meine Eltern, die gesichtslos in meinen Träumen auftauchten und sich weiter und weiter von mir entfernten. Und jetzt die Magie, die mich in Ketten legte.
»Nimm dir alles, was du willst.« Ich breitete meine Arme aus und legte den Kopf in meinen Nacken.
Das reißerische Geräusch des Sturms rauschte in meinen Ohren, der Strudel verband sich mit dem Feuer um uns. Hie und da preschten Feuerzungen in den Hurrikan, ehe sie fortgezogen wurden. Die Blätter im Windkanal fingen Feuer und die Wärme brachte mich um den Verstand. Fühlte es sich so an, stünde man auf einer Sonne?
Nun fing auch der gigantische Baum mit seinem uralten Stamm, den verzweigten Ästen und dem dichten Blätterdach Feuer. Die Schreie in meinem Kopf waren kein Piepton mehr, sondern inbrünstige Bitten um Hilfe. Tz. Wer scherte sich denn je um meine Hilferufe?
Meine Gedanken unterbrachen, als ein winziger Samen vor mir auftauchte. Scheu, unscheinbar landete er auf meiner Nasenspitze. Meine Augen taten weh, so verkrampft starrte ich darauf. Wieder diese Pusteblume. Würde ich gleich wieder verschw–
»Bin nicht so der Kleidertyp.« Mir hörte natürlich wieder niemand zu, aber was hatte ich auch erwartet, nachdem man mich ohne zu fragen in einen Todesgarten hinein- und wieder hinausteleportiert hatte?
Im Spiegel vor mir begutachtete ich das bodenlange Kleid, das mit seinem festen Stoff nicht nur schwer war, sondern auch bis zu meinem Kinn hochging und mit den langen Ärmeln keinen Platz zum Atmen ließ. Das Muster aus den großen weißen, pinken und blauen Blüten, die an schwarzen Stielen und Blättern hingen, wirkte, als trüge ich ein Haute Couture Kleid. So wie die Models, die ich nur von den Magazin-covern an Kioskständen kannte. Von einer absurden Situation in die nächste. Erst von einem Feuerwirbel gejagt, jetzt Kleider-anprobe. Wie lange mein Herz das noch mitmachte? Was würde zukünftig passieren? Ein Sprung ins Meer, um danach im Wüsten-sand aufzutauchen?
Als sie dann auch noch eine pinke Gerberablüte in meine Haare steckten, war es offiziell: Ich fühlte mich unwohl.
»Sind wir fertig?« Eine Frau um die dreißig legte ihre Hände auf meine Schultern und sah mich durch den Spiegel an, der in einem pflanzenbewachsenen Rahmen steckte.
Der strenge Dutt sowie der Feldwebelton passten so gar nicht zu ihrem zarten Gesicht und dem feengleichen Körper.
»So fertig wir in dieser kurzen Zeit sein können.« Der Junge neben mir sagte das zwar höflich, unterschwellig merkte ich, dass er genervt war.
»Prima. Gehen wir.«
Ich erhob mich und folgte der blonden Generalin. Ihr Militär-outfit, das statt Grün- Lilatöne hatte, saß perfekt und hätte ich lieber getragen.
»Ich bin Esmeralda. Alle nennen mich Mera.«
»Margo.«
Sie klopfte auf ein Klemmbrett. »Ich weiß, wer du bist.«
»Mhm.«
Der weitläufige Raum mit den Säulen und dem Stuck verlieh dem Saal historische Vibes. Hatte man mich auch noch in die Vergangenheit geschickt? Wir liefen quer über den Fischgrätenboden und erst jetzt erkannte ich Harmonia, die ebenfalls gestylt wurde. Selbst-verständlich steckten sie sie in ein gelbes Kleid.
Knarrender Boden, Föhngeräusche, die Haarspraywolken verteilten, und immer mal wieder kleine Auas, wenn jemand von einem Glätteisen verbrannt wurde. Was ging hier vor sich?
»Komm, Schritt halten, Margo.«
Wieder direkt hinter Mera blieb mir keine Zeit, mich umzusehen. Die weiße Flügeltür öffnete sich und wir eilten durch einen Flur.
Dank der ständig wechselnden Geschehnisse spürte ich mich selbst nicht mehr. Ganz wie in den Zeiten, in denen Daphne und ich Bücherboxen geklaut hatten, in denen sich eine zwanzigteilige historische Romanreihe befand. Wir lasen die Nächte durch, schliefen kaum, hielten uns mit Energiedrinks wach und irgendwann fühlte man sich total benommen. Das multipliziert mit hundert beschrieb meinen Zustand.
»Du hast für Furore gesorgt.«
»Ich?« Ich deutete auf mich, obwohl sie mich gar nicht ansah.
»Ja, du. Dein Auftritt in der Simulation. Nicht schlecht.«
Dass meine Erlebnisse mit dem Feuer nicht hundertprozentig real gewesen waren, hatte ich mittlerweile mitbekommen, dennoch verstand ich den Prozess dahinter und wie sie verfolgt hatten, was geschehen war, nicht.
»Was habe ich falsch gemacht?«
»Nicht unbedingt falsch. Die Prüfung ist nur noch nie so ausgegangen.«
»Das ist eine Prüfung gewesen? Wofür?«
Mera warf einen flüchtigen Blick über ihre Schulter, wobei ich ein unsicheres Stirnrunzeln wahrnahm. Vermutlich hatte sie ohnehin zu viel ausgeplaudert.
»Das erfährst du gleich.«
»Und dafür brauche ich ein Kleid?«
Sie kicherte.
Im Gehen strich ich mit meinen Fingern über die goldenen Schnörkel auf der weißen Wand. Eine der Elefantenohrpflanzen, die über mir in Hängetopfen hingen, schlug mir mit einem Blatt auf die Hände.
»Aua. Was bist du? Eine übereifrige Gouvernante?«
»Das bin ich gewesen, nicht die Pflanze.«
»Ich habe auch dich gemeint.«
Während Mera sich umdrehte und ich mich gerade noch stoppte, um nicht in sie hineinzulaufen, beschlich mich die Sorge, zu weit gegangen zu sein. Sie hob ihre Hände. Würde sie mich ohrfeigen? Ne, im Gegenteil, sie wuschelte durch meine lockige Löwenmähne, zupfte ein paar Strähnen zurecht und musterte mich.
»Perfekt. Geh rein.« Ein Schmunzeln folgte. »Behalt dir deine Art bei. Die meisten hier machen, was man ihnen sagt.«
»Danke. Ich versuche es, aber ehrlich? Ich fühle mich ein wenig gebrochen.«
Meras Blick erweichte sich eine Sekunde, wechselte danach sofort wieder zu streng und maskenhaft. »Streng dich an.«
Ein herzhafter Schlag auf den Rücken und ich schritt mit einem grummeligen Gefühl im Magen durch die nächste Flügeltür.
Zwar hatte ich mir nicht zwingend Gedanken gemacht, was mich auf der anderen Seite erwartete, mit einem leeren Ballsaal hätte ich jedoch nicht gerechnet.
»Tritt ein.«
Woher kam die Stimme?
Drinnen angekommen, schlossen sich die Türen hinter mir und da erkannte ich auch, dass ich nicht allein war. Über mir rund um den Saal befand sich eine Empore, auf der mehrere Männer und Frauen saßen.
»Komm in die Mitte.« Ich erkannte nicht, wer sprach. Nur, dass es sich um eine männliche, tiefe, raue Stimme handelte.
Das Parkett quietschte und krachte mehr als jeder Boden, den ich je betreten hatte. Oder bildete ich mir das ein? Ach, keine Ahnung. Jedenfalls trieb mir jeder Schritt mehr und mehr die Schamesröte ins Gesicht.
Erst jetzt fiel mir auf, dass die Galerie, von der aus ich beobachtet wurde, gar keinen Halt hatte. Dort, wo der Boden sein sollte, wuchsen kleinere Bäume oder überdimensionale Blumen hoch, auf denen sie thronte.
Unweigerlich musste ich mit den Augen rollen. Konnten die hier nicht irgendetwas so machen wie normale Menschen? Okay, egal. Brust zurück, Schultern raus. Nein, wie war das? Brust re–
»Sieh nach oben.« Eine Frau.
In der Mitte des Raumes guckte ich hoch. Eine Deckenmalerei erwartete mich. Ein paradiesischer Garten in allen Farben. Es dauerte jedoch, bis die Erkenntnis einsetzte, dass die Szene sich bewegte und schließlich meine Prüfung zeigte.
»Margo.«
Stille. Ein Raunen ging durch die Menge, gefolgt von Ähs und Ähms. »Mädchen, wie ist dein Familienname?«
»Ich, ich, ich habe keinen. Nicht wirklich. Meistens nenne ich mich Margo Elláda.«
»Etwas überheblich, sich selbst Griechenland zu nennen, oder?«
»Etwas überheblich darüber zu urteilen, wenn man eine Familie, ein Zuhause und eine Zugehörigkeit hat, oder?« Scheiße, warum hielt ich nie meine Fresse? Oder dachte zumindest vorher darüber nach.
Lautes Einatmen holte mich aus meinen selbsttadelnden Gedanken.
»Wie dem auch sei. Margo … Elláda. Du machst deinem Ergebnis alle Ehre.«
»Bin ich durchgefallen?«
»Man kann nicht durchfallen.« Callidora! Sie erhob sich von einer weißen Rose und durch ihre Bewegung erblickte ich sie. »Es gibt nur Ergebnisse.«
»Und was sagt es aus?«
»Du bist eine Fytós.«
»Eine Pflanze?« Ich begutachtete meine Hände. »Jetzt bin ich nicht nur kein Mensch oder Magierin, sondern nicht mal ein Lebewesen. Ich bin eine Pflanze? Was denn? Eine Brennnessel?« Ein frustriertes Lachen entkam mir. Mit erhobenen Armen drehte ich mich im Kreis, ehe sie wieder an meinen Körper klatschten. »Oder ein Unkraut?«
»Fytós ist bei den Pflanzenbegabten eine Umschreibung. Fytós sind Magier und Magierinnen, die eher im Angriff begabt sind. Deine Fähigkeit liegt darin, deine Magie aktiv im Kampf zu verwenden.«
»Oh. Sorry, ich bin manchmal etwas impulsiv.«
»Das haben wir in deiner Prüfung gesehen.« Ein anderer glatzköpfiger Mann, dem ein Löwenzahn aus der Mitte des Kopfes wuchs.
Wie peinlich. Das hatten alle mitverfolgt?
»Was bedeutet das?«
»Du bekommst einen Mentor zugeteilt, der dich unterrichtet.« Callidora richtete ihren Schleier und setzte sich wieder. »Daraufhin wirst du auch einige allgemeine Kurse belegen, damit du mehr über die Geschichte und Ethik der Pflanzenbegabten erfährst. Sieh es uns nach, dass wir noch nie einen Fall wie dich gehabt haben.«
Überall stellte ich mich als besonderer Fall heraus. Eine Systembrecherin. Ein sich wiederholendes Muster in meinem Leben. Wobei besonders nicht nett gemeint war. Nie, sobald es mich betraf.
»Und jetzt geh durch die Tür mit deinem Symbol.«
»Mein Symbol?«
»Natürlich, du kennst es nicht. Das Tor, über dem das Wappen mit dem Wunderbaum ist.«
Wunderbaum? Ich, was? Gehörte das zur Allgemeinbildung? Ich hatte doch all die Bücher gewälzt, die man in seiner Schullaufbahn lesen musste.
Callidora schien meinen Blick richtig zu deuten. »Das rote, stachelige, runde Ding.«
»Ah, klar, wusste ich ja.«
Die Tür stellte sich als Durchgang mit Vorhang heraus. Ich hob ihn an, als mir etwas einfiel. Auch, wenn ich merkte, dass ich die werten Damen und Herren nervte, machte ich kehrt. »Wogegen soll ich eigentlich lernen, zu kämpfen?«