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Aufforsten

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Aufforsten“ – so heißt das Titelthema dieses Bookazines. Ein Bookazine ist die Kreuzung aus Buch (book) und Magazin. Eine relativ neue Idee auf dem Markt der Publikationen.

Aufforsten – dafür interessieren sich plötzlich nicht nur Waldbesitzende und Forstleute, sondern ebenso eine breite Öffentlichkeit. Das hat zwei Gründe: Der eine ist eine Studie der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich, die aussagt, ein Billion neu zu pflanzender Bäume könne das gesamte von Menschenwerk ausgestoßene CO2 kompensieren. Der andere Grund ist die schlichte aber dennoch spät gewonnenen Erkenntnis, dass wir niemals ganz klimaneutral sein können, selbst dann nicht, wenn alle Verbrennungsmotoren ins Technikmuseum wandern, wo sie hingehören. Immer bleibt ein Rest, den Wälder kompensieren müssen. Von den vielen für Menschen lebenswichtigen Funktionen des Waldes – Holz liefern, Wasser aufsaugen und filtern, Luft reinigen, Ruhe und Erholung schenken – ist die Fähigkeit des Waldes CO2 zu binden, ganz besonders in den Fokus geraten. Das Problem: Die Waldflächen der Erde wachsen nicht. Sie schrumpfen! Aus Südamerika und dem tropischen Afrika kommen immer neue Hiobsmeldungen über den „Raubbau“ am Regenwald. In Deutschland haben Stürme und der Borkenkäfer große Lücken gerissen. Im Waldbericht 2021 der Bundesregierung heißt es, die in Deutschland „wiederzubewaldende“ Fläche betrage 277.000 Hektar. Waldfreund.in, das Bookazine, soll die Leserinnen und Leser dafür sensibilisieren, dass Aufforsten wichtig, aber gar nicht so einfach ist. Jahrhundertelang war der Zweck des Aufforstens, Holz zu gewinnen. Was nach Wald aussah und roch, war in Wahrheit eine Plantage. Das reicht nicht mehr. Es wäre schön, wenn mehr Waldflächen, die Chance bekämen, sich zum Naturwald zu entwickeln, aus dem Bäume und Baumstämme nur selten und selektiv entnommen werden. Ganz grundsätzlich aber sollten die Regierungen zunächst das Abholzen natürlicher Wälder stoppen, weil, vereinfacht formuliert, große Bäume mehr CO2 einlagern, als kleine. Kleine, frisch gesetzte Bäumchen brauchen Jahre, bevor sie etwas schaffen. Wenn sie überhaupt anwachsen. Wegen der Klimaerwärmung wachsen die Bäume, die man jahrhundertelang gepflanzt hat nicht mehr ganz selbstverständlich. Auch hier sind neue Ideen gefragt. Viel Spaß beim Mitdenken, viel Freude im und am Wald – trotz allem – und wachsendes Lesevergnügen wünscht Daniel Zabota

COVERFOTO: Brandon Montrone / pexels.de

























Waldfreund.in

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