Отрывок из книги
Friedrich von Bonin
Der Lauf der Zeit
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Die Überraschung kam nach ungefähr einem Monat: Ziemlich schnell hatten sie eine Klassenarbeit in Deutsch geschrieben, Bruno hatte in seiner gewohnten Art eine Geschichte erzählt. Er bekam eine 5! Bruno verstand die Welt nicht mehr. Warum denn so schlecht? Und kurz darauf bekam er die erste Arbeit in Mathematik, wie jetzt das Rechnen hieß, zurück. Eine 5! Bruno war verzweifelt. Seine Eltern wussten ebenfalls keinen Rat. Sie fuhren zum Klassenlehrer nach Hermstadt, der zuckte die Achseln: „Ja, ich weiß, welche Zensuren Ihr Sohn in der Volksschule hatte, aber hier jedenfalls reichen seine Leistungen keinesfalls aus.“
Das Herbstzeugnis war verheerend. Lauter fünfen, mal mit einer vier dazwischen. Wenn Bruno so weiter machte, blieb er zu Ostern sitzen, und zwar gleich in der ersten Gymnasialklasse. Das kam nicht in Frage. Bruno wusste bis heute nicht, wie und was die Eltern gedeichselt hatten. Jedenfalls aber hieß es kurz nach den Herbstferien: „Bruno geht zurück zur Volksschule, er war zu jung für das Gymnasium, deshalb war er krank und kam nicht mit.“ Er würde den Rest der Klasse in der Volksschule besuchen und dann, nach einem halben Jahr, es noch mal versuchen.
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