Die Auslegung des ersten Thessalonicherbriefs hat einen besonderen Reiz, denn sie gilt der ältesten Quelle des Frühchristentums. Paulus richtet das Schreiben ca. 41 n. Chr. an die Christen in Thessaloniki kurze Zeit, nachdem er dort eine Gemeinde gegründet hat. In dem Brief nimmt er Bezug auf den Gegenstand seiner Predigten in Thessaloniki und beantwortet Fragen der Gemeinde. Zugleich will er die Bindung zwischen sich und dieser jungen Kirche stärken. Der Inhalt des ersten Thessalonicherbriefes reicht von der Erwählung der Kirche durch Gott, den Leiden der Christen in der Gegenwart und der Denunzierung ungläubiger Juden als Menschenfeinde bis hin zur Erwartung des nahen Endes, der Wiederkunft Jesu als des Herrn noch zu Lebzeiten aller Gemeindeglieder. Zugleich nimmt der Verfasser Elemente griechischer Philosophie auf ('Alles prüft, das Gute haltet fest'). Ein Bezug auf Jesus von Nazareth fehlt in diesem Brief. Paulus hat diesen nie kennengelernt und lehrt bereits in seinem ersten Brief in griechischer Umgebung einen Glauben an den Herrn und Gottessohn, der mit dem Nazarener nichts zu tun hat. Innerhalb kürzester Zeit löste sich so das Christentum, das die nächsten 2000 Jahre der abendländischen Kultur bestimmen sollte, von seinem jüdischen Mutterboden.
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Gerd Ludemann. Der älteste christliche Text
Impressum
Inhaltsübersicht
VORWORT
ÜBERSETZUNG. Erster Thessalonicherbrief
1. Umfeld1
2. Datum
3. Eigenart
1. Methode
2. Einzelauslegung
3. Bewertung
1. Echtheitsfrage
2. 1 Thessalonicher 2,13–16
3. Apostelgeschichte 18, 1–17
LITERATURVERZEICHNIS
AUTORENVERZEICHNIS
Fußnoten. 1. Umfeld
2. Datum
3. Eigenart
1. Methode
2. Einzelauslegung
3. Bewertung
1. Echtheitsfrage
2. 1 Thessalonicher 2,13–16
3. Apostelgeschichte 18,1–17
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Informationen zum Buch
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11 Er selbst aber, unser GOTT und Vater und unser Herr Jesus, lenke unseren Weg zu euch. 12 Euch aber lasse der Herr wachsen und ÜBERFLUSS HABEN an Liebe zueinander und zu allen, wie auch wir zu euch, 13 um eure Herzen zu festigen, untadelig an HEILIGKEIT vor unserem GOTT und Vater bei der Ankunft unseres Herrn Jesus mit allen seinen HEILIGEN.
41 Im übrigen nun, Brüder, bitten und ermuntern wir euch im Herrn Jesus, dass ihr, wie ihr von uns empfangen habt, wie ihr leben und GOTT gefallen sollt – so lebt ihr auch –, dass ihr (also darin) noch mehr ÜBERFLUSS HABT . 2 Denn IHR WISST, welche Anweisungen wir euch gegeben haben durch den Herrn Jesus. 3 Denn dies ist Gottes Wille: eure HEILIGUNG,