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Teil I: Erwachen
Kapitel 3. Wie Ihnen das Kapital weggenommen wird – eine Geschichte des unauffälligen Diebstahls
Оглавление“Kapital wegzunehmen ist die Kunst, dich davon zu überzeugen, dass Geld gefährlich ist und Armut eine Tugend ist.”
Der Mittelstand ist eine gebildete, selbstständige und relativ unabhängige Bevölkerungsschicht. Er liest, denkt, analysiert. Er hat Zeit, Geld und Energie, um Fragen zu stellen, sich politisch zu beteiligen, Unternehmen zu gründen und sich zu organisieren. Er kann Einfluss nehmen: wählen, investieren, Spielregeln verändern.
Doch ein System, das auf Ungleichheit und Kontrolle basiert, möchte nicht, dass Menschen denken und sich zusammenschließen. Es will Konsumenten, keine Investoren; Arbeitnehmer, keine Arbeitgeber; Abhängige, keine Freien.
Der Mittelstand als breite Schicht verschwindet – er wird gnadenlos ausgedünnt. Man gibt dir entweder eine Schein-Stabilität (Hypothek, Kredite, Arbeiten fürs Überleben), oder du wachst auf und kämpfst dich nach oben – entgegen dem System.
Die Reichsten werden immer reicher (Kapital arbeitet für Kapital). Vermögenswerte (Aktien, Immobilien) steigen im Preis – wer sie besitzt, gewinnt. Wer sie nicht besitzt, fällt für immer zurück. Löhne wachsen nicht im gleichen Tempo wie Preise und Lebenshaltungskosten. Zentralbanken fluten das System mit Geld – das treibt die Preise, aber nicht die Einkommen der normalen Menschen. Die Reichen können ihre Steuern minimieren, die Armen zahlen alles. “Sozialleistungen” halten dich knapp über Wasser, hindern dich aber daran, aufzusteigen.
Was ist Kapitalentzug in der modernen Welt?
Ein systemischer Prozess, bei dem Bevölkerung, Kleinunternehmen oder unerfahrenen Investoren Ressourcen – Geld, Vermögen, Zeit, Energie – entzogen werden, ohne dass es sichtbar wie Gewalt aussieht.
Das geschieht durch wirtschaftliche Mechanismen, Informationslenkung, finanzielle Unwissenheit sowie psychologische und verhaltensbezogene Fallen.
Wer macht das, wie und warum?
1. Staaten und Zentralbanken
Warum? Zur Umverteilung von Ressourcen, Inflationssteuerung, Rettung großer Akteure.
Wie?
– Inflation: Gelddrucken mindert die Kaufkraft der Bevölkerung.
– Steuererhöhungen.
– Rentenreformen, bei denen du einzahlst, aber wenig zurückbekommst.
– Abwertungen und Währungskontrollen.
2. Konzerne und Banken
Warum? Für stabile Gewinne, Macht und Kontrolle über den Konsumenten.
Wie?
– Kredite, Hypotheken und Leasing unter schönen Versprechen.
– Abo-Modelle für endlose Dienste, ohne echtes Eigentum.
– Komplexe Anlageprodukte mit strukturell schlechten Bedingungen.
3. Börsen- und Kryptomärkte (inkl. Großinvestoren)
Warum? Um sich auf Kosten von Kleinanlegern zu bereichern.
Wie?
– Hype erzeugen → Masse anziehen → Dump → Abverkauf auf den Schultern der Neulinge.
– Manipulation über Medien und Influencer.
– Pump-and-Dump, Insiderinformationen, Fake-News.
4. Das Bildungssystem selbst
Warum? Damit du ein gehorsamer Arbeitnehmer und Konsument bleibst.
Wie?
– Finanzielle Unwissenheit: Man erklärt dir nicht, wie Geld funktioniert.
– Propaganda der “Stabilität” und Angst vor Risiko.
– Soziale Programmierung: “Reichtum ist nicht für dich”, “Geld verdirbt”.
Wie sieht das in der Praxis aus?
Du zahlst 30 Jahre lang eine Hypothek – für eine Wohnung, die die Bank dir jederzeit wegnehmen könnte.
Du sparst in Landeswährung – und siehst deine Ersparnisse schmelzen.
Du hast Angst zu investieren – und die Inflation frisst dein Kapital.
Du arbeitest dein Leben lang angestellt – und gehst mit einem mageren Rentenanspruch in den Ruhestand.
Was kann man dagegen tun?
– Finanzielle Bildung erhöhen.
– Strategisch statt emotional denken.
– Diversifizieren: nicht alles in einer “Korb” (Währung, Vermögen, Wissen).
– Risiken und Manipulationen erkennen, bevor man hineingerät.
Du bist nicht arm, weil du kein Geld hast. Du bist arm, weil man dich überzeugt hat, dass du es nicht halten kannst und Reichtum nicht verdienst.
Bevor wir zur Krypto übergehen, musst du verstehen:
Niemand ist an deinem Wohlstand interessiert – weder Staat, noch Freunde, noch dein Chef.
Im Gegenteil: Alles um dich herum will dir das Wenige nehmen, das du hast oder bald haben könntest.
Du lebst in einem System, in dem du standardmäßig eine Ressource bist. Ein Arbeiter.
Man bringt dir nicht bei, Geld zu verdienen – man bringt dir bei, zu gehorchen, zu konsumieren, auszugeben und Angst vor Arbeitsplatzverlust zu haben.
Man gibt dir den Anschein von Stabilität: Monatslohn, Hypothek über 30 Jahre, ein Sozialpaket mit angeblich “kostenloser” Medizin.
Doch all das ist eine Falle. Je länger du darin bleibst, desto schwieriger wird es, herauszukommen.
Wenn du aufwachst – Fragen stellst, Finanzen lernst, dich für Investitionen oder Krypto interessierst – nennt man dich naiv, gierig, seltsam, “zu schlau”. Das ist ein Selbstschutzmechanismus der Masse.
Der Weg in die Freiheit führt nicht über Erlaubnis.
Du wirst keine Zustimmung bekommen.
Der “richtige Moment” wird nicht kommen.
Und “einfach noch etwas durchhalten” wird nichts lösen.
Krypto ist nicht nur eine Investition.
Es ist ein Ausdruck von Unabhängigkeit.
Ein Werkzeug, das für dich arbeitet, wenn du bereit bist, selbst zu denken.
In Zukunft werden sich die Menschen in zwei Gruppen teilen: jene, die es verstanden haben, und jene, die gelacht und weitergegangen sind.
Die Frage ist nur: In welcher Gruppe wirst du sein?
Mechanismen des Kapitalentzugs beim Mittelstand und bei Eliten im Lauf der Geschichte
1. Antike (bis ca. 5. Jh. n. Chr.)
Wie wurde Kapital entzogen?
– Kriegsbeute und Plünderungen: Sieger nahmen Land, Vieh, Edelmetalle, Sklaven.
– Schuldknechtschaft: Wer nicht zahlen konnte, verlor Besitz und Freiheit.
– Steuern und Abgaben.
Beispiel: In Rom wurde das Vermögen verurteilter oder verbannter Gegner oft konfisziert. In Athen verloren überschuldete Bürger Freiheit und Eigentum.
2. Mittelalter (5.—15. Jh.)
Wie wurde Kapital entzogen?
– Feudalsystem: Bauern arbeiteten Land der Grundherren und gaben Teil der Ernte oder leisteten Frondienste.
– Kirchensteuer (Zehnt).
– Konfiskationen wegen “Vergehen” gegen Herrscher.
– Inquisition: Beschuldigte verloren Besitz.
Beispiel: Wilhelm der Eroberer enteignete angelsächsische Landbesitzer und übergab ihr Land seinen Vasallen.
3. Frühe Neuzeit (15.—18. Jh.)
Wie wurde Kapital entzogen?
– Koloniale Ausbeutung: Land, Ressourcen, Menschen.
– Religiöse Konfiskationen.
– Revolutionäre Enteignungen.
Beispiel: Während der Konquista wurden Edelmetalle und Land der indigenen Bevölkerung beschlagnahmt; in Frankreich wurden die Güter von Adel und Kirche verkauft, um die Revolution zu finanzieren.
4. 19. Jahrhundert
Wie wurde Kapital entzogen?
– Bauernbefreiung mit teuren Ablösezahlungen.
– Nationalisierungen und Landreformen.
– Fortgesetzter Kolonialismus.
– Hohe Steuern zur Industrialisierungsfinanzierung.
5. 20. Jahrhundert
Wie wurde Kapital entzogen?
– Sozialistische Revolutionen und Massenenteignungen.
– Repressionen und Deportationen.
– Staatliche Umverteilung in der Zwischenkriegszeit.
– Nachkriegsnationalisierungen.
– Unternehmensübernahmen und wirtschaftliche Machtkonzentration.
6. 21. Jahrhundert
Wie wird Kapital entzogen?
– Nationalisierungen/Privatisierungen (teils korrupt).
– Finanzielle Sanktionen und Einfrieren von Vermögen.
– Anti-Korruptionsmaßnahmen mit Vermögenskonfiskation.
– Cyberkriminalität.
Schlussgedanke
“Wenn Sie sich jemals gefragt haben, wie man so viele Generationen hinter sich haben kann und heute dennoch keinerlei Eigentum als Erbe besitzt – keinen Schlüssel, keinen eigenen Winkel —, dann hier ist die Antwort.”
Enteignung von Kapital und Ersparnissen im Zarenreich (bis ca. 1917)
Die wichtigsten Methoden und Mechanismen:
Leibeigenschaft und Frondienste.
Bis 1861 waren die Bauern Leibeigene und gehörten den Gutsbesitzern. Sie besaßen kein eigenes Land und mussten Frondienste leisten, einen großen Teil ihrer Arbeitskraft (Barshchina) und ihrer Ernte (Obrok) abgeben. Das schränkte ihre wirtschaftliche Freiheit stark ein und entzog ihnen faktisch die Möglichkeit, Kapital aufzubauen.
Ablösezahlungen nach der Aufhebung der Leibeigenschaft (1861).
Nach der Reform wurden die Bauern offiziell frei – doch das Land erhielten sie nicht kostenlos. Sie mussten Ablösezahlungen an den Staat und an die Gutsbesitzer leisten. Diese verschuldeten die Bauern über Jahrzehnte und begrenzten ihre ökonomischen Möglichkeiten.
Steuern und Abgaben.
Bauern und Kaufleute zahlten hohe Steuern – Kopfsteuer, Handelsabgaben, Rekrutendienste. Der Staat zog einen erheblichen Teil der Einkommen ein.
Konfiskationen und Strafen.
Bei Vorwürfen wie Hochverrat, Aufständen oder anderen Vergehen konnten Besitz und Vermögen eingezogen werden. Besonders häufig traf dies politische Gegner.
Ökonomische Abhängigkeit von Gutsbesitzern und staatliche Monopole.
Monopole auf Salz, Tabak, Alkohol sowie staatliche Kontrolle über Handel und Industrie begrenzten die Möglichkeiten der Bevölkerung, Kapital zu bilden und frei zu verfügen.
Im Zarenreich wurde Kapital durch Leibeigenschaft, Steuern, Ablösezahlungen und strenge staatliche sowie adelige Kontrolle entzogen.
Enteignung von Kapital und Ersparnissen in der UdSSR (1917—1991)
Zentrale Etappen und Methoden:
Nationalisierung und Konfiskation nach der Revolution von 1917.
Nach der Oktoberrevolution wurde der gesamte Großbesitz (Land, Fabriken, Banken) verstaatlicht. Gutsbesitzer und Bürgerliche verloren ihr Eigentum ohne Entschädigung.
Entkulakisierung und Beschlagnahmung bei Bauern.
In den 1920er—30er Jahren wurden im Zuge der Kollektivierung wohlhabendere Bauern enteignet, deportiert und ihr Besitz beschlagnahmt. Viele kamen in Lager oder in die Verbannung.
Repressionen und Enteignungen von “Volksfeinden”.
Während der stalinistischen Repressionen (1930—50er) verloren Beschuldigte – ob “Saboteure” oder politische Gegner – Wohnung, Eigentum und Ersparnisse.
Staatliche Kontrolle über alle wirtschaftlichen Ressourcen.
Privateigentum wurde nahezu vollständig abgeschafft. Unternehmen, Land, Wohnungen – alles gehörte dem Staat. Die Menschen konnten Güter nur nutzen, nicht besitzen.
Steuern und verpflichtende Abgaben.
Kolchosen, Sowchosen und Arbeiter unterlagen einem staatlichen Abgabesystem und zentraler Wirtschaftsplanung.
Beschränkung persönlicher Ersparnisse.
Bankeinlagen standen unter strenger staatlicher Kontrolle; die Menschen konnten über ihr Kapital oft nicht frei verfügen.
Inflation in der UdSSR.
Offiziell galten stabile Preise, doch es gab verdeckte Inflation und chronische Warenknappheit. Die reale Kaufkraft sank, weil Waren schwer erhältlich waren.
Entwertung von Ersparnissen.
Durch Knappheit und begrenzte Investitionsmöglichkeiten verloren Geldbestände an realem Wert.
Währungsreformen in der UdSSR.
Mehrere Reformen führten zur Entwertung von Ersparnissen:
1947: 10:1 – die Bevölkerung verlor de facto bis zu 90% der Ersparnisse.
1961: 10:1 – weicher, begleitet von Anpassungen der Löhne und Renten, dennoch eine Entwertung.
In der UdSSR erfolgte Kapitalentzug systematisch: durch Nationalisierung, Kollektivierung, Repression, die Abschaffung des Privateigentums und die Kontrolle aller Ressourcen.
Enteignung von Kapital und Ersparnissen im modernen Russland
1. Inflation und Währungsreform der 1990er Jahre.
Hyperinflation (1992 ~2500%) ließ Ersparnisse in Wochen verschwinden. Bankeinlagen verloren nahezu ihren gesamten Wert. Die Währungsreform 1998 (1000:1) kompensierte nichts. Millionen – besonders ältere Menschen – verloren alles.
2. Finanzkrise 1998.
Staatsbankrott (GKO), Rubelabsturz (6 auf 21 pro Dollar), eingefrorene Konten, Firmenpleiten. Rubelsparen lösten sich in Luft auf.
3. Krise 2008.
Aktienmarkt fiel um 75%. Wertverluste für Anleger, steigende Arbeitslosigkeit, sinkende Realeinkommen.
4. Rubelabwertung 2014—2015.
Nach Krim und Sanktionen fiel der Rubel von 30 auf 70 zum Dollar. Rubelsparen verloren 2—2,5-fach an Kaufkraft.
5. Kapital- und Währungskontrollen 2022—2023.
Einschränkungen beim Kauf von Devisen, eingefrorene Fremdwährungseinlagen, Probleme beim Kapitaltransfer. Rubel über 100 pro Dollar.
6. Ständige Inflation und steigende Preise.
Selbst in “ruhigen” Jahren sank die reale Kaufkraft. Der Rubel ist eine der instabilsten Währungen.
7. Rentenreform und Einfrieren des kapitalgedeckten Rententeils (seit 2014).
Bürger verloren zukünftige Rentenansprüche; Rentenalter erhöht, reale Renten niedrig.
Die moderne russische Geschichte zeigt: Rubelsparen bedeutet keine Sicherheit. “Enteignung” erfolgt oft indirekt – über Inflation, Abwertungen, Kontensperren und Reformen. Zu allen Zeiten gab es Chancen, reich zu werden – und Risiken, alles zu verlieren. Mir ist wichtig, dies im Buch zu betonen und die zentrale Botschaft hervorzuheben:
“Reich werden muss man nicht schnell, sondern für immer!”
Das Ziel des ersten Teils – euch zu wecken.
Euch aus dem finanziellen Schlaf zu holen, in dem Millionen leben: Menschen, die mehr ausgeben als sie verdienen, nicht wissen, wohin ihr Einkommen verschwindet, und glauben, dass “irgendwie alles besser wird”.
Erwachen bedeutet nicht, wohin man Geld investieren soll.
Es bedeutet, ehrlich auf das eigene Leben zu schauen:
Wie trefft ihr Entscheidungen?
Warum schiebt ihr Wichtiges auf?
Warum lebt ihr über eure Verhältnisse?
Woher kommt der Glaube, dass “Geld böse ist” oder dass “man nur unredlich reich wird”?
Solange ein Mensch im Autopilot lebt – verdienen, ausgeben, Schulden machen, Investments fürchten, auf Glück hoffen – funktionieren keine Ratschläge.
Echte Veränderung beginnt mit Bewusstsein.
Mit der Erkenntnis, warum ihr so lebt, wie ihr lebt. Welche Überzeugungen euch steuern. Warum Geld durch eure Finger rinnt, warum ihr große Einnahmen fürchtet oder eure Ziele sabotiert.
Erwachen heißt erkennen: