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Kapitel 3

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Ich war nun schon seit sechs Monaten bei der Königsfamilie angestellt. Mein Zimmer war neben dem Zimmer von dem Prinzen Edward, denn ich war sein Dienstmädchen. Doch Edward behandelte mich nicht wie die anderen Dienstmädchen, eher wie eine gute Freundin. Ich mochte Edward sehr, denn er war meinem Bruder sehr ähnlich. Edward half mir bei vielen Sachen wie zum Beispiel lesen. Ich weiß ich war 16, doch ich durfte nie zur Schule gehen. Mein Vater hatte mir das verboten. Damit ich aber im Schloss zurechtkam, brachte mir Edward das lesen eben bei. Erst war es total schwer, doch jetzt nach sechs Monaten konnte ich schon richtig gut lesen.

Eines Tages ging ich abends in mein Zimmer und sah einen Brief auf meinem Schreibtisch liegen, in dem Brief stand

Meine geheimnisvolle Liebe,

ich denke dein, wenn mir der Sonne Schimmer

Vom Meere strahlt;

Ich denke dein, wenn sich des Mondes Flimmer

In Quellen mal.

Ich sehe dich, wenn auf dem fernen Wege

Der Staub sich hebt;

In tiefer Nacht, wenn ich auf dem schmalen Stege

Der Wandrer bebt.

Ich höre dich, wenn dort mit dumpfem Rauschen

Die Welle steigt.

Im stillen Haine geh ich oft zu lauschen,

Wenn alles schweigt.

Ich bin bei dir, du seist auch noch so ferne,

Du bist mir nah!

Die Sonne sinkt, bald leuchten mir die Sterne

O wärst du da!“

Ich saß auf meinem Stuhl und starrte diesen Brief an. Von wem kam der Brief? Als ich mich ins Bett legte, dachte ich lange darüber nach. Doch ich konnte es mir nicht erklären.

Nach einer Weile schlief ich ein und dachte nicht mehr an den Brief.

Am nächsten Morgen machte ich mich auf den Weg zum Markt. Denn der Prinz Edward bekam jeden Morgen ein frisches Frühstück. Wie jeden Tag ging ich als erstes zum Müller und holte frisches Brot. „ Wie immer dasselbe Rose?“ „Ja bitte Herr Müller. Grüßen Sie mir ihre Frau die Müllerin“ „Werde ich machen, schönen Tag“ „Danke. Ihnen auch.“ Nach dem Bäcker machte ich mich auf dem Weg zur Gemüsehändlerin. An ihrem Gemüsestand stand ein etwas älterer Mann, der mir bekannt vorkam. Von hinten erkannte ich ihn aber nicht. Als ich mich neben ihn stellte drehte er sich zu mir um „Guten Morgen Fräulein Rose. Mal wieder etwas einkaufen?“ „Guten Morgen, Graf Nikolas“, sagte ich höflich, guckte aber auf den Boden. Denn der Graf war unheimlich. „ Wollen sie mich nicht angucken Fräulein. Sie haben doch so ein hübsches Gesicht, das sollten Sie nicht verstecken.“ Ich schaute zu ihm hoch und ich sah sein verdammt mieses lächeln. Der Graf kam immer näher und legte seine Hand auf meinem Po. Ich gab dem Grafen eine Ohrfeige und ging zum Schloss zurück.

Den ganzen Tag konnte ich mich nicht konzentrieren. Ich dachte immer an den widerlichen Grafen, wie er seine schmierige Hand auf meinem Po legte. Es widerte mich einfach an.

Als ich auf dem Weg zum Zimmer von Prinzen Edward war. Kam mir der Graf Nikolas entgegen. Er sah ziemlich sauer aus und das bestätigte sich, als er vor mir stand. Der Graf nahm meine Handgelenke fest in die Hand und sagte zu mir „ Du hast mich in der Öffentlichkeit gedemütigt. Dafür wirst du bezahlen.“ Ich sah in seine Augen und sah den Hass, der mir galt. Ich bekam tierische angst und riss mich aus seinen Händen. Mit schnellerem Schritt ging ich zum Zimmer von Prinzen Edward.

Als ich ins Zimmer kam saß Edward mit seinem Privatlehrer und lernte gerade Spanisch. Edward drehte sich zu mir um und meinte „ Meine Eltern wollen dich sehen Rose“ Ich lächelte ihn an und ging dann hinunter in den Thronsaal. Auf dem Weg dahin dachte immer darüber nach, ob ich etwas angestellt hatte. Vor dem Thronsaal atmete ich noch einmal tief durch und ging dann herein. Ich ging direkt auf den König und die Königin zu, zwei Meter vor König Wilhelm und Königin Kassandra blieb ich stehen und machte meinen Hofknicks. „Weißt du warum die hier bist?“, fragte mich König Wilhelm. „Nein, euer Majestät.“ „ In vier Wochen haben wir hier bei uns einen Ball. Und wir möchten dich gerne Einladen. Eigentlich müsst ihr alle arbeiten. Doch du hast dir eine Belohnung verdient. Edward ist so zufrieden mit dir. Da wollten wir dir mal etwas geben, “ sagte die Königin Kassandra. Ich konnte es nicht fassen. Ich wurde zu einem Ball eingeladen. Eines der beliebtesten Feste im Schloss. Ich bedankte mich bei dem König herzlich und ging schnell in das Zimmer von Edward. „Ich bin zum Ball eingeladen. Danke Edward“ Ich rannte auf ihn zu umarmte ihn und vergaß, dass er ein Prinz war. Als ich bemerkte, was ich eigentlich tat, trat ich erschrocken ein paar Schritte zurück. „ Es. Es tut mir so leid eure Hoheit. Es ist einfach über mich gekommen.“ „Du brauchst dich nicht zu Entschuldigen. Du bist für mich eine Freundin geworden. Und ich freue mich, dass du zum Ball darfst. Doch kannst du eigentlich tanzen? So Walzer oder etwas anders?“ Ich schüttelte den Kopf und setzte mich auf den Boden. Ich war verloren, der Ball wird für mich der reine Reinfall. Ich weiß doch nicht wie ich mich da benehmen sollte und geschweige denn wie ich tanzen sollte.












Verkauft, Missbraucht, die wahre Liebe siegt

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