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Gerade wer in einer längeren Partnerschaft ist oder häufiger mit Kollegen aneinandergerät, weiß: Eine ungünstige Wortwahl oder der unbedachte Tonfall genügen, damit das Gesagte beim Gegenüber „falsch ankommt“ und kleinste Auslöser zu Auseinandersetzungen führen. Deshalb gilt es, sich die einzelnen Ebenen einer Nachricht anzusehen, um ihren wahren Inhalt zu verstehen und in Zukunft klarer zu kommunizieren:

Sprich Klartext!

Die einfachste Ebene einer Nachricht ist der Sachinhalt. Bei dem oben genannten ersten Beispiel des Liebespaares – bei dem das Konfliktpotenzial der Botschaft besonders deutlich wird – ist diese Sachebene sehr gering ausgeprägt. L‘amour, die Liebe, ist nun mal ein schwer definierbarer Begriff!


Möchte der Empfänger auf die Frage „Liebst du mich noch?“ möglichst sachlich antworten, könnte er Aussagen treffen wie: „Ja, mein Dopamin- und Oxytocinspiegel steigt in deiner Anwesenheit.“ Eine ziemlich absurde Vorstellung, oder?

Du siehst: Die Sachebene spielt bei unserer täglichen Kommunikation eine untergeordnete Rolle.

Komplizierter wird es dagegen auf der Ebene der selbstoffenbarung: Jede einzelne Aussage verrät auch etwas über uns selbst. Schweigen ist deshalb die wirksamste Methode, nichts von sich preiszugeben und sich nicht angreifbar zu machen. Das Beispiel des Liebespaares zeigt dagegen, wie viel Verletzlichkeit eine Frage offenbaren kann – „Liebst du mich noch?“ kann auf dieser Ebene aussagen: „Ich fühle mich ungeliebt“, oder: „Ich brauche mehr Zuneigung.“


Madame Missou lernt, fair zu streiten

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