Napoleon kocht vor Wut: seine Marschälle haben bei Talavera wieder eine grauenhafte Niederlage eingesteckt. Der französische Kaiser schwört, dass er Arthur Wellesley, jetzt Lord Wellington, jeden Knochen im Leib brechen wird. Während Bonaparte noch flucht und eine schlecht geplante britische Expedition in Nordeuropa mit einem gewaltigen Reinfall endet, baut Arthur mit Hilfe der Portugiesen heimlich eine gewaltige Befestigungsanlage, um wenigstens Lissabon vor den Franzosen und ihre Verbündeten zu schützen und seine Rückzugslinie zu sichern. Gleichzeitig kämpft er mit dem Mut der Verzweiflung gegen eine Überzahl von Feinden um seinem Chefspion Pater Jack Robertson und dem " Quartett " die Zeit zu geben, in einer gefährlichen und streng geheimen Nacht-und-Nebel Operation das Terrain für eine grosse Offensive nach Spanien vorzubereiten. Der Weg über die Grenze und nach Frankreich ist weit, gefährlich und blutig, doch Arthur und seine Kampfgefährten fangen langsam an daran zu glauben, dass sie das «Monster» Napoleon am Ende vielleicht doch besiegen können, um so diesen grauenhaften und endlos langen Krieg zu beenden.
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Peter Urban. Der Herr des Krieges Teil 4
Kapitel 1 In den Pyrenäen
Kapitel 2 Neun endlos lange Sommertage
Kapitel 3 Hoffnung
Kapitel 4 Der politische Imperativ
Kapitel 5 Über die Grenze
Kapitel 6 Der Anfang vom Ende
Kapitel 7 Tief im Herzen des Feindes
Kapitel 8 Orthez
Kapitel 9 Fleur de Lys und Bordeaux
Kapitel 10 Nacht ohne Ende
Kapitel 11 Un Adieu aux Armes
Historisches Nachwort
Impressum
Отрывок из книги
Titel
Kapitel 1 In den Pyrenäen
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Dullmore stellte das Tablett auf die Stufen und setzte sich neben ihn auf die Balustrade. Lange schwiegen die beiden Soldaten sich einfach an. Der Kommandeur der 33. Infanterie lauschte den Kanonen genausogebannt wie sein Vorgesetzter, und bei jedem Schlag, der durch die Berge dröhnte, krampfte sein eigener Magen sich genausoschmerzhaft zusammen wie der von Sir Arthur. Der Oberst hatte San Sebastian, als er noch bei den Partisanen gewesen war, gründlich studiert. Er wußte, wie sinnlos Sir Thomas Grahams Unterfangen war. Und er wußte, daß Sir Arthur es auch wußte, obwohl der nichts anderes tun konnte, als seiner Chimäre nachzujagen, in der Hoffnung, vielleicht doch Glück zu haben. Jeder dumpfe Knall bedeutete Blut, Tod und Verwüstung!
„Was geht Ihnen durch den Kopf, Jamie?“, fragte Wellington irgendwann. Seine Stimme hatte einen traurigen Klang. Er fühlte, genau wie sein junger Oberst, daß jeder Schuß gegen die Wälle vergeudetes Pulver und – noch schlimmer – vergeudetes britisches und alliiertes Blut war!