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Vorstellungsgespräche, die Bewerber überraschen: Provozieren Sie Bewerber
// Von Uta Rohrschneider

Eine weitere Möglichkeit, die Sie haben: Sie können Fragen zu aktuellen Interviewsituatation stellen – oder aber Fragen, die für die Eignungsfeststellung des Bewerbers irrelevant sind, zum Beispiel ob er lieber stilles oder kohlensäurehaltiges Wasser trinkt.Was können Sie dabei herausfinden?

Fragen zur Interviewsituation

Fragen zur aktuellen Interviewsituation haben den Vorteil, dass Sie ein direktes Feedback vom Bewerber zu seinem aktuellen Gemütszustand bekommen können. Zum Beispiel mit folgenden Fragen:

 Wie schätzen Sie das Interview aktuell ein?

 Was glauben Sie, läuft das Gespräch bislang gut für Sie?

 Wie finden Sie unsere Kommunikation?

 Denken Sie, ich habe einen guten Eindruck von Ihnen?

 Warum sollte ich einen guten Eindruck von Ihnen haben?

 Was denken Sie gerade jetzt, in diesem Moment?

 Wie fühlen Sie sich gerade?

 Fühlen Sie sich wohl?

 Was geht Ihnen gerade durch den Kopf?

 Über welche Ihrer Antworten in diesem Interview werden Sie sich im Nachhinein noch ärgern?

 Haben Sie noch Lust auf das Gespräch?

 Wie finden Sie mich als Gesprächspartner?

 Wären Sie jetzt gerne woanders?

 Sind Sie heute gut drauf?

 Haben Sie keine Fragen zu meiner Person?

 Wollen Sie jetzt eine Pause machen?

 Wie finden Sie unseren Firmennamen?

 Was assoziieren Sie mit unserer Firma?

Provizieren Sie Ihren Bewerber

Sie dürfen den Bewerber durchaus auch mit provozierenden Fragen überraschen. Dies bietet sich besonders an, wenn Sie Kandidaten interviewen, die sehr selbstbewusst und sicher wirken. Sie können so feststellen, ob und wie schnell sie sich aus der Ruhe bringen lassen.

 Ist der Kandidat tatsächlich so überzeugt von sich oder seiner Antwort, wie er vorgibt zu sein?

 Wie steht es um seine Schlagfertigkeit, wenn er von Ihnen provoziert wird?

 Kann er Ihnen gelassen und souverän entgegentreten oder fühlt er sich angegriffen und reagiert entsprechend?

 Geht er in den Widerstand, negiert er Ihre Aussagen oder nimmt er sie einfach hin?

 Wie schnell geht der Kandidat in eine Verteidigungshaltung?

 Wie leicht lässt er sich provozieren?

Auf all diese Fragen erhalten Sie eine Antwort, wenn Sie die Reaktion eines Bewerbers genau beobachten, nachdem Sie ihn mit einer Frage oder Meinung provoziert haben.

Was Sie durch irrelevante Fragen erkennen können

Aber auch scheinbar harmlose, irrelevante Fragen Zum Beispiel die oben genannte nach dem Mineralwasser erlaubt durch die Reaktion des Bewerbers viele Rückschlüsse. U.a. können Sie folgendes herausfinden:

 Lässt der Bewerber sich aus der Ruhe bringen?

 Zeigt er offen seine Irritation oder seine Verwunderung über die Frage oder lässt er sich nichts anmerken?

 Beantwortet er die Frage umgehend oder muss er lange darüber nachdenken, was er Ihnen mitteilt?

 Ist er überhaupt bereit, Fragen zu beantworten, die nichts mit der zu besetzenden Position zu tun haben?

Dieser Text stammt aus dem Buch "ERFOLGSERPROBTE EINSTELLUNGSINTERVIEWS: Wie Sie mit professionellen Fragen die passenden Mitarbeiter finden (2016)" von Uta Rohrschneider, veröffentlicht bei BusinessVillage Verlag, und wurde uns zum Abdruck überlassen.

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