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Das Alter – Höhepunkt des Lebens oder Grund zur Klage? Antike und mittelalterliche Perspektiven
Оглавление„Man ist so alt, wie man sich fühlt“: Alter war – soweit man es in den Quellen über die Geschichte zurückverfolgen kann – immer schon eine Einstellungssache. Ob es ein Zugewinn sei, alt zu werden oder nicht, darüber schieden und scheiden sich die Geister. Doch heute wie früher kommen nicht alle dazu, sich über dieses Problem Sorgen zu machen. Nicht einmal in unserer Zeit werden alle Menschen alt. Die Lebenserwartung wird sehr stark dadurch beeinflusst, wo und in welche Schicht man hineingeboren wird.
Für die Antike wissen wir nichts über das Alter der Sklaven und Sklavinnen, und wir wissen sehr wenig über das Alter von Frauen. Wir können jedoch davon ausgehen, dass auch in antiker Zeit ca. sechs bis acht Prozent der Bevölkerung nach heutigen Maßstäben alt, das heißt über 60 Jahre alt wurden. 9 Aber die Philosophen – schon der vorklassischen griechischen Zeit – haben sich zumindest über das Altern von Männern grundlegende Gedanken gemacht. Während beispielsweise Solon, der ungefähr 600 v. Chr. in Athen lebte, ein langes Leben schätzte und die Lernfähigkeit betonte: „Werde ich älter auch stets, Neues lerne ich doch” 10 , so wünschten sich andere Schriftsteller wie etwa Mimnermos (ebenfalls ca. 600 v.Chr.) zu sterben, wenn: „Liebe in heimlicher Kammer und holde Gewährung und Lager“ 11 nicht mehr locken würden. Der eine betonte die Chancen des Alterns, der andere klagte über den Verlust an Lebensfreude, den das Alter mit sich bringen würde. Doch Solon wusste auch um die Realität des Alters und führte in Athen ein Gesetz ein, dass es verbot, die alten Eltern zu schlagen. 12 Mit der Übergabe ihres Besitzes an den Erben verloren die Alten aus der besitzenden Schicht ihre Stellung und wurden von den Entscheidungen des Sohnes abhängig. 13
In der klassischen griechischen Tragödie wurde das Alter vor allem als Klagegrund behandelt. Doch Platon (ca. 428-347 v.Chr.) wiederum betonte den Zugewinn an Weisheit, der mit dem Alter zu erwarten sei. Für ihn war der betagte Mann, gereinigt von allen Leidenschaften, besonders geeignet für die Politik. Das Greisenalter ist bei ihm der Höhepunkt des Lebens, der Punkt der höchsten Weisheit und Überlegtheit, allerdings nur, wenn der Einzelne sein Leben auf eine solche moralische, emotionale und intellektuelle Steigerung des Ichs angelegt hatte. 14
Platon sah im Alter große Vorteile und betonte in seinen Schriften den Zugewinn an Weisheit.
Aristoteles (ca. 384-322 v.Chr.) hingegen behauptete, alte Menschen seien viel zu ängstlich, kritisch und vom Leben enttäuscht, um vernünftige Entscheidungen für die Allgemeinheit zu fällen. Nur das mittlere Lebensalter – der gereifte, aber noch nicht alte Mann – sei für verantwortungsvolle Aufgaben geeignet: 15 „Niemand wählt sich junge Leute zu Führern, weil er ihre Klugheit nicht hoch stellt. Mit der Tapferkeit verhält es sich umgekehrt, denn die Geltendmachung der Tapferkeit ist in der Jugend nötiger; ebenso ist es mit der Selbstbeherrschung, da die jüngeren Leute mehr als die älteren von den Leidenschaften beunruhigt werden.“ 16 In der bildenden Kunst wurden sowohl die Sportler, als auch die Philosophen und teilweise sogar die reifen Frauen abgebildet. Den Eltern gegenüber waren die Athener gesetzlich zur Fürsorge verpflichtet. Trotzdem versuchten die meisten Menschen, lieber selbst für das Alter vorzusorgen, als später von den Kindern abhängig zu sein. 17
Das war in römischer Zeit etwas anderes. In Rom leitete sich sämtliche Autorität im Staat von der Macht des Vaters ab. Und der Vater blieb in dieser Machtposition, auch wenn er alt wurde. Erst der Tod oder körperlicher und geistiger Verfall – über die Geschäftsfähigkeit musste dann vor Gericht entschieden werden – beendete das. 18 Doch auch in römischer Zeit wurde Alter – immer handelt es sich um das Alter von Männern – nicht nur positiv gesehen. Und der Großteil der politischen und wirtschaftlichen Macht lag hier, wie zu anderen Zeiten, in den Händen der mittelalten Männer. 19
Es gab sehr unterschiedliche Sichtweisen auf das Phänomen des Alterns. Die stoische Philosophie empfahl ihren Anhängern – wie bei allen anderen Misslichkeiten – das Alter zu ertragen und dadurch zu überwinden. Durch immerwährende moralische und intellektuelle Verbesserung des eigenen Ichs – und durchs Maßhalten – könne ein glückliches Alter erreicht werden. Das ist auch die Hauptaussage von Ciceros (106-43 v.Chr.) Schrift „Cato maior de senectude“: „Wie nämlich nicht jeder Wein, so wird nicht jeder durch hohes Alter sauer.“ 20 Das Alter sei weder feige noch ängstlich, sondern überlegt und dadurch überlegen: Es kann den Leidenschaften entsagen und sich auf das Wesentliche, auf Studium und Gelehrsamkeit, konzentrieren. 21 Doch das Alte Rom kannte auch weiterhin die klassische Altersklage: Die Dichter Catull und Horaz trauerten der Jugend nach und beweinten, dass das Alter Lust und Liebe nicht mehr empfinde und nur noch Abschied bedeute. 22 Das trifft laut Horaz vor allem die Frauen, die nach Verlust der sexuellen Anziehungskraft nur schwer ihre Rolle– und ein ihrem Alter entsprechendes Benehmen finden. 23 Denn im Grunde blieb ihnen (nach der Mutterschaft) lediglich die Wollarbeit als Lebensinhalt. 24
Vereinfacht zusammengefasst übernahm Europa aus der Antike zwei Traditionsstränge, was den Umgang mit dem Alter betraf. Einmal die Klage – über das Alter und seine Bedingungen – und zum anderen die positive Sicht auf ein glückliches Alter, weil der eigene Geist nach einem geordneten Leben bis zum Tod lernen und man so an Weisheit gewinnen könne.
Zur antiken Tradition addierte sich die christliche, wobei weniger eine Verbindung, als vielmehr ein nebeneinander der antiken und der christlichen Alterssicht entstand. Zwar teilte in der biblischen Tradition das Alte Testament mit den griechisch-römischen Autoren die positive Wertung des Alters: Das Alte Testament fordert auf, die Alten zu ehren (Leviticus 19,32), da sie über Weisheit und Klugheit verfügen (Hiob 12,12). Auch die Rechtsprechung sollte in ihren Händen liegen, da sie gerecht urteilen können (Daniel 7,22). Diese Gedanken finden sich auch im Neuen Testament (vgl. z. B. Lukas 2,52). Außerdem schreiben die Zehn Gebote vor, Vater und Mutter zu ehren. Alter war also eigentlich ein verehrungswürdiger Zustand. Mindestens ebenso wichtig wurde jedoch im Christentum ein weiterer Gedanke: Für Christen – eigentlich von den Frühchristen bis weit in die Neuzeit hinein – war Alter kein Thema. Denn nicht die Frage der Länge des Lebens oder die Bedingungen des Alters waren wesentlich, sondern die Vorbereitung auf das ewige Leben nach dem Tod und der Wiederkehr Christi. Ob jemand jung oder alt stirbt, fiel vor dem Hintergrund der Ewigkeit nicht ins Gewicht, vielmehr, ob er ein gottgefälliges Leben geführt hatte und so mit seinem Leben Gott näher gekommen war. Aus dieser grundsätzlichen Haltung gegenüber dem Leben und dem Tod resultierte, dass nur wenige christliche Schriftsteller und Theologen sich speziell mit dem Alter beschäftigt haben.
Einer war der Kirchenvater Augustinus (354-430). Er sah das Alter zweigeteilt: auf der einen Seite den körperlichen Verfall, auf der anderen Seite den religiösen Gewinn durch die stete Annäherung an Gott. 25 Aber auch Augustinus ging es nicht so sehr um das Alter, jedes Lebensalter, auch die Jugend, sollte letztlich nach eben dieser Annäherung an Gott streben. Die mittelalterliche Mystik entwickelte dann die Vorstellung, dass eine innere Verjüngung der Menschen im und durch den Glauben an Christus und durch tätige Liebe in der Gemeinde schon auf Erden stattfinden könnte – ungeachtet seiner körperlichen Entwicklung. 26 Aus dieser Sicht heraus war Alter kein Grund, bemitleidet zu werden: Aus christlicher Sicht musste man sich um die Alten nur dann kümmern, wenn sie krank, hilfsbedürftig und arm wurden – aber genauso, wie man sich auch im Namen der christlichen Nächstenliebe um junge Kranke oder Arme zu kümmern hatte. Die Vorstellung von der Erneuerung durch Gott konnte über die Vergänglichkeit der materiellen Welt und des eigenen Körpers hinwegtrösten. Nur, wer seine Seele von Gott abwendete, alterte wirklich, wer bei Gott blieb und seine Nähe suchte, blieb jung oder wurde wieder jünger. 27
In das europäische Mittelalter hinein wurden antike Traditionen weitergetragen – wie die der Lebenstreppe, die schon in Griechenland als Vorstellung entwickelt wurden. Eingeteilt in vier große Abschnitte oder in sieben mal sieben Jahresstufen erschien das Leben als Aufstieg bis zum mittleren Lebensalter, um dann wieder abzusteigen bis hin zum Tod.
Aber auch die auf die Ewigkeit gerichtete Altersignoranz der Christen blieb maßgeblich für die weitere Sicht auf das Alter in Europa. 28
Im Mittelalter bis in das 16. Jahrhundert hinein war zwar die durchschnittliche Lebenserwartung nicht sehr hoch (sie lag bei 40 Jahren), da viele Kinder in den ersten Lebensjahren starben. Aber diejenigen, die die Kindheit überlebt hatten, wurden durchaus auch 60 oder 70 Jahre, manche sogar 80 und 90, auch Hundertjährige kamen vor. 29 Die Zahl der Alten in der Gesellschaft schwankte zwischen fünf und acht Prozent. 30
Im öffentlichen Leben des Mittelalters hatten Alte in manchen Bereichen eine besondere Stellung inne. In den Zünften gab es die „Ältesten“ als Autorität. In Städten wie Magdeburg oder Augsburg wurden ausgewählte Alte im 14. und 15. Jahrhundert als Rechtszeugen gefragt, sie galten als diejenigen, die aufgrund ihrer großen Erfahrung und ihrer langen Erinnerung in bestimmten Rechtsfragen entscheiden sollten. 31 Auch in der Kirche verloren die alten Männer (und auch die alten Äbtissinnen) nicht ihre Würden. Meist kam man auch erst spät in höhere Ämter. Einmal erlangt, konnte – und musste – man den Dienst bis zum Tod versehen. 32 Anders war es für Fürsten und Bauern. Hier war der Einfluss des germanischen Rechts größer. Und im germanischen Recht wurde der Verfall des Körpers mit dem Verfall des Geistes gleichgesetzt, der von den Jungen auf die Probe gestellt wurde. Der Sachsenspiegel und andere germanische Rechtstexte kannten die Altersprobe: Leistungsprüfungen vor den Augen der Gemeinschaft. Ein alter Mann musste beweisen, dass er noch allein ein Ross besteigen und ohne Stock und Hilfe laufen konnte, um seinen Besitz und seine Rechtsfähigkeit zu behalten. 33 Wenn nicht, drohte ihm die Enteignung und Bevormundung. Die Angst vor einer politischen Entmachtung können wir auch den Lebensbeschreibungen des französischen Königs Ludwig XI. entnehmen. Er starb 1483 mit 61 Jahren und hatte sich zuvor intensiv bemüht, jung und fit zu bleiben, um nicht bevormundet zu werden. 34
Ab 60, manchmal auch ab 70 wurden Männer von bestimmten Aufgaben (Steuern, Wachdiensten, Kriegseinsätzen) befreit, aber die Frage nach der Lebenskraft machte eben auch vor den hohen Repräsentanten nicht halt. 35 Wesentlich zugespitzter sah man das Altern bei Frauen. Frauen galten im Mittelalter spätestens mit dem Ende der Gebährfähigkeit als alt. Ihr Alter war noch verdammungswürdiger als das der Männer; alte Frauen waren Symbol für Unfruchtbarkeit und den Winter, aber auch für schlechte Eigenschaften wie Heuchelei, Neid, Verrat, Habgier. 36
Versuchten Frauen aber, ihre körperliche Attraktivität zu verlängern, wurde das von der Kirche scharf kritisiert. Das Alter der Frauen sollte nur der Vorbereitung auf den Tod dienen. 37
Für Männer wie Frauen galt, dass die Versorgung der Alten der Familie oder der Mildtätigkeit oblag. In Westeuropa sind schon aus dem 13. Jahrhundert Ruhestandsverträge belegt. Gleichzeitig setzte jedoch auch schon der Trend zu einem späten Heiratsalter ein – die Eheschließung wurde nur dann möglich, wenn mit ihr die Hausstandsgründung einherging, und das war meist erst beim Tod der Eltern der Fall. Diese Besonderheit Europas – das „european marriage patern“ – findet sich in Mittel- und Westeuropa, während in Osteuropa eher jüngere Heiratsalter belegt sind und andere Formen des Zusammenlebens daraus resultierten. Das Verhältnis zwischen den Generationen, das Abschließen von „Generationenverträgen“ wie grundsätzlich die Frage, ob und wie Alte versorgt werden sollten, war immer ein „heißes Eisen“.
Im Hochmittelalter verlor in Nord- und Mitteleuropa ein Bauer durch die Hofübergabe oftmals mit dem Besitzrecht seine eigene Freiheit und lebte unter der Vormundschaft des ihm nachfolgenden Hausherren, eine Tatsache, die viele alte Leute zu lebenslanger Arbeit nötigte. 38 Selbst wenn ein Bauer aber nicht die Freiheit, sondern nur sein Prestige als Haushaltsvorstand verlor, war dies ein harter Einschnitt. Aus der zeitgenössischen Literatur und aus Sprichwörtern wissen wir, dass „die Bank der Kinder […] hart für die Alten“ war. 39 Dennoch war der Generationenvertrag meist die einzige Vorsorge, die Menschen für das Alter treffen konnten. Von einer Art frühem Generationenvertrag erzählt eine Geschichte, die in den Gesta Romanorum übermittelt ist. Ein Schmied rechtfertigte seine Feiertagsarbeit damit, dass er täglich für sich zwei Pfennige und zwei für seine Frau verdienen müsse, zwei für seinen Vater (der ihm früher zwei gegeben habe) und zwei für seinen Sohn (der ihm später zwei Pfennige geben werde). Diese familieninterne Versorgung der Alten entsprach dem Ideal der mittelalterlichen Gesellschaft. 40 Doch aus dieser Geschichte erkennen wir auch eine ganz grundlegende Aussage: Altersversorgung konnte nur geleistet werden, wenn die junge Generation innerhalb einer Familie genug erwirtschaften konnte, um auch die ältere Generation zu versorgen. Oder aber, wenn die ältere Generation selbst reich genug war, sich zur Ruhe zu setzen: Das galt für manche Adlige, aber auch für reiche Bürger in den Städten. 41 Da dies jedoch nicht immer der Fall war, waren alle, die von ihrer eigenen Familie nicht versorgt werden konnten – oder die keine Familie (mehr) hatten – auf Almosen und Nächstenliebe angewiesen. Daher entwickelte sich auch im Mittelalter schon eine institutionalisierte und spezialisierte Altersversorgung. Private, größere wie kleinere wohltätige Stiftungen versorgten alte Menschen, meist richtete sich die Stiftung auf eine bestimmte Zielgruppe, z. B. auf Handwerker oder Witwen. Und aus der burgundischen Verwaltung des 15. Jahrhunderts sind erste Beamtenpensionen bekannt. 42
Ausgeformte Altersvorstellungen begegnen uns vor allem in den Lebenstreppen, die auch im Mittelalter weiter existieren – so die Idee von den sieben Zehnjahresstufen, mit dem Höhepunkt des Lebens zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr und dem Ende des Lebens nach dem 70. Jahr. Andere Lebenstreppen verglichen in drei (Wachstum, Stillstand, Niedergang) oder vier Stufen (Frühling, Sommer, Herbst und Winter) das Leben mit der Ordnung in der Natur. 43 Die Lebenstreppen waren weit verbreitet, doch dienten sie zur Orientierung bzw. zur Vergewisserung der Lebenseinheit und -ordnung, nicht als Abbild dessen, was die Menschen wirklich erlebten oder von einem bestimmten Alter erwarteten. 44 Denn wenige Menschen erreichten im Mittelalter das 70. Lebensjahr und noch weniger das Alter, das in der Lebenstreppe mit „90. Jahr Kinderspott“ 45 beschrieben wurde. Diese Lebenstreppen bleiben bis Ende des 19. Jahrhunderts aktuell, sie prägten die Sicht aufs Alter, besonders die auf das hohe, gebrechliche Alter. Oft wurden die Altersjahre mit Tierbildern illustriert, die letzten Jahre des Menschen waren dann die Affenjahre, die Jahre, in denen der Alte/die Alte kindisch oder eben affenähnlich sei. 46
Lebenstreppen spiegelten und prägten Altersvorstellungen – bis ins 20. Jahrhundert.
Auch gab es in Gesellschaften, die vom Rhythmus der Landwirtschaft bestimmt waren, keine festen Lebenszeiten: Kindheit, Jugend, Erwachsenenzeit und Alter gingen ineinander über und hingen an der Arbeitskraft und dem gesellschaftlichen Stand (z. B. ob verheiratet oder nicht) der Menschen, nicht an ihrem kalendarischen Alter. Die Lebenstreppen waren daher nicht so zu verstehen, dass für die mittelalterlichen Menschen mit 40 oder 50 Jahren das Alter begann. Sie waren vielmehr eine Ordnungsvorstellung und eine Erinnerung daran, dass es wichtig war, das Leben auf jeder Stufe zu genießen und zu nutzen. Ihre Verbreitung erkennen wir etwa daran, dass Shakespeare sie in „Wie es Euch gefällt“ aufnahm. Alter setzte dennoch unweigerlich dann ein, wenn man weniger leistungsfähig wurde. An den Beschreibungen der Lebenstreppen ist jedoch zu sehen, dass Altern im Mittelalter insofern problematisch war, weil alte Menschen Gefahr liefen, zum Kinderspott zu werden. Das Alter hatte im Mittelalter seine Stelle im Lauf des Lebens, eine herausgehobene Bedeutung hatte es jedoch nicht.