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Vorbemerkung Plätze und Straßennamen

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Das alte Hamburg, wie es in diesem Roman beschrieben wird, hat sich seither nicht nur durch den großen Brand stark verändert.

Angefangen mit dem für die Stadtgeschichte einschneidenden Ereignis des Brandes, über die industrielle Revolution, der Eingemeindung der Vorstädte, den stetigen Ausbau des Hafens, bis hin zum Feuersturm im Zweiten Weltkrieg.

Hamburg ist seitdem um ein Vielfaches gewachsen und hat so einiges über sich ergehen lassen müssen.

Ein gutes Beispiel dafür ist die Speicherstadt, für deren Bau zwischen 1883 und 1927 zwei Wohnquartiere dem Erdboden gleich gemacht wurden. Heute erinnern nur noch die Namen an die ehemaligen Viertel, in denen hauptsächlich die Hafenarbeiter mit ihren Familien wohnten. Die Elbinsel Kehrwieder, der Wandrahm und der Brook. Reiche Kaufleute waren zur Zeit des Abrisses dort nicht mehr zu finden, denn der Gestank des Hafens hatte sie schon früh in entferntere Stadtteile umziehen lassen.

Ist im Roman vom Pferdemarkt die Rede, war dieser damals noch nicht auf St. Pauli angesiedelt – das gehörte noch gar nicht zu Hamburg. Zu damaliger Zeit lag dieser so ziemlich genau an der Stelle, an der sich heute der Gerhard-Hauptmann-Platz befindet, am Ende der Spitaler Straße. An die im 14. Jahrhundert erbaute Gertrudenkapelle, die nur ein paar Häuser entfernt stand, erinnert heute nur noch der Gertrudenkirchhof.

Das alte Rathaus, das den Flammen geopfert wurde, lag, zusammen mit der alten Börse, direkt an der Trostbrücke am Nikolaifleet. An dieser Stelle steht heute das Haus der Patriotischen Gesellschaft und an die alte Börse erinnert lediglich der Straßenname.

Viele Straßen, die im Roman erwähnt werden, bestehen in ihrem Verlauf noch genauso wie im Jahr 1842, auch wenn das heutige Umfeld mit den damaligen Gegebenheiten nicht mehr zu vergleichen ist. Der Hopfenmarkt war zur Zeit des großen Brandes der wichtigste Marktplatz in der Hansestadt. Heute ist er zu einem kleinen, ungepflegten Stückchen Grün direkt neben der Willy-Brand-Straße an einem Ende der Fußgängerbrücke verkommen. Im Gegensatz dazu sind große Teile der Deichstraße erhalten geblieben, und der Jungfernstieg erstrahlte schnell wieder in seinem alten Glanz. Auch die Holzbrücke, die in der Geschichte eine Rolle spielt, und die Katharinenstraße auf dem Cremon, in der Marie gewohnt haben soll, sind bis heute erhalten.

1842. Der große Brand von Hamburg

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