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Herr Wolf braucht Hilfe

Herr Fuchs und Herr Wolf sind Freunde. Sie treffen sich manchmal und dann reden sie über dieses und jenes und tauschen ihre Erlebnisse aus. Aber oft enden solche Begegnungen im Streit, da sich Herr Wolf von Herrn Fuchs nie etwas sagen lässt. Nach dem letzten Treffen hatte sich Herr Fuchs vorgenommen, nie wieder mit seinem Freund zu sprechen.

Herr Wolf hatte über das karge Leben des Herrn Fuchs gespottet.

„Was, Sie haben noch niemals von einem jungen Lämmchen gekostet? Mit Ihren Mäusen, die Sie fangen, hätte ich gerade mal abends was zu knabbern. Oh, ich liebe kleine Rehkitze oder aber ein junges Lämmchen vom Hofe des Bauern Huber. Das lobe ich mir im Gegensatz zu Ihrer Schmalkost, haha ... Herr Fuchs.“ Damit ließ er Herrn Fuchs stehen und schlenderte immer noch hämisch grinsend davon.

„Blöder Kerl“, dachte sich Herr Fuchs und ging seines Weges. „Vielleicht bekommt er mal großen Ärger mit Bauer Huber. Aber ich halte mich da raus, dazu bin ich viel zu schlau. Ob das immer so gut geht mit seiner Jagerei? Und immerhin ist er auch schon älter ...“

Seitdem sind sich beide nicht wieder begegnet.

An einem sonnigen Tag nun denkt sich Herr Fuchs, dass er wieder einmal bei Herrn Wolf vorbeischauen könnte. Der wohnt ganz tief im Wald hinter den drei Schluchten in der Nähe des verborgen gelegenen Waldsees. Nur ganz wenige Tiere trauen sich in diese Gegend. Niemand weiß so ganz genau, wo Herr Wolf haust, außer Herrn Fuchs.

Unterwegs hat er Glück und fängt zwei unvorsichtige Mäuse, die er aber erst später fressen möchte. Als er die drei Schluchten durchquert hat, gelangt er zum Bau von Herrn Wolf. Er klopft an die Tür und ruft nach seinem Freund.

Eine leise, wimmernde Stimme antwortet: „Wer ist da?“

„Ich bin es, Herr Fuchs.“

„Kommen Sie herein, die Tür ist offen“, erklingt die leise Antwort.

Herr Wolf liegt im Bett und sieht elend aus.

„Was ist mit Ihnen geschehen, Herr Wolf?“

Jakob und das Glück

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