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Prolog

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Die Autorin ist von ihrer Mutti gebeten worden doch einmal zu erforschen, ob es Krümelmonster gibt. Auf die Idee ist sie wohl gekommen, weil im Fernsehen solche gezeigt werden. Das sind die, die große knackige Kekse bergeweise verschlingen und dabei überall Kekskrümel hinterlassen.

Dabei ist das eigentliche Problem der Mutti nicht das von Kekskrümeln. Nein!

Sie macht sauber, gründlichst. Dabei beseitigt sie tausende von Krümeln und diverse andere Teilchen. Es blitzt alles vor Sauberkeit und dann, nach wenigen Minuten, liegen bereits wieder neue Krümel da. Unerklärlich, wo diese herkommen, wie sie es schafften sich genau dorthin zu legen, wo sie vorher alle, aber auch alle, beseitigt worden waren. Und das ist noch nicht das ganze Phänomen, nein. Wenn es zunächst auch nur wenige Krümel sind, so geht es doch rasend schnell, dass immer mehr dazukommen. So schafft es die Mutti nicht, auch nur kurze Zeit die Reinlichkeit der gesäuberten Räume und Flächen zu genießen.

Nun, auch die Autorin kennt das Problem und fand, dass es sich lohnt etwas darüber herauszufinden.

Krümeleien finden überall auf der Erde und auch im Weltraum statt.

Materie hat die Eigenschaft sich zusammenzufügen, aber auch sich voneinander abzuspalten. Da hätten wir die Planeten, die sich aus Materiewolken bilden. Krümel für Krümel verdichtet sich die Materie zu einem großen Stück mit einer ungeheuren Masse.

Wenn dieses große Stück auf ein anderes großes Materiestück trifft, dann brechen wieder Stücke ab. Diese Stücke könnte man als Planetenkrümel bezeichnen. Keinesfalls werden solche von Krümelmonstern produziert.

Auf der Erde gibt es massive Gebirgsfelsen. Man sollte meinen, da krümelt nichts. Aber da hätten wir nicht mit Sonne, Wind, Regen und Temperaturen gerechnet. Die schaffen es, dass durch ihre Kräfte selbst ein massiver Berg krümelt.

Die Bäume wachsen, bilden Materie in Form von Blüten, Blättern und Früchten. Dann wiederum lassen sie diese einfach fallen, wenn eben jene Faktoren wie Wind, Sonne und Temperaturen bestimmte Werte aufweisen. Damit ist klar: Auch Bäume krümeln.

Der Mensch selbst krümelt, denn auch von ihm fallen Bestandteile seines Körpers ab, die er zuvor selbst gebildet hat: Haare, Schuppen, Hautfetzen, Nasensteine.

Darüber hinaus ist der Mensch ununterbrochen dabei, Materie zusammenzusetzen und wieder zu zerteilen.

Beispiel: Er zerlegt eine zunächst zusammenhängende Getreidepflanze, trennt von ihr die Körner ab, um sie in noch kleinere hauchfeine Teile zu zerlegen. Er mischt das Ergebnis mit allerlei Bindemitteln und fügt das Ganze wieder zu einem neuen größeren Stück Materie zusammen, das Brot. Anschließend zerschneidet der Mensch dieses wieder in kleine Stücke oder Scheiben. Später zermalmt der Mensch diese Stücke in noch kleinere Teile, woraus mit Speichel und anderen Verdauungssäften wieder größere Materieanhäufungen entstehen.

In diesem Prozess entstehen zahlreiche Krümelarten, fast am Schluss die Brotkrümel und ganz zuletzt die, welche zumindest aus der Wohnung sauber entsorgt werden.

So, jetzt wissen wir erst einmal, was die Mutti so wegkehrt und -wischt, wenn sie sauber macht. Ich hoffe der Leser versteht, dass dies nicht nur Brotkrümel sind, sondern Krümel aus zahlreichen Prozessen, von denen hier beispielhaft drei beschrieben wurden.

Doch warum sind nun nach dem Saubermachen gleich wieder Krümel da?

Nun, sagen wir mal, es gibt einen, der das erklären könnte...


Die Welt der Krümel

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