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Anja, die Wunderfinderin

Ich folge radikal meinem Herzen, alles andere ist keine Option mehr für mich. Nur durch diese Anbindung an Deine eigene Quelle kannst Du Deinen Platz einnehmen.

Spüre mal in Dich hinein…

Spüre diese unbändige Kraft in Dir! Wo spürst Du sie? Wie fühlt sie sich an? Kannst Du ihre Stärke wahrnehmen? Ihre Wildheit? Ihre Ungezähmtheit? Ihre allumfassende Energie?

Bevor dieses Hinschauen, das Klären, das Verstehen nicht unsere Seelen, unseren Geist wirklich erreicht, stagnieren wir.

Die Entscheidung steht an für Selbstermächtigung. JETZT!

Ich bin mit allen Konsequenzen bereit für eine neue, lichtvollere, achtsamere, verantwortungsbewusstere, selbstbestimmte, freier Zeit!

Erinnert Euch – deswegen sind wir hier.

Ich bin jetzt 50 Jahre alt und habe 2 wunderbare Kinder. Die Erste bereits mit 21 – trotz Pille schwanger, überrascht, kalt erwischt. Daraufhin habe ich den Vater nicht aus Liebe sondern aus Vernunft geheiratet. 5 ½ Jahre später kam der Sohn dazu. 2003 haben wir uns geschieden, ebenso vernünftig und wohlwollend.

Ich lernte einen Mann mit 2 kleinen Kindern kennen, der getrennt von seiner Frau lebte. Wir formten eine wunderbare patchwork-family, lebten quirlig und glücklich 12 Jahre zusammen bis er mir einen Heiratsantrag machte. Ca. 2 Monate nach unserer Hochzeit stellte sich heraus, dass er in den ersten 2 Jahren mit mir ein Doppelleben führte. Ich habe es nicht bemerkt und fiel abermals aus allen Wolken, als ich das realisierte. Die sofortige Trennung beruhigte mein Ego, mein Herz und meine Seele waren und blieben im Schock. Unsere Familien ermunterten uns in die Paartherapie zu gehen, um unsere eigentlich gesunde Basis zu erhalten und den Kindern das Fundament zu erhalten. So begannen wir über 2 Jahre eine Paartherapie mit dem Ergebnis, ihm zu verzeihen. Ich glaubte, wir würden wieder eine gute Ehe führen bis zu dem Moment, als mein Unterbewusstsein sich meldete mit der Warnung: „Dein Mann betrügt Dich gerade mit einer anderen Frau.“

So war es dann. Er betrog mich mit seiner Kollegin in einer Wiederholungsschleife, weil auch diese Verbindung bereits über 2 Jahre dauerte. In den 12 Jahren Ehe also insgesamt 4 Jahre lang fake. Ich zog die Reißleine, beendete diese hoch toxische Verbindung und war bemüht, einen für die Kinder erträglichen Weg zu finden. Er hat zum 3. Mal geheiratet, mit der Kollegin auch ein weiteres Kind bekommen.

Nach diesen schockierenden Jahren habe ich für mich beschlossen, mich ausschließlich um mich und meine Muster zu kümmern. Das Leben schickte mir einen weiteren Mann, mit dem ich 4 Jahre eine Beziehung führte. Ich empfand den Mann als schwierig, war mir aber darüber im Klaren, dass auch mein Päckchen für einen Mann schwierig ist.

Inzwischen bin ich stolz, dass ich all diese Erlebnisse ganz gut verarbeitet habe. Mein Vertrauen in Männer ist vorhanden, aber ich meine Skepsis ist immer da. Ich habe so viel erlebt, dass erleben andere bei Weitem nicht.

Ich habe mir das nicht ausgesucht – wirklich nicht. Eine Seelenverbindung, in der die Lektion wie in Zuckerguß versteckt wurde. Ende 2019 begegnete mir die nächste Lektion auf einem Weihnachtsmarkt. Mein erster Gedanke war: „Was ist das für ein toller Mann?“ Wir kamen dort nicht ins Gespräch, aber 2 Wochen später sind wir uns wieder begegnet und haben gesprochen. Fremde sprachen uns an und meinten, wir seien so ein wunderschönes Paar.

Es entwickelte sich über diverse Treffen eine magische Verbindung. Ich habe ihm geglaubt und vertraut. Rückblickend bin ich erneut in diese Falle getappt, dass mein Vertrauen zu groß war und mein Bauchgefühl inaktiv war. Er ist mit mir nicht gut umgegangen.

Dabei hatte ich mir doch eine Liste gemacht, wie er sein soll:

– treu, verbindlich, zuverlässig

– empathisch, dankbar, sozial statt materiell

– Liebe, Respekt, Achtung vor sich und Anderen

– kein Macho

Daraufhin entschied ich, aus dieser Verbindung aussteigen zu wollen. Loszulassen. Wir haben uns nicht mehr gesehen. Auf meine letzte Nachricht erhielt ich keine Antwort mehr. Da ich mit einer langjährigen Freundin von ihm gut befreundet bin, bekomme ich am Rande natürlich noch Informationen.

Ehrlich hatte ich vergessen und wahrhaftig. Bewusst und stabil hatte ich auch nicht notiert. Oh ich bin nicht mehr überzeugt von meiner Liste. Wie soll ich die Liebe meines Lebens anziehen, wenn ich auf diese schriftliche Art und Weise selektiere? Ich verstehe nicht, wie man manifestiert. Als ich auf Jens traf dachte ich wirklich, das ist der jackpot. Jetzt passt es, es fühlte sich so richtig an. Wir trafen uns „zufällig“ beim Weihnachtsmarkt und waren beide sofort elektrisiert. Mutterschiff & scout dockten aneinander an. Fertig. Wir verknoteten uns, in unserer Hormonblase stünden wir vielleicht noch immer am Weinstand, wenn die Party noch angedauert hätte. Ich war happy und unkritisch, typisch.

Ich sagte mir, wenn ich die wahre Liebe will, dann muss ich meine Ängste und Bedenken überwinden, damit auch er seine Bindungsangst ablegen kann. Nur so wird es funktionieren. Solange ich kritisch bin, ängstlich bin, gebe ich ihm das Gefühl, dass ich ihn unbedingt brauche, bedürftig bin und das klebt. Lass` die Angst los und glaube an Dich und daran, dass das Beste jetzt passiert. Das war mein mindset, um mich in den Status der glücklich Verliebten zu heben. Eine glückliche Frau ist die größte Stärke eines echten Mannes, dachte ich. Nur Feiglinge haben Spaß daran, Frauen wehzutun, die ihnen ihr Herz anvertrauten. Ihr seht, ich war so was von bereit ;-)

Natürlich unternahmen wir Vieles, ich lernte sein soziales Netz kennen und er meines. Mit seinen Freunden verstand ich mich extrem gut, bis sie mir mehr Einzelheiten preis gaben. Er war gar kein Single, sondern gerade in Trennung von seiner langjährigen Lebensgefährtin.

Ein Dolchstoß – mitten ins Herz.

Meinen Konfrontationsversuchen wich er durch ghosting aus, eine total ätzende Art, sich nicht erklären zu müssen. Täuschen, tarnen, verpissen. Sowohl sein als auch mein Netzwerk standen mir bei. Heute weiß ich, ghosting ist ein Phänomen der Neuzeit. Derjenige hat für sich keine Erklärung für sein Verhalten und KANN sich demzufolge nicht auseinandersetzen. Ghosting ist die Tür zur Phantasterei, für fadenscheinige Argumente und Schuldzuweisungen.

Als ich mit meiner Freundin Britta verabredet war, endlich mal wieder raus zu gehen, kamen wir natürlich auch auf das Thema Jens. Kurzentschlossen rief ich ihn an. Machte meinem Frust Luft, erklärte mich, ließ Dampf ab. Und fühlte mich gleich besser, trug den Frust nicht mehr im Bauch, besprach minutenlang die mailbox. Doch dann geschah etwas technisch Erstaunliches. Ich beendete das Telefonat nicht richtig. Alles danach Gesprochene mit meiner Freundin war fein auf die mailbox gesprochen – obwohl das überhaupt nicht für fremde Ohren gedacht war. Kannst Du Dir das vorstellen? Extrem peinlich.

Mein Schmerz, den ich empfunden habe über die Art und Weise, wie er mit mir umgegangen ist, hat ihn unbeabsichtigt erreicht. Diese Nachricht hat er sogar noch einem Freund weitergeleitet, der sie mir wiederum sandte.

Seit dem letzten Neumond am 23.4.20 hat sich im männlichen Feld etwas verändert. Für mich wahrnehmbar wie eine Öffnung oder Freilegung des Herzkanals.

Es ist der kleine Egotod, der Platz macht für die ausdehnungswillige Seele. Das Funktionieren fühlt sich plötzlich sinnentleert an.

Ich spüre Traurigkeit, Betroffenheit. Sätze wie "WTF, ich habe Jahre verschwendet!" wabern durch das Feld.

Pst, macht Euch bitte keine Vorwürfe sondern sortiert Euch, erhebt Euch.

Ihr seid so mächtig aus dem Löwenherzen. Zeigt es…

Ich verneige mich vor dem maskulinen Feld

Heute verstehe ich, wie wichtig Kommunikation mit ähnlichen Frequenzen ist. Sie gibt und hält den Raum, um eigene Denkprozesse zu Ende zu bringen. Alle selbst durchdachten theoretischen Lösungen fließen plötzlich aus den Sachgassen hinein in den Seelenwillen.

Dieser kann nur in die Existenz gebracht werden, wenn wir das richtige Resonanzfeld haben.

Wir können uns in fremde Felder stellen, können fremde Worte benutzen und fremde Thesen vertreten. Doch unser inneres Lot meldet diese Verdrehung quasi, die Seele drückt den Buzzer und schickt 1 körperliches Symptom.

Die göttliche Ordnung will das wir nur unserer Natur folgen, keine artfremden Hüllen übernehmen, keine Verdrehungen aus unserer Mitte zulassen.

Bleibt authentisch

Ich fühle mich abgehoben von der Menge, schaue ganz zufrieden auf mich und mein Leben und spüre, dass um mich herum viele Menschen plötzlich Angst haben. Ich frage mich, ob sie nie Herausforderungen bewältigen mussten. Sie haben Ängste, weil die Geschichte von einem Virus im Umlauf ist, der teilweise Existenzen zerstört, weil Unternehmen nicht mehr arbeiten können. Ich stelle mir immer wieder die Frage, wo die Leute denn vorher gewesen sind. Wie haben diese Menschen vorher auf das Leben geschaut?

Haben sie vorher wahrgenommen, dass Menschen Existenzen verloren haben, aufgrund von Krankheiten oder schweren Schicksalsschlägen? Aufgrund von Trennungen? Da wurde immer gesagt, es wären Einzelfälle, die aus der Wahrnehmung fielen. Nach unten gestürzt, keiner hat sie aufgefangen. Haben allein Leid erleben müssen, während der Rest der Menschheit schön ihren Weg weiter gegangen und haben die Bedürftigen mehr oder weniger zurückgelassen.

Haben sie übersehen, weil sie nicht mehr passten. Nicht in den Freundeskreis, weil sie nicht mehr mithalten konnten. Wer von den Ängstlichen hat geholfen oder unterstützt? Niemand hat sich dafür interessiert, sondern sie waren an ihrem Weg nach oben interessiert, hielten an ihrer Macht fest, manipulierten in gewissen Positionen, um Erfolg zu haben – und plötzlich haben diese ganzen Menschen Angst?

Nichts ist anders geworden. Nur trifft es jetzt Viele. Vorher traf es Einzelne, die in der Menge nicht auffielen. Darauf schaue ich lächelnd und sage mir: Jeder hat eine Uhr, die tickt. Irgendwann läuft sie ab. Läuft sie ab wegen Corona? Oder wegen einem Krebsleiden? Unfall? Herzversagen? Ich weiß, wenn ich von dieser Welt gehen muss, dann ist die Zeit eben gekommen. Ich freue mich jeden Tag neu, dass ich wach werde und diesen Tag erleben darf. So gehe ich durch das Leben und ich habe keine Ängste. Ich habe so viel Kraft in mir, denn ich weiß was hinter mir liegt und all das, hat mich so stark gemacht.

Wie viele Gefühlsklärer befindet Jens sich im Rückzug und ich kann nur loslassen. Gründlichst habe ich mir sein gesamtes Gefüge angeschaut, mit allen gemeinsamen Freunden weiterhin Kontakt und Gespräche, soweit es bei den geltenden Einschränkungen möglich ist. Und lasse los. Zulassen ist eine Form der Meisterschaft.

Erlaube mir dir eine Geschichte zu erzählen: Es gab einen Mann dessen Frau ihn betrogen hat. Mit seinem besten Freund. Und er reagierte gelassen und voller Liebe.

Dann hat ihn seine Frau verlassen. Und er reagierte gelassen und voller Liebe.

Dann haben ihn seine Kinder für alles die Schuld gegeben. Und er reagierte gelassen und voller Liebe.

Er lies allen Besitz los, und ging in ein Zen Kloster. Der König der Dämonen berief seine Gefolgschaft ein. Was macht ihr? Ich hatte euch befohlen diesen Mann auf keinen Fall aus den Augen zu lassen.

Wir müssen jeden einzelnen Menschen davon abhalten Erleuchtung zu erlangen und ins Licht zu kommen. Wir können es uns nicht leisten einen einzige Menschen an das Licht zu verlieren.

Die Dämonen versicherten ihrem Herrscher: „Herr, wir haben alles getan was in unserer Macht stand. Wir waren es die dafür gesorgt haben das seine Frau ihn mit seinem besten Freund betrogen hat. Wir haben sie dazu gebracht ihn zu verlassen. Wir haben seine Kinder gegen ihn aufgebracht. Nichts hat ihn aus der Fassung und der Liebe gebracht. Wir wollten ihn auch mit allen Mitteln davon abhalten ins Zen Kloster zu gehen. Nichts hat geholfen.

Der Herrscher der Dämonen schickte nun seine besten Gefolgsleute aus, um diesen Mann erneut zu versuchen. Der war mittlerweile im Kloster und kümmerte sich jeden Tag um den Zen Garten. Er rächte die Kieselsteine im Garten mit großer Geduld und Achtsamkeit, und saß dann stundenlang auf einem Stein in Stille, und im absoluten Frieden.

Seine Schwingung war so hoch, das er manchmal unsichtbar wurde. Die Dämonen fanden ihn im Zen Garten, nach getaner Arbeit, und beobachtete wie er still auf seinem Stein saß. Der frisch gerächte Kieselsteingarten vor ihm.

Die Dämonen waren für den Mönch unsichtbar, sie gruppierten sich um ihn herum, und sie schickten Wind. Der Mann bewegte sich nicht. Sie schickten sogar Regen. Der Mönch reagierte nicht, und verweilte im absoluten Frieden. Stundenlang geschah rein gar nichts, egal was sie versuchten.

Einer der Dämonen saß sehr nah am Mönch, etwas zu nah, und fing an sich in Licht aufzulösen. Die anderen Dämonen schnappten ihn gerade noch, und zogen in hinweg. „Pass auf! Komm ihm nicht zu nah, der ist ein echt harter Brocken.“

Sie waren sehr geduldig, und beobachteten, und observierten, und warteten auf eine Zeichen der Schwäche. Nichts geschah. Als sie schon aufgeben wollten, kam zufällig noch ein Windstoß. Und ein Baum verlor seine Blätter, und einen Zweig. Die Blätter flogen hinweg, doch der Zweig landete genau auf dem von ihm so sorgfältig gerächten Kieselsteinen.

Der Mönch öffnete die Augen, sah den Zweig, sprang auf und eilte ganz aufgeregt und nervös hin, um den Zweig zu entfernen. Die Dämonen schauten sich lächelnd an.

Sie hatten endlich seine Schwachstelle gefunden

Und als der Mönch sich wieder auf den Stein zum meditieren setzen wollte, entfachten sie eine Windstoß nach dem anderen. Unzählige Äste flogen in den Zen Garten. Der Mönch brauste vor Wut, und entfernte diese fluchend. Die Dämonen konnten nun zufrieden zu ihrem Meister zurückkehren, und ihm von ihren Erfolg berichten.

Sie hatten es geschafft, einen weiteren Menschen davon abzuhalten ins Licht zu kommen.

Meine Zweige wurden mir im Juli / August 2020 nochmal volles Programm um die Ohren gehauen… Was sind Deine Zweige?

Da nutze ich die Zeitqualität doch für meine eigene Entwicklung und stelle mir die Frage, ob es nicht ungenutzte Kraft in mir gibt, die ich nutzen soll, mit der ich erschaffen kann. Offenbar war mein erster diesbezüglicher Manifestationsversuch semi gelungen, denn als nächstes fiel bei mir zu Hause die Heizungsanlage aus und verursachte einen riesigen Wasserschaden. Ich durfte gedanklich also nochmals zurückwandern und mir überlegen, ob ich irgendwo eine Information übersehen hatte. Wenn etwas passiert, dann soll es genau so sein, sonst wäre es anders gekommen. Das Glück im Unglück waren mehrere Fehler, die im Zuge der Schadenregulierung mit behoben wurden und ich musste im Haus renovieren, die an sich noch nicht geplant waren. Mein Zuhause erfuhr also ein update, das ich noch gern geschoben hätte und verschaffte mir Schwung.

Es erwachte eine Facette in mir, die aufgrund anderweitiger Auslastung im Pause Modus war. Das Ehrenamt rief mich. Schon als Jugendliche war ich ehrenamtlich tätig und nun dachte ich, alte Fäden wieder aufnehmen zu wollen. Die Vereinsarbeit war mir also nicht fremd und als ich im März 2020 gefragt wurde, ob ich bei den freien Wählern in meiner Stadt aktiv sein wollte, musste ich nicht lange überlegen.

Plötzlich hatte ich ein Gefühl von vollendetem Heim, vollendetem Job, vollendeter Familie und ich spürte eine Lücke. Ich nahm eine Kraftreserve in mir wahr, die wie eine Abenteurerin Lust auf eine ganz neue Erfahrung hatte. Viele Leute sprechen ja davon, dass Corona ein Geschenk sei, weil man plötzlich Zeit hätte für Neues. Da war es also, das Neue. Ich entschied mich für Lokalpolitik. Die Menschen aus diesem Bündnis kannte ich bereits eine Weile, ein befreundeter Polizeikommissar, der coronabedingt remontierte, aktivierte meinen Wunsch, in dieser Zeit meine Stimme zu erheben und aus dem Nebel des Schweigens hervorzutreten. Ich empfand es als Pflicht, denn wir sind inkarniert, um einen Unterschied zu machen.

So begann also eine völlig neue Episode für mich. Meine Stimme erheben zu wollen ging parallel mit dem Zeigen des eigenen Gesichtes. Ich bin nun auf Plakaten. Hätte ich mir auch nie träumen lassen. Ich habe jahrzehntelang in verschiedensten Bereichen gearbeitet, Bank, Verein, Baubranche, und kann dieses vielfältige Wissen gern der kommunalen Politik zur Verfügung stellen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich Stadtverordnete werde, ist sehr groß. Ich habe nicht vor, mir den Mund verbieten zu lassen sondern möchte eher offen darauf hinweisen, dass Beleidigungen einer sachlichen Debatte nicht dienlich sind.

Nebenher bin ich mit einem Mann in Kontakt, der weder meinem bisherigen Beuteschema entspricht, noch mein sonstiges girlie-Verhalten weckt. Wir kennen uns bereits seit Jahren, sind uns immer mal wieder über den Weg gelaufen – resonanzlos. Bis auf den einen Tag, an dem wir uns über den Weg liefen und er mich ansprach: „Mensch Anja, das ist ja ja toll, dass ich Dich hier treffe. Das Universum wollte das wohl so. Noch heute Morgen hatte ich für mich gedacht, ich sollte Dich mal anrufen und hören, wie es Dir geht.“ Seitdem haben wir uns schon einige Male getroffen und nähern uns, stellen Gemeinsamkeiten fest und ich nehme ihn als meinen Spiegel war. Er ist genau wie ich, nur männlich. Ich bin inzwischen so im Vertrauen, dass ich aktionslos in Empfang nehmen kann, was jetzt auf meinen Weg gehört.

Ich verstehe Deine Ablehnung nicht.

Ich erreiche Dich auf Deiner schwarz-weiß Insel nicht.

Ich scheine bedrohlich zu sein.

Ich erinnere an Gefühl & Tiefe.

Ich bin nicht das Bild, das Du Dir machtest.

Ich spreche eine andere Sprache.

Ich schaffe es nicht, diese unsere Gegensätze zu vereinen.

Ich bin nicht die Heilung & Ruhe, die Du brauchst.

Ich bin out of area.

Der Seelenschmerz des Mannes löst sich nur in bedingungsloser Liebe mit seiner Seelenfrau auf.

Crazy women - Herzweg

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