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Ein PHILOSOPH wird frech.

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ZEROZASTER. (Unehelicher Sohn Nietzsches.)

Der weltberühmte Philosoph Konrad Paul Lissmann rutschte auf reaktionären Abwegen in den existentiellen Abgrund. Auf Grund eines Gerüchtes kauften unser Sozial-Spione ein Werk des Philosophen.

Auf der Seite 17 von „Schuld und Sühne“ des subversiv-bourgeoisen Machwerks lasen wir die politischen Slogans von der konservativen Propaganda-Front:

Lissmann: „Muss wirklich die Gesellschaft die Folgen für jene Schäden übernehmen, die Nikotinraucher, Weintrinker, Extremsportler und Drogensüchtige an ihrem Körper verursachen? Gehört es nicht zum Verantwortungsbereich des Individuums, für die Folgen … der selbstschädigenden Handlungen aufzukommen?“.

Darüber haben sich unsere Haus-Philosophen auch schon Gedanken gemacht. Denn: Wer kommt eigentlich für die Spital-Kosten der Mercedesfahrer auf, die Unfälle bauen? Oder die Schäden aus einem Finanz-Crash, die von den geldgierigen Spekulanten (Shareholdern und Bankern) angerichtet werden? Die solidarischen Milliardäre? Nein. Die Steuerzahler mussten die Banken „retten“. Die Politik veruntreut hunderte Milliarden. Die Schäden, die von den Säufern, Junkies und Rauchern verursacht werden, sind im Vergleich zu den Schäden, die von den Hasardeuren und den Idioten des Parlaments angerichtet werden, vernachlässigbare Bagatellen und ergeben ein Verhältnis von 1: 1000. Und wie steht es mit den Schäden, die von den Philosophen der Geschwätz-Kultur angerichtet werden? Zu denen auch Lissman zählt!

Eine Probe der Weisheit der Schriftgelehrten:

(Wohlgemerkt: Dafür werden sie (in Wien) auch noch mit Steuergeld-Appartements beschenkt.)

Der Philosoph Martin Heidegger meint in seinem epochalen Werk an einer Stelle:

„Das Spiegel-Spiel der weltenden Welt entringt dem Geringe des Ringes die eigenen Vier in das eigene Fügsame des Ringes ihres Wesens. Auf dem Spiegel-Spiel des Geringes des Ringes ereignet sich das Dingen der Dinge“.

Das ist leicht erkennbar Unsinn „an sich“. Für diesen hat er das dreifache Gehalt eines nützlichen Stahlarbeiters kassiert. Wie viel verdient eigentlich der Wiener Philosoph Liessman? Gibt es da kein Defizit zwischen Nutzen und Leistung? Doch. Ein anderer Philosoph (Norbert Bolz) stellt in der philosophischen Zeitschrift TUMULT fest:

„Geist kann man nicht habilitieren“ (Über Heidegger).

„Es ist unglaublich, dass sich mit so einer Arbeit, zu deren Abfassung nichts als großer Fleiß und Beherrschung der des scholastischen Lateins erforderlich ist, und die trotz aller philosophischen Aufmachung im Grunde nur ein Stück guter Übersetzungsarbeit ist, jemand habilitieren kann“.

Der Skandal ist eigentlich ein anderer. Bisher sind vier deutschen Ministern die Doktor-Titel aberkannt worden. Die Dunkelziffer ist wesentlich höher. Sie haben Unsinn aller Art nicht einmal selbst verfasst, sondern von anderen abgeschrieben. Sie hatten als Minister ein zehnmal so hohes Gehalt. Ohne dafür wegen Leistungsbetruges im Gefängnis zu landen.

Ich würde (als Stahlarbeiter) gerne einmal die Habilitationsschrift von Liessmann lesen, um zu sehen, welchen gesellschaftlichen Nutzen sie hat und ob nicht auch die akademische Garde durch Leistungsbetrug mehr Schäden anrichten als die Säufer, Süchtigen und Junkies zusammengenommen. Muss die Gesellschaft für die Schäden der kriminellen Eliten aufkommen?

Das Asyl

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