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1 Der Vorhang hebt sich
ОглавлениеAndy Butcher von der amerikanischen Zeitschrift Charisma schrieb einen wunderbaren Artikel über die Wiedereröffnung der Heilungsräume. Lassen Sie uns die Geschichte mit seinen Worten beginnen (Leitartikel des Charisma News Service vom 6. November 2000):
Heilungsdienst öffnet nach 80 Jahren
wieder seine Pforten
In den ehemaligen Heilungsräumen des Pioniers John G. Lake
in Spokane wird wieder für Kranke gebetet.
von Andy Butcher
Nach fast 80 Jahren Unterbrechung wurde ein wegweisender Heilungsdienst zu neuem Leben erweckt. In den Heilungsräumen in Spokane im Bundesstaat Washington, die an derselben Stelle eröffnet wurden, an der sich die Räume des bekannten Heilungsevangelisten John G. Lake im frühen 20. Jahrhundert befunden hatten, häufen sich die Berichte von körperlichen und psychischen Heilungen. Die Heilungsräume werden von ehrenamtlichen Betern aus den örtlichen Gemeinden betreut, die unter der Leitung des früheren Immobilienmaklers Cal Pierce stehen, der angibt, Gott habe ihn geführt, die Brunnen von Lakes Dienst „wieder auszuheben“. Pierce glaubt, dass eine neue Heilungswelle über das Land schwappen wird, um die Christen auf eine große Ernte vorzubereiten: „Wenn wir als Armee in den Kampf ziehen sollen, dann sicher nicht auf Krücken.“
Seit die Heilungsräume vor fast 18 Monaten ihren Dienst wieder aufgenommen haben, kamen über 5000 Menschen, um für sich beten zu lassen, einige sogar aus Übersee. Die Ärzte der Stadt haben bereits begonnen, Patienten an diesen Dienst zu überweisen. Die Mitarbeiter haben auch Hunderte von Tüchern versandt, für die gebetet worden war. In etwa einem Dutzend anderer Städte wurden weitere Heilungsräume eröffnet oder sind solche geplant.
„Wir sind hier weder gut als Seelsorger ausgebildet noch Spezialisten für den Befreiungsdienst. Unser Ansatz dreht sich vielmehr darum, dass wir darin geschult sind, die Gegenwart des Heiligen Geistes zu empfangen, der dann kommt und das Werk selbst in die Hand nimmt“, beschreibt Pierce die Arbeit. „Wenn er kommt, dann muss alles verschwinden, was nicht gesund ist. Demut und Einheit sind die Grundvoraussetzung, um die Gegenwart des Heiligen Geistes zu empfangen und ihn wirken zu lassen.“
Nachdem er 1996 in seiner vorherigen Gemeinde in Kalifornien eine prägende Begegnung mit Gott erlebt hatte, fühlte sich Pierce berufen, nach Spokane zu ziehen. Später gab er dann sein Geschäft auf, um in den vollzeitigen Dienst zu treten. Er suchte häufig das Grab von John Lake auf, um dort zu beten. „Es hatte mit dem Heiligen Geist zu tun und mit der Vollmacht dieses Mannes. Ich wusste, dass diese Kraft dem Leib Christi auch heute noch zur Verfügung steht.“ Er glaubte dann, er solle die Heilungsräume wieder eröffnen.
Zu seiner großen Verwunderung entdeckte Pierce, dass in der dritten Etage des Rookery Buildings in der Innenstadt von Spokane noch Räume frei waren – genau dort, wo Lake von 1914 bis 1920 gedient hatte. Der Dienst von Lake, der vorher Missionar in Afrika gewesen war, war zeitweise so erfolgreich, dass Spokane „die gesündeste Stadt Amerikas“ genannt wurde. Er träumte von einer ganzen Kette ähnlicher Heilungszentren in Amerika und hatte bereits ein weiteres in Portland/Oregon eröffnet, starb aber im Jahr 1935 an einem Schlaganfall.
Steve Goodenberger, der Kantor der Presbyterianer-Gemeinde aus Spokane hat heute noch Tränen in den Augen, wenn er erzählt, welchen Einfluss die neuen Heilungsräume auf seine Familie hatten. Die Schulausbildung von Keith, seinem Sohn im Teenageralter, litt stark unter dessen seit Jahren immer wieder auftretenden Migräneanfällen, gegen die es scheinbar keinerlei ärztliche Hilfe gab. Schließlich entschlossen sie sich, es mit den Heilungsräumen zu versuchen, und nach einigen Besuchen waren die Beschwerden vollständig verschwunden. „Seit dieser Zeit ist er wie neugeboren“, erzählt sein Vater. „Es hat unser Leben verändert.“
Ehe er die Heilungsräume aufsuchte, hatten die Ärzte Todd Callaghan aus Coeur d’Alene in Idaho nur noch eine sehr geringe Lebenserwartung eingeräumt, da er an einem äußerst seltenen genetischen Defekt litt. Seit aber regelmäßig für ihn gebetet werde, sagt er, seien die Schmerzen deutlich zurückgegangen. Mehrere krebsartige Geschwüre seien vollständig verschwunden oder zumindest geschrumpft. „Es hat mein Leben total verändert. Ich weiß nicht, ob ich sonst noch am Leben wäre.“
Zur Zeit sind die Heilungsräume vier Tage in der Woche geöffnet. Die acht separaten Räume werden von jeweils drei Mitarbeitern betreut, die Besucher empfangen und für sie beten. An den Wänden hängen Berichte über Heilungen. „Wir beten für die Einzelnen so lange, wie es nötig ist“, sagt Pierce. „Viele wurden sozusagen auch schon ‚im Gehen‘ geheilt.“