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»Für dich erblühend in Wonne …«

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Richard Wagner und Carrie Pringle

Die Affäre mit Mathilde Wesendonk liegt beinahe zwanzig Jahre zurück; jetzt ist auch des Meisters Leidenschaft für Judith Gautier am Verglimmen. Zwei Musen unterschiedlichen Typs: Hat die deutsche Industriellengattin mit ihrer leidenschaftlichen Hinwendung zu Richard Wagner vor allem dessen Werk befruchtet und nicht nur an den Wesendonk-Liedern, sondern am Entstehen des »Tristan« starken Anteil, so ist die Beziehung zu der französischen Schriftstellerin eine auch in erotischer Hinsicht voll ausgelebte Romanze. Nicht umsonst haben ihr die Pariser Freunde den Spitznamen »Orkan« verliehen: Wie im Sturm erobert die blühende junge Frau Herz und Sinne des siebenunddreißig Jahre Älteren, der sich seinerseits, um seine Virilität zu beweisen, zum Gockel macht und vor den Augen der Angebeteten auf die Bäume im Park von Wahnfried klettert, ja sogar an der Fassade des Hauses herumturnt.

Ausdrücklich nimmt der Dreiundsechzigjährige das Recht auf »Kindereien« für sich in Anspruch, und weilt Judith, mit der er sich in ihrem Bayreuther Versteck vergnügt, außer Landes, so überschüttet er sie nicht nur mit glühenden Liebesbriefen, sondern auch mit den absonderlichsten Wünschen. Einmal soll sie ihm aus Paris Riechkissen schicken, die er sich zwischen die Leibwäsche legen will, um von ihrem Duft inspiriert zu werden, dann wiederum verlangt er nach einer geblümten Decke für seine Chaiselongue, der er den Namen »Judith« gibt.

Beide Liebenden sind verheiratet: sie mit dem Schriftsteller Catulle Mendès, er seit 1870 mit der vierundzwanzig Jahre jüngeren Cosima von Bülow. Die Briefe, die man miteinander wechselt, gehen also über einen Vertrauensmann. Erst, als die Beziehung der beiden Ehebrecher abkühlt, wird Cosima in die »amour fou« eingeweiht und schließlich sogar selber mit der Fortführung der Korrespondenz betraut.

In die Rolle der stillen Dulderin, die die Affären ihres exzentrischen Mannes wortlos hinnimmt und den Kummer über dessen Seitensprünge in sich hineinfrißt, muß Frau Wagner freilich erst hineinwachsen. »Ich leide, und ich verschwinde, um mein Leiden zu verbergen!« schreibt sie in ihr Tagebuch. Was ihr dabei hilft, ist ihr eigenes schlechtes Gewissen: Als streng erzogene Katholikin erblickt Cosima in ihren Seelenqualen die gerechte Strafe dafür, daß sie selber ein Kind der Sünde und auch ihre Beziehung zu Wagner anfänglich bigamistischer Natur ist.

Jetzt, wo der Meister die Arbeit an seinem »Welt-Abschiedswerk«, an der Partitur des Bühnenweihfestspiels »Parsifal« aufgenommen hat, kann Cosima Wagner hoffen, daß es mit den außerehelichen Eskapaden ihres Herzallerliebsten vielleicht doch ein Ende hat. Man verbringt glückliche Tage miteinander, die glücklichsten seit Jahren, und kein Mensch kann ahnen, daß ausgerechnet die Fabel vom »reinen Toren« Parsifal, der sich den Versuchungen der »Frauenminne« mit allen Mitteln widersetzt, bei Wagner neue amouröse Verstrickungen auslöst. Verstrickungen, die sogar sein nahes Ende beschleunigen werden …

Parsifal, zweiter Aufzug. Wagners Bühnenheld betritt Klingsors Zaubergarten, lustvoll erwartet von einer Schar verführerischer Blumenmädchen. Von allen Seiten stürzen sie herbei; vom Waffenlärm aufgeschreckt, erwachen sie aus ihrem Schlaf und sehen sich von ihren zur Verteidigung des Schlosses ausrückenden Geliebten verlassen. Da ist ihnen der schöne Jüngling, der da in ihr Reich eindringt, eine willkommene Beute: »Dir zu Wonn’ und Labe gilt mein minniges Mühen!« Halbnackt, nur mit rasch übergeworfenen Gewändern, umschmeicheln und umwerben sie ihn. Doch der für weibliche Verführungskünste Unempfängliche wehrt ihre Zudringlichkeiten ab und setzt, als alles Widerstreben nichts hilft, zur Flucht an …

Fast vier Jahre nimmt die Arbeit am »Parsifal« in Anspruch: Am 13. Januar 1881 legt Wagner den Federhalter aus der Hand, die Partitur der Letztfassung ist abgeschlossen. Jetzt geht es um die Besetzung der einzelnen Rollen; für 26. Juli 1882 ist die Uraufführung vorgesehen.

Auch von den Blumenmädchen aus dem zweiten Akt hat er eine klare Vorstellung: »Ich verlange nicht weniger als sechs Sängerinnen ersten Ranges. Sie müssen von gleicher Stimme und Stimmlage sein – und dazu hübsche, schlankgewachsene Frauenzimmer.«

Wagner selber trifft die Auswahl, eine nach der anderen finden sich die Bewerberinnen in Bayreuth zum Vorstellungstermin ein. Am 5. August ist eine gewisse Carrie Pringle an der Reihe; sie ist für eine der drei »Solo-Blumen« der ersten Gruppe vorgesehen. Frl. Pringle ist eine Engländerin von Mitte zwanzig, die ihr Gesangsstudium in Italien absolviert hat. Fürs Vorsingen hat sie Webers »Freischütz« gewählt; Frau Cosima, die den Auftritt im Musiksalon von Haus Wahnfried mitverfolgt und auch in ihrem Tagebuch festhalten wird, bescheinigt der Kandidatin, sie habe die Arie der Agathe »recht erträglich« gesungen.

Ganz anderer Ansicht ist Wagner: Er zeigt sich von der Stimme und nicht minder von der bezaubernden Erscheinung der gertenschlanken Person mit dem Schwanenhals, dem brünetten Wuschelkopf und der kecken Stupsnase hingerissen, und seine Begeisterung steigert sich noch, als sie im Jahr darauf nach Bayreuth wiederkehrt und bei den am 2. Juli 1882 einsetzenden Proben mit der fertig einstudierten Partie auf der Bühne steht.

Doch noch ist es nicht soweit: Eine Reihe anderer Ereignisse zieht vorübergehend Wagners Interesse auf sich, und so manches davon geht ihm gleichfalls unter die Haut. Da ist zum Beispiel der Ausflug, der ihn samt Familie – man weilt wieder einmal im geliebten Italien – von Amalfi ins nahe Ravello führt, wo die Besichtigung des berühmten Palazzo Rufolo auf dem Programm steht. Im Eselskarren legt man das letzte Stück Wegstrecke zu dem halbverfallenen, im maurischen Stil des zwölften Jahrhunderts erbauten Schloß zurück; von dort geht’s über eine marmorne Treppe zu einem kleinen Rosengarten. Der Anblick der Blütenpracht, der romantischen Hecken, Nischen und Sitzbänke sowie der von Zypressen umstellten Pavillons versetzt die Reisegesellschaft in helles Entzücken, und Wagner, mit allen Gedanken beim zweiten Akt des »Parsifal«, schreibt ins Gästebuch: »Klingsors Zaubergarten ist gefunden!« Fehlen nur noch die Blumenmädchen …

Weniger bedeutet dem Meister die Begegnung mit dem Maler Auguste Renoir, der ihm während eines Sizilien-Aufenthaltes im palermitaner »Hôtel des Palmes« seine Aufwartung macht: Die erbetene Porträtsitzung wird gnädig gewährt. Wagner ist in einen Samtrock gehüllt, dessen breite Ärmel mit schwerem Atlas gefüttert sind. Man unterhält sich in einem kuriosen Gemisch aus Französisch und Deutsch, springt von einem Thema zum andern – Wagner hat keine Ahnung, mit welcher Berühmtheit er es zu tun hat. Und auch vom künstlerischen Ergebnis des fünfunddreißigminütigen Rencontre zeigt er sich wenig angetan: Wie der »Embryo eines Engels« komme er sich vor …

Große Probleme erwarten den Meister daheim in Bayreuth: Hochzufrieden mit der glücklichen Entwicklung seiner Seelenfreundschaft zu König Ludwig II., bedrückt es ihn umso mehr, daß er mit den Aufführungsrechten seiner Werke an den Münchner Hof gebunden ist. Was tun, damit man den »Parsifal« im Bayreuther Festspielhaus herausbringen kann? Die mühseligen Verhandlungen mit dem königlichen Generalintendanten Baron von Perfall zermürben ihn so sehr, daß er ernstlich erwägt, nach Amerika auszuwandern. Dort, so haben ihm seine Berater den Mund wässerig gemacht, würden ihm mit Sicherheit die finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt werden, um die Aufführungsrechte seiner Werke zurückzukaufen.

Wagner hat auch bereits sehr klare Vorstellungen von seinem Leben in der Neuen Welt: In Minnesota werde er sich niederlassen, werde ein Haus bauen und eine eigene Schule gründen, und den »Parsifal« werde er den Amerikanern widmen, damit diese im Gegenzug eine Million Dollar lockermachen. Daß es nicht zur Ausführung seiner Pläne kommt (die auf die Vermittlerdienste seines Zahnarztes Newell Jenkins zurückgehen), liegt an den Kindern: Sie hängen an Bayreuth.

Es bleibt also dabei: »Parsifal« wird auf dem Grünen Hügel, in dem im Sommer 1876 eingeweihten Festspielhaus, aus der Taufe gehoben werden; die Vorarbeiten laufen an. Zuvor wird rasch noch – am 22. Mai 1882 – der neunundsechzigste Geburtstag gefeiert: Wagners Assistent Engelbert Humperdinck läßt einen Knabenchor aufmarschieren und erste Ausschnitte aus der »Parsifal«-Musik erklingen.

Wagners gute Laune während der unterdessen angelaufenen Bühnenproben erhält einen Dämpfer durch den plötzlichen Tod der geliebten Haushündin Molly. Die Kinder schaufeln ihr im Garten von Wahnfried ein Grab. Verdruß bereitet ihm auch der elende Zustand der Bayreuther Gastronomie; Wagner richtet diesbezüglich ein Protestschreiben an die Stadtväter: »Man sagt mir, daß im Hotel zur Sonne bei einer Table d’hôte zu sieben Mark nicht ein gesundes Stück Fleisch zu bekommen sei.«

Teils zur Premiere, teils zu einer der folgenden fünfzehn Vorstellungen haben sich illustre Gäste angesagt: Cosimas Vater Franz Liszt, die Kollegen Léo Delibes und Camille Saint-Saëns, die Damen Elisabeth Nietzsche, Lou von Salomé und Malvida von Meysenbug, der junge Gustav Mahler, der Kritiker Eduard Hanslick. Nur König Ludwig II. bleibt diesmal fern. Anton Bruckner weilt schon während der Vorbereitungszeit in Bayreuth, desgleichen der Sohn eines Münchner Hornisten, der gerade das Abitur bestanden hat – sein Name: Richard Strauss.

Als Dirigent der Uraufführung ist der Münchner Kapellmeister Hermann Levi vorgesehen. Daß einem Juden ein »christliches« Werk wie der »Parsifal« anvertraut sein soll und das bei einem Komponisten, der für seine antisemitischen Ausfälle bekannt ist, führt zu mancherlei Irritationen, die auch nicht vor übelster Verleumdung haltmachen: In einem anonymen Brief wird Levi bezichtigt, mit Cosima Wagner eine ehebrecherische Beziehung zu unterhalten. Um die leidige Sache vom Tisch zu haben, weiht Wagner den Maestro in die schmutzige Intrige ein, und es kostet ihn nicht geringe Mühe, den zu Unrecht Angeschwärzten bei der Stange zu halten: Mit den Worten »Sie sind und bleiben mein Parsifal-Dirigent« ruft er den zutiefst Gekränkten, der inzwischen ersucht hat, von seiner Aufgabe entbunden zu werden, zurück, und bei einem gemeinsamen Nachtmahl im Haus Wahnfried, wo auf Wagners ausdrücklichen Wunsch »hebräischer Wein« ausgeschenkt wird, werden auch die letzten Unstimmigkeiten aus dem Weg geräumt.

»Tiefe Ergriffenheit« – so lautet das übereinstimmende Urteil über die Reaktionen des Premierenpublikums: Der 26. Juli 1882, an dem sich zum erstenmal der Vorhang des Bühnenfestspielhauses Bayreuth für Richard Wagners Spätwerk »Parsifal« öffnet, kann also mit goldenen Lettern in die Annalen der europäischen Musikgeschichte eingetragen werden. Kurz nach sechzehn Uhr erklingen die Anfangstakte des Orchestervorspiels, um achtzehn Uhr dreißig beginnt der zweite, um zwanzig Uhr dreißig der dritte und letzte Akt. Der Meister selber hat Regie geführt, Paul von Joukowsky zeichnet für die Bühnendekorationen verantwortlich. Das Orchester setzt sich aus Mitgliedern des Münchner Hoftheaterensembles zusammen, die durch Musiker aus Berlin, Coburg, Darmstadt, Dessau, Hannover, Karlsruhe, Meiningen, Rotterdam, Schwerin, Weimar, Wien und Würzburg Verstärkung erhalten haben. Um den Verführungskünsten der Blumenmädchen, die sich in Klingsors Zaubergarten über den schönen Jüngling Parsifal hermachen sollen, die nötige Drastik zu verleihen, hat man eigens einen Choreographen beigezogen: Richard Fricke.

Der Mann scheint ganze Arbeit geleistet zu haben: Richard Wagner ist von der Szene im zweiten Akt derart hingerissen, daß er den sechs Schönen über das Auditorium hinweg »Bravo!« zuruft. Obwohl das Publikum, ganz auf Weihespiel eingestellt, den ungeschlachten Störenfried niederzischt (ohne zu ahnen, daß es der Meister höchstpersönlich ist, der aus seiner Loge den »fleurs du mal« lauthals Beifall spendet), wird sich das ungehörige Spektakel auch bei den Folgevorstellungen wiederholen.

Wer Wagner bei der Probenarbeit der vergangenen Wochen beobachtet hat, weiß den Grund für dessen überbordenden Enthusiasmus: Der Neunundsechzigjährige, dessen Lebensuhr in knapp sieben Monaten abgelaufen sein wird, hat sich ein letztes Mal verliebt. Die junge Engländerin Carrie Pringle, die der ersten Gruppe der Blumenmädchen angehört, hat es ihm angetan, und da stört es ihn auch nicht im mindesten, daß der Kostümbildner sie – ebenso wie die fünf anderen – in geschmacklose Fetzen gesteckt hat und auch die allzu grelle Dekoration des Zaubergartens beim Publikum auf Ablehnung stößt.

Umso vollendeter ist der Gesang der sechs Schönen: Ihr »Bist du uns hold, so bleib nicht fern!« könnte betörender nicht klingen – hierin sind sich Komponist und Publikum einig. Wagner hat freilich nur für eine von ihnen Augen, und das ist Carrie. Nichts kann ihn daran hindern, ihr »Des Gartens Zier und duftende Geister / im Lenz pflückt uns der Meister!« auf sich persönlich zu beziehen, und wenn es mit den Worten »Wir wachsen hier in Sommer und Sonne / für dich erblühend in Wonne« im Text weitergeht, weidet er sich an der Wunschvorstellung, selber derjenige zu sein, für den das lüsterne Zauberwesen »in Wonne erblüht«.

Niemandem, am wenigsten Frau Cosima, bleibt verborgen, was sich da anbahnt. Kann man es denn als normal abtun, daß Wagner bei den folgenden »Parsifal«-Vorstellungen fast nur noch dem Beginn des zweiten Aktes beiwohnt, um sich die Blumenmädchen-Szene anzusehen? Auch bei dem für den 3. August angesetzten Empfang in Wahnfried ist es einzig und allein das Frl. Pringle, mit dem der Meister scherzt und sich schließlich in eine der hinteren Ecken des Saales zurückzieht.

Was sich in diesen Tagen weiter rund um die zwei abspielt, bleibt ein streng gehütetes Familiengeheimnis: Sowohl Tochter Isolde, die sich, zu dieser Zeit ein Mädchen von siebzehn, in späteren Jahren zu dunklen Andeutungen hinreißen lassen wird, wie auch Gattin Cosima, die in ihrer verklausulierten Hieroglyphen-Schrift die Affäre in ihrem Tagebuch festhält, sind in die Vorgänge eingeweiht.

Auch Gerüchte von einer heimtückischen Attacke auf Wagners »Lieblingsblume« sickern durch: Soll es wirklich nur ein unglücklicher Zufall sein, daß Carrie Pringle bei einer der folgenden Vorstellungen über eine Schnur stolpert und mitten in ihrem Auftritt in einen der Bühnenabgründe stürzt? Leicht verletzt muß sie das Festspielhaus verlassen, eine eilends herbeigerufene Droschke bringt sie in das nahe dem Hofgarten gelegene Haus des Bayreuther Forstmeisters Fröhlich, wo sie einquartiert ist. Hat da womöglich jemand vom Bühnenpersonal »in höherem Auftrag« gehandelt, um der übermütigen Person einen Denkzettel zu verpassen?

Tatsache ist, daß Carrie Pringle in der folgenden Saison an die Mailander »Scala« engagiert wird, und es spricht alles dafür, daß sie ihren Karrieresprung der Fürsprache ihres einflußreichen Gönners zu verdanken hat. Ja, sogar bei seinem nächsten (und letzten) Venedig-Aufenthalt, zu dem Richard Wagner Mitte September aufbricht, will ihm das schöne Kind nicht aus dem Kopf: Maestro Hermann Levi, der inzwischen seine Tätigkeit am Teatro la Fenice aufgenommen hat, erhält Auftrag, Carrie Pringle zum Vorsingen nach Venedig einzuladen.

Das ist selbst für die stille Dulderin Cosima, die sich daran gewöhnt hat, ihrem Mann jedwede Schwäche durchgehen zu lassen, zu viel: Am Morgen des 12. Februar 1883 kommt es darüber zwischen den Eheleuten zum Krach. Am Tag darauf gegen fünfzehn Uhr erleidet der Neunundsechzigjährige eine Herzattacke, von der er sich nicht mehr erholt. Hausarzt Dr. Keppler, peinlich darauf bedacht, sich auf keinerlei »Vermutungen« einzulassen, lüftet gleichwohl, was die Todesursache seines Patienten betrifft, einen Zipfel des Geheimnisses, indem er unzweideutig zu Protokoll gibt, »psychische Aufregungen« hätten Wagners Ende beschleunigt. Psychische Aufregungen – damit kann nur jene von Tochter Isolde bezeugte Auseinandersetzung ihrer Eltern gemeint sein, die ihren Grund in Carrie Pringles bevorstehendem Besuch in Venedig gehabt hat. Sie selber, das verführerische Blumenmädchen aus dem »Parsifal«, wird ihr Leben lang dazu schweigen.

Das späte Glück

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