Читать книгу Im Bett mit dem Teufel - Dolores Schmidinger - Страница 6
Vorgeschichte
ОглавлениеEr sitzt vor seinem Schreibtisch und schaut auf das Bild des absolut Bösen, auf die Fratze des Teufels. »Ahriman« heißt der Satan bei den »Gnostischen Heilsbringern«, bei seiner spirituellen Gemeinschaft. Ahriman ist der Geist, der alles Schlechte repräsentiert.
Die Teufelsfratze ist die Kopie eines Gemäldes, das jemand gefertigt haben muss, der das Böse selber gespürt hat. Ein schreckliches Gesicht, zu einer Grimasse verzogen. Das Maul ist voll mit gelben Zähnen, die eine Augenhöhle ist leer und aus der anderen quillt ein Augapfel ohne Pupille.
Es ist keine schwarze Magie, mit dem Bild des Teufels zu meditieren, hat der Professor gesagt, das Böse ist notwendig, damit man sich für das Gute entscheiden kann.
Es ist Ahriman, der uns Luzifer geschickt hat, der in der Gestalt einer Schlange das unschuldige Weib verführt hat, die sinnlichen Triebe im Mann zu erwecken, und auf diese Weise die Sünde der Wollust über die Menschen gebracht hat.
Er träumt nachts von Ahriman, schreckliche Träume, die nicht enden wollen, er wird von einem tiefen Abgrund verschlungen, aus dem es kein Entkommen gibt.
Aber Ahriman hat noch nie zu ihm gesprochen.
Wenn er die Stimmen hört, kann er meistens nicht wahrnehmen, wem sie gehören, aber die eine, die boshafte, hohe, muss von Luzifer stammen, der über ihn spottet, wenn er wieder einmal sündige Gedanken verspürt hat.
Die Weiber sind die Posaunen des Teufels!
Darum ist es ein Dienst an der Menschheit, die wollüstigen Weiber auszurotten. Er wird es tun, er wird den Wunsch des Professors erfüllen und die Hure beseitigen, für den Professor würde er sie alle beseitigen, alle Huren dieser Welt.