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1.8 Zusatzuntersuchungen

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Radiologische und nuklearmedizinische Untersuchungen werden hinzugezogen, wenn die Abgrenzung zwischen einer idiopathischen Parkinson-Erkrankung und atypischen bzw. symptomatischen Parkinson-Syndromen oder anderen Erkrankungen durch die klinische Untersuchung alleine nicht sicher möglich ist.

Kernspintomographie/Computertomographie

Kernspintomographie (auch: Magnetresonanztomographie oder MRT) und Computertomographie (CT) erlauben eine Beurteilung von Intaktheit und Struktur des Gehirngewebes, wobei das MRT in vielen Fällen die genaueren Aussagen liefert. Hilfreich sind beide Untersuchungen insbesondere in der Abgrenzung symptomatischer oder atypischer Parkinson-Syndromevon der idiopathischen Parkinson-Erkrankung.

DaTSCAN®

Mit nuklearmedizinischen Methoden, zum Beispiel dem SPECT (Single-Photonen-Emissions-Computer-Tomographie) kann der Stoffwechsel von Botenstoffen im Gehirn untersucht werden. Bei der Abklärung einer Parkinson-Symptomatik ist besonders die Dichte der Dopamin-Transporter im Gehirn relevant, welche mit einer FP-CIT-SPECT-Untersuchung (Handelsname DaTSCAN®) sichtbar gemacht werden können. Hierzu werden radioaktive Markersubstanzen (vergleichbar einem Kontrastmittel) injiziert, die sich nach kurzer Zeit im Gehirn anreichern. Die Verteilung der Strahlung in den verschiedenen Hirnarealen erlaubt Rückschlüsse auf eine Verminderung der Dopamin-Transporterdichte und damit auf einen Untergang dopaminproduzierender Nervenzellen als Grundlage eines neurodegenerativen Parkinson-Syndroms.

Hieraus wird ersichtlich, dass ein DaTSCAN® v. a. zur Abgrenzung eines neurodegenerativen Parkinson-Syndroms von anderen Ursachen (z. B. einem essentiellen Tremor) dient, eine Unterscheidung zwischen idiopathischer Parkinson-Erkrankung und atypischen Parkinson-Syndromen ist nicht möglich. Darüber hinaus empfehlen Diagnose-Leitlinien die Durchführung eines DaTSCAN® insbesondere, wenn die Symptome sehr mild ausgeprägt sind, wenn motorische Kardinalsymptome ohne Bradykinese bestehen oder wenn das Alter der Betroffenen beim ersten Auftreten der Symptome untypisch niedrig ist.

Ultraschall

In einigen Zentren wird eine Ultraschall-Untersuchung des Gehirngewebes durchgeführt, da die Ultraschallwellen bei Betroffenen mit der idiopathischen Parkinson-Erkrankung in der Substantia nigra verstärkt reflektiert werden, was dann zu einer charakteristischen Veränderung des Ultraschall-Bildes führen kann.

Weitere Untersuchungen wie Labordiagnostik (Blut, Urin, Liquor), EEG (Hirnstromkurve) oder eine Doppler-/Duplexsonographie (Gefäßultraschall) erlauben in der Regel keine wegweisenden Aussagen zur Ursache einer Parkinson-Symptomatik. Diese Untersuchungen können aber zur Abklärung von Begleiterkrankungen notwendig und sinnvoll sein.

Pflege von Menschen mit Parkinson

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