Читать книгу Kinderkrankheiten natürlich behandeln - Georg Soldner - Страница 15
Wärme und Geborgenheit
ОглавлениеMit dem Tag der Geburt muss der kindliche Organismus seine Wärmebildung verdoppeln. Versuchen Sie, das gleichmäßig Umhüllende des Mutterleibes nachzuahmen. Es ist ratsam, zunächst mit dem Baby in der gleichmäßigen Wärme des Zimmers zu bleiben. Die ersten vier Wochen stellen eine Übergangsperiode dar, in der das Kind lernt, sich an die wechselnden Bedingungen außerhalb der Gebärmutter anzupassen.
Kleidung: Bodys aus Wolle ersparen Ihrem Kind in kühlen Jahreszeiten erhebliche Wärmeverluste und saugen zudem den Schweiß auf. Der Kopf macht 20 Prozent der Körperoberfläche des Neugeborenen aus: Ein Mützchen aus Baumwolle oder Batist schützt vor Wärmeverlust. Prüfen Sie immer wieder Händchen und Füßchen, ob sie kalt sind.
Sollte Ihr Neugeborenes eine starke oder länger anhaltende Gelbsucht haben, dann ist noch sorgfältiger auf konstante Wärme zu achten. Bei gesunden, reif geborenen Neugeborenen ist nur selten eine Fototherapie im Krankenhaus notwendig.
Der Schutz vor plötzlichem Kindstod (SIDS) wird am besten durch eine ausgeglichene Körpertemperatur erreicht. Sowohl Wärmestau als auch Unterkühlung sind schädlich. Außerdem hat sich die Rückenlage als vorteilhaft erwiesen und wird von fast allen Babys toleriert.
Schlafen sollte Ihr Baby in den ersten Lebensmonaten neben Ihrem Bett. Schläft Ihr Kind bei Ihnen im Elternbett, besteht die Gefahr der unbemerkten Überwärmung und damit ein erhöhtes Risiko des plötzlichen Kindstods. Eine gut gepolsterte Wiege eignet sich besonders. Wenn Ihr Kind unruhig wird, können Sie die Wiege vom Bett aus sanft bewegen, ohne aufzustehen. Das Wiegen ist immer noch das beste Beruhigungsmittel.
Wenn Sie Ihr Kind gut zudecken, dann kann das Zimmer normal temperiert sein und häufig gelüftet werden. Eine direkte Lichteinwirkung können Sie zunächst ein wenig dämpfen, zum Beispiel durch einen zarten, lichten »Himmel« über der Wiege.