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SECHS
Оглавление>>Wir sehen Beide in der Nacht ebenso gut wie am Tag, warum also schleichen wir jetzt, wo unzählige Leute uns sehen können um dieses Gebäude herum?<< Olga ist sichtlich genervt, was auf ihre Unsicherheit und Nervosität schließen lässt.
>>Beruhig dich<<, erwidert Nicole leise.
>>Nikolai hat uns die Pläne des Geländes und der Gebäude darauf überlassen, doch ich fühle mich sicherer, wenn ich mir die Anlage schon einmal bei Tageslicht ansehen kann. Jetzt sind auch die Tore geöffnet, sodass wir ungehinderten Zugang haben. Wenn wir nachts wiederkommen, können wir uns viel besser orientieren, da wir dann bereits wissen, wo sich zumindest die Gebäude innerhalb der Anlage befinden.<<
Während ich Olga aufkläre, warum ich mir alles bei Tageslicht ansehen möchte, kommt mir mein Verhalten plötzlich sehr bekannt vor. Ganz sicher erlebe ich eine solche Situation nicht das erste Mal. Erinnerungsfetzen tauchen auf. Ich sehe einen dichten Wald, eine hohe Einzäunung aus Holz mit Aussichttürmen und plötzlich wechselt das Bild und vor meinem inneren Auge erscheint ein Krankenhaus. Ärgerlich schüttle ich den Kopf um die verwirrenden Bilder loszuwerden und doch weiß ich instinktiv, dass dies Erinnerungen sind. Es ist nicht das erste Mal, dass ich ein Objekt bei Tageslicht betrachte, welches ich dann nachts aufsuchen möchte.
Olga sieht mich verwundert an, sie hat mein Kopfschütteln bemerkt.
Zu meinem eigenen Erstaunen stelle ich fest, dass ich Olga nichts davon erzählen möchte, was gerade passiert ist. Ich vertraue ihr, keine Frage, doch irgendetwas hält mich davon ab, meine Erinnerung mit ihr zu teilen, ich lüge sie deshalb an.
>>Mir kam eben der Gedanke, dass ich dich eigentlich nicht mit nehmen möchte, meine Kleine. Ich verstehe nicht, warum Nikolai so sehr darauf besteht, dass du mit dabei sein musst.<<
>>Das hatten wir schon mal<<, erwidert Olga leicht genervt.
>>Wir wissen nicht, mit wie vielen Leuten wir es zu tun bekommen und ich muss Nikolai recht geben, wir können es nicht riskieren, dass du in deren Hände gerätst. Ich werde dabei sein und dir den Rücken decken, mir macht das auch keinen Spaß, aber haben wir eine andere Wahl? Dieser Major wird nicht locker lassen. Er will uns Beide, oder doch zumindest eine von uns. Meine Entführung ist damals fehl geschlagen, zum Glück bist du im richtigen Moment aufgetaucht. Ich habe also noch etwas gut zu machen<<, fügt das Mädchen lächelnd hinzu.
>>Du hast ja recht<<, stimme ich Olga zu, >>dennoch finde ich, dass du für eine derartige Aktion einfach noch zu jung bist. Nicht aufregen<<, unterbreche ich den Einwand von Olga im Ansatz, >>ich habe schon verstanden, du lässt es dir nicht ausreden und ich muss mich damit abfinden.<<