Читать книгу Lehren der Liebe - Magda Heigl - Страница 4

Verschiedene Lebensvorstellungen

Оглавление

Kirchliche und weltliche Lebensmeinungen lagen im vorigen Jahrhundert im Gegensatz zueinander. Im Kirchlichen fällt dazu ein: Jungfräulichkeit, Klöster, Zölibat, die Lehren von der Seele, Moral und soziale Aufgaben. Im Gegensatz dazu wurde ein „Saus und Braus leben“ besungen und gefilmt. Der daraus folgende körperliche Ruin wurde jedoch nicht gezeigt und auch nicht das Elend, das durch diese Wirtschafterei überall in der Natur und in den Familien entstand. Als Trost wurden Film-Serien voll endloser Konflikte stundenlang am Fernseher beglotzt. Eine romantische Liebe wird in billigen Heftchen beschrieben und endet dort häufig mit dem Anziehen des Brautkleids.

So weiß keiner weiter, wenn es im Leben zu Schwierigkeiten kommt. Den passenden Rat gaben auch Tausende Filme kaum.

Folgende weise Worte bekamen moderne Propheten wie Jakob Lorber vor fast zweihundert Jahren, diktiert als „inneres Wort“:

„Die Liebe wohnt in der Seele der Menschen. Sie ist Geist. Sie ist die Königin und stammt vom Schöpfer als sein Geschenk und ist eigentlich sein Eigentum. Sie ist das Leben das belebt. Auch wenn der Mensch stirbt, lebt sie weiter. Ihre Mägde sind die Tugenden und Fähigkeiten des Menschen, ihre Dienerin ist der gute Wille. Ihr Knecht und ihr Schüler ist der Gedanke. Aus dem Geist kommt Kraft und Weisheit.“

Ohne dass der Mensch es bewusst zu wissen scheint, bringt er so viele Leben in Gefahr, wo seit der Industriezeit mit dem Ausbau der Städte das Verschwinden der Wälder, die Zerstörung der Flüsse kam. Das ist mittlerweile bekannt als Umweltschaden und Teil vieler Berufskrankheiten. Die kleine Brücke im Gehirn, wo der Übergang von „Wissen“ zur „Weisheit“ geschieht, hat aber kaum einer betreten und sein Leben geändert.

Früher gab es Hunderte Bauern mit einer Kuh. Im 20. Jahrhundert ist ein Landwirt stolz auf hundert Kühe. Es reicht ihm nicht, sein Land trägt zu wenig. Solche Unausgewogenheit hat Jahrzehnte keiner korrigiert. Mit dem Handy können heutige Kinder besser umgehen als die Großeltern. Wie man auf der Erde überleben kann, Gärten anlegt, Holz gewinnt, alle Werkzeuge und Bauteile aus Naturprodukten herstellt, kennen sie nicht.

Ich bringe das hier zur Sprache, weil das Hohelied das Denken trainiert und alles im Leben im Denken, Arbeit und Beziehung einer Art „Gewissensprüfung“ unterzieht.

Was wurde versprochen, was bewirkt?

 Weltweit höherer Lebensstandard, Überwindung von Hunger und Unterernährung Entstanden sind Umweltschaden, flächendeckend Krankheiten, Neid

 Verbesserung der Erzeugung, Verteilung von Agrarerzeugnissen Das Brot macht krank, die Früchte sind belastet, Tomaten schmecken wie Gurken

 Schaffung günstiger Lebensverhältnisse für die ländliche Bevölkerung Bauern bankrott, Subventionen umsonst

 Förderung weltwirtschaftlicher Entwicklung Klimaschaden durch Verkehr und Industrie

Das war das merkwürdige „unbewusste“ Gefühl auf solche Versprechen, wie das denn gehen soll. Der ungeheure Arbeitsdruck schlug sich in Verhältnisse der Familien nieder. Die Welt wurde lieblos. Das Verheerendste war der Eingriff in die kleinsten Bauteile. Atome und Enzyme wurden verändert und vieles mehr. Das wurde als Fortschritt gepriesen? Die Natur rebelliert, entlädt den Unmut in Stürmen, Katastrophen, Blitzen, und Erdbeben. Noch immer verstehen die Gelehrten dies nicht. Früher sagte man: Der Wink Gottes! Das halten sie für Aberglauben. Es sei nur der Klimawandel. Wo bleibt das Forschen was angerichtet wurde mit all dem Treiben, und wer zieht die Schlüsse? Es gab Forschungen, wie die Bäume unter der Radioaktivität leiden. Geworben wurde: Die Agrarindustrie hätte damit den Mehrertrag.

Die schädigende „Wirtschaftsweltanschauung“ gab es im Kommunismus ebenso wie im Kapitalismus. Im Kommunismus wurden die Religionen abgeschafft (aufgrund ihrer Schlechtigkeit, wie hämisch berichtet wurde). Die guten Seiten wären im Widerspruch zur Moral verachtenden Industrie gewesen.

Auch im Westen wurde die Religion allmählich ungültig. Aus Unkenntnis wurde gezweifelt. Der Wohlstand lenkte den Blick auf die materiellen Dinge. Gegen Habsucht, Herrschsucht, Hoffart wurde schon im Mittelalter gepredigt. Gebessert hat sich nicht viel. Es ist der Motor der Marktwirtschaft Gier, Geiz und Genuss. Rechtes Handeln ergibt ein gesundes und gutes Leben. Das war immer so, wird gezeigt auch in den Beispielen aus der Natur.

Es waren falsche Leitbilder, die den Zugang zu der alten Wissenschaft lahm legten, damit auch keine geordnete Basis für Neues bildeten, dafür Entgleisungen fast aller Wissenschaften. Wo ist die Forschung für „Mensch und Natur“. Alle haben ein „Herz“, nicht wahr?

Lehren der Liebe

Подняться наверх