Читать книгу SWITCH YOUR LIFE - Monica Deters - Страница 9
ОглавлениеProlog
Hast du manchmal das Gefühl, du bist „anders“? Anders als all die anderen? Anders als die Norm? Anders als die Menschen in der übrigen Gesellschaft?
Dann kann ich nur sagen: Herzlichen Glückwunsch! Das ist die allerbeste Voraussetzung für ein noch freieres Leben. Zumindest ist es eine herzliche Einladung dazu. Ob du sie annimmst, liegt an dir. Du musst es nicht, aber du kannst.
Ich selbst kenne das sehr gut. Schon von klein auf an erging es mir so. Ich hatte ganz ehrlich immer das Gefühl, alle anderen Menschen wären besser als ich. Ich habe mein „Anderssein“ immer als äußerst negativ empfunden. Als Makel. Als Minderwertigkeit. Es gibt unzählige Situationen in meinem Leben, in denen sich genau diese „Glaubenssätze“ widergespiegelt haben. Dann habe ich im Außen alles dafür getan, dass es keiner merkt. Dass ja keiner merkt, dass ich anders bin als die anderen. Dass ja keiner merkt, dass ich eigentlich gar nichts wert bin. Das ja keiner merkt, dass ich auch nicht liebenswert bin. Hat dann auch keiner gemerkt.
Somit habe ich gelernt, mich entsprechend anzupassen, um bloß nicht damit aufzufallen. Wenn ich etwas konnte, dann das! Ansonsten gab es äußerst schmerzhafte Konsequenzen. Egal, auf welcher Ebene, psychisch, physisch oder sozial.
Es brauchte in der Tat 7 große „heilige Arschtritte“, wie zum Beispiel der frühe Tod meiner Mutter, als ich 5 Jahre alt, oder dass mein Mann und ich keine Kinder bekommen konnten, oder dass ich zwei harte Entlassungen haben einstecken müssen, die mich dann doch endlich „aus dem Quark“ gebracht haben. Dann waren da auch noch die enorm vielen kleineren „heiligen Arschtritte“, wie der Verlust von Freundinnen, Trauerfälle oder Geldmangel, die auch immer wieder höllisch wehgetan und mich nicht in Ruhe gelassen haben. Und viele andere. Ich muss nicht alle aufzählen.
Von alleine hätte ich mich niemals verändert. Warum auch? Viel zu anstrengend! Ich bin nun mal ein faules Mädchen. Menschen sind grundsätzlich faul, aber ich halt besonders, was Veränderungen anbelangt.
Ich nenne die Schicksalsschläge „heilige Arschtritte“, weil die Arschtritte wirklich sehr wehgetan haben und heilig, weil immer ein großes Liebesgeschenk mit dabei war. Denn: Irgendwie war da eine Kraft (wahrscheinlich war ich es doch selbst), die mich immer wieder daran erinnert hat: VERÄNDERE ETWAS! DU BIST NOCH NICHT AUF DEINEM WEG. FINDE IHN. GEHE IHN. STELL DICH DEINEN THEMEN. DU KANNST MEHR! DU HAST EINE AUFGABE! DU BIST LIEBENSWERT. Ja toll … danke … nerv … ätz … keuch …
Außerdem ist da noch diese fordernde innere nicht zu stoppende Sehnsucht. Nach Anerkennung, nach Bestätigung, nach bedingungsloser Liebe. Kennst du das auch?
Ja, die Welt ist ein Spiegel! Eine meiner wichtigsten Lebenserkenntnisse ist: WIE INNEN – SO AUSSEN! Das, was du in dir trägst, begegnet dir im Außen – egal, über welche Umstände. Du ziehst es an. Die Menschen, Umstände, aber auch die Tiere sind deine sogenannten „Arschengel“, wie der Psychologe und spirituelle Lehrer Robert Betz immer sagt. Wenn etwas in dir aufgelöst werden möchte und du es erfolgreich ignorierst, dann wird es dich einholen und dir als „Geschenk“ durch andere gesendet. Immer wieder und immer wieder. Bis sich irgendwann sogar ein ganzes Lebensmuster zeigt. Was begegnet dir immer wieder im Leben? Anklagen? Menschen verlassen dich? Krankheiten? Ärger mit den Nachbarn? Du wirst nicht ernstgenommen? Ewiger Geldmangel? Je mehr du etwas „Blödes“ bei anderen Menschen entdeckst, über das du dich aufregst, umso mehr ist es in dir selbst vorhanden. Glaubst du nicht? Ist aber so.
Wie gehst du damit um? Ich selbst habe mich schon früh als Kind von meinen Gefühlen abschneiden müssen, damit ich im Leben einigermaßen zurechtkam. Das war meine persönliche Überlebensstrategie. Leider holt dich aber alles Verdrängte irgendwann wieder ein. Immer. Wirklich immer! Auch mich. Dabei war ich eigentlich megagut im Verdrängen!
Puh … ja, irgendwann habe auch ich mich auf die Suche nach meiner „Aufgabe im Leben“ gemacht. Ich fing an, mir sehr viele Fragen zu stellen. Diese Fragen beinhalteten ein ganz bestimmtes Wort, welches immer wieder auftauchte und welches man später auch auf meinen Grabstein zimmern kann: das WARUM!
• WARUM bin ich anders als die anderen?
• WARUM liebt mich keiner?
• WARUM sind alle anderen glücklich, nur ich nicht?
• WARUM passieren nur mir diese Dinge?
• WARUM bin nichts wert?
Nachdem ich jahrelang genug in Selbstmitleid gebadet hatte, haben sich die Fragen gewandelt und ein neues Wort kam dazu: das WAS!
• WAS kann ich tun, damit ich glücklicher werde?
• WAS kann ich tun, damit ich mich gebraucht fühle?
• WAS an mir ist liebenswert?
• WAS ist Liebe überhaupt?
• WAS möchte ich in meinem Leben arbeiten?
Wieder etwas später gesellte sich noch ein weiteres Wort zu mir: das WIE!
• WIE kann ich mein Leben verändern?
• WIE kann ich mir mein Leben so einrichten, dass es für mich persönlich lebenswert ist?
• WIE kann ich mich von meinen quälenden Blockaden und Selbstzweifeln befreien?
• WIE kann ich erfolgreich werden?
• WIE werde ich meine Schulden los?
• WIE werde ich glücklich?
Und dann kam letztlich noch das Zauberwort hinzu: Das WER!
• Wer kann mich unterstützen?
• Wer bringt mir das bei?
• Wer ist schon weiter als ich?
• Wer könnte mich lieben?
• Wer möchte das hören, was ich zu sagen habe?
Stelle auch du dir immer wieder gute Fragen, die dich weiterbringen. Fragen sind der Schlüssel zu deinen Antworten. Fragen bringen dich weiter. Fragen verändern dein Leben.
Wenn du ganz nach oben willst, musst du ganz nach unten gehen!
Aber ganz ehrlich: Das hat sehr viele Jahre meines Lebens gebraucht. So tief war ich unten. Glaube mir, ich habe gefühlt fast alle emotionalen, sozialen und materiellen Abgründe kennengelernt, die es in der Welt gibt. Aber heute weiß ich: Je tiefer du fällst, desto höher kannst du aufsteigen. Für dich ganz persönlich, nicht (nur) in der Karriere, sondern mit deiner ganzen Persönlichkeit. In deiner Haltung. In deiner Einstellung. In deinem ganzen Sein. In deiner Liebe. In deiner Bewusstheit. In deiner Klarheit. In deiner Aufgeräumtheit.
Das nennt man auch, die nächste Bewusstseinsstufe zu erreichen. Vielleicht geht es im Leben genau darum. Es gibt insgesamt 7 Bewusstseinsstufen, auf die ich in Kapitel 5 noch näher eingehen werde. Aber jetzt kommt’s: Am Ende ist immer die ZUFRIEDENHEIT der Schlüssel. Tiefe innere Zufriedenheit, die völlig unabhängig von Zeit, Geld, Partnern, Karriere und Status ist. Je tiefer du in deiner persönlichen Akzeptanz bist, desto weniger brauchst du etwas im Leben. Wobei ich durchaus immer noch schöne materielle Dinge liebe und schätze, wie mein gemütliches Haus, meine Einrichtung, mein Auto und so weiter. Ja … aber: Ich BRAUCHE sie nicht mehr. Ich mag sie nur. Das Fazit ist: Je weniger du brauchst, desto mehr bist du in der inneren Fülle. Und Fülle zieht Fülle an, Mangel zieht Mangel an. Das ist ein Naturgesetz. Genau das wolltest du nicht hören, oder?
Doch genauso verhält es sich auch mit den Menschen: Früher habe ich oft zu meinem Ex-Mann gesagt: „Schatz, ich liebe dich und ich brauche dich!“ Ja, ich habe ihn aufrichtig geliebt und er mich auch. 12 lange und wunderschöne Jahre lang. Aber letztlich haben wir uns immer stärker selbst begrenzt, bis wir beide fast gleichzeitig aus dem selbst gebauten Käfig ausbrechen wollten. Wie schade es ist, sich selbst Mauern zu setzen … Wenn es für das Paar okay ist und sich beide damit gut arrangiert haben, ist es natürlich in Ordnung. Aber je höher deine Bewusstseinsstufe ist, desto freier wirst du und desto weniger brauchst du. Auch in deiner Beziehung. Umso mehr lässt du auch den anderen frei. Freiheit in der Liebe. Hui…, was für eine Challenge. Aber es geht.
Viele junge Menschen wundern sich, warum das althergebrachte Beziehungskonstrukt bei vielen nicht mehr funktioniert. Sie sind einfach auf einem anderen Level als die Menschen vor 50 Jahren, für die Sicherheit (auch in der Ehe) noch ein überlebenswichtiges Modell war, was wirklich enorm nützlich war, wenn man sich überlegt, aus welchen unsicheren Zeiten die Menschen nach den beiden Kriegen gekommen sind. Es ist kein Makel, dass sich heute viele junge Menschen in diesem Konstrukt nicht mehr wieder- und wohlfinden, sondern eine klare gesellschaftliche Weiterentwicklung. Das ist ihnen manchmal selbst noch nicht klar, weil sie entsprechend geprägt wurden. Sie wünschen sich noch heute die alte Norm, weil sie es als gesellschaftliche Norm mitgegeben bekommen haben. Heute verstehe ich Partnerschaft komplett anders als früher, wie du in Kapitel 6 erfahren wirst.
Ich persönlich glaube nach meiner langen Lebensveränderungsreise, dass die Menschen, die genau dieses eingangs beschriebene „Außenseitergefühl“ von Anfang an kennen, genau die Menschen sind, die sich am meisten in ihrem Leben verändern. Das ist keine Wertung. Es ist nicht besser oder schlechter, wenn man sich verändert oder weiterentwickelt. Dennoch ist es eine große Herausforderung, seinen Weg zu finden. Einen Weg, der in der Regel ein anderer ist als sich die Familie, die Gesellschaft oder man selbst vorgestellt hat. Vielleicht hat es auch mit der Seelenreife zu tun, aber damit kenne ich mich zu wenig aus. Obwohl ich schon oft das Gefühl hatte, eine recht reife Seele zu haben, bin ich noch lange nicht am Ende meiner Reise. Denkst du das auch manchmal von dir?
Ich bin davon überzeugt, dass wir in einer Zeit und in einem Land leben, in der wir uns zum Glück das Leben so einrichten können, wie es uns gefällt. Das ist nicht nur ein besonderes Privileg, sondern eine ganz besondere Herausforderung und sogar eine echte Verantwortung. Geschenke sollte man annehmen und nicht an ihnen herummeckern. Du hast jetzt die Freiheit als Geschenk unter dem Baum liegen. Aber Freiheit ist gar nicht so leicht, wie man denkt. Ich sage ganz klar: Freiheit muss man lernen! In der Regel sind wir enormen Begrenzungen ausgesetzt, die wir uns selbst auferlegt haben oder in die wir geprägt wurden. Jetzt hat jeder die Chance, sich von dem zu befreien, was ihm nicht gefällt – auf jeder Ebene. Deshalb behandele ich in diesem Buch diese sieben Lebensbereiche, die mich selbst am meisten herausgefordert und mich enorm geprägt haben:
1. Stärkung der Persönlichkeit
2. Berufliche Erfüllung
3. Finanzielle Freiheit
4. Spirituelle Entwicklung
5. Emotionale Entlastung
6. Partnerschaftlicher Halt
7. Stabile Gesundheit
In diesem Buch möchte ich dir aus meiner eigenen Erfahrung aufzeigen, welche Möglichkeiten es gibt, Freiheiten zu entdecken und zu leben und wie du Freiheit lernen kannst. Wie du dir dein Leben noch viel schöner gestalten kannst, als du es dir in deinen kühnsten Träumen bisher ausgemalt hast. Aber: Es ist kein Fachbuch, sondern ein Ratgeberbuch.
Ich möchte dich an dieser Stelle beglückwünschen, dass du tatsächlich Lust hast, für dich einen Schritt weiterzugehen. Ansonsten würdest du diese Zeilen gar nicht lesen. Auch wenn der Weg dorthin äußerst schwierig sein kann. Muss er aber auch nicht. Manchmal hilft es schon, wenn dir vieles einfach nur bewusster wird. Bewusstsein ist sowieso einer der wichtigsten Schlüssel für Veränderung. Nicht vergessen: Du hast auch die Freiheit (da ist das Wort wieder), überhaupt nichts verändern oder dich weiterentwickeln zu müssen. Alles ist frei. Es ist nur deine Entscheidung.
Viele denken jetzt: „Ja, aber es ist doch total egoistisch sich die ganze Zeit mit sich selbst zu beschäftigen.“ Doch dann erinnere ich an die typische Flugzeug-Sicherheitsinstruktion der Flugbegleiter und Flugbegleiterinnen, die bei den Sauerstoffmasken immer sagen: „Helfen Sie erst sich selbst, bevor Sie anderen helfen!“ Erst wenn DU in deiner guten Kraft bist, kannst du für andere Menschen äußerst hilfreich sein. Also: Befolge den Sicherheitsanweisungen und helfe dir erst mal selbst, bevor du in die Welt gehst. Das ist nicht egoistisch, sondern sogar notwendig. Hiermit hast du die Erlaubnis von mir.
„Alle denken nur an sich, nur ich, ich denk an mich.“
Wenn du jetzt also wirklich Lust hast dein Leben viel selbstbestimmter zu leben und auf deinen persönlichen „Next-Level-Shit“ zu kommen, dann lade ich dich jetzt herzlich dazu ein, dieses Buch zu lesen. Ich habe es für dich geschrieben. Lies es entweder immer wieder sporadisch oder gezielt linear, also von Anfang bis Ende. Öffne dich für deine persönliche Freiheit. Auf jeder Ebene deines Lebens. Mit jeder Faser deines Körpers. Mit jeder Zelle deines Geistes. Mit jeder Emotion deiner Seele. Denn genau dann geschehen Wunder.
Und die wünsche ich dir von Herzen.
Also SWITCH YOUR LIFE.
Deine
Monica