Читать книгу Heinrich - null michelle_werner - Страница 7

Von ganz alleine verschwunden

Оглавление

Es dauerte fast drei Wochen, bis sich Willi wieder in der Bar blicken ließ. Er hatte ein Geschenk für Berta mitgebracht. Die Arme war völlig verschnupft, weil sie sich eine Grippe eingefangen hatte.

Willi erzählte ihr, dass es ganz besondere Tage mit seinen Eltern waren. Sie waren über das geschlossene Luigi auch gar nicht traurig, denn sie meinten, dass es damals zu ihnen gepasst hätte und seit dem Autobahnbau würde es sich sowieso nicht mehr rechnen.

Ein paar Tage später hatte man ihn verständigt, dass seine Eltern mitten auf dem See in einem Ruderboot aufgefunden wurden und dies im eisigen November. Niemand wusste, wie die beiden dorthin gekommen waren, denn sie konnten wegen ihrer Erkrankungen gar nicht mehr rudern und eine Strömung gab es auf diesem stillen Gewässer nicht. Wie auch immer, die Ärztin hatte ihm dann mitgeteilt, dass die beiden nicht gefroren hätten, denn sie waren offenbar schon auf der Fahrt dorthin friedlich eingeschlafen. Wahrscheinlich hätten sie irgendein Medikament eingenommen, aber das konnte nicht mehr nachgewiesen werden. Auf diese Weise war der Konflikt von ganz alleine verschwunden und Willi brauchte nichts zu tun. Das war wie ein richtiges Wunder für ihn.

Berta hörte ihm ruhig und gelassen zu, nur dass sie öfter niesen musste, aber dies fiel Willi weniger auf als ihr. Der grüne Engel fand es jedenfalls gut und die ‚wohltätig eingefangene Grippe‘ würde irgendwann auch wieder vergehen.

Heinrich

Подняться наверх