Читать книгу Brummi Vorlese- und Einschlafgeschichten - Silke Langer - Страница 14
ОглавлениеZehn Leut
Allein sag ich: »Nein!«
Zu Zweit bin ich bereit.
Zu Dritt bin ich fit.
Zu Viert wird galoppiert.
Zu Fünft wird geschimpft.
Zu Sechst wird gehext.
Zu Siebt wird gepiept.
Zu Acht wird gelacht.
Zu Neunt wird geweint.
Zu Zehnt wird gegähnt.
Die Tonnschleimmonsterfamilie
Die Mülltonneneltern Papa Theo und Mama Thea, Kind Schleimi und Baby Pupsi schlugen alle gleichzeitig die Augen auf. Sofort war ihnen totsterbenslangweilig. Ihr Dasein bestand nur im Müllsammeln und Schleim absondern.
Normalerweise erwachten sie jedes Jahr zu Weihnachten, wenn die Weihnachtsmärkte aufgebaut sind. Da gab es den meisten Müll und Dreck. Die Sanduhr neben Ihnen war bis zur Hälfte abgelaufen. Es müsste demnach erst ein halbes Jahr vergangen sein. Viel zu früh. Irgendetwas hatte ihre schnarchige, traumlose Ruhe gestört. Schlau sein gehörte definitiv nicht zu den herausragenden Charaktereigenschaften der Tonnschleimmonsterfamilie. Sie hörten nicht den Krach, der vom Jahrmarkt herüber kam.
»Müde«, nuschelten sie wie aus einem Munde, gähnten herzzerreißend und fielen in ihren todesähnlichen Schlaf zurück.
Dabei lag auf dem Markt reichlich Müll zum Sammeln. Sie hätten sich endlos vollfressen und jede Menge Schleim produzieren können. Das verpassten sie nun schlichtweg.
Denn, wenn die Tonnschleimmonsterfamilie keinen Müll frisst, wird sie schmaler und schmaler und schmaler. Bis sie komplett verschwunden ist ...
Und wer kümmert sich dann um den ganzen Unrat?
Baby Pupsi schlief als einziges Monster nicht sofort ein. Es hatte Hunger, übermächtigen Hunger. Zuerst wimmerte Baby Pupsi vor sich hin. Niemand reagierte. Da brüllte es so laut, dass im Toilettenhaus nebenan die Scheiben klirrten. Die ersten Flaschen im Umkreis zerbrachen. Da schlug Papa Theo die Augen verwundert auf. »Baby Pupsi was ist denn los?«
»HUNGÄÄÄÄR!«, plärrte das Baby.
Papa Theo rüttelte die anderen wach und zeigte auf das zappelnde Baby: »Da hat jemand Hunger.«
Überrascht bemerkte die Familie auf einmal, dass Jahrmarkt war. Eine Geruchsexplosion frischer Mülls erfüllte ihre Nasen und ließ sie selig grinsen. Tonnenmäßig rutschten sie nach vorn, damit sie reichlich Müll sammeln konnten.
Und das große Fressen begann.
Baby Pupsi hatte sie alle gerettet!
Karneval
Karneval, oh Gott, oh Gott.
Gibt es hauptsächlich im Pott.
Da lassen es die Jecken krachen,
bringen alle gern zum Lachen.
Jeder muss sich bunt verkleiden,
tunlichst Traurigkeit vermeiden.
Denn Lachen ist gesund,
das ist des Karnevals Grund.
Alle rufen Alaaf und Helau,
so richtig laut mit viel Radau.
Bald feiern sie ohne Sinn,
bis Aschermittwoch hin.