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Fragen beim Verhandeln über Diagnosen

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Wirklichkeitsfragen: Wer diagnostiziert was?

•Wer hat bereits eine Diagnose geäußert, und wie hat sich das auf die einzelnen Familienmitglieder ausgewirkt?

•Welche Gedanken, Hoffnungen oder Befürchtungen hat die Diagnose bei allen Beteiligten ausgelöst?

•Ist die Diagnose dem Kind gut bekommen?

Hypothetische Fragen: Nehmen wir einmal an …

•Nehmen wir einmal an, die Diagnose sei nicht gestellt worden. Wem ginge es dann besser, wem schlechter?

•Nehmen wir einmal an, es wäre eine andere Diagnose gestellt worden: Hätte das irgendwelche Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten der verschiedenen Familienmitglieder gehabt?

Zirkuläres Fragen: Über die Diagnose sprechen oder schweigen?

•Wenn Ihre Frau Ihren Sohn auf die Diagnose anspricht, bemüht sie sich dann mehr um ein angemessenes Verhalten oder weniger?

•Wenn deine Diagnose im Freundeskreis bekannt würde, hätten die Freunde dann mehr Verständnis für dich oder weniger? Würde der Kontakt zu ihnen enger, oder würden sie sich eher zurückziehen?

•Um eine möglichst präzise diagnostische Einordnung vornehmen zu können, muss man oft zwei oder drei Diagnosen stellen. Würden Sie das eher als eine große Belastung erleben oder eher als sorgfältiges und hilfreiches Bemühen?

•Inwiefern kann der Patient mit der Entscheidung des Diagnostikers gut leben?

•Was soll der Diagnostiker wem (nicht) mitteilen?

•Was will der Patient wem (nicht) mitteilen?

Problem- und lösungsorientierte Fragen: Wozu nützen und was behindern Diagnosen?

•Welche positiven Wirkungen hat die Diagnose (neue Chancen)?

•Welche negativen Nebenwirkungen hat sie (Einschränkungen, Stigmata)?

•Angenommen, die Diagnose könnte verändert werden: Welche Veränderung würde sie »lebbarer« machen?

Ängste von Kindern und Jugendlichen

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