Читать книгу Club Cuffs And Whips - Margaux Navara - Страница 5

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Ich bin ein nervliches Wrack an diesem Samstagabend. Mir fällt das Mascara herunter und der Pinsel verschmiert die Fliesen. Das erste Paar Strümpfe zerreißt. Ich weiß nicht, wie ich ohne Höschen, nur mit dem Mantel darüber, ins Taxi kommen soll, ohne möglichen Zuschauern meine rasierten Zonen zu zeigen. Wird sich der Taxifahrer beschweren, wenn ich einen feuchten Fleck auf seinem Polster hinterlasse? Ich steige zur Sicherheit hinten ein. Das Kunstleder fühlt sich eklig an auf meinen nackten Beinen, ich klebe fest. Igitt!

Habe ich schon erwähnt, dass mir zum Kotzen übel ist? Soll ich dem Fahrer sagen, dass ich umkehren will? Nein, diese Blöße gebe ich mir nicht. Und sonst auch keine, wenn ich den Mantel nur gut zusammenhalte. Ich bin so sehr bemüht, die Oberschenkel zusammenzupressen und mit einer Hand den Mantel festzuhalten, die andere auf meinem rebellierenden Magen, dass ich übersehe, dass oben der Ausschnitt aufklafft und es sehr deutlich wird, dass ich nichts drunter anhabe. Dem Kerl fallen bald die Augen aus dem Kopf und ich muss mit einem scharfen: „Aufpassen!“ wiederholt auf Hindernisse aufmerksam machen. Zumindest lenkt das Mit-Fahren mich so ab, dass ich meinen Magen vergesse und beinahe auch meine Nacktheit.

Er fragt, ob er mich abholen soll. Natürlich nicht! Ich muss ein anderes Unternehmen anrufen für die Heimfahrt, ich bezweifle, dass ich sonst in meine Wohnung gelange, ohne ihm zumindest einen runterzuholen. Aber warum sollte ich das für diesen Typen tun, wenn mich Männer in Frack erwarten? Vielleicht werde ich auch mitgenommen? Von meinem Prinzen? Ah, ich träume mich schon wieder schön und jung und unwiderstehlich!

Ich muss mein Passwort nennen, meine Identität wird überprüft und ich bin unsicher, ob ich nicht aus Versehen bei der örtlichen Polizeistation gelandet bin. Doch der Vorschlag des Mannes hinter dem Eingangstresen, ich könne mich in den Räumen gleich rechts ausziehen und meine Kleidung dort lassen, sagt mir, dass ich hier richtig bin – und vor lauter Aufregung diesen Punkt vergessen hatte. Ich hätte überhaupt nicht nackt fahren müssen, da in der Mail mit den Anweisungen stand, dass ich mich gleich am Eingang entkleiden könne. Nun ja, so geht es eben schneller und ich habe keine Druckstellen von String oder BH. Unaufmerksamkeit hat auch ihre Vorteile.

Meine Herzschlagrate liegt inzwischen bei circa 250, kurz vor einem Infarkt also. Und ich habe wirklich einen Fleck hinterlassen, zum Glück nur auf der Innenseite meines Mantels. Ich tauche schnell in die Toilette ab und wische mich einigermaßen trocken. Schlimm genug, mich nun endgültig zeigen zu müssen, da muss nicht gleich jeder sehen, dass ich es kaum erwarten kann!

In der Mail stand, dass die Männer zuerst anwesend sein müssen, die Frauen werden erst später eingelassen. Ich habe mir mit der Vorstellung, dass diese Männer dasitzen in ihren Anzügen, mit einem Glas in der Hand, die Beine lässig übereinandergeschlagen, und ich hereinmarschieren muss und vor aller Augen paradiere, ungefähr zehn Höhepunkte verschafft. Nun ist es tatsächlich so weit.

Oh Gott, ich sterbe. Nicht vor Scham, sondern vor Lust. Es ist genau wie in meinen Träumen. Die Tür wurde von einem Angestellten geöffnet, auch er gut gekleidet, aber in Weiß, wie ein Kellner, und da sitzen vielleicht ein Dutzend Männer. Ich kann sie nicht genau sehen, nicht weil es so dunkel ist, sondern weil sie vor meinen Augen verschwimmen. Ich habe eine Schwäche für einen gutgekleideten Mann – und nun sind da viele, alle im schwarzen Edelzwirn, weiße Hemden glänzen um die Wette, dezente Krawatten und sogar ein paar akkurat gebundene Fliegen schmücken die Kragen. Die Haare mit ordentlichem Schnitt, weiße Zähne blitzen – und dann applaudieren sie.

Ein weiterer weißgekleideter Angestellter gestikuliert und weist auf die Tür am Ende des Raumes hin. Ich schreite also hier vor all diesen Männern auf meinen Highheels, nur mit halterlosen, spitzenbesetzten Nahtstrümpfen bekleidet, durch den Raum. Ich bin nicht mehr feucht, ich tropfe beinahe. Bei jedem Schritt spüre ich, wie die Feuchtigkeit auf dem kurzen Stück nackter Haut meiner Oberschenkel verteilt wird. Kann eine Frau kommen nur von den Blicken der Männer? Der Weg ist endlos und doch viel zu kurz.

Im nächsten Raum ist die Quote etwas anders. Hier gibt es nur wenige Männer, die sich an eine Bar anlehnen, einige Frauen stehen dazwischen. Ich schaue mir erst einmal die Konkurrenz an. Die Erste hat eine Rubensfigur – im Vergleich zu ihr bin ich gertenschlank. Die Zweite hat hängende Brüste, eine Dritte ist sicher an die fünfzig, was nicht ganz zu verbergen ist. Mir fällt ein Stein vom Herzen. Ich bin nicht die Einzige mit Unzulänglichkeiten. Man hat die Frauen wohl nicht nach ihren Modelmaßen ausgesucht. Vielleicht gibt es nicht viele Models, die sich hier präsentieren wollen.

Ich bin froh darüber und überlege krampfhaft, was ich tun soll. Ein Glas Sekt wäre nicht schlecht, nur zur Beruhigung der Nerven. Ich schlendere also wie zufällig zur Bar und schaue den Barmann an, damit ich ihm meine Order nennen kann. Er beachtet mich nicht. Ich hebe die Hand. Er hätte Zeit, mich zu bedienen, aber er ignoriert meine Versuche zur Kontaktaufnahme. Lässt seinen Blick über mich schweifen, als wäre ich ein Möbelstück.

Der Mann neben mir betrachtet mich. Von oben bis unten. Ganz gemächlich. Ich lächle ihn ein wenig verzagt an. Wie fängt man hier eine Konversation an? Ach ja, der ignorante Barkeeper wäre ein gutes Thema.

„Ich hätte mir hier eine bessere Behandlung erwartet. Dieser Kerl scheint mich nicht zu beachten.“

Mein Nachbar kneift ein wenig die Augen zusammen. „Ich glaube nicht, dass es angebracht ist, dass du einen Mann beleidigst. Bist du neu hier?“

„Äh, ja, ich bin das erste Mal hier.“

„Hast du nicht die Information gelesen? Frauen haben hier und heute nichts zu sagen. Sie sind nicht zu ihrem eigenen Vergnügen hier. Dementsprechend werden sie auch nicht behandelt wie Gäste.“

„Nein?“, frage ich, obwohl mir siedend heiß einfällt, dass genau darauf in der Mail Bezug genommen wurde.

„Nein. Sie sind zum Gebrauch da.“

Wow. Wenn mir das da draußen in der wirklichen Welt ein Mann hingeworfen hätte, hätte ich ihm eine geknallt und vermutlich auch noch die Kronjuwelen poliert. Hier macht es mir die Knie weich und ich schwanke ein wenig unter dem Aufprall seiner Worte. Alleine die Vorstellung, ohne dass überhaupt etwas passiert ist, macht mich unglaublich heiß. Ich bin in meinem Traum gefangen und ich bin versucht, mich zu kneifen.

Er hat mich beobachtet, meine Reaktion abgeschätzt und jetzt hat er ein hämisches Lächeln auf den Lippen.

„Komm her, du darfst etwas trinken. Knie dich auf den Boden.“

Meine Ohren klingeln. Hat er das wirklich gesagt? Was wird er mir zu trinken anbieten? Noch während in meinem Hirn tausend Gedanken aufblitzen, sinke ich schon auf die Knie und schaue ihn erwartungsvoll an. Er nimmt sein Glas – ein Sektglas – und hält es an meine Lippen, während seine andere Hand sich um meine Kehle legt. Der kühle Sekt rinnt wie feinstes Quellwasser bei einer Verdurstenden über meine Lippen und durch meinen Hals, derweil seine Hand zart über die Haut streicht.

„Du wirst von mir noch anderes schlucken. Ich will, dass du Punkt zehn zu mir kommst. Keine Sekunde später!“

Er dreht sich weg und betrachtet ausgiebig die übrigen Frauen, ignoriert mich genauso wie der Barmann eben. Ich stehe unsicher auf und suche mit meinen Augen eine Uhr. Keine zu sehen. Es war neun, als ich angekommen bin, also kann es nicht so viel später sein. Wie soll ich wissen, wann es so weit ist? Und warum sollte ich zu ihm gehen? Vielleicht, weil er es so will? Mein Herz hat sich nochmals beschleunigt. Ich kriege nichts von dem mit, was um mich herum passiert. Ich sehe mich schon auf den Knien vor ihm, wie ich seine Hose öffne, ihn heraushole …

Eine Hand streicht mir über den Hintern. Eine andere fasst an eine Brust und zwickt mich in den steif abstehenden Nippel. Die Berührungen erden mich. Die Männer, die bisher in dem vorderen Raum als Empfangskomitee dienten, sind zu uns gestoßen. Nun wird klar, auf was ich mich hier eingelassen habe. Wir sind ein Dutzend Frauen. Höchstens. Und bestimmt dreißig Männer. Die nackten Körper der Frauen wirken im Gegensatz zu der feinen und formellen Kleidung der Männer noch nackter. Weißer. Schwächer. Hilfloser. Eine Übermacht der Anzugträger. Herrschaft der Hemden. Trotz Highheels sind die meisten Männer größer als die Frauen, scheinen sie nicht nur mit ihrer Überzahl zu erdrücken, sondern auch mit ihrer Körpergröße. Selbst die Rubensfigur sieht schmal und zerbrechlich aus zwischen den breiten Schultern.

Wollen sie uns Frauen mit ihrer schieren Körperlichkeit ersticken? Dazu kommen die Blicke. Abschätzende Blicke. Bewundernde Blicke. Vor allem aber gierige Blicke.

Es bilden sich Kreise aus, in deren Mittelpunkt jeweils eine Frau steht, drum herum eine Anzahl Männer, bei manchen mehr, bei anderen weniger. Die Lücken um mich herum schließen sich und ich kann nicht mehr sehen, was dort passiert. Ich bin umgeben von Anzugträgern. Sie fassen mich an, betasten mich, wie man Äpfel im Supermarkt anfasst. Ist sie prall? Ist die Haut glatt, ohne Druckstellen, ohne braune Flecken? Und dann: Ist sie reif?

Ja, ich habe Finger zwischen meinen Beinen. Ein anerkennendes Grunzen, Bemerkungen untereinander.

„Sie ist nass.“

„Mh, eine gute Wahl!“

„Sie trieft schon vor Erwartung!“

Ein Weiterer drängt sich mit breiten Schultern dazwischen. „Dreh dich um!“

Ich kann nicht anders. Ich drehe mich, fühle Hände auf mir, die mich berühren, meine Brüste, meinen Hintern, aber auch im Nacken, an den Hüften, den Beinen – einfach überall. Ein Finger in meinem Mund, widerstandslos aufgenommen, weil ich sowieso mit offenem Mund dastehe, keuche, beinahe hechele, hyperventiliere.

„Ruhig!“ Eine Hand hat mein Kinn ergriffen, zieht mich ein wenig näher, bis ich ihm in die Augen sehe. Und nur noch ihn sehe. Braune Augen, umgeben von langen Wimpern. „Ruhig atmen. Beruhige dich!“

Er hält mich mit seinem Blick fest, so lange, bis die Luft wieder in meine Lungen strömt und nicht im Hals stecken bleibt. Es ist derjenige, der mich aufgefordert hat, mich zu drehen. Ich nehme um ihn herum Bewegung wahr, aber ich sehe nur ihn. Männer kommen, andere gehen. Alle wollen fühlen, schauen, schmecken. Ich sehe, dass manche ihre Finger an mir benetzen, dann meinen Saft testen, als wäre ich eine Sahnetorte, deren Geschmack beurteilt werden muss. Ich produziere genug Feuchtigkeit für alle, wobei noch niemand tiefer eingedrungen ist, bisher waren die Berührungen nur oberflächlich.

So langsam fängt mein Hirn wieder an, zu arbeiten. Das ist die Kennenlernrunde. Jedem Mann soll Gelegenheit gegeben werden, die Frauen zu beurteilen, sich ein Bild zu machen, vielleicht schon eine Auswahl zu treffen. Frauen haben bis hierher keine Wahl. Ich habe mit dem Betreten dieses Raums mein Einverständnis gegeben, so berührt, befühlt, befingert, getestet zu werden. Es gibt Grenzen, zu denen sich die Männer verpflichtet haben, aber diese sind sehr hoch angesetzt. Erniedrigung ist erlaubt. Domination ist erlaubt, und damit ist mehr als Herumkommandieren gemeint. Es dürfen Paddel, Gerten und Flogger eingesetzt werden. Jede Menge Toys stehen zur Verfügung.

Frauen dürfen Nein sagen. Genau genommen dürfen sie nur Rot oder Gelb oder Grün sagen. Grün heißt: Mach weiter, am besten härter. Gelb heißt: Gönn mir eine Pause zum Durchschnaufen und überlege, ob du vielleicht etwas anderes ausprobieren möchtest. Nur bei Rot muss der Mann aufhören, mit was auch immer er gerade tut. Dafür sorgen zur Not die Angestellten.

Und wie immer gibt es Ausnahmen, aber das kommt erst später. Ich weiß noch nicht, ob ich das ausprobieren möchte. Ich werde sehen, wohin der Abend mich führt.

Eine Glocke ertönt, und das heißt, dass es Zeit ist für das erste „Spiel“. Frauen können sich zur Verfügung stellen zur Verlosung. Sie dürfen eine Zahl sagen. Genau so viele Gewinnerlose werden in die Lostrommel geworfen. Wer von den Männern Interesse hat, darf ein Los ziehen. Haben alle gezogen, werden die Lose geöffnet. Die Gewinner verschwinden mit der „Lady“ in einem der Séparées. Die erste Frau ist die etwa fünfzigjährige. Sie sagt laut und deutlich zwei. Es treten drei Männer vor. Ein Angestellter wirft drei Lose in einen silbernen Kelch, und die Männer greifen beherzt zu. Ein älterer, grauhaariger Mann und ein unscheinbarer, kleinerer, sind die Gewinner. Sie ziehen mit der Frau im Schlepptau von dannen.

Ich habe gebannt zugeschaut. Will ich das auch? Noch nicht. Vielleicht später. Es gibt noch mehr Auswahl. Eine weitere Frau nennt die Zahl eins. Zwei Männer treten gegeneinander an. Ich wende mich ab und schaue mir die Zuschauer genauer an. Mein Blick fällt auf den Mann von der Bar. Er schüttelt sein Handgelenk, so dass seine vermutlich teure Uhr darunter zum Vorschein kommt. Oh Gott!

Ich muss nicht die Zeiger erkennen können, um zu wissen, was die Stunde geschlagen hat. Sein Blick sagt alles. Ich gehe zu ihm, und ich muss aufpassen, dass ich nicht stolpere vor Eifer, zu ihm zu gelangen. Er ist nicht ganz mein Typ, aber seine Anweisung übt einen unwiderstehlichen Zwang aus. Ich muss zu ihm gehen. Ich muss gehorchen. Ich werde tun, was er verlangt, egal, was es ist.

Er dreht sich um und geht ein paar Schritte zu einer Gruppe von Loungesesseln, lässt sich in einem unbesetzten nieder und spreizt herausfordernd die Beine. Ich stelle mich dazwischen und versuche, nicht allzu eifrig zu wirken. Noch weiß ich nicht, ob er das will, was ich auch will.

„Hinknien! Und nun bedank dich für den Champagner.“

Oh, ja, er erfüllt meinen Wunsch. Ich öffne den Hosenschlitz und sein Gerät springt mir entgegen wie ein Springteufel aus der Dose. Er ist durchschnittlich groß und dick – zum Glück. Mit dem werde ich fertig. Womit ich nicht so leicht fertig werde, sind die Geräusche um mich herum, die mir sagen, dass wir gerade im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen.

Der Kerl fängt sogar eine Unterhaltung an mit einem der Männer.

„Sie scheint recht folgsam. Bin mal gespannt, wie sie sich macht.“

Ich muss abschalten. Mich nur auf ihn konzentrieren. Wenn ich genauer über das Bild nachdenke, das ich hier abgebe, nimmt vielleicht mein Fluchttrieb überhand. Adrenalin und andere Hormone streiten um die Vorherrschaft. Die Anderen gewinnen.

Ich schiebe die Haut nach unten, und seine Eichel präsentiert sich mir, dunkel, glänzend, glatt und geschmeidig. Ich brauche keine Spucke zu sammeln, sie ist mir schon längst im Mund zusammengelaufen, genau so viel, wie ich zwischen meinen Beinen produziere. Nur mit einem Unterschied – im Mund kann ich die überflüssige Menge herunterschlucken, dort unten läuft sie ungebremst aus mir.

Ja, ich weiß, dass man nicht ungeschützt mit Fremden Sex haben sollte, auch keinen Blowjob. Aber eine Bedingung für die Teilnahme war eine ärztliche Bescheinigung, die nicht älter als eine Woche sein durfte. Ich muss mich darauf verlassen, dass das genügt. Bezweifelte ich die Sicherheit einer solchen Bescheinigung, wäre ich nicht hier.

Ich entschließe mich zu einer Breitseite. Über den Punkt des Zögerns bin ich längst hinaus. Also stülpe ich meinen Mund über seine Erektion und lasse ihn bis zum Anschlag vordringen. Meine Lippen berühren den Bauch. Es rauscht in meinen Ohren. Nein, kein Rauschen. Applaus vermischt mit bewundernden Bemerkungen und einem heiseren Stöhnen des Schwanzanhängsels. Ich stelle mir einen Moment vor, wie die Männer hinter mir stehen. Wie sie aussehen. Wie ihre Organe anschwellen hinter dem feinen Stoff ihrer Hosen, wie ihre Nippel sich aufstellen unter den weißen Hemden. Genug, um mich so anzumachen, dass ich alles in diesen Blowjob stecke, einen Enthusiasmus, den ich sonst selten an den Tag lege.

Ich habe Erfolg. Schneller als erwartet explodiert er in mir, verteilt seinen Saft über meine Zunge, füllt den gesamten Mundraum, spült sich mit meinen krampfhaften Schlucken durch die Kehle nach unten. Sein erdiger Geschmack berauscht mich. Oder sind es die Geräusche um mich herum? Die hochglanzpolierten Schuhe, die goldglänzenden Uhren und Manschettenknöpfe?

Ich lehne mich zurück und er übernimmt es selbst, seinen nun erschlafften Penis in der Hose zu verstauen. Während ich mir noch die Lippen lecke, erscheint ein Glas vor meinen Augen. Es sieht zu perfekt aus, um echt zu sein, weshalb ich zögere, zuzugreifen. Glitzernde Tautropfen zieren das feine Kristall, drinnen steigen feinste Bläschen an die Oberfläche der blassgelben Füllung, winzigste Eruptionen dort, wo die Bläschen platzen und das Gas entweichen lassen. Ein zarter, blumiger Geruch mit einem Hauch von Vanille.

Eine Hand packt mich an der Kehle, genauso wie der Uhrträger mich gehalten hat. Dann wird mir das Glas an die Lippen gehalten und ich trinke durstig. Es ist vermutlich Champagner. Besserer als vorhin, vielleicht bin ich auch nur durstiger. Ich schaue auf und erkenne die braunen Augen. Mein dankbares Blinzeln wird mit einem Zwinkern beantwortet.

Was jetzt? Erneut ertönt der Gong und eine Frau posaunt ein provozierendes: „Drei!“ Sehr fordernd, die Rubenssche. Es finden sich zwei, so dass die Auslosung nur der Form halber passiert. Sie scheint enttäuscht und wirft mir einen bösen Blick zu. Ich? Was habe ich damit zu tun? Ich bin die mit dem Hüftspeck und dem großen Hintern! Da hilft auch die Bräune nicht drüber hinweg. Und die drei Kilo, die ich mehr vor Aufregung und Appetitlosigkeit abgenommen habe, reichen nicht, um aus mir eine Barbie zu machen.

Ein Stöhnen aus einer anderen Ecke zieht mich an. Eine blonde, kurzhaarige junge Frau kniet auf einem niedrigen Tisch, ihren Hintern hochgestreckt, und lässt sich von einem Mann befingern. Sie hat ein grünes Band an ihrem Strumpf, ein gleiches hat der Mann an seinem Handgelenk. Ah, ein Paar. Nur zum Schauen gekommen, und zum Gesehenwerden, aber nicht zum Mitspielen. Ich habe bisher noch gar nicht darauf geachtet. Nun sehe ich noch mehrere Bänder, jeweils in anderen Farben, so dass die Paare gut zuzuordnen sind. Nun, es gibt viele Interessensrichtungen im Bereich BDSM, und auch ein solches Event dient der Befriedigung aller möglichen Gelüste.

Der Uhrträger liebkost mich, oder zumindest tätschelt er mir die Wange wie einem Kind.

„Sehr schön, Kleines. Obwohl du ein Spanking verdient hättest, da du zu spät gekommen bist. Es war schon zwei nach zehn.“

„Das Spanking bekommt sie von mir. Wir wollen doch nicht die Erziehung entgleisen lassen!“

Braunauge hat gesprochen und packt mich gleich entschlossen am Arm. Ich folge ihm mit weichen Knien. Ja, der Abend scheint sich so zu entwickeln, wie ich es mir vorgestellt hatte. Er setzt sich auf einen Hocker und mit einem Dreh seiner Hand bin ich auf seinem Schoß – Kopf nach unten, Hintern in der Luft. Ich mache keinen Laut vor lauter Angst, er könnte ihn falsch interpretieren und am Ende noch die Wörter Gelb oder Rot heraushören.

Er legt eine Hand auf mein Kreuz. Sie fühlt sich warm an, schwer, ein Gewicht, das mich niederdrückt, unterdrückt, Zeichen für alles, was ich mir wünsche. Ich muss mich bewusst ermahnen, mich nicht auf der Stelle in diesen Kerl zu verknallen, nur weil er seine Hand auf mich gelegt hat. Er spielt nur. Mehr nicht!

Die Hand liegt ruhig und nichts passiert. Warum nicht? Was hat er vor? Muss er sich erst mental vorbereiten? Will er mehr Zuschauer?

„Kopf hoch!“, kommt sein Kommando und ich schaue zu ihm auf. Er grinst süffisant. „Halt das. Und ich denke, du solltest keinen Tropfen verschütten!“

Er drückt mir sein Champagnerglas in die Hand, das noch zur Hälfte gefüllt ist. War das der Grund für sein Zögern, dass er keinen Platz gefunden hat, um das Glas abzustellen? Sicher nicht, denn direkt neben mir steht ein niedriger Tisch für genau diesen Zweck.

Ich warte immer noch. Eigentlich hätte es längst losgehen können. Es ist irritierend, hier zu liegen, auf seinen harten Oberschenkeln, die sich keinen Zentimeter rühren, genauso wenig wie die Hand auf meinem Rücken. Ist das Bestrafung durch Langeweile? Sollte ich nun meine Untaten reflektieren, meine Reue bekunden, um Gnade betteln? Das Letztere hebe ich mir auf für den Fall, dass seine Schläge zu hart ausfallen. Meine Untat ist zur Genüge reflektiert. Ich war zu spät. Ich hatte keine Uhr. Außer dass ich mich auf die Instruktionen hätte besinnen können, in denen stand, dass die Verlosungen jeweils zur Viertelstunde stattfinden, die Erste um zehn Uhr. Was sonst ist also der Grund für das Warten? Schließlich hat er angekündigt, die Bestrafung übernehmen zu wollen - ich habe nicht darum gebeten! Warum wartet er dann und ist völlig passiv?

Gibt es eine wortlose Entsprechung für nervöses Geschwätz? Das ist es nämlich, was in meinem Kopf passiert. Ich schwätze mich selbst zu, reihe sinnlose Gedanken aneinander, alles nur, um mich von dem abzulenken, was mich erwartet. Sicher wäre es der Situation angemessener, wenn ich mich zusammenreißen, meine innere Mitte suchen, dann die Bestrafung mit so viel Grazie und Demut aufnehmen würde wie irgend möglich. Aber ich schaffe es nicht. Ich bin zu aufgeregt. Ein Spanking! Schon ewig her, das letzte Mal. Und nur, weil ich es dem aufgegabelten Kerl eindringlich empfohlen hatte. Dann allerdings war er begeistert bei der Sache, leider mit Unverstand gepaart. Er schlug auf die falschen Stellen. Zu hart. Zu ungenau. Zu unregelmäßig.

Ja, ich stelle Ansprüche. Keine gute Voraussetzung für die Suche nach einem Partner. Ich weiß genau, dass ich damit bei einem echten Mann auf erhebliche Schwierigkeiten stoßen würde. Aber einen solchen habe ich eben noch nicht kennengelernt und hoffte, dieses Defizit hier füllen zu können. Und nun liege ich auf dem Schoß eines völlig Untätigen, Passiven; vielleicht der Mittler des Clubs, der dafür sorgt, dass die Gäste es nicht zu weit treiben.

Au! Verdammt! Verdammt, verdammt, verdammt! Wieder Au! Wow, tut das weh! Der Kerl hat eine wirklich große Hand. Und Kraft! Au! Bisher war ich still geblieben, der Schock hatte nicht einmal für ein Jammern gereicht, aber ich weiß, dass ich gleich losschreien werde. Mein Mund steht schon offen, ich schnappe nach Luft, obwohl ich die Letzte noch nicht ausgeatmet habe.

Nichts. Kein weiterer Schlag. Nur ein missbilligendes: „Ts, ts!“ Dann nimmt er mir das Glas aus der Hand. Das Glas! Ich habe keine Sekunde mehr an das Glas gedacht und noch weniger an den Inhalt. Es ist leer, auf dem Tisch neben mir viele Spritzer. Ich beobachte fasziniert, wie immer noch vereinzelt Bläschen in den Pfützen platzen. Auch meine Blase ist geplatzt. Die Blase, in der ich mich befunden hatte, heimtückisch hervorgerufen von dem Mann, auf dessen Schoß ich liege, durch seine Passivität. Er ist schuld! Hätte er gleich zugeschlagen, wäre ich nicht so abgelenkt gewesen. So aber war ich abgetaucht, im trüben Wasser meiner Gedanken versunken, mit blöden Fragen beschäftigt, die er mir nicht beantworten wird, zumindest nicht mit Worten.

Seine Hand hat mir geantwortet, hat mich in die Realität zurück katapultiert und zugleich dafür gesorgt, dass ich ihm nun erst recht Grund zur Missbilligung gegeben habe. Das Glas ist leer, der Champagner tropft langsam zu Boden und alle meine Ansprüche gleich mit. Ich ahne, wenn auch nur zaghaft, was auf mich zukommt, wenn ich es mit einem dominanten Mann zu tun habe.

„Steh auf, bring das Glas weg und hol mir ein Neues!“

Ich krieche beinahe von seinem Schoß, fühle den Schmerz auf meinem Hintern aufflammen durch die Bewegung der Muskeln, doch es folgt kein erhebendes, abhebendes Glücksgefühl, wie ich es mir von meinem ersten richtigen Spanking erträumt hatte. Stattdessen nur eine Art Scham, so verwunderlich es mir auch selbst erscheint. Ja, ich schäme mich. Nicht wegen der Männer und Frauen um mich herum, die interessiert zugeschaut haben, sondern wegen meiner Zweifel, meiner Forderungen, meiner Unfähigkeit, Befehle auszuführen. Ist es nicht das, was ich wollte? Mir von einem Mann befehlen lassen?

Gleich beim ersten Mal auf ganzer Linie versagt. Nein, genau genommen beim zweiten Mal. Ich werde mich anstrengen müssen, wenn ich es besser machen will. Ich gehe also mit dem tropfenden Glas zur Theke. Und nun? Der Barmann hat vorhin nicht auf mich reagiert, wird er es jetzt tun? Ich traue mich kaum, aufzuschauen. Wie soll ich ihm meine Wünsche nennen?

Einer der Männer hilft mir. „Sag 'mein Herr' zu ihm, und schau zu Boden. Dann wird er dich schon beachten.“

Ich nicke und flüstere ein „Danke“, ehe ich das Glas über die Theke reiche und dann „Bitte, mein Herr, ein Glas Champagner“ murmle. Das Glas wird mir aus der Hand genommen. Ich schaue auf und sehe, dass der Barmann einen Blick mit meinem Spanker tauscht, dann nickt und seiner Aufgabe nachgeht. Puh, scheint so, als würde das zumindest gutgehen.

Er reicht mir ein Glas und beinahe hätte ich es verweigert, ehe ich mich eines Besseren besinne. Es ist kein schmaler Kelch, sondern eine Sektschale, wie sie irgendwann im letzten Jahrtausend üblich waren und heute absolut verpönt sind. Die Inkongruenz zwischen dem feinen Ambiente und diesem Glas verwirrt mich. Aber nein, ich werde keine Fragen stellen, die mir doch nur eine Abfuhr einhandeln würden.

Das Glas ist ziemlich voll und es braucht viel Konzentration, es ohne zu verschütten zu dem Spanker zu transportieren. Ich bin stolz darauf, dass ich auf hohen Absätzen laufen kann, doch dieser Transport ist trotzdem nicht einfach. Ich schwenke unwillkürlich meine Hüften, damit der Oberkörper stabil bleibt. Diverse Hände streicheln die so herausfordernd wackelnden Hinterbacken, aber ich lasse mich nicht ablenken.

„Benutz deine Titte zum Servieren.“

Was? Ich weiß nicht, ob mich seine Ausdrucksweise mehr schockt oder die Forderung. Wie soll das denn gehen? Über seine Wortwahl kann ich später nachdenken, das andere ist jetzt wichtiger. Soll ich das Glas etwa auf meine Brust stellen? Das hält nie! Ich erwähnte doch schon, dass meine Brüste etwas spitz zulaufen, nicht gerade die beste Unterlage für ein Glas.

„Ich will den Champagner von deinen Nippeln ablecken!“

Anscheinend hat er Mitleid mit mir einfältigem Weib. Oh, oh. Das habe ich noch nie gemacht! Meine Nippel versteifen sich auf circa Betonhärte. Deshalb also die Schale! Der Barmann wusste, was dieser Kerl wollte.

Meine Brüste fangen an zu prickeln, ohne dass sie überhaupt mit dem prickelnden Champagner in Berührung gekommen sind. Nun gut. Der Braunäugige hat sich bequem zurückgelehnt, ohne Zweifel, um mir meine Aufgabe zu erleichtern. Ich muss also nur die Spitze einer Brust eintauchen, dann kann er sie ablecken.

Der Champagner ist eiskalt und der dunkelrote Knopf an meiner linken Brust inzwischen so hart wie ein geschliffener Diamant. Mir wird heiß, ohne dass er mich überhaupt berührt hat. Ich beuge mich ein wenig vor, dann hebe ich mit der freien Hand meine Brust ein Stück an. Ich muss den Po nach hinten strecken, um auf die richtige Höhe zu kommen. Ein Tropfen fällt auf seine Backe, weil ich zu lange brauche. Er runzelt die Stirn.

„Leck das ab!“

Es fühlt sich seltsam an, aber ich tue es trotzdem. Ich lecke ihm über die Wange, spüre seine glatte Haut - er muss sich ganz frisch rasiert haben – schmecke ihn. Er lässt mich nicht genießen, sondern öffnet den Mund und erwartet die Erfüllung seines Befehls.

Der zweite Versuch klappt besser. Die heißen Lippen, die einen Teil meiner Brust umschließen, brennen beinahe auf der Haut. Der Gegensatz ist enorm. Er lässt nach wenigen Sekunden los und erwartet den nächsten Tropfen, denn mehr kann er unmöglich abbekommen.

Meine Knie werden weich, und die Haltung ist nur zum Teil daran schuld. Kälte, Hitze, Feuchtigkeit. Er lutscht meinen Nippel wie ein Eis, eine Mischung aus Lecken und Saugen. Oh Gott, wenn ich mich nur anfassen könnte, wenn ich die Hände freihätte, wäre ich schon explodiert. Oder implodiert, in dem Versuch, das Vergnügen und die Lust in mir zu behalten. Ich glaube, ich habe Gänsehaut am ganzen Körper, bis hinunter zu den Zehen.

„Genug.“

Er sagt es leise, so leise, dass ich es kaum verstehe. Das Rauschen in meinen Ohren übertönt so einiges. Beinahe hätte ich auch dieses Glas verschüttet, ich war so auf meinen Nippel konzentriert, dass ich die Haltung nur instinktiv aufrechterhalten habe. Gott sei dank, wer weiß, wie er reagiert hätte, wenn ich ihm die Flüssigkeit über seinen feinen Anzug geschüttet hätte?

„Die anderen Herrschaften möchten auch mal etwas abbekommen.“ Ich werde knallrot, und das ist mir seit der fünften Klasse nicht mehr passiert. Ich bin nicht der Typ errötende Jungfer. Immer gerade schauen, die Augenbrauen ein wenig hochgezogen, das blockt alle Versuche, mir Scham zu entlocken, ab. Bisher jedenfalls. Hier nicht. Heute nicht.

Die Loungegruppe ist jetzt voll besetzt. Fünf Männer sitzen erwartungsvoll da.

Es ist leichter bei ihnen. Warum? Keine Ahnung. Ich komme meiner Aufgabe mit der gleichen Selbstverständlichkeit nach wie jede Kellnerin, die ich kenne. Bis ich weiß, warum manche so tief in den Sitzen hängen. Nicht, um mehr Tropfen auffangen zu können. Nein, nur zum Benefit der anderen. Ich muss mich tiefer bücken, ergo wird mehr sichtbar. Meine Möse ist zur allgemeinen Besichtigung freigegeben und mein Arschloch auch. Nicht zum ersten Mal heute, aber sehr direkt, da ich den Sitznachbarn meinen Hintern quasi ins Gesicht halten muss, um an die erwartungsfroh geöffneten Münder zu kommen. Die Männer lutschen und saugen auch länger, manche knabbern und beißen. Ich verwende beide Nippel abwechselnd, so dass beide dunkelrot und geschwollen sind, bis der Letzte abwinkt. Das Spiel ist ausgereizt.

Wie die Kompassnadel vom Nordpol wird mein Blick von ihm angezogen. Er winkt mich zu sich.

Ein kurzer Fingerzeig genügt und ich knie vor ihm auf dem Boden. Braunauge nimmt mir das Glas aus der Hand, das immer noch über die Hälfte gefüllt ist. Er hält es mir an die Lippen und ich trinke durstig. Seine andere Hand liegt wieder an meiner Kehle, großflächig, ohne Druck.

Es ist ein seltsames Gefühl, sich von ihm mit einem Getränk versorgen zu lassen. Bisher hatte ich nur von sexuellen Handlungen geträumt, wenn es um Unterwerfung ging. Schwanz lutschen. Sich offen halten, sich binden lassen, immer zur Verfügung stehen. Und nun geht es um das Trinken. Ich ahne, dass er mir genauso auch Essen reichen würde. Bissen für Bissen würde ich ihm aus der Hand essen, wie ein gezähmter Hund oder ein dressiertes Pony. Eine Art der Unterwerfung, die faszinierend ist, mich tief berührt und zugleich verunsichert. Möchte ich das? Könnte ich so leben? Nein, lautet meine erste, instinktive Antwort. Und doch hocke ich hier, mache den Mund auf und schaue ihm tief in die Augen, während die Flüssigkeit mir die Kehle herabrinnt.

Nein, nein, ich will mich nicht verlieben. Nicht in einen völlig Fremden, den ich erst seit einer Stunde kenne. Genau genommen überhaupt nicht kenne, noch nicht einmal seinen Namen. Er will nur spielen. Und ich auch. Jawohl!

Oh, spielen will er!

„Bist du bereit für das obere Stockwerk?“, fragt er und ich nicke, als würde mein Kopf mit Fäden bewegt.

'Endlich', hätte ich fast gesagt, aber ich schaffe es, still zu bleiben. Der Gedanke an die Playrooms hat mich in den letzten Wochen genauso begleitet wie die Suche nach den Highheels. Die Regel ist einfach. Wenn ich mitgehe, stelle ich mich zur Verfügung. Nicht für ein wenig Anfassen oder einen Blowjob wie hier unten, sondern für alles, was den Herren so einfällt. Klar, wenn es zu weit geht, kann ich meine Ampelwörter einsetzen, aber grundsätzlich gebe ich meine Zustimmung zu allem.

Ein kleiner Schritt für den Herrn vor mir, aber ein riesiger Schritt für mich. Ich zittere innerlich und werde von Zweifeln überschwemmt. Hätte ich? Sollte ich? Oder lieber doch? Er spürt, was in mir vorgeht, vielleicht ist es auch sehr einfach abzulesen. „Ich brauche dein Wort. Sag mir, ob du bereit bist.“

Ich schlucke und obwohl ich eben erst etwas getrunken habe, ist mein Mund trocken wie ein Staubsaugerbeutel. Dann nicke ich wieder und nach einem Stirnrunzeln seinerseits antworte ich mit: „Ja, ich bin bereit.“

Seine Miene wird noch finsterer. „Das heißt: Ich bin bereit, mein Herr!“

Meine Augen sind sicher so groß wie Untertassen. Davon war in den Anweisungen keine Rede!

„Ich bin bereit, mein Herr!“, flüstere ich, aber es scheint ihm zu genügen. Er nickt kurz, dann packt er meinen Hinterkopf.

Mit einem schnellen Griff hat er meine Haare um seine Hand gewickelt und zieht daran. Es bleibt mir nichts anderes übrig, als ihm zu folgen. Auf den Knien, nein: auf allen Vieren! Es sind nur ein paar Schritte bis zur Treppe, für mich ist es ein unglaublich weiter Weg, den ich vielleicht ohne seine Führung nicht gegangen wäre. Einmal auf der Treppe wird es leichter. Was ist selbstverständlicher, als eine Treppe hinaufzukriechen? Nun - gehen vielleicht, aber das gesteht er mir nicht zu.

Ich höre Murmeln hinter mir, dann habe ich eine Hand auf meinem Hintern. Sie gleitet tiefer und ein Finger dringt in meine Möse. Die Männer folgen also und warten mit dem Anfassen nicht, bis wir oben angelangt sind.

„Sie ist reif, Jason! Du hast mal wieder richtig geschätzt.“

Ah, endlich ein Name, zumindest vermute ich, dass der Name zu dem Mann neben mir gehört. Ich muss leider gestehen, dass ich mehr als reif bin. Überreif. Saftig. Und so langsam an dem Punkt, an dem ich zu allem Ja sagen würde. Ein bisschen wie ein Rausch. Hat er mir etwas in den Champagner getan? Nein, ich bin nicht betrunken, nur trunken.

Endlich werde ich sehen, hören, fühlen, was es für Möglichkeiten gibt, was zwischen Mann und Frau noch geschehen kann außer Penetration oder einem Fick, um es einfacher auszudrücken. Meine Phantasie schlägt Purzelbäume und ich bald auch, weil ich stolpere, als nicht mehr nur ein Finger in mich stößt, sondern mehrere. Die Treppe hat endlich ein Ende. Hier oben ist eine Art Flur, in dem allerdings mehrere Ledersofas und Sessel aufgestellt sind. Dann öffnen sich verschiedene Türen. Nein, es gibt keine Türen, es sind offene Durchgänge. Die Räume dahinter sind nicht blendend hell, aber doch gut ausgeleuchtet. Keine Heimlichkeiten, kein Verschmelzen im Dunkeln. Hier will man sehen und gesehen werden. Im Gegensatz zu unten läuft hier oben Musik im Hintergrund, ein wenig dumpf, aber mit stampfendem Beat. Nichts, was ich erkenne, aber vielleicht ist mein Hirn auch nicht mehr aufnahmefähig für Musik.

Club Cuffs And Whips

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