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Bount warf den Wagenschlag zu.

Der Knall hallte wie ein Schuss durch die Tiefgarage. Bount betastete die Schwellungen seines Gesichts. Er sah aus wie Quasimodo, der Glöckner von Notre Dame. Wie hatte Carl Kilrain nur so verrückt sein können, ihm seine Wachhunde auf den Hals zu hetzen! Mit soviel Butter auf dem Kopf hätte er sich ganz anders verhalten müssen. Freundlich, entgegenkommend, jeden Verdacht durch ein umgängliches offenes Wesen von vornherein entkräftend. Aber Kilrain war den anderen Weg gegangen. Er hatte sich eingebildet, Bount mit Hilfe seiner Schlägerbrigade einschüchtern zu können. Doch da kannte er Bount Reiniger schlecht. So etwas hatte noch niemand geschafft und auch Kilrain würde das nicht gelingen.

Druck erzeugt Gegendruck, heißt es, und Bount hatte schon längst den Entschluss gefasst, sich voll dafür einzusetzen, dass Carl Kilrain auf der Schnauze landete.

Bount begab sich zum Fahrstuhl.

Sein Gang war nicht elastisch federnd wie sonst immer. Er ging mit steifen Gelenken und hängenden Schultern. Das Programm für den Rest des Abends hatte er bereits auf ein Minimum zusammengestrichen. Er wollte sich nur noch um seine Blessuren kümmern, einen dreistöckigen Drink nehmen und sich dann zu Bett begeben, um dem angeschlagenen Körper jene Ruhe angedeihen zu lassen, nach der er schmerzhaft verlangte.

Bount betrat den Lift und fuhr zur 14. Etage hoch. Durch seinen pochenden Kopf wirbelten unzählige Gedanken, die zum Teil noch unausgegoren waren. Eine Menge Pläne drängten sich ihm auf. Während er die Tür zu seinem Büro-Apartment aufschloss, versuchte er Ordnung in das geistige Wirrwarr zu bringen.

Der kommende Tag würde ihm sehr viel Arbeit bringen.

Und vielleicht die kleine Hoffnung hatte er jedenfalls, würde es ihm morgen gelingen nachzuweisen, dass Rick Brannon sich in seiner Hysterie an seinen Freund Carl Kilrain um Hilfe gewandt, und dass dieser tatsächlich geholfen hatte.

Das fehlende Glied in dieser Kette war jenes „Girl“, dessen Spur Bount Reiniger bis zum Club 21 verfolgen konnte.

Im Vorbeigehen warf Bount einen Blick auf den automatischen Anrufbeantworter. Es gehörte normalerweise zu seinen Gepflogenheiten, sich anzuhören, wer während seiner Abwesenheit versucht hatte, ihn telefonisch zu erreichen, egal, wie spät es war, wenn er nach Hause kam. Doch diesmal ließ er das Gerät links liegen, ohne deswegen ein schlechtes Gewissen zu haben. Er hatte sich vorgenommen, sich ausschließlich auf das Wesentliche zu konzentrieren, und das waren im Augenblick seine zahlreichen Blessuren.

Abgekämpft betrat er das als Wohnraum eingerichtete Apartmentzimmer, in dem er auch schlief.

Er machte Licht und im selben Moment sah er sie. Ihm fuhr ein Eissplitter ins Herz.

Auf seiner Schlafcouch saß das fehlende Glied. Das „Girl“, das Dave Booger den Schädel eingeschlagen hatte. Kein Zweifel war möglich. Das „Mädchen“ hielt einen Colt Diamondback in der Rechten. Die Waffe zielte auf Bounts Bauch, in dem sich in dieser Sekunde ein verdammt flaues Gefühl breitmachte.

Vier Mordfälle für den Schnüffler: N.Y.D. New York Detectives Sammelband 4 Krimis

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