Читать книгу Diskrete Affären - Amelie Wild - Страница 5

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Vorsichtig hatte sich Simon davongeschlichen, war in seinen Wagen gestiegen und zunächst einmal ziellos durch Starnberg gefahren, um seine aufgeputschten Nerven zur Ruhe kommen zu lassen.

Er war nun bereits mehrere Stunden hochgradig erregt!

Die Begegnung mit der attraktiven Verkäuferin im Blumenladen hatte ihn nicht mehr losgelassen. Die Sondervorstellung, die er soeben miterleben musste, versetzte ihn in einen Zustand, der kaum noch mit Worten zu beschreiben war.

Dieses Gefühl, zwischen Eifersucht und Erregung, hatte er früher nie kennengelernt. Nie hätte er es für möglich gehalten, dass es ihn derart erregen würde, wenn seine Ehefrau vor seinen Augen nach allen Regeln der Kunst dominiert und verprügelt wurde.

Anna betrog ihn. Sie war eine untreue Ehefrau! Aber Simon hatte Angst, seine Frau zu verlieren, die er so sehr liebte. Er war unschlüssig, ob er den Seitensprung seiner Ehefrau tolerieren sollte.


Um einen klaren Gedanken zu bekommen, fuhr er in die Starnberger Alm, sein Stammlokal. Da saß er nun in der alten Kneipe und starrte gedankenverloren das Weißbierglas.

Das Mobiliar im ältesten Gasthaus von Starnberg war bereits so vergilbt, dass es nur aus den fünfziger Jahren stammen konnte. Die Wirtin jedenfalls musste noch aus dieser Generation stammen. Mit mürrischem Gesicht zapfte sie souverän die Getränke, kassierte die Zechen und regelte die kleinen Meinungsverschiedenheiten, wie sie manchmal vorkamen. Sie herrschte unangefochten über ihr kleines Reich in der Schlossbergstraße.

Simon trank ein Bier nach dem anderen. Langsam begann der Alkohol seine Erregung zu dämpfen, seine verwirrten Gedanken wurden ruhiger.

Durch den Alkohol wurde seine Phantasie in Bewegung gesetzt. Er erinnerte sich daran, dass er stets ein paar sehr aufreizende Fotos von Anna bei sich trug, auf denen sie sich ganz leicht bekleidet oder nackt in teilweise schamlosen Posen präsentierte. Diese Bilder nahm er immer auf seine Seminare mit. So konnte er sich beim Anblick seiner attraktiven Frau selbst befriedigen, wenn er einsam im Hotelbett lag. Seine Ehefrau diente als Wichsvorlage. Aber Simon wollte sich lieber selbst befriedigen, bevor er seine Frau betrog. Anna verstand sein Bedürfnis und ließ es gerne zu, dass er solche Fotos von ihr machte. Es erregte sie sogar, wenn sie sich vorstellte, wie er durch diese Bilder einen harten Schwanz bekam.

Simon kramte die Bilder aus seiner Jackentasche.

Der Anblick brachte ihn auf eine Idee!

Seine Frau hatte ihn betrogen, daher wollte er ihr diesen Seitensprung mit einer kleinen Bösartigkeit heimzahlen.

Was würde wohl passieren, wenn er die Fotos einfach auf die Treppe zur Toilette legte?

Es hatte dann den Anschein, als wenn irgendjemand sie dort verloren hätte. Er stand auf und ging mit leicht schwankendem Schritt durch die Kneipe und stieg die Treppe zur Toilette hinunter. Auf dem Rückweg machte er sein Vorhaben wahr und legte den Umschlag mit den Fotos auf eine der Treppenstufen. Er sorgte dafür, dass einige Bilder herausschauten. Es sah nun tatsächlich so aus, als wenn ein Gast sie auf dem Weg zur Toilette verloren hätte.

Zufrieden mit sich und seiner Idee ging er wieder an seinen Tisch zurück.

Wenig später betrat Toni Huber die Kneipe und setzte sich neben Simon. Der Toni war Ende Fünfzig und arbeitete als selbständiger Fliesenleger. Er war ein Versicherungskunde von Simon. Sie kannten sich bereits seit Jahren und freuten sich über die Gesellschaft des anderen. Der Fliesenleger erzählte gerne von seinen Aufträgen und den Kunden. Sie tranken gemeinsam ein weiteres Weißbier.

Als er sein Bier abstellte, bemerkte er eine Unruhe an der Bar.

Simon konnte nur ahnen, was geschehen war.

Die Fotos!

Einer der Männer hatte offensichtlich die Bilder von Anna auf der Treppe gefunden und zeigte sie jetzt seinen Kumpels an der Theke.

„Kommt doch mal her, Leute! Hier gibt es etwas zu sehen! Nacktes Fleisch aus nächster Nähe. Muschis vom Feinsten. Und Titten sage ich euch, gnadenlos geil! So etwas habt ihr schon lange nicht mehr gesehen“, rief der Mann in die Runde. Die anderen Männer scharrten sich begierig um seinen Platz.

Auch Simon und Toni standen auf und gesellten sich zu den neugierigen Männern, die wie von einem Jagdfieber erfasst zu sein schienen.

Der Mann, der die Fotos entdeckt hatte, präsentierte der Versammlung die erste Aufnahme. Anna kniete vor dunklem Hintergrund auf dem Boden.

Von einer Seite war ihr Körper voll beleuchtet, die andere Seite blieb im schummrigen Halbdunkel verborgen. Sie war vollständig nackt, versuchte aber, mit einer nahezu schüchternen Geste ihre Blöße mit einem Handtuch zu bedecken. Ein Unterfangen, das ihr zwar in den unteren Regionen einigermaßen gelang, denn sie konnte ihrem Schoß vor dem aufdringlichen Objektiv der Kamera verbergen. Ihre Schenkel jedoch waren den Augen der Betrachter vollkommen preisgegeben. Durch ihre Bemühungen, besonders den unteren Teil ihres Körpers zu bedecken, blieb für den Oberkörper nur ein kleiner Teil des Handtuchs übrig. Sie presste die Handvoll Stoff jedoch etwas unbeholfen und wegen der Üppigkeit ihres Busens wohl auch etwas machtlos in die Vertiefung zwischen den beiden Brüsten. So wurden sie erst recht dem Betrachter angeboten. Annas Kopf war leicht nach vorne geneigt, sie blickte zur Seite, als ob sie sich genierte. Sie hielt den Blick gesenkt, was den Eindruck ihrer Schüchternheit noch verstärkte.

„Nummer eins“, rief der Mann triumphierend und zeigte das Foto in die Runde. Die Kommentare der angetrunkenen Männer überschlugen sich.

„Mann, was für geile Titten!“

„So etwas habe ich ja schon seit Jahren nicht mehr gesehen.“

„Und wie schüchtern sie tut.“

„Das ist doch nur Show, Mann! Das Weib ist doch ein ganz heißes Teil, das sieht doch wohl jeder.“

„Mensch, wenn ich so eine Frau daheim hätte, dann würde ich tagelang nicht mehr aus dem Bett kommen.“

„Glaub du doch nicht, dass sich so ein Luder mit nur einem Mann zufriedengibt. Die vernascht doch spielend mehrere Stecher auf einmal.“

Vor Simons Augen entstanden unglaubliche Szenen!

Er stellte sich vor, wie seine Frau hier in diesem heruntergekommenen Gasthaus von den anwesenden Kerlen der Reihe nach über den Tisch gezogen wurde. Er sah es vor sich, wie sich gierige Männerhände über ihr strammes Fleisch hermachten, wie jeder Zentimeter ihres nackten Körpers von schwieligen Händen befummelt wurde.

Früher war Anna etwas kräftiger gewesen, aber seitdem sie ins Fitnessstudio ging, hatte sich ihr Körper enorm gestrafft. Die kleinen Fettpölsterchen waren verschwunden und nun konnte man ihre Figur als sehr attraktiv bezeichnen. Besonders auffällig war der Effekt ihrer Trainingsarbeit an den Brüsten zu erkennen. Die fleischigen Hügel waren wirklich von einer voluminösen Ästhetik. Durch ihre Schwere hätten sie unter normalen Umständen eine Tendenz zum Hängen haben müssen, dem war allerdings keineswegs so. Sie waren in einer derart durchtrainierten Verfassung, dass sie allen Gesetzen der Schwerkraft zu widersprechen schienen und wie Luftblasen wirkten, die man bis an die Grenze der Belastbarkeit aufgeblasen hatte.

Nun warf der Mann wie ein Marktschreier das zweite Foto auf den Tisch.

Ein glatzköpfiger Kerl mit fettem Bauch griff anzüglich grinsend nach dem Bild, fasste es mit seinen dicken, feuchten Fingern und drückte schmatzend seine feisten Lippen auf das Papier.

„Hm... so ein leckeres, strammes Miststück! Lecker, lecker, möchte mal wissen, wie die quietscht, wenn man an ihren Nippeln saugt.“

„Ich würde sie lieber anderswo lecken! Aber so, dass sie die Engel singen hört“, grölte ein anderer Kerl und stürzte den Rest seines Bieres mit einer einzigen Bewegung in die Kehle.

„Ihr immer mit eurem Lecken und Lutschen“, rief ein junger Bursche in die Runde. „Ich würde sie ficken, bis sie nach Papa und Mama schreit.“

„Wenn ihr fertig mit ihr seid, darf ich sie aber auch einmal rannehmen“, kicherte ein alter Mann mit Säufernase, der bisher halb zusammengesunken neben seinem Weißbierglas gesessen hatte. „Bei dem steilen Zahn kriege sogar ich noch einen hoch. Das passiert leider nur noch selten. Meine hässliche Alte zuhause würde sich freuen.“

„Und ich besame ihr Gesicht, dass sie eine Woche kein Make-up mehr braucht“, rülpste der ungepflegte Mittdreißiger, der sich hier mehrmals die Woche volllaufen ließ.

Die Meute der betrunkenen Männer grölte vor Vergnügen. Solch einen Spaß hatten sie nicht alle Tage. Es wurde ein weiteres Foto in die Runde gereicht. Das Bild gehörte zu Simons Lieblingsaufnahmen:

Anna stand seitlich neben einer hellblauen Holzbank und stützte sich mit der rechten Hand auf die Armlehne. Bis auf ihre halbhohen Lackstiefel war sie vollkommen nackt. Sie hatte den Oberkörper nach vorne gebeugt. Ihr langes blondes Haar fiel ihr bis über die Brüste, die in dieser Stellung wie überreife Melonen wirkten, aber dennoch stramm vom Körper abstanden. Die Brustwarzen waren bis auf das äußerste angeschwollen und standen lang und herausfordernd aus den fleischigen Hügeln. Den linken Fuß hatte sie auf die Armlehne gestellt. Durch diesen erotischen Spreizschritt wurde ihre Intimzone deutlich sichtbar. Ihre Schamlippen drängten sich prall durch ihre blonde Behaarung. Das rosafarbene, leicht feuchte Fleisch bot sich dem Betrachter schamlos einladend und gleichzeitig herausfordernd an.

Die Kommentare der betrunkenen Männer wurden immer heftiger und obszöner. Niemand bemerkte, dass sich Simon nicht an den Kommentaren beteiligte, denn es gab mittlerweile keinen der anwesenden Gäste mehr, der nicht so weit alkoholisiert war, dass er sich noch um die Reaktionen seiner Nebenleute kümmerte.

„Wem gehören eigentlich diese heißen Fotos?“, fragte plötzlich jemand.

Simon erstarrte!

Würde jetzt alles auffliegen?

Wie blamabel würde es für ihn sein, wenn die Männer herausbekamen, dass er das ganze Spiel inszeniert hatte, um sich auf diesem Weg an seiner untreuen Ehefrau zu rächen. Aber es erregte ihn auch, wie die Männer über seine Anna redeten. Trotz seines angetrunkenen Zustands waren ihm die Worte der Männer regelrecht in die Hose gefahren. Die Art und Weise, wie seine hübsche Ehefrau hier vorgeführt worden war, hatte ihn heiß gemacht. Er sehnte sich nach ihrem weichen Körper und ihren heiseren Schreien, wenn er in sie eindrang.

Simon hatte es trotz seines umnebelten Kopfes fertiggebracht, sich unauffällig aus der Runde zu entfernen, nachdem er seine Zeche bezahlt hatte. Das letzte was er wahrnahm, als er die Gaststätte verließ, war die erhitzten Rufe der betrunkenen Männer.

Er wankte auf die Straße und bestellte ein Taxi. Anschließend rief er zu Hause an. Es dauerte eine ganze Weile, bevor sich Anna mit heiserer Stimme meldete.

„Ja?“

„Hallo, Anna! Ich bin es.“

„Oh, Simon! Wie schön, dass du mich anrufst. Ich habe solche Sehnsucht nach dir. Wann kommst du denn nach Hause?“, erkundigte sie sich.

„Ich bin bereits kurz vor Starnberg. Das Seminar wurde wegen Krankheit früher beendet. Ich werde so in zwanzig Minuten zu Hause sein.“

„Oh... toll... klasse“, stotterte Anna.

„Was ist mit dir, mein Schatz? Du klingst so seltsam.“

„Ja... ähhh... also... ähhh... ich bin gerade aus dem Keller gekommen. Ich kann es gar nicht erwarten, bis du hier bist. Ich freue mich schon... ähhh... ganz toll auf dich. Bis gleich!“

Für Simons Begriffe hatte sie viel zu hastig aufgelegt. Aber er wunderte sich nicht über ihr Verhalten. Wahrscheinlich hatte sie es fertiggebracht, sich während dem Telefonat ficken zu lassen. Ihre Antworten hatten, das war Simon trotz seines alkoholisierten Zustandes aufgefallen, einen ganz bestimmten Rhythmus gehabt.

Das Taxi hielt wenige Minuten später direkt vor dem Haus. Simon zahlte den Fahrer und ging mit schwankenden Schritten auf den Eingang zu.

Der Porsche war verschwunden. Er grinste in sich hinein.

Die beiden mussten es nach seinem Anruf plötzlich sehr eilig gehabt haben. Sicher hatte sich Anna noch rasch geduscht, um die Spuren des Aktes von ihrem Körper zu entfernen.

Als er die Wohnungstür aufschloss, bemerkte er, dass am Boden vor der Tür Sperma klebte. Der Nachbar war also gekommen und hatte seinen Samen im Treppenhaus verspritzt.

Als er das Schlafzimmer betrat, empfing ihn ein angenehmes Halbdunkel. Anna hatte lediglich eine Kerze angezündet, sicher, um die Spuren von Fabians harten Griffen auf ihrem Körper zu verbergen. Nachdem sich seine Augen an das Licht gewöhnt hatten, sah er, dass seine Ehefrau in fast derselben Position auf dem Bett kniete, wie er es zu Beginn der Sondervorstellung am frühen Abend erlebt hatte. Sie kniete auf der Bettkante, hatte die Schenkel weit gespreizt und den Oberkörper nach vorne gebeugt.

Allerdings war sie nicht vollständig nackt!

Ihr dünnes Sommernachthemd war bis über die Hüften hochgezogen und bot so dem heimkehrenden Ehemann einen überaus reizvollen und erregenden Anblick ihrer hellen, prallen Halbmonde.

Sie empfing ihn mit den aufreizenden Worten: „Komm schnell und nimm mich! Ich habe solche Sehnsucht nach dir. Beeil dich! Zieh dich aus und gib mir deinen harten Schwanz.“

Simon riss sich die Kleidung vom Körper. Sein Penis schnellte wie eine harte Lanze prall und steif empor. Er bemerkte, wie die ersten Tropfen der Vorfreude bereits an der geschwollenen Kuppe herunterliefen.

Wortlos trat er an seine lockende Frau heran.

Nun konnte er erkennen, dass sich Annas Schamlippen schon weit geöffnet hatten und feucht glänzten.

Mit streichelnden Bewegungen ließ er seine Hände über ihre Gesäßbacken gleiten. Dann stöhnte Anna laut und innig auf. Sie spürte, wie der harte Phallus sich in ihr klaffendes Fleisch drängte. Aber Simon zog sich nach diesem ersten Ansturm gleich wieder zurück und griff unter ihren Achseln hindurch zu den hängenden Brüsten. Er wusste, dass sie nach Fabians intensiver Behandlung nun besonders gut durchblutet und entsprechend empfindlich sein mussten. Die Nippel waren lang und hart. Er rollte die fleischigen Warzen genussvoll zwirbelnd zwischen seinen Fingern. Simon ging dabei nicht besonders rücksichtsvoll vor, denn nun wusste er ja, dass sie nicht die üblichen zärtlichen Spiele genoss. Sie wollte es härter!

Die Bemühungen seiner Finger waren bereits nach kurzer Zeit erfolgreich. Lautes Stöhnen war nur ein harmloses Wort für das, was Anna nun aus tiefster Kehle an brünstigen Lauten von sich gab.

Wie von leichten Stromstößen getrieben, zuckte sie unter den zupackenden Händen. Simon bemerkte, dass ihr Atem flach und hechelnd wurde. Die ersten Wellen der Lust ergriffen ihren Körper und strömten mit köstlichem Ziehen in ihren Unterleib. Auch der Druck in Simons Hoden wurde plötzlich heftiger. Er spürte, wie sich sein Sperma unwiderstehlich seinen Stamm hochdrängte.

Als die Zuckungen in immer kürzeren Abständen Annas Körper durchfuhren, wusste er, dass sie zur gleichen Zeit ihren Höhepunkt erreichen würden. Noch einmal drückte er seine Fingernägel heftig in die harten Nippel ihrer Brüste.

Mit einem nicht enden wollenden Schrei trieb sie endgültig dem Orgasmus entgegen. Zur gleichen Zeit pumpte Simon sein heißes Sperma in ihre lustvoll zuckende Vagina.


Simon öffnete die Augen, als die morgendlichen Sonnenstrahlen in sein Gesicht schienen. Er streckte den Arm aus und erkannte, dass Anna bereits in die Arbeit gefahren war.

Wie in einem hocherotischen Film waren die Szenen, die sein gesamtes Leben von Grund auf geändert hatten, an ihm vorübergezogen.

Seufzend streckte und rekelte er sich.

Sein Geschlechtsteil machte sich mit einer beachtlichen Erektion bemerkbar. Er hatte doch wesentlich weniger unter den Auswirkungen der gestrigen Zechtour zu leiden, als es beim Erwachen den Anschein gehabt hatte. Sein Kopf war relativ schnell wieder klar geworden und auch der Magen bereitete ihm keinerlei Probleme. Seine Fitness führte er darauf zurück, dass er in der Regel einen gesunden und relativ soliden Lebenswandel hatte.

Anna war bereits in der Bankfiliale. An ihrem Arbeitsplatz bestand wenigstens nicht die Gefahr, dass sie erneut untreu wurde. Hier war sie von soliden und anständigen Menschen umgeben. Neben ihren zwei Arbeitskolleginnen gab es nur noch diesen schleimigen, dicken Filialleiter. Simon hatte den abstoßenden Mann einmal kurz gesehen, als er Anna von der Arbeit abgeholt hatte. Wenigstens in diesem Umfeld brauchte er sich keine Sorge um die Treue seiner Frau zu machen.

Seine Frau war gestern fremdgegangen!

Es erschien im abwegig und irreal, wie in einem schlechten Film.

Simon schüttelte den Kopf und versuchte, einen klaren Gedanken zu fassen. Er stand auf, ging in die Küche und machte sich einen starken Kaffee. Lustlos blätterte er in der Morgenzeitung.

Plötzlich sah er wieder das schwarzgelockte Mädchen aus dem Blumengeschäft vor sich. Er stellte fest, dass er ein Kribbeln in der Magengegend bekam.

Kurze Zeit später zog er sich eine Jacke an, setzte sich in den Wagen und fuhr ins Zentrum von Starnberg. In der Nähe der Söckinger Straße parkte er sein Auto und spazierte zum Blumenladen.

Die Verkäuferin trug eine hautenge Sommerjeans und eine dünne, fast durchsichtige Bluse, die ihre dunklen Brustwarzen mit provozierender Schärfe gegen den Stoff modellierte. An ihren Ohren baumelten große, silberne Ohrringe.

„Ich... ich wollte...“, stammelte Simon, nachdem er den Laden betreten hatte. Seine Stimme klang fremd und unsicher, als er nach Worten suchte. Es dauerte eine Augenblicke, bis er sich gefangen hatte.

„Sie sehen heute noch viel hübscher aus, als gestern Nachmittag“, meinte er charmant. „Ich heiße übrigens Simon.“

„Und ich Lena?“, entgegnete sie keck und lächelte ihn einladend an. „Es hätte mich stark gewundert, wenn du nicht wiedergekommen wärest.“

Der Blick ihrer Augen bescherte Simon weiche Knie. „Darf ich dich zu einem Drink einladen?“, fragte er leicht nervös.

„Natürlich, sehr gerne. Ruf mich an, dann können wir etwas vereinbaren.“

Sie notierte ihre Handynummer auf einen kleinen Zettel und reichte ihn Simon. Als er kurz darauf den kleinen Blumenladen verließ, schien es ihm, als würde er schweben. Pfeifend ging er zu seinem Wagen und genoss die wärmende Sonne, die ihn den ganzen Tag über erfreuen sollte. Er machte einen ausgiebigen Spaziergang und erledigte notwendige Einkäufe.

Als Anna am späten Nachmittag von der Arbeit nach Hause kam, überraschte sie Simon mit der Nachricht, dass sie sich für den Abend mit einer Freundin verabredet hatte.

„Wie lange wirst du wegbleiben?“, fragte er.

„Ich werde wohl erst um Mitternacht zurück sein“, erwiderte Anna.

Simon ertappte sich bei dem Gedanken, dass ihn diese Mitteilung gar nicht einmal so unangenehm berührte, denn er hatte sich vorgenommen, bei nächster Gelegenheit die hübsche Verkäuferin anzurufen. Vielleicht ergab sich schon heute eine Gelegenheit, sich mit ihr zu verabreden.

Als Anna gegen Abend das Haus verließ, wählte er die Handynummer, die sie ihm aufgeschrieben hatte. Aber vergebens. Es schaltete sich nur die Mobilbox mit einem Ansagetext ein.

Mit einiger Enttäuschung machte er sich Gedanken, wie er die Zeit bis zu Annas Rückkehr verbringen sollte. Er entschloss sich, in die kleine Piano-Bar zu gehen, die nicht weit entfernt von seiner Wohnung lag.

Diskrete Affären

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