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Techniken der Klassenführung bei Evertson

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Seit den 1990er-Jahren definiert eine Gruppe um Carolyn M. Evertson, Professorin für pädagogische Psychologie in den USA, handlungsorientierte Dimensionen für einen störungsarmen Unterricht.[5] Diese Liste der Techniken der Klassenführung nach Evertson wurde 2017 letztmals ergänzt. Entscheidend für den Ansatz ist, dass die Lehrkräfte sich auf das Lernen der Schülerinnen und Schüler konzentrieren und dieses steuern. Auch wenn hier ursprünglich vom Unterricht in Grundschulen ausgegangen wurde, sind die Dimensionen für alle Stufen bedeutsam, die Techniken überall anwendbar.[6] Im Mittelpunkt steht die zwischen Lehrenden und Lernenden geteilte Verantwortung. Der schülerzentrierte Unterricht erfolgt nach demokratischen Prinzipien. Die Lehrkraft sorgt für gute Bedingungen und moderiert den Lernprozess. Dafür braucht es eine vorausschauende Planung. Evertsons Dimensionen guten Unterrichts bieten hierfür wichtige Anhaltspunkte. Sie liefern viele konkrete Handlungsideen, Techniken und Aspekte, die für die eigene Klassenführung anregend und förderlich sind.[7]

TECHNIK DER KLASSENFÜHRUNGRELEVANTE ASPEKTE
Den Klassenraum und das Material vorbereiten–Vier bzw. fünf Schlüssel für eine gute Raumanordnung–Vorschläge für das Lernarrangement im Klassenzimmer
Regeln und Verfahrensweisen im Klassenzimmer aufstellen–Klassenregeln ausarbeiten–Verfahrensweisen in der Klasse ausarbeiten
Verfahrensweisen für die Steuerung der Schülerarbeitsphasen–Klare Kommunikation der Arbeitsaufträge und Arbeitsvorgaben–Überwachen/Monitoring des Arbeitsfortschritts und der Erledigung von Arbeitsaufträgen–Rückmeldung/Feedback an Schülerinnen und Schüler
Einen gelungenen Start bereiten–Ein positives Klassenklima schaffen–Regeln und Verfahrensweisen unterrichten (mit dem Untertitel «Autorität der Lehrkraft»)–Planungen für einen guten Beginn (die ersten Schultage, typische Aktivitäten, Kommunikation mit Eltern und Vormund usw.)
Unterricht planen und durchführen–Planung des Unterrichtsangebots–Kounins Ideen/Begriffe für die Unterrichtsführung in der Großgruppe–Häufige Probleme bei der Unterrichtsdurchführung–Übergänge–Klarheit
Führen von kooperativen Lerngruppen–Strategien und Routinen für kooperatives Lernen entwickeln–Schülerarbeitsphasen und -verhalten überwachen–Gruppeninterventionen–Fertigkeiten für effektive Gruppenarbeit–Kooperatives Lernen einführen
Angemessenes Schülerverhalten aufrechterhalten–Überwachen/Monitoring von Schülerverhalten–Konsequenz–Umgang mit unangemessenem Verhalten–Schaffung eines positiven Klimas durch Anreize und Belohnungen–Vorsicht im Umgang mit Belohnungen
Kommunikationsfähigkeiten für das Unterrichten–Konstruktive Bestimmtheit–Empathisches Reagieren–Problemlösendes Agieren–Mit Eltern sprechen
Mit Verhaltensproblemen umgehen–Kategorisierung von problematischem Verhalten–Ziele für den Umgang mit Verhaltensproblemen–Strategien für den Umgang mit Verhaltensproblemen–Spezifische Probleme (Mobbing, Tuscheln, chronische Arbeitsverweigerung, Schlägereien, Machtkämpfe)–Erinnerung zum Schluss: positiv denken und handeln
Mit besonderen Gruppen umgehen–Leistung einschätzen/diagnostizieren–Sondergruppen festlegen–Strategien für individuelle Unterschiede–Arbeiten mit Schülerinnen und Schülern mit besonderen Bedürfnissen (Lernschwäche/Lernbehinderung, Verhaltensauffälligkeiten, emotionale Probleme, Autismus-Spektrum-Störung usw.)–Unterricht mit lernschwächeren Schülerinnen und Schülern–Unterricht mit lernstarken Schülerinnen und Schülern
Unterstützende und gesunde Beziehungen im Klassenzimmer aufbauen[8]–Was sind Beziehungen?–Selbstmanagement als Aspekt des Beziehungsaufbaus–Bedeutung von Grenzsetzungen in Beziehungen–Strategien zum Aufbau von Beziehungen–Lehrer-Schüler-Beziehungen in städtischen Umgebungen
Segel setzen (E-Book)

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