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Vorwort

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Von 2003 bis 2007 war ich Pfarrerin im emmentalischen Sumiswald.

Mit anderen Pfarrpersonen hatte ich die Möglichkeit für zwei Regionalzeitungen, den «Unter Emmentaler» und die «Langnauer Wochenzeitung» kurze Beiträge aus christlicher Sicht zu verfassen. Diese Aufgabe nahm ich sehr gerne wahr. Es war eine Herausforderung, kurz und prägnant zu schreiben. Und es war spannend, für ein gemischtes und weitgehend unbekanntes Publikum zu schreiben. Wie viel Glaubenswissen konnte ich voraussetzen? Würden die Beiträge von einem treuen Mitglied einer evangelischen Gemeinschaft gelesen werden oder von einer alternativen Agnostikerin?

Ich ging davon aus, dass es wohl doch vor allem kirchlich interessierte Menschen waren, die diese Kolumne regelmässig lasen. Ihnen wollte ich etwas Ermutigendes, Vertiefendes zukommen lassen. Gleichzeitig behielt ich die Hoffnung, dass eben doch auch ein kirchenfremder Landwirt oder eine esoterisch angehauchte Geschäftsfrau meine Texte lesen würden. Sie wollte ich gern auch abholen und weder überfordern noch anpredigen. Und ob kirchlich beheimatet oder meilenweit vom Christentum entfernt: Ich wollte auf keinen Fall langweilen!

So stellte ich mir die Aufgabe, unterhaltsame Texte mit Tiefgang zu schreiben, die einen geistlichen Impuls gaben und sich loser oder enger auf einen Bibeltext bezogen. Bald war Frau W. als Kunstfigur geboren, eine im besten Sinn durchschnittliche Person, die sich so ihre Gedanken macht über Gott und die Welt. Dann und wann bekam ich positive und dankbare Echos auf die Texte. Dadurch reifte in mir der Gedanke, einige ausgewählte Texte zu veröffentlichen. Bei einem Besuch der Communauté Don Camillo Montmirail kam mir die Idee, den dort lebenden Zeichner Heiner Schubert anzufragen, ob er die Texte illustrieren würde. Zu meiner Freude nahm er die Idee gern auf. Inzwischen hatte ich mich für ein Doktorat in England niedergelassen und schrieb weiterhin Geschichten. Frau W. behielt einen Ehrenplatz, einige Geschichten passten weniger in dieses Schema. Sie bringen meine Wahrnehmungen und Beobachtungen auf andere Weise zum Ausdruck. Gleichzeitig entstanden die Zeichnungen, mal Illustrationen, mal weiterführende Interpretationen der Texte. Ich schätzte die Teamarbeit in dieser letzten Phase, als Heiner Schubert kritisch-wohlwollende Rückmeldungen auf meine Geschichten gab und ich auf seine Bilder.

Dass aus unserer Zeichnungsund Schreibwerkstatt nun dieses Buch hervorgegangen ist, freut uns sehr. Wir hoffen, dass es Freude macht, zum Denken und Glauben anregt, zum Lachen bringt und Vertrauen weckt.

Durham, Februar 2012

Dorothee Bertschmann

Frau W. diskutiert mit Jesus

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