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Gib dein Augenmerk dem Menschen

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Der Hingabe, der Liebe und letztlich der Bescheidenheit. Du runzelst die Stirn und schweigst, dann nach einer längeren Weile sagst du, dass du so einen Menschen nicht kennst beziehungsweise so einen Menschen noch nicht getroffen hast.

Auf die Frage, ob du nach einem solchen Menschen denn schon gesucht hast, sagst du mit leicht gesenktem Blick, dass das Suchen sowieso meist erfolglos ist. Der Weisheit letzter Schluss ist der, dass man es noch einmal versuchen solle und das ohne ein Vorurteil von rechts oder von links, denn es gibt das Wunder, das jedem Menschen entgegenkommt, der ohne die drückende Bürde der Verneinungslast mit endloser Geduld sucht und bei der ersten Begegnung ohne Anspruch ist.

Das Leben überrascht auch dann, wenn es völlig aus der Ordnung wegrutscht, denn ein Tag ist ganz anders wie der Tag davor, auch wenn du es nicht glauben willst. So nimm den Rat und mehr das Wunder, wenn es dir ganz unerwartet begegnet, weil es dir mtteilt, dass es Menschen gibt, die dich mögen und mehr noch lieben und sich wundern, dass du in all den Jahren achtlos an ihnen vorübergingst, anstatt dich in Mut zu fassen und auf sie mit Blick und Gruß und Liedern zuzugehen.

Diesen Menschen gib dein Augenmerk, die dich täglich sehen und ihr Lächeln senden, denn das sind sie, die sich dir hingeben in Achtung und Rechtschaffenheit, wenn du sie in ihrer Stille und Bescheidenheit erkennst und ihr Lächeln mit dem, was du bist und sein willst, erwiderst, denn auch sie sind Menschen der Erwartung und Gefühle, die dich grüßen, um von dir gegrüßt zu werden. Worauf sie warten, ist das Miteinder, um die Dinge des Alltags zu besprechen und das, was Leben ist, in Liedern zu besingen und mit Träumen zu erhöhen, einzukreisen und zu füllen.


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