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Kapitel 4
ОглавлениеDie Firmenräume erwiesen sich als ausgesprochen weitläufig. Julie kam sich fast verloren vor, während sie alleine den langen Flur entlangschritt. Sie hatte bisher in großen Konzernen gearbeitet, in denen von früh morgens Gewusel mit entsprechender Geräuschkulisse herrschte. Hier klingelten keine Telefone, niemand lief geschäftig hin und her. Es wirkte fast wie ausgestorben.
Bereits zweimal hatte sie auf die Uhr geschaut, um sich zu versichern, dass sie sich nicht in der Zeit geirrt hatte.
Hatte sie nicht!
Denn kaum hatte sie die Tür zum Konferenzraum geöffnet, kam ihr James Sherwood entgegen. Er sah noch besser aus als gestern Abend, und ihr Herz machte bei seinem Anblick einen Satz. Himmel, was war der Mann attraktiv! Die engen Hosen betonten seine langen Beine, und auch wenn sie ihn jetzt nur von vorne sehen konnte, war sie doch überzeugt, dass er ein knackiges Hinterteil sein eigen nannte.
»Sie sind früh dran, schön!« Er deutete auf den Mann, der ihm gefolgt war.
»Sie sind früh dran, schön.« Er deutete auf den Mann, der ihm gefolgt war. »Darf ich Ihnen Anthony Brolin vorstellen? Er ist ebenfalls Chemiker.«
Ein ausgesprochen attraktiver Schwarzhaarige neigte höflich den Kopf und reichte ihr die Hand. »Freut mich sehr, dass Sie unser Team fortan unterstützen werden.«
»Ich bin schon sehr gespannt!« Dieser Mann sah ja ebenfalls fantastisch aus. Nicht, dass das irgendeine Rolle spielte …
Anthony deutete ihr, ihm zu folgen und führte sie an den großen Tisch. Eine hübsche Frau mit langen goldbraunen Haaren lächelte ihnen entgegen. »Das ist Caroline Summer, meine Assistentin.«
Julie begrüßte sie, ebenso wie die Sekretärin Sarah Kistler.
Die kleine Gruppe ging sehr zwanglos miteinander um. Alle redeten sich mit dem Vornamen an und schienen sich schon länger zu kennen. Das würde es ihr nicht leicht machen! Als Neue in ein aufeinander eingespieltes Team zu kommen, war für sich schon nicht einfach, aber Julie würde eine leitende Stellung übernehmen.
Als die Besprechung begann, konnte Julie förmlich fühlen, wie die anderen zu einer Mauer verschmolzen. Selbst Sarah, die sich nur Notizen machte und nicht mitdiskutierte, blickte sie skeptisch an.
Julie zwang sich zur Ruhe. Sie durfte nicht unsicher sein, wenn sie ihre Idee durchsetzen wollte! Sie hatte diese Situation bestimmt schon hundert Mal im Kopf durchgespielt, sich dabei auch alle möglichen Szenarien ausgedacht und entsprechende Argumente zurechtgelegt.
Doch nun klopfte ihr das Herz bis zum Hals, die Knie fühlten sich wackelig an und nur mit Mühe konnte sie dem Drang widerstehen, ihre feuchten Handflächen an ihrem Kostümrock abzutrocknen.
Es war sehr still, während sie von dem geplanten Parfüm und seine Wirkungsweise erzählte. Über einen Projektor warf sie Schaubilder an die Wand, die die Zusammensetzung und Wirkung bildlich unterstrichen.
Mit jedem Wort fühlte Julie, wie sie sicherer wurde. Nun bewegte sie sich auf vertrautem Terrain. Das war ihr Fachgebiet! Hier konnte sie argumentieren und lange Vorträge halten, ohne ins Stocken zu geraten.
»Verstehe ich das richtig«, hakte Anthony nach, »ein Parfüm, das den freien Willen beeinflusst?«
»Ich fürchte, so etwas wird nicht legal sein«, gab Caroline zu bedenken. »Auch wenn das natürlich klasse wäre. Einmal sprühen und schon gibt die Bank mir jeden Kredit, den ich will. Ich bekomme die Wohnung, die mir so gut gefällt mit einer Superniedrig-Miete, muss nie mehr Sorge haben, beim Autokauf übers Ohr gehauen zu werden …« Sie ließ den Satz offen und grinste.
»Mir würden da auch zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten einfallen«, sagte Sarah und schaute in Anthonys Richtung. Er bemerkte es nicht.
»Ganz so einfach wird es wohl nicht sein.« James nickte Julie zu. »Aber es klingt faszinierend. Bitte, erzählen Sie mehr darüber.«
»Es ist keinesfalls so, dass es komplett den freien Willen ausschaltet. Es beeinflusst ihn nur ein wenig.« Julie lächelte Caroline an. »Nehmen wir einmal an, Sie würden das Parfüm auftragen, wenn Sie vorhaben, in eine Bar zu gehen, weil Sie dort ein wenig flirten und vielleicht einen netten Mann kennenlernen wollen.«
»Hab ich schon öfter gemacht. Nur war der jeweilige Mann bislang immer ein Flop.« Sie strich ihr langes goldbraunes Haar nach hinten.
Alle lachten, und auch Julie musste schmunzeln.
»Nun, dass kann das Parfüm leider auch nicht verhindern. Aber zurück zu folgendem Szenario: Sie sind mit diesem Parfüm in der Bar. Die Männer werden auf Sie aufmerksam. Das werden sie zwar ohnehin, weil Sie eine attraktive Frau sind, aber durch das Parfüm werden ihre Instinkte stimuliert. Sie wollen Sie!«
»Meinen Sie damit, dass ich mich dann vor lauter liebeshungrigen Männern kaum mehr retten könnte? Und auch die fünfzehnjährigen, pickligen Jungs anziehen würde?« Caroline klang gespielt entsetzt.
»Diese Jungs schwärmen doch sowieso schon für dich«, warf Anthony ein. Und zwinkerte ihr zu.
Julie lächelte ob dieses charmanten Flirts. Sie konnte sich gut vorstellen, dass so mancher Teenager von einer Frau wie Caroline träumte; attraktiv und erfahren, aber dabei immer noch jung genug, um nicht gänzlich außerhalb seiner Möglichkeiten zu liegen.
»Sie müssen nicht befürchten, dass sich die Männer durch den Duftstoff in Neandertaler verwandeln, die nur auf eine Gelegenheit warten, Sie über ihre Schulter zu werfen und in ihre Höhle zu schleppen. Sie wirken nur noch anziehender auf die Männer. Und diese werden alles versuchen, Ihre Aufmerksamkeit zu erregen. Sie umwerben, sich von ihrer besten Seite zeigen. Mit dem Parfüm müssten Sie nie wieder einen Drink selbst bezahlen.«
»Gilt das auch für Männer? Also würden mir alle Frauen Drinks spendieren wollen, wenn ich dieses Parfüm vor dem Ausgehen benutze?«, wollte Anthony wissen und erntete damit Gelächter.
Auch Julie lachte. Ein wenig fiel die Anspannung von ihr ab. »Nun, Frauen neigen eher nicht dazu, Männer zu Drinks einzuladen. Aber die Frauen würden Ihnen natürlich mehr Aufmerksamkeit als sonst schenken«, tröstete sie mit einem Grinsen.
»Klar, welcher Mann trägt schon Damenparfüm. Da wird jede Frau aufmerksam«, meinte Caroline und grinste Anthony an.
»Also ich kenne welche«, konterte der schwarzhaarige Chemiker. »Aber die wollen dann gar keine Aufmerksamkeit von Frauen.«
Julie verkniff sich das Lachen. Sarah hingegen prustete ungeniert.
Auch auf James’ attraktiven Zügen stand ein Lächeln. Er sah Julie an. »Aber ich glaube einfach nicht, dass sich Frauen dadurch so gut beeinflussen lassen wie Männer. Wir sind da einfach empfänglicher, während Frauen auch dann kritisch hinschauen, wenn etwas sehr gut riecht.« Anthony nickte.
»Das stimmt.« Julie fing seinen Blick auf und fühlte, wie etwas in ihr vibrierte.
Himmel, dieser Mann hatte ganz sicher keine zusätzlichen Hilfsmittel nötig, um anziehend auf eine Frau zu wirken! Wenn er noch anziehender wäre, würde sie doch zur Neandertalerin werden. Sie zwang sich, sich wieder ganz auf ihren Vorschlag zu konzentrieren und den Gedanken an eine Höhle aus ihrem Kopf zu verbannen.
Sie befeuchtete sich die Lippen, ehe sie weiter sprach. »Daher richtet sich das Parfüm auch an eine weibliche Zielgruppe. Vor allem an Frauen, die unsicher über ihre Wirkung sind. Die sich nicht trauen, Männer anzusprechen, aber gerne auch mal im Fokus männlicher Aufmerksamkeit stehen würden. Das Parfüm ist ein Hilfsmittel dafür. Ebenso wie Make-up. Frauen schminken sich, um die Augen noch mehr strahlen zu lassen oder damit die Lippen voller wirken.« Bei ihren letzten Worten schaute Julie Sarah an. Der hübsche Mund der jungen Sekretärin wurde durch roséfarbenen Lippenstift betont. Farbe und Form sandten ein deutliches Signal.
Sarah grinste als sie die Aufmerksamkeit der Gruppe auf sich spürte, wodurch ihre perfekten, weißen Zähne sichtbar wurden. »Ja, es stimmt, ich benutze Lippenstift, der meine Lippen voller wirken lässt. Aber das machen doch sehr viele Frauen.«
»Eben! Sarah, Sie wissen, dass Ihr Mund durch den Lippenstift noch verführerischer aussieht. Ein ganz legales und sehr gängiges Mittel im Spiel mit den Reizen. Mein Parfüm jedoch wird nicht sichtbar sein.«
»Sie meinen, ich bräuchte kein Make-up, solange ich nur diesen besonderen Duft trage?«
»Ganz genau! Sie könnten in Ihren ältesten Jogginghosen und einem zwei Nummern zu großen, verwaschenen Pullover auftauchen und würden dennoch umschwärmt werden.«
»Cool!«
»Als ob du so etwas im Schrank hättest«, bemerkte Caroline Blick. Sie wirkte belustigt.
»Wobei das durchaus süß an dir aussehen könnte«, meinte Anthony und lächelte in Sarahs Richtung.
Röte zeigte sich auf ihren Wangen und sie ließ ihr dichtes dunkelbraunes Haar nach vorne fallen. Es umschmeichelte ihre schmalen Schultern. Doch obwohl sie verlegen schien, linste sie durch den Vorhang ihrer glänzenden Mähne in Anthonys Richtung.
Dieser allerdings schien das nicht zu bemerken und sah bereits wieder in Julies Richtung.
»Es gibt auch schüchterne Männer«, sagte James. »Oder jene, bei denen es auf den Charakter ankommt und nicht aufs Aussehen. Das sagen ja besonders Frauen gerne, aber ein weniger gutaussehender Mann hat nun mal auch weniger gute Chancen, eine Frau überhaupt erst mal näher kennen zu lernen. Ein Parfüm als Lockmittel wäre für solche Männer sicherlich ein Segen.«
»Heißt das, du willst ein genderloses Parfüm? Vielleicht sogar ganz ohne Geruch?«, hakte Caroline nach.
»Nein, nicht ohne Geruch. Und auch nicht genderlos.« James blickte in die Runde. »Zwei Parfums. Eines für Frauen, eines für Männer.«
»Das für Männer ist leicht!«, behauptete Caroline.
»Ha!« Anthony, der eben noch derselben Meinung gewesen war, sich jetzt aber gezwungen war, sein Geschlecht zu verteidigen, schnaubte. »Das für Frauen ist auch nicht schwer.«
»Gerade hast du etwas anderes behauptet!« Sarah grinste süffisant.
»Gerade ging es auch nur um die Theorie …«
James hob beschwichtigend die Hände. »Dann machen wir doch einfach einen Wettbewerb. Das Frauen-Parfüm werden unsere Damen entwickeln. Und den Duft für die Herren übernehmen Anthony und ich.«
»Männer gegen Frauen?« Anthony runzelte die Stirn. »Ist das nicht ein wenig … archaisch?«
»Och, ist doch egal. Es klingt spannend.« Caroline strahlte und richtete den Blick ihrer grünblauen Augen auf Julie. »Was meinen Sie denn dazu?«
»Mir gefällt die Idee. So ein kleiner Wettkampf ist doch eine nette Motivation. Gibt es denn – außer Erfahrung – auch etwas zu gewinnen?«
»Zum einen werden wir ein noch nie da gewesenes Parfüm haben. Aber wer gewinnt, wird den Namen Desire No. 1 dafür bekommen«, erklärte James.
»Und der Verlierer kriegt Desire No. 2?«, hakte Anthony nach.
»Oh wie gemein«, lachte Caroline. »Aber die Vorstellung von den Männern als zweite Geige hat schon was …«
»Nein, das können wir nicht machen. Das kauf ja keiner«, meinte James. »Vielleicht überlegen wir uns einen anderen Namen, ohne Nummer.«
»Feigling!«, murmelte Sarah. Gerade laut genug, damit James und Anthony es hören konnten.
»Du hast gut reden, du bist als unser-aller-Sekretärin ja sowieso in der besten Position …«
»Wie meinst du das?« Sarah klang angriffslustig.
»Er meint, dass du Neutralität schwören musst, da du in beide Forschungsreihen Einblick haben wirst!«
»Geschworen!« Sarah winkte gönnerhaft und ihre Mine zeigte deutlich, dass sie ohnehin nicht glaubte, ihre Position zu ihrem Vorteil benutzen zu müssen.
»Und wie willst du feststellen, wer gewonnen hat?«, wollte Caroline von James wissen.
»Natürlich derjenige, bei dem das Parfüm am besten wirkt.«
»Ah, wenn wir Frauen also eines haben, dass die Männer geradezu verzaubert, haben wir gewonnen«, schloss sie und grinste, dass ihre ebenmäßigen Zähne blitzten. »Das wäre dann ja ein Doppelsieg.«
»Freu dich mal nicht zu früh.« Auch James grinste und schlug dem schwarzhaarigen Chemiker kameradschaftlich auf die Schulter. »Wir haben nicht vor, euch einfach so den Sieg zu überlassen, da müsst ihr euch schon mächtig anstrengen.«
»Da kannst du dich aber drauf verlassen, dass wir das werden«, sagte Caroline.
Julie nickte zustimmend. Ihr gefielen der familiäre Ton und ihre Einbeziehung in die liebevollen Neckereien.
»Also fassen wir das einmal zusammen«, ergriff wieder James das Wort. »Ein Parfüm, das den eigenen Willen zwar nicht übernimmt, aber doch beeinflusst. Oder beeinflussen kann. Das ist ganz wichtig, wir wollen keine berauschten Zombies aus den Verbrauchern machen.«
»Richtig!«, bestätigte Julie. »Ein verheirateter oder in einer Beziehung lebender Mann, der den festen Vorsatz hat, treu zu bleiben, wird sich dennoch nicht von einer Frau mit diesem Duft verführen lassen, auch wenn er auf sie aufmerksam werden wird. Bei einem ungebundenen – oder untreuen – Mann wird die Frau allerdings nichts weiter machen müssen als anwesend zu sein.«
»Auch wenn sie nicht sein Typ ist?«, hakte James skeptisch nach. »Angenommen, ich stehe nur auf schwarzhaarige Frauen, aber nun begegnet mir eine Blondine mit diesem Duft. Würde ich sie dann begehren, obwohl ich Blondinen ansonsten eher unattraktiv finde?«
»Sie würden! Weil Sie gerade gelogen haben, schließlich finden Sie Blondinen nämlich nicht unattraktiv«, antwortete Julie und lächelte ihm zu.
James hob abwehrend die Hände, doch um seine Mundwinkel zuckte es verräterisch. »Ich habe ja auch nur von einem fiktiven Szenario gesprochen.«
»Aus der Nummer kommst du nicht mehr raus, James.« Anthony grinste breit in seine Richtung.
»Also gut!« James hob ergeben die Hände. »Was, wenn es einen Mann gibt, der partout nicht auf Blondinen steht, dann aber einer blonden Frau begegnet, die diesen Duft trägt? Würde er sie begehren? Und auch dann von ihr hingerissen sein, wenn neben ihr eine wunderschöne Schwarzhaarige steht, die dieses Parfüm nicht trägt? Das ganze Szenario natürlich auch umgekehrt, falls ein Mann den Duft trägt, aber der Einfachheit halber lassen Sie uns das eben nur mit Frauen durchspielen.«
»Ja, er würde auf die Blondine aufmerksam werden. Und vielleicht eine Attraktivität an ihr bemerken, die ihm vorher entgangen ist. Aber es ist immer noch sein freier Wille.« Julie deutete auf das projizierte Schaubild. »Der Duft sollte lediglich seine Wahrnehmungsfähigkeit stimulieren. Und wirkt dabei besonders auf den Sexualtrieb.« Sie deutete mit dem Zeigestock an die entsprechenden Hirnregionen.
»Aber es wirkt nur, solange die Frau den Duft trägt, nicht wahr?«, erkundigte James sich. »Wenn sie das Parfüm bloß auf ihren Mantel sprüht, stellt ihr begeisterter Begleiter doch spätestens beim Ausziehen fest, dass die Frau doch nicht so aufregend ist?«
Julie lachte. »Nein, so ist es nicht! Die Wirkung entfaltet sich außerdem erst, wenn sie auf die Haut einer Frau trifft und sich so mit dem eigenen Geruch der Frau vermischt. An der Kleidung bewirkt es nicht viel, da riecht es einfach nur gut, wie ein ganz normales Parfüm auch. Aber der Mann wird stimuliert, sobald er das Parfum auf der Haut einer Frau riecht. Die Wirkung hält also länger an. Und wie gesagt, kein Mann wird dadurch völlig Sklave seiner Triebe. Das wäre auch viel zu gefährlich.«
»Mir gefällt Ihre Idee«, sagte James, stand auf und trat zu ihr, um den Projektor auszuschalten. »Wie sich das Parfüm dann im Einsatz bewährt, muss sich zeigen! Aber von der Theorie her haben Sie mich bereits voll und ganz überzeugt, Julie. Und unser kleiner Wettbewerb bringt die nötige Würze.«
Julie versuchte in seinem Gesicht zu lesen, was er wirklich dachte. Als Filialleiter gefiel ihm ihre Idee, das hatte sie schon gemerkt, aber was hielt er selbst davon und wie dachte er als Mann darüber? Mit den zugesetzten Pheromonen würde das Parfüm einem Lockmittel gleichen. Fürchtete er sich davor, in den Einfluss dieses Duftes zu geraten oder in ihren?
Beinahe schien es Letzteres zu sein, denn er ging einige Schritte weiter, als wolle er Distanz zwischen ihnen schaffen. Oder bildete sie sich das nur ein? James wirkte nach wie vor selbstsicher, seine Haltung war die eines Mannes, der um seine hohe Stellung wusste.
»Wann fangen wir an?«, erkundigte Julie sich.
Ihre Blicke trafen sich. Im Tageslicht wirkten seine Augen heller, ein warmes Braun mit goldenen Sprenkeln.
»Die Schlacht kann direkt beginnen. Sie dürfen sich mit Caroline und Sarah besprechen und natürlich das große Laboratorium nutzen. Antony und ich werden uns in das Kleine zurückziehen. Ich lasse Ihnen völlig freie Hand. Veranlassen Sie alles nach Ihrem Belieben.«
Da taten sich ja fantastische Möglichkeiten auf … Natürlich würde sie das Parfum testen müssen – und sie wusste auch schon, an wem.