Читать книгу Krallenspur - Lara Seelhof - Страница 5
ОглавлениеKapitel 1
Es war das typische Samstagabendpublikum, das in der langen Schlange vor dem Underground, dem In-Club Hanlays, ungeduldig auf Einlass wartete. Da waren reiche Schnösel in maßgeschneiderten Designeranzügen mit ihren attraktiven Begleiterinnen, Frauencliquen in aufreizenden Outfits und Typen, die versuchten, möglichst cool zu wirken, von denen die meisten aber schon reichlich betrunken waren. Und verständlicherweise zeigten sie sich alle nicht erfreut, als er lässig an ihnen vorbei auf den Eingang zuspazierte.
»Hey, stell dich gefälligst hinten an, du Idiot! Vordrängeln is’ nicht. Der glaubt wohl, er ist was Besseres.«
Er ignorierte das wütende Gemurmel. Genauso wie die schadenfrohen Kommentare von denen, die offenbar damit rechneten, dass ihn der finster dreinblickende Türsteher ebenso abblitzen lassen würde wie all die anderen Glücklosen an diesem Abend. Er konnte sich ihre Enttäuschung vorstellen, als ihm der glatzköpfige Riese, der sich mit verschränkten Armen vor dem Eingang aufgebaut hatte, auf sein kaum merkliches Nicken hin höflich die verspiegelte Tür aufhielt.
Die wummernden Bässe waren noch erträglich, als er den Eingangsbereich durchquerte. Im Hauptraum des Clubs änderte sich das allerdings schlagartig. Grell zuckende Lichtblitze empfingen ihn, untermalt von ohrenbetäubend hämmernden Technobeats.
Während er die Treppe hinunterstieg, ließ er seinen Blick flüchtig durch den verspiegelten Raum schweifen. Der Laden war voll. Am Rand der Tanzfläche war das Gedränge am schlimmsten. Hier hatte selbst er Mühe, sich seinen Weg durch die feierwütigen Clubgäste zu bahnen, trotz seines breiten Kreuzes und seiner eins neunzig.
Er schob sich gerade an einer Gruppe von Anzugträgern vorbei, die zwei ihrer Freunde mit lautstarken Rufen zum Wetttrinken anfeuerten, als er einen heftigen Rempler in seiner Seite spürte. Einer der Kerle brüllte ihm etwas zu, das normalerweise im Krach untergegangen wäre. Doch er hatte die Beleidigung sehr genau verstanden. Es war offensichtlich, dass der angetrunkene Mann Streit suchte. Allerdings hatte er nicht die Absicht, sich darauf einzulassen. Ohne sich weiter um den Betrunkenen zu kümmern, drängte er sich an ihm vorbei - doch er kam nicht weit.
Er wich dem Schlag aus, packte seinen Angreifer jedoch an der Kehle. Während er ihn ohne jede Anstrengung hochhob und von sich weghielt, sah er ihm in die Augen. Die Pupillen des Mannes weiteten sich, hilflos zappelte er mit Armen und Beinen in der Luft. Unsanft ließ er ihn wieder herunter, aber noch bevor der Mann sein Gleichgewicht wiedergefunden hatte, kamen zwei seiner Freunde auf die dumme Idee, sich einmischen zu müssen. Beide landeten auf der Tanzfläche, direkt zu Füßen einer üppigen Blondine. Und wie zuvor den Betrunkenen, fixierte er auch die beiden Kerle am Boden kurz, bevor sein Blick die übrigen Männer der Clique streifte. Nein. Die hatten ihre Lektion offenbar gelernt, starrten ihn zwar wütend an, machten aber keinerlei Anstalten, sich zu rühren.
So ist's brav, Jungs!
Ein entschuldigendes Zwinkern in Richtung der erschrocken dreinblickenden Blondine, dann tauchte er auch schon zurück in das Gewühl und gelangte ohne weiteren Zwischenfall in den hinteren Teil des Clubs, wo sich die Toiletten befanden. Doch die waren nicht sein Ziel, sondern eine Tür, auf der »Privat« stand.
In dem schmalen, schäbigen Flur dahinter gab es keine verspiegelten Wände und statt aufwendiger Lichteffekte hing hier nur eine einzelne nackte Glühlampe von der Decke. Der Vorhang, der das Putzzeug in der Nische gegenüber verdecken sollte, war nur zur Hälfte zugezogen und anstelle von Eimer und Besen streifte sein flüchtiger Blick eine junge Frau und ihren Freund. Der Typ musste das Mädchen stützen, weil es anscheinend zu betrunken war, um alleine stehen zu können, aber ihn schien das nicht weiter zu stören. Er küsste sie leidenschaftlich.
Der Platz war klug gewählt und für jemanden, der die beiden zufällig entdeckte, sah es so aus, als würde es hier gleich zur Sache gehen. Und das würde es auch, aber das ging ihn nichts an. Nicht solange es keine Folgen hatte und niemand von den anderen Gästen mitbekam, was dort in Wahrheit ablief.
Als sich der Kerl ihrem Hals näherte, war er bereits an der Treppe, die in den Keller führte. Der Angestellte, der sie bewachte und ein Zwillingsbruder des Türstehers vor dem Club hätte sein können, machte ihm erwartungsgemäß auf die gleiche wortkarge, aber zuvorkommende Weise Platz.
Am Ende der Steintreppe angekommen, öffnete er die Metalltür und modriger Geruch schlug ihm entgegen. Wieder spendete eine verstaubte Glühlampe dürftiges Licht. Er wandte sich nach links und folgte dem Gang, bis er von einem Holzregal gestoppt wurde, in dem sich allerlei Gerümpel stapelte. Zwischen staubigen Kisten, Stricken und stockfleckigen Tüchern stand im obersten Fach ein Weidenkorb, gefüllt mit leeren Flaschen. Sie klirrten leise, als das Regal nach einem kurzen Druck auf eins der Astlöcher zur Seite glitt. Als es sich von selbst wieder hinter ihm schloss, sah er nicht zurück, sondern durchquerte bereits den Lagerraum, die Tür auf der gegenüberliegenden Seite im Blick.
Sollten sich Clubgäste trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch bis hierher verirren, würde sie hinter der einfachen grauen Metalltür – bereits sie war eine perfekte optische Täuschung – nur ein weiterer Raum mit Kisten und alten Möbeln erwarten. Doch wie alle Eingeweihten sah er den riesigen Messingtürklopfer, der die Form eines Wolfsschädels hatte, ergriff ihn und ließ ihn gegen das edel polierte Eichenholz schlagen, aus dem die Tür tatsächlich war. Ohne eine Antwort abzuwarten, trat er ein.
Der blutrote dicke Teppich schluckte jedes Geräusch, als er gemessenen Schrittes das Arbeitszimmer durchquerte. Er hatte erwartet, Gealdor an seinem Schreibtisch vorzufinden, doch der hochgewachsene, schwarzhaarige Mann stand vor dem Kamin. Er schien sein Eintreten gar nicht bemerkt zu haben, denn er wandte ihm weiterhin den Rücken zu und starrte in das flackernde Feuer vor sich.
Wortlos blieb er hinter ihm stehen. Er zögerte kurz, doch dann neigte er den Kopf und beugte sein Knie. Bei seinem Eintreten hatte er sich nicht in dem Raum umgesehen und auch jetzt tat er es nicht. Gealdor hatte ihn schon einmal in seinem elegant möblierten Arbeitszimmer mit der hohen Decke und den silbernen Kerzenleuchtern empfangen. Schweigend hielt er den Kopf gesenkt und verharrte in seiner knienden Position geduldig, bis Gealdor ihn mit einer lässigen Handbewegung anwies, sich zu erheben. Während er sich aufrichtete, drehte sich auch der Mann endlich zu ihm um und dabei blitzten die Silberstickereien auf seinem weißen Seidenkaftan im Kerzenlicht auf.
Gealdor besaß einen ausgesprochen extravaganten Geschmack, aber - ob er ihn nun teilte oder nicht - er musste zugeben, dass er einem gut aussehenden Mann gegenüberstand. Der dunkle Bart betonte Gealdors markante Züge und sein glattes schwarzes Haar trug er inzwischen länger als bei ihrer letzten Begegnung. Es musste ihm bis auf die Schultern reichen, wenn er es nicht wie jetzt mit einem schwarzen Lederband zusammengebunden hatte. Als der Mann seine schmalen Lippen zu einem Lächeln verzog, erschienen unzählige kleine Lachfältchen um seine Augen, und er fühlte sofort den bohrenden Schmerz, denn diese lachenden Augen gehörten doch eigentlich jemand anderem. Jemandem, den er vor sehr langer Zeit verloren hatte.
Doch er zwang sich, seine unbewegte Miene aufrechtzuerhalten, und Gealdor bemerkte sein Unbehagen offenbar nicht. Noch immer lächelnd trat er zu ihm und umarmte ihn.
»Wunderbar, dass du so schnell kommen konntest. Ich fürchtete schon, du wärst zu beschäftigt.«
»Kein Problem.«
Schnell löste er sich aus der für ihn unangenehmen Umarmung und stellte erleichtert fest, dass seine Stimme genauso gleichgültig klang, wie er es beabsichtigt hatte. »Mein Auftrag war bereits erledigt, als ich Eure Nachricht bekam …« Ein zynisches Lächeln erschien auf seinem Gesicht. Sein Handy hatte genau in dem Moment vibriert, als er das Blut von der Klinge abgewischt hatte. »… und ich hatte den Eindruck, es wäre dringend, Êvrîssê.«
»Allerdings. Das ist es. Aber warum denn so förmlich, mein Lieber?« Gealdors Lächeln wurde eine Spur breiter. »Wir sind doch verwandt.«
»Nun … Ihr seid aber auch ein Mitglied des GraMaars, Êvrîssê …«
Natürlich war das ein Vorwand. Er wusste es und der jüngere Bruder seines Vaters wusste das auch.
»Von mir aus. Wenn du darauf bestehst … Karganî.« Der Spott in Gealdors Stimme war unüberhörbar. »Aber nun genug der Höflichkeiten, ich habe einen Auftrag für dich.«
»Habt Ihr vergessen, für wen ich arbeite?« Seine Stimme klang schärfer, als er es beabsichtigt hatte.
Doch sein Onkel blieb gelassen. »Keineswegs. Die Anordnung stammt selbstverständlich vom GraMaar. Ich wurde in diesem sehr speziellen Fall nur mit der Weitergabe an dich beauftragt.« Er machte eine Pause, als erwartete er eine Reaktion von ihm. Als sie ausblieb, fuhr er fort: »Der Auftrag ist von größter Wichtigkeit und … er muss schnellstens erledigt werden.«
Er war ein aufmerksamer Beobachter und ihm entging nicht, dass sich die Stimmung seines Onkels verändert hatte. Er wirkte jetzt angespannt.
»Außerdem erfordert die ganze Sache absolute Verschwiegenheit. Es ist von allergrößter Bedeutung, dass niemand außerhalb dieser Mauern etwas von unserer Unterredung erfährt. Hast du das verstanden?« Gealdors Stimme klang jetzt geradezu beschwörend.
Es war überflüssig, so etwas von ihm zu verlangen. Er sah auf seinen Arm herab, an dem sich sein Onkel in seiner Erregung festgeklammert hatte, und hob eine Augenbraue.
»Verzeih«, murmelte Gealdor und zog hastig seine Hand zurück. »Aber es wäre fatal, wenn irgendetwas von dem hier nach außen dringt. Irgendwelche dummen Gerüchte … das wäre eine Katastrophe.« Nervös fuhr er sich mit seinen schlanken, blassen Fingern über sein bärtiges Kinn. »Also, kein Wort über Zolandras Prophezeiung. Zu niemandem!«
Zolandra. Verdammt! Natürlich war sie darin verwickelt.
»Und … was besagt diese Prophezeiung?« Er hatte gelernt, seine wahren Gefühle zu verbergen, und gerade jetzt war er sehr dankbar für diese Fähigkeit.
»Nun … ich war der Erste, der davon erfuhr, und natürlich habe ich sofort den Rat informiert. Es geht um eine Tarsûanî und den GraMaar. Das Ganze hört sich vielleicht absurd für dich an, besonders da Zolandra keine Details sehen konnte, aber sie ist sich sicher, dass diese Tarsûanî den Rat vernichten wird. Und du weißt selbst - sie irrt sich nie.«
Er erwiderte den prüfenden Blick seines Onkels gelassen und dadurch offenbar ermutigt, fuhr Gealdor fort: »Und es wird nicht mehr sehr lange dauern, bis sich ihre Weissagung erfüllt. Es wäre also mehr als unklug, sie zu ignorieren oder Zeit zu verschwenden.«
Wie wäre es dann, wenn du endlich aufhören würdest, meine zu verschwenden?, dachte er.
»Daher hat unser ehrenwerter Vorsitzender auch entschieden, dich mit dieser Aufgabe zu betrauen. Und ich habe ihm selbstverständlich zugestimmt. Schließlich bist du der Beste.«
»Und wie lautet mein Auftrag?«, erkundigte er sich und sein Tonfall klang beinahe gelangweilt. Er wusste, dass sein Onkel ihm mit dieser Bemerkung kein Kompliment machen wollte. Es war einfach nur eine Tatsache und auch wenn sie einander normalerweise nicht sehr schätzten, war sogar Gealdor klug genug, in diesem offenbar brisanten Fall kein Risiko einzugehen.
»Oh, sagte ich das noch nicht?« Sein Onkel wirkte einen Moment irritiert. »Du wirst die Tarsûanî finden und eliminieren!«
Wieder zuckte seine Augenbraue nach oben. »Ihr verlangt, dass ich eine Tarsûanî töte?«
»Ja.«
»Nur weil Zolandra behauptet, sie könne eine Gefahr für den GraMaar werden, ohne dass sie tatsächlich etwas Genaueres darüber weiß?«
»Wage es nicht, die Weissagung einer Augurin anzuzweifeln. Das ist Hochverrat!« Gealdors Stimme klang plötzlich schrill. »Außerdem wünsche nicht ich ihren Tod, der GraMaar befiehlt es!«
»Aber es ist gegen unsere Gesetze, eine Tarsûanî ohne Beweis ihrer Schuld zu töten, und diese Prophezeiung ist kein Beweis für mich. Ihr wisst, dass die Zukunft sich jederzeit ändern kann.« Er sagte das vollkommen ruhig, doch auf der Stirn seines Onkels erschien eine steile Falte, die den Unmut über den Widerspruch deutlich verriet.
»Es steht dir nicht zu, über diese Tatsache zu urteilen, Krieger!«, fuhr Gealdor ihn mit harter Stimme an. »Die Tarsûanî ist eine Bedrohung und du wirst tun, was man von dir verlangt. Als GraMaarianer bist du dem Rat gegenüber verpflichtet, vergiss das nicht, Karganî!«
Jetzt musste er sich doch zwingen, nicht die Fäuste zu ballen. »Ich habe bei meinem Leben geschworen, dem GraMaar zu dienen, und das tue ich auch. Immer. Das solltet Ihr nicht vergessen … Êvrîssê!« Diesmal verwendete er den Titel nicht mit der gebotenen Höflichkeit. Er wusste, dass es ihn den Kopf kosten konnte, doch er hasste es, wenn man seine Loyalität infrage stellte.
Sein Onkel schien darüber erstaunlicherweise jedoch nicht verärgert. »Aber sicher wirst du das. Ich habe nichts anderes von dir erwartet. Und sei beruhigt, es ist in diesem besonderen Falle auch nicht gegen das Gesetz. Du erhältst von unserem ehrenwerten Vorsitzenden, stellvertretend durch mich, alle erforderlichen Befugnisse dafür. Eine Generalvollmacht sozusagen. Und natürlich ausreichende finanzielle Mittel.«
Eine Generalvollmacht und genug Geld? Schon allein das war ungewöhnlich. Und dann auch noch übermittelt durch seinen Onkel? Normalerweise erhielt er seine Befehle doch ausschließlich von Corvinius?
»Du bist genau der Richtige für das Problem. Ich wusste, ich kann mich auf dich verlassen.« Gealdor beugte sich vor und klopfte ihm vertraulich auf die Schulter.
Erneut fühlte er sich bei der Berührung unbehaglich und war erleichtert, als sich sein Onkel abwandte, um zu dem kleinen Tisch hinüberzugehen.
»Und der GraMaar weiß das natürlich auch. Du wirst den Auftrag zu unserer Zufriedenheit erledigen und darauf sollten wir anstoßen, meinst du nicht?« Er nahm eine der kostbaren Glaskaraffen und entfernte den gläsernen Stopfen. Als die goldene Flüssigkeit den Boden des schweren geschliffenen Kristallglases berührte, stieg ein kaum wahrnehmbarer Nebelhauch auf. Gealdor sog ihn genüsslich ein. »Ein köstlicher Tropfen! Leider nicht legal, aber was soll’s.«
Er füllte ein weiteres Glas, nahm es und hielt es ihm einladend hin. »Komm, trink einen Schluck mit mir, und dann weihe ich dich in die Einzelheiten ein. Wie ich schon erwähnte, Zolandra konnte uns nicht viel über die Tarsûanî sagen, aber das dürfte doch kein großes Problem für dich sein, nicht wahr?« Sein Onkel lächelte, doch der harte Tonfall ließ keinen Zweifel daran, dass der GraMaar kein Versagen dulden würde.
Doch darüber machte er sich keine Gedanken, während er das Glas entgegennahm. Auch nicht über die verbotene Substanz, die es enthielt, oder dass der GraMaar tatsächlich in Gefahr sein könnte. Ihn beunruhigte etwas ganz anderes.
»Und wie geht es dem guten Corvinius?«, erkundigte er sich scheinbar beiläufig, während er das Kristallglas in seiner Hand nachdenklich betrachtete.
»Oh gut, gut. Ausgezeichnet. Ich weiß, normalerweise hätte er dich über deinen Auftrag informiert, aber er ist in dringenden Geschäften unterwegs und wird erst in einigen Wochen zurückkehren. Unser ehrenwerter Vorsitzender hat daher auch darauf verzichtet, ihn mit dieser Angelegenheit zu behelligen. Wie gesagt, je weniger davon wissen, umso weniger besteht Gefahr, dass etwas davon bekannt wird. Nur so können wir eine Panik oder mögliche Unruhen verhindern. Wir brauchen unter allen Umständen eine stabile Ordnung, verstehst du?« Gealdors Blick fiel auf das unberührte Glas in seiner Hand. »Du trinkst ja gar nicht. Glaub mir, es ist exquisit. Ganz frisch.«
Es stimmte, der Duft war mehr als verlockend und es war schon eine Weile her, dass man ihm so etwas Ausgezeichnetes angeboten hatte. Und was sein Onkel gesagt hatte, klang eigentlich logisch. Wer konnte ihn sonst informieren, wenn Corvinius nicht zur Verfügung stand und niemand davon erfahren sollte? Dass sein Verhältnis zu seinem Onkel kompliziert war, interessierte den Rat natürlich nicht.
Also durfte es auch für ihn bei diesem Auftrag keine Rolle spielen.
Entschlossen setzte er das Glas an die Lippen und leerte es mit einem kräftigen Zug.