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ОглавлениеNationalpark Triglav
Der Nationalpark Triglav, der den gesamten slowenischen Teil der Julischen Alpen einschließt, zählt zu den ältesten Naturparks Europas. Seit 1981 laden 85.000 Hektar malerische alpine Gebirgslandschaften zum Entdecken ein: tiefe, unberührte Flusstäler und Bergseen, Wasserfälle und Wildwasserschluchten, Gipfel und Wälder mit einzigartiger Pflanzen- und Tierwelt - ohne Industrie und andere Verschandelung durch Menschenhand.
Seinen Namen erhielt das Gebiet nach dem höchsten Berg Sloweniens, dem 2864 m hohen Triglav („Dreikopf“). Seit 1924 haben die slowenischen Regierungen fast den gesamten slowenischen Teil der Julischen Alpen unter Naturschutz gestellt. Er umfasst den Nordwesten Sloweniens zwischen der Wurzener (Sava Dolinka) und der Wocheiner Save (Sava Bohinjka) sowie das Obere Soča-Tal (= Trenta-Tal) bis an die italienische Grenze. Namensgeber der Julischen Alpen war Gaius Julius Caesar, in der Antike gehörten noch die südlich gelegenen Gebiete bis zum Berg Nanos dazu.
Das Wetter im Nationalpark wird von zwei Faktoren beeinflusst: Einerseits herrscht alpenländisches Klima, zum anderen sorgt die nahe Adria für mediterranes Klima, dessen milder Einfluss bis nach Bovec im Oberen Soča-Tal reicht. So ist es nicht ungewöhnlich, von Mai bis in den Juli hinein tagsüber in den Bergen Ski zu fahren und abends im Tal den Cappuccino im Straßencafé zu trinken.
Der gesamte Nationalpark ist von einem Netz gut ausgebauter, asphaltierter Straßen erschlossen. Die Zufahrtsstraßen sind mit großen Holztafeln und gelben Hinweisschildern „Nationalpark Triglav“ (Triglavski narodni park) ausgewiesen. Piktogramme auf den Tafeln machen darauf aufmerksam, wie man sich im Nationalpark verhalten soll: Blumen, Schmetterlinge, Schnecken, Pilze und Vögel sind tabu, Müll zu hinterlassen ebenso. Autos, Reisemobile und Wohnwagen dürfen nur auf speziell eingerichteten und gekennzeichneten Plätzen parken. Für Mountainbiker wurden Wege ausgewiesen. Lagerfeuer sind im ganzen Nationalpark verboten, nur auf den Campingplätzen (und nur hier ist Campen erlaubt!) gibt es Feuerstellen. Alternativ kann man sich über die Nationalparkverwaltung in einer der zahlreichen gemütlichen Berghütten (bis zu 8 Personen) einquartieren, in den Hotels in Bohinj und in den Touristenzentren am Rand des Nationalparks übernachten oder sich einen idyllischen Bauernhof für das müde Haupt suchen.
Durch den Nationalpark Triglav führen die Slowenische Berg-Transversale Nr. 1, der Europäische Fernwanderweg E 7 sowie die Fernwanderwege Via Alpina (roter und violetter Weg; → Sport/Wandern). Neuer ist der sehr gut markierte Alpe-Adria-Trail, der am Westrand des Nationalparks und zum Teil auf dem alten, etwas verwaisten E 7 verläuft.
Erst Ende 2020 wird der Juliana Trail Nr. 270/16 eröffnet: Er umrundet auf 270 km Länge die Julischen Alpen mit dem Triglav Nationalpark und führt bis auf die langsam ansteigenden Pässe (wie Predil und Kobla) meist durch Täler, d. h. auch gut für Familien machbar. Konzipiert ist er in 16 Etappen (durchschnittliche Etappenlänge ca. 17,5 km, max. 5 Std.). Im Norden führt er im Groben von Jesenice westwärts über Kranjska Gora gen Tarviso, südwärts über Bovec durch das Soča-Tal bis Tolmin und ostwärts über Podbrdo Richtung Bohinj-Region und über die Bled-Region retour. Die Einstiege sind natürlich varibabel, ebenso wie die Etappen und ihre Längen.
Die wichtigsten Ausgangspunkte für Wanderungen, Bergwanderungen oder Skitouren sind auf gut ausgebauten Straßen mit Auto oder Bus erreichbar, teilweise auch mit dem Zug von Jesenice im Norden und Nova Gorica im Südwesten. Trotz der guten Verkehrsverbindungen mit Bus und Bahn kommen die meisten Besucher im eigenen Fahrzeug oder im Reisebus. In den Ferien, an Wochenenden und an den slowenischen Feiertagen bilden sich längere Staus - vormittags bei der Hinfahrt und ab dem späten Nachmittag bei der Rückfahrt. Die Hauptparkplätze sind in der Saison gebührenpflichtig (ca. 15 €/Tag).
Die bekanntesten höchsten Gipfel des Nationalparks sind: Triglav (2864 m), Škrlatica (2738 m), Jalovek (2645 m), Razor (2601 m), Kanjavec (2568 m), Prisank (2547 m), Špik (2472 m), Mojstrovka (2366 m), Ponce (2272 m) und Krn (2244 m). An eine Besteigung des Triglav (→ Kasten) und seiner benachbarten Geschwister, des Škrlatica und des Jalovec, sollten sich nur erfahrene Alpinisten mit entsprechender Ausrüstung und Kondition wagen. Den Krn kann man vom Lepena-Tal (→ Bovec/Umgebung) und von Kobarid (→ dort) gut erreichen.
Die Touren sind meist sehr lang, bei einigen Routen ist eine Übernachtung auf einer Berghütte empfehlenswert. Die zahlreichen Berggipfel kann man auf verschiedenen leichteren oder schwierigeren markierten Routen besteigen (Routenbeschreibungen → Mojstrana, Ukanc). Nichtbergsteiger erreichen von der Talstation Bovec aus mit der Gondelbahn den Kanin (2587 m) im Westen des Nationalparks sowie den Vogel (1922 m) im Süden von Bohinj. Von beiden Gipfeln bietet sich ein fantastischer Weitblick über die ganze Bergwelt der Julischen Alpen; vom Kanin aus sind bei klarer Sicht sogar Venedig und die Adria zu sehen.
Von Kranjska Gora erreicht man mit dem Sessellift den 1631 m hohen Berg Vitranc (derzeit nur bis Mittelstation). Auch die Aussichtspunkte an den Bergstraßen über den Vršič-Pass (1611 m) und am höchsten Punkt des Mangartsattels bieten ein herrliches, weites Alpenpanorama. Vom Mangartsattel an der italienischen Grenze im Nordwesten des Nationalparks, mit ca. 2000 m die höchstgelegene Bergstraße in den Julischen Alpen, ist bei klarem Wetter sogar der Großglockner zu sehen.
Wer die Berge lieber von unten betrachtet, kann eine Zugfahrt mit der Oldtimer-Dampflokbahn auf einer der schönsten und idyllischsten Eisenbahnstrecken der Alpen unternehmen (→ Eisenbahnlinie durch den Nationalpark Triglav). Die eingleisige Strecke, Anfang des 20. Jh. zur Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie gebaut, führt durchs Herz des Nationalparks Triglav - von Bled nach Most na Soči in das Soča-Tal. Sie verbindet quer durch den Nationalpark zwei gänzlich verschiedene slowenische Regionen: das alpenländische Oberkrain und das mediterran geprägte Primorska.
Information Nationalparkverwaltung Triglav, 4260 Bled, Ljubljanska cesta 27, Tel. 04/5780-200, www.tnp.si.
Slowenischer Bergführerverein (www.zgvs.si), Buchung von lizensierten Bergführern und Infos.
Weitere Infos: erhältlich über die Touristenzentren in den Randgebieten des Nationalparks, z. B. in Kranjska Gora, Bled, Bohinj, Bovec. In den Touristinformationen und Agenturen gibt es detailliertes Kartenmaterial, ebenfalls Aushänge zu Wetterprognosen (auch in Hotels).
Besucherzentren In Bled, Trenta und Mojstrana in Form von Museen, Ausstellungen und Informationszentren mit allem Wissenswerten über den Nationalpark Triglav.
Bus Die Busverbindungen wurden über die Sommermonate stark ausgebaut. Neu ist der Bus Hop-on-Hop-off, der viele Orte in den Julischen Alpen mehrmals tägl. anfährt, sodass man entspannt zahlreiche Wanderungen antreten kann. In der Broschüre „By Bus around the Julian Alps“ und „Vozni redi v Alpah“ (Timetables in the Alps) sind Fahrpläne und Routen aufgeführt, auch für weitere Transportmittel (Zug, Boot). Erhältich ist sie in allen TIC-Büros oder unter www.cipra.org.
N.P. Triglav mit Bohinsko jezero
Julische Alpenkarte Diese Gästekarte (ab drei Übernachtungen) ist in vielen Orten zu erwerben (mit verschiedenen Angeboten). Meist sind mit dieser Karte das Parken, Museumseintritt, Bus- oder Zugtickets gratis (→ Bled, Bohinj, Kranjska Gora und Soča-Tal).
Baden In den Sommermonaten kann man sich im warmen Bled-See erfrischen. Wer nicht empfindlich ist, stürzt sich in den Bohinj-oder Jasna-See und ins kristallklare Wasser der Oberen Soča im Trenta-Tal.
Übernachten/Essen Slowenischer Alpenverein (www.en.pzs.si); aktuelle Berghüttenlisten (→ Übernachten/Berghütten).
Achtung! Im gesamten höher gelegenen Nationalparkgebiet immer an ausreichend Wasser denken, dort es keine Quellen gibt (mind. 2-3 Liter pro Tag und Pers.)!
Triglav
Der Triglav (Dreikopf) ist mit 2864 m der höchste Gipfel der Julischen Alpen und der höchste Berg Sloweniens.
Auf die Slowenen hat der Berg, der auch auf der Nationalflagge verewigt wurde, eine magische Anziehungskraft, jeder Slowene und jede Slowenin soll ihn wenigstens einmal im Leben bestiegen haben. Man sieht in ihm einen Gott mit drei Häuptern: mit einem wacht er über den Himmel, mit dem zweiten über die Erde und mit dem dritten über die Unterwelt. In der slawischen Mythologie kennt man tatsächlich einen dreiköpfigen Gott namens Triglaf, der vor allem von den im Norden Deutschlands lebenden Slawen verehrt wurde.
1895 kaufte Jakob Aljaž, der Dorfpfarrer von Dovje, den gerade mal fünf Quadratmeter großen Triglav-Gipfel vom Bergsteigerverein des kaiserlichen Wien für einen Gulden. Anschließend ließ er auf eigene Kosten einen Eisenturm auf der Spitze errichten, der nach ihm Aljažev stolp benannt wurde und nur einer Hand voll Leuten einen Stehplatz gewährt. Unterhalb des Gipfels baute der slowenische Alpenverein die Triglav- und Planica-Unterkunftshütten.
Den Triglav kann man von allen Himmelsrichtungen aus erreichen. Der schwierigste Aufstieg über die Nordwand und über die Kredarica (2541 m) ist nur für absolut Geübte (→ Mojstrana)! Die am meisten begangene, aber auch längste Route (mittelschwer) führt vom Süden, von Stara Fužina (→ Bohinj) oder über das Sieben-Seen-Tal (→ Ukanc) hoch. Von der Hochebene Pokljuka (→ Bled/Umgebung) und auch vom Trenta-Tal (→ Bovec/Umgebung) geht’s am schnellsten. Trotz allem, wer den Triglav-Gipfel erklimmen möchte, muss absolut schwindelfrei sein, denn der Klettersteig verläuft am Grat - eine Überschätzung seiner Fähigkeiten und Kondition kann tödlich enden! Auch für die Touren z. B. bis zur Vodnikov- und Planica-Hütte oder lediglich ins Sieben-Seen-Tal wird Kondition abverlangt, sie sind nichts für Flachlandtiroler! Wer allerdings gerne läuft (auch mit Kindern ab ca. 10 Jahren, die gut zu Fuß sind), kann auch unterhalb des Triglav-Gipfels die herrliche Gebirgswelt und den grandiosen Anblick des Dreikopfs genießen - problemlos!
Die 2-Tages-GPS-Tour vom Pokljuka-Plateau zum Berg Triglav finden Sie im Kleinen Wanderführer/Wanderung 5.
Die Pflanzenwelt des Nationalparks Triglav
Der Nationalpark Triglav ist bis zu einer Höhe von 1700 m mit Wäldern bedeckt. In den Tälern wachsen überwiegend Laubbäume, die an den Südhängen der Julischen Alpen bis auf 1100 m hinaufreichen, auf den Nordhängen bis etwa 700 m.
Oberhalb von 1700 m wachsen nur noch Lärchen. Die meisten Wälder in den Tälern sind Mischwälder aus Buche und Weißbuche mit vereinzelten Eichen und Ahornbäumen, manchmal sieht man eine Esche, ab und zu eine Pappel. Auf mittleren Höhen trifft man auf Mischwald aus Laubhölzern, Fichten und Tannen. Ein riesiger Fichtenwald ist die ganze Hochfläche der Pokljuka, ein 20 x 20 km großes Gebirgsplateau westlich von Bled auf über 1300 m Höhe. Um Bohinj herum erstreckt sich naturbelassener Mischwald. Blumenliebhaber und Botaniker finden in der julischen Bergflora einen unschätzbaren Artenreichtum. Neben den vielen Endemiten - Alpenblumen, die nur hier gedeihen, u. a. die Triglav-Rose (Potentilla nitida, → Foto), die zum Symbol des Nationalparks wurde (→ Kasten „Goldhorn“), die Glockenblume (Campanula zoysii), das gelbblühende Aurikel (Primula auricula), der kleine blaue Triglav-Enzian (Gentiana terglouensis), die Krainer Lilie (Lilium carniolicum) - wachsen im Alpengras auch viele Heilkräuter. Im Frühling wechseln die violetten Wiesenteppiche des Pannonischen Enzians mit denen des Gelben Enzians. Auch der sehr seltene silberblättrige Storchenschnabel (Geranium argenteum) und stahlbaue Edeldistel, auch Alpen-Mannstreu genannt (Eryngium alpinum), sind hier zu Hause. Und natürlich auch Alpenrose (Rhododendron hirsutum und chamaecistus), Alpenveilchen, weißer Alpenmohn, Arnika, Akelei, Nelken, Edelweiß, Frauenschuh, Glockenblumen, Eisenhut, verschiedene Enziansorten und viele andere. Viele Blumen haben es geschafft, in der kargen Felsenlandschaft zu überleben. Andere haben vor dem rauen Bergklima in den lichten Bergwäldern Schutz gefunden. Im Trenta-Tal wurde an einem steilen Talhang oberhalb der Hauptstraße ein botanischer Garten (Alpinum Julijana, → Bovec) mit seltenen Pflanzen aus dem Hochgebirge und Karst angelegt.
Goldhorn, eine slowenische Alpensage
Die wohl bekannteste Sage der Julischen Alpen, die Legende vom Goldhorn (Zlatorog), dem weißen Gamsbock mit den goldenen Hörnern, ist über die Grenzen Sloweniens hinaus bekannt. Die Sage erzählt vom Streben nach Macht und Reichtum, von der Kraft der Liebe und der menschlichen Schuld an der Vernichtung eines Naturparadieses. Julius Kugy hat die Sage in seinem Buch „500 Jahre Triglav“ nacherzählt. Im 19. Jh. diente sie dem Thüringer Rudolf Baumbach als Vorlage für ein episches Gedicht, das 1877 in Leipzig veröffentlicht wurde. Das von Karl Huck geschaffene Bild des weißen Gamsbocks mit goldenen Hörnern, aus dessen Blut die Triglav-Rose (→ s. o.) erblüht, hängt heute im Alpinen Museum in Innsbruck. Ein weiteres Bild von Rudi Kogej zum selben Thema ist im Trenta-Museum im Ort Trenta im Oberen Soča-Tal zu sehen.
... In alten, längst vergangenen Zeiten dehnte sich unterhalb des Triglav auf dem Hochplateau Komna und der Alm Jezerca ein Paradies aus, reich an saftigen Weiden und leuchtenden Blumenwiesen. Dies war das Reich der Schicksalsfeen (Rojenice), die den Neugeborenen im Soča-Tal die Gaben des Lebens in die Wiege legten. Diese weisen Frauen besaßen eine Herde weißer Alpenziegen, deren Anführer ein schneeweißer Gamsbock mit goldenen Hörnern war: Goldhorn. Seine goldenen Hörner waren der Schlüssel zu einem unermesslichen Schatz im Berg Bogatin. Die Schicksalsfeen hatten Goldhorn unverwundbar gemacht, weswegen kein Jäger - nach einschlägigen leidvollen Erfahrungen - wagte, ihn zu erschießen. Denn traf ihn eine Kugel, erblühte aus jedem Blutstropfen, der auf die Erde fiel, sofort eine rote Triglav-Rose. Aß der Bock nur ein Blättchen oder eine Blüte der Rose, wirkte diese wie Wundermedizin: Er wurde sofort geheilt und besaß noch größere Kräfte als vorher. In denselben Zeiten lebte im Soča-Tal, im Gasthaus an der Brücke, wo die Koritnica in die Soča mündet, eine schöne Wirtstochter. Diese liebte einen jungen Jäger aus dem Trenta-Tal, von dem man munkelte, dass er Liebling und Schützling der Schicksalsfeen sei und ihm im Triglav-Paradies nichts passieren konnte. Nun kehrten in dem für sein vorzügliches Essen berühmten Gasthaus auch venezianische Händler und Wanderkrämer auf ihrem Handelsweg von Venedig nach Tarvis gerne ein. Einem dieser galanten Händler gelang es, die Wirtstochter mit etwas Schmuck und großartigen Versprechungen von traumhaftem Reichtum für sich zu gewinnen. Der tief gekränkte junge Jäger, blind vor Eifersucht, entschloss sich, Goldhorn zu erschießen. Er wollte in den Besitz des Schlüssels zum Bergschatz gelangen und so die Wirtstochter wieder für sich gewinnen. Als er sich dem angeschossenen Goldhorn näherte, der gerade von der Triglav-Rose gegessen hatte, blendeten ihn in der Morgensonne die goldenen Hörner des mächtigen Bocks und Goldhorn stieß ihn in die Tiefe der Bergschlucht.
Die Wirtstochter, von dem lügnerischen Händler sitzen gelassen, sehnte sich wieder nach ihrem jungen Jäger. Umsonst. Nach Frühlingsbeginn schwemmte die Soča die Jägersleiche an der Flussbrücke an. Als die Hirten im Herbst ins Tal zurückkehrten, erzählten sie erschrocken von dem verlorenen Alpenparadies am Triglav. Die Feen hatten ihre Weiden und Wiesen für immer verlassen. Doch vorher hatte der zornige Goldhorn noch das traumhaft schöne Feenreich vernichtet und in eine öde Steinlandschaft verwandelt. In dem nackten Fels des Komna kann man noch heute die Abdrücke der Hörner sehen ...
Kranjska Gora
Der Touristenort liegt im breiten Sava-Dolinka-Tal und ist ein bekanntes Wintersportzentrum, Erholungsort und Ausgangspunkt für Bergtouren in die Julischen Alpen und die Karawanken. Der Ort, unterhalb des 1631 m hohen Hausberges Vitranc gelegen, ist für Aktivurlauber wie für Erholungsuchende gleichermaßen attraktiv.
Kranjska Goras Wahrzeichen - der Steinbock am Jasna-See
Kranjska Gora (ca. 1450 Einwohner), mit seinen umliegenden Dörfern am Rande des Nationalparks Triglav gelegen, ist das touristische Zentrum im Nordwesten Sloweniens. Der Ort ist bekannt für Weltcup-Skiwettbewerbe und sein nun komplett neues Nordisches Zentrum im nahen Planica (→ dort). Das Angebot an Hotels und Pensionen rundum ist groß, ebenso das Angebot an sportlichen Aktivitäten, ob im Sommer oder Winter.
Der Hausberg Vitranc ist vom Ortszentrum bequem über eine Vierer-Sesselbahn bis zur Mittelstation Vitranc 1 (ca. 1300 m) zu erreichen (Vitranc 2 auf 1576 m derzeit nicht in Betrieb) und bietet der gesamten Familie Vergnügen. Mit Tempo geht es auf der unterhalb des Vitranc 1 verlaufenden Sommerrodelbahn Besna Pehta ins Tal, Downhillfans und Freestyler holen sich auf den zahlreichen Rampen und Schanzen im Bike-Park ihren Adrenalinkick. Wer es eher unspektakulär mag, wandert auf Schusters Rappen wieder den Berg hinab.
Zum Baden lockt der nahe, ca. 1,5 km entfernte malerische und neu gestaltete Jasna-See mit seinem Wahrzeichen, dem Steinbock auf einem Fels. Da er von Gebirgsbächen gespeist wird, erwärmt sich sein Wasser allerdings auch im Sommer nur auf frische 18 bis 20 °C.
Das Freizeitangebot in der Natur ist groß: im Sommer Bergwandern oder Fahrradtouren auf einem gut markierten, großen Streckennetz, längere oder kürzere Spaziergänge im Oberen Sava-Dolinka-Tal oder eine Wanderung am Pišnica-Fluss über weiße Kieselsteine nach Vršič.
Kekec, der kleine Bergheld
Für Kinder ist Kranjska Gora ein besonderer Platz, hier entstand Josip Vandots Märchen von Kekec, dem Hirtenjungen, Sloweniens beliebteste Kindererzählung: Kekec, der in der Bergwelt lebte, befreite sich mit Mut und Schläue aus vielen Schwierigkeiten. Weitere Märchenhelden neben Kekec sind der weise Vitranc, das liebe Mädchen Mojca, der verängstigte Rožle, die geheimnisvolle Tante Pehta und der böse Bedanc ... Kranjska Gora bietet Kindern ein vielfältiges Animationsprogramm (→ Basis-Infos/Kinder).
Im Winter verwandelt sich Kranjska Gora in ein lebhaftes Skizentrum für Jung und Alt. Im Tal locken Langlauf-Loipen und eine künstliche Eislauffläche vor dem Hotel Kompas (der Jasna-See ist leider zu gefährlich!). Auf den Hängen des Vitranc kann man snowboarden und natürlich Ski fahren, wo jährlich auch der Weltcup im Riesenslalom der Herren stattfindet. Der Traum, die Olympischen Winterspiele 2006 in diese Region zu holen, platzte wie so vielerorts. Als kleiner Trost blieb die nun jährlich Anfang September steigende Party auf dem Berg Peć im Dreiländereck, die von den ehemaligen Bewerbern veranstaltet wird.
Trotz des gewaltigen Bettenangebots (über 8000) ist Kranjska Gora keine reine Touristenhochburg. In der verkehrsberuhigten Zone im alten Ortskern wirkt das Dorf, das im 11. Jh. von Kärntnern gegründet wurde, richtig sympathisch. An Ständen werden Souvenirs, Obst und Gemüse verkauft, es gibt viele kleine Läden, gemütliche Restaurants und Kneipen. Alte Bauernhäuser mit Holzdächern und kleinen Gärten blieben erhalten, im Winter wird mit Holz geheizt - eine fast ländliche Idylle, kaum hundert Meter von den ersten Großhotels entfernt. Auffallend ist auch die Ortskirche. Der Kirchturm stammt aus romanischer Zeit, Jahrhunderte später (1510) errichteten die Bewohner ein paar Meter daneben die spätgotische Kirche. 1837 verband man Kirche und Turm mit einer Kapelle. Der Baustil des Liznjekova domačija (Liznjek-Haus, Borovška cesta 63) aus der zweiten Hälfte des 17. Jh., heute ein Ethnografisches Museum), ist typisch für das damalige Kranjska Gora: Bogentür und verzierter Holzbalkon, das Innere noch mit Originalmöbeln ausgestattet. Gezeigt werden im Haupthaus neben Möbeln alte Trachten sowie allerlei zu Kekec, der schöne Heustadel gegenüber wird für kulturelle Zwecke genutzt.
♦ Mai-Okt. Di-Sa 10-18, So/Feiertag 10-17 Uhr; Nov.-April Di-Sa 9.30-16, So/Feiertag 10-16 Uhr.
Wander- und Mountainbiketipps
♦ Von Kranjska Gora mit dem Sessellift hoch bis zur Vitranc-Station 1 auf 1300 m. Ab Vitranc 1 dann rund 0:30 Std. bergan bis zur Vitranc-Station 2 auf 1576 m (dieser Sessellift ist aktuell außer Betrieb). Dann eine weitere Stunde bergan auf dem Sattel durch Fichtenwald und über schönen Wurzelweg über den Vitranc (1631 m) zum Ciprnik (1746 m). Am Gipfel-Plateau herrlicher Rundblick auf den Jalovec und Mojstrovka im Süden, die Sprungschanze Planica im Westen und den Prisank im Osten. Ca. 2-stündiger Abstieg nach Planica und weiter nach Zelenci (Sava-Quelle). Evtl. mit Bus zurück oder nochmals 0:45 Std. laufen. Keine Schwierigkeitsgrade.
♦ Von Kranjska Gora zu Fuß oder per Auto bis zum ehemaligen Hotel Erika (Beschilderung noch vorhanden). Von dort den kleinen Fußweg entlang dem Velika Pišnica und hoch in ca. 1:30 Std. zur Krnica-Hütte. Schöne Tour entlang dem munter plätschernden Bächlein, zudem herrliche Alpenflora.
Das Naturschutzgebiet Zelenci - hier entspringt die Sava Dolinka
♦ Rundtour für Geübte über den Berg Špik mit kurzem Klettersteig. Gleicher Anfangsweg wie unter Punkt 2. Nach ca. 0:15 Std. Abzweig zum Špik und weiter über die Krnica-Hütte wieder zurück ins Pišnica-Tal. Sehr gute Kondition erforderlich, Laufzeit etwa 10 Std. Evtl. Übernachtung auf der Krnica-Hütte.
♦ Gemütlich mit dem Fahrrad in 0:15 Std. zur Quelle Sava Dolinka (auch Zelenci genannt), die letzten 500 m jedoch zu Fuß, da für Räder gesperrt. Zu Fuß insgesamt etwa eine halbe Stunde.
♦ Eine schöne Wander- oder Mountainbiketour (auch kombiniert) mit Panoramablick auf Kranjska Gora und Berg Špik nach Galerše und Srnjak (zu Fuß 1 Std.) und weiter unterhalb des Robe auf 1000 m nach Srednji Vrh (1836 m). In Kranjska Gora Ortsmitte fahren wir in nördlicher Richtung geradeaus und überqueren die Hauptstraße nach Jesenice, dann geht es über eine kleine Brücke. Wir folgen rechts dem Makadamweg, an der nächsten Gabelung halten wir uns nochmals rechts. Nun ca. 1 Std. bergan bis zur Hütte Srnjak (→ Kranjska Gora). Hier lohnt ein Halt - leckere slowenische Gerichte! Nun kann man weiter entlang dem Robe in ca. 1:30-2 Std. Richtung Srednji Vrh (hier eine Gostilna), auf dem Forstweg dann in ca. einer halben Std. hinab nach Gozd Martuljek wandern. Wanderer können per Bus von Gozd Martuljek aus zurückkehren. Wegzeit insgesamt bis Gozd Martuljek ca. 3:30 Std.
♦ Alpe-Adria-Trail (www.alpe-adria-trail.com), das Fernwanderprojekt vom Großglockner bis nach Muggia (ca. 750 km) passiert auch die Region Kranjska Gora: Richtung Norden über Gozd Martuljek über die Karawanken gen Faaker See, eine Schleife bietet sich auch nach Westen über Rateče-Tarvisio-Vabruna und von hier nach Norden und Nordwesten; und natürlich nach Süden über den Vršič-Pass ins Trenta-Tal (→ Kleiner Wanderführer/Wanderung 7).
Basis-Infos
Information Touristinformation TIC, 4280 Kranjska Gora, Kolodvorska ul. 1c (gegenüber Hotel Kotnik), Tel. 04/5809-440, www.kranjska-gora.si. Juni bis Mitte Sept. tägl. 8-20 Uhr, April/Mai u. Mitte Sept. bis Nov. tägl. 8-16 Uhr, Dez. bis März tägl. 8-18 Uhr. Sehr gute Auskünfte, Wanderkarten, Bergführer etc. Auch hier ist die Julische Alpenkarte erhältlich.
Agencija Julijana, Borovška cesta 93b, Tel. 04/5881-325, www.julijana.info. Organisiertes Sportangebot, eigene Bergführer, Kekec-Kinderanimation, Rafting, Paragliden.
Skipass Travel, Koroška ul. 14c, Tel. 04/5821-000, www.skipasstravel.si. Skiverleih, Liftkarten, Skischule, Unterkunft etc.
Agentur Sport Point, Borovška cesta 93a, Tel. 04/5884-882, www.sport-point.si. Sportshop, Fahrradverleih, Café und Appartements.
Intersport Bernik, Borovška cesta 88a, Tel. 04/5884-780, www.intersport-bernik.com. Skiverleih, Fahrräder, Trekking.
Verbindungen Bus: Busbahnhof, Koroška cesta. Stündlich Busse nach Rateče, Jesenice und Ljubljana (10,20 €).
Nach Bled mit den Bussen Richtung Ljubljana-Jesenice und in Jesenice oder Lesce umsteigen; einige Busse fahren auch über Bled nach Ljubljana. Nach Bovec über den Vršič-Pass nur Ende Juni bis Ende Aug. 6-mal tägl., zudem Anf. Juni bis Ende Sept. Sa/So/Feiertag 1-mal tägl. um 8.28 Uhr. Das Bussystem wurde insgesamt ausgeweitet, es gibt auch die Busse Hop-on Hop-off, die auch Richtung Predil-Bovec fahren.
Skibus: Im Winter zwischen Kranjska Gora und Planica sowie Mojstrana.
Zug: Nächste Bahnstation, auch für Fernzüge, in Jesenice; 20 km entfernt.
Flug: Flughafen Jože Pučnika Ljubljana, in Brnik, 66 km entfernt; zudem die nahen Flughäfen Villach (A), 22 km, und Tarvisio (I), ca. 12 km.
Taxi: Zu bestellen über TIC, Hotels oder PT-Taxi, Tel. 051/226-117 (mobil), www.taxi-pt.si. Nach Ljubljana ca. 125 €, Tarvisio 35 €, Villach ca. 43 € (inkl. Fahrradtransport).
Vierer-Sessellift: Auf aktuell nur einer Etappe geht es bis auf ca. 1400 m zum Vitranc, zur Station Vitranc 1. Betrieb (ca. Anf. Juni bis Mitte Sept. tägl. 9-17 Uhr (Mitte Juli bis Mitte Aug. Fr-So bis 18 Uhr). Ab Mitte Sept. bis Mitte Okt. nur Fr-So 9-17 Uhr. Winterbetrieb ab ca. 20. Nov. bis Ende März. Preise: 11 € retour, 8 € einfach, Kinder 6-14 J. 8 € bzw. 6 €. Unterhalb des Vitranc 1 verläuft die Sommerrodelbahn. Infos: Tel. 04/5809-400, www.kr-gora.si.
Gesundheit Ambulanz (Zdravstveni dom), Koroška ul. 2, Tel. 04/5884-600. In Jesenice, Tel. 04/5868-100, tägl. 24-Std.-Bereitschaft (s. u.).
Apotheke (Lekarna), Koroška ul. 1, Tel. 04/5884-760.
Krankenhaus (Bolnica), in Jesenice, Titova 112, Tel. 04/5868-000.
Kinder Kekec-Land (Kekčeva dežela), wird über die Agentur Julijana organisiert: Es geht hoch zur Berghütte von Kekec, dort gibt es Sterz und Dickmilch und es werden Geschichten aus alten Zeiten, natürlich von Kekec und seinen Helden, erzählt. Für Kinder von 3-10 Jahren, auch die Eltern können mit.
In Gozd Maruljek gibt es noch das Zwergenland, in Dovje-Mojstrana „Auf den Wegen der Triglav-Märchen“ (Rajže po poteh Triglavskih pravljic).
Nachtleben Casinos im Hotel Korona und Ramada Resort Kranjska Gora; ganzjährig und nonstop geöffnet; gerne von Italienern besucht.
Fürs junge Publikum u. a.: Pub Vopa 9, Borovška cesta 92, Fr/Sa mit DJs und Events. Pub Legende 13, Borovška cesta 93 (im Hotel Ramada & Suites), hier gibt’s Livemusik und Karaoke.
Kranjska Gora - ein beliebter Touristenort bei Ski- und Wanderfreunden
Veranstaltungen Kranjska Gora und seine Umgebung haben eine Vielfalt vor allem an Sportveranstaltungen zu bieten (→ Podkoren). Vitranc Weltcup und Europapokal Alpin-Männer, auf dem Vitranc, jährlich verschieden (zw. Dez. und Febr.). Europapokal im Hundeschlittenrennen im Febr. Weltcup-Skispringen, in Rateče (s. u.), im März. Sommerfeste, von Juni bis Ende Aug., Folkloredarbietungen und Konzerte auf dem Platz vor der Kirche. Große Gedenkfeier, letztes Juliwochenende; am So um 10 Uhr Messe in der Russischen Kapelle unter dem Vršič (ein Gratisbus fährt um 8 Uhr ab Hotel Kompas). Radrennen „Sturm auf den Vršič“, 1. Sa im Sept. „Party am Dreiländereck“ auf dem Peč, 2. So im Sept. (ab 10 Uhr), mit Musikgruppen und einem reichhaltigen kulinarischen Angebot der drei Länder. Red Bull Goni Pony, am Samstag Anf. Juni; Rennen mit Verkleidung und den alten Kleinrädern.
Übernachten
Die Hotelkapazität von Kranjska Gora und seinen Nachbardörfern ist gewaltig, ebenso die Nachfrage - in der Skisaison, zu Weltcup-Turnieren sowie im Juli und August sind zeitige Reservierungen empfehlenswert. Die Preise schwanken je nach Saison stark, die unten angegebenen Preise gelten für die Hauptsaison im Sommer. Erheblich günstiger ist die Nebensaison, dafür gibt es einen satten Winterzuschlag von 20-40 %. Eine kleine Auswahl:
Privatzimmer: über Touristagenturen. DZ ab 30 € ohne Frühstück, Frühstück 6-10 €. Ferienwohnungen ab 40 €/2 Pers.
Folgende zwei Hotels sind unter Ramada Hotels (Hit Holidays hat hiesige Ltg.) buchbar: Tel. 04/5884-820, www.hit-alpinea.si:
Mein Tipp **** Hotel Ramada Hotel & Suites 12, das schönste Hotel am Ort, zentral in der Ortsmitte. Sehr gute Konditorei, Restaurant mit großer Terrasse, Wintergarten und Teesalon mit gemütlichen Sesseln für den Fünf-Uhr-Tee sowie Pub für die Nacht. Auch Massagen. Gegenüber die *** Appartements. Komfortable DZ/F ca. 150 €. Ganzjährig. Borovška cesta 93.
**** Hotel Ramada Resort by Windham Kranjska Gora 11, direkt neben der ersten Skipiste, gute Ausstattung mit großem Wellnessbereich (u. a. Massagen, Sauna, Hallenbad) und Aquapark Larix; Casino - für den Winter und bei Schlechtwetter zu empfehlen. DZ/F ca. 180 €. Ganzjährig. Borovška cesta 99.
**** Hotel Kompas 6, das größte Hotel mit fast 300 Betten, ruhig am Ortseingang gelegen. Mit Sauna, großem Hallenbad und Jacuzzi, Fitnessraum, Wellness, Billardtischen. DZ/F ab ca. 150 €. Borovška cesta 100, Tel. 04/5892-100, www.hit-alpinea.si.
**** Hotel Kotnik 10, 15-Zimmer-Hotel, ruhig im alten Ortskern gelegen. Mit der gelben Fassade und den Fensterverzierungen wirkt es sehr freundlich. DZ/F ca. 105-130 €. Ganzjährig. Borovška cesta 75, Tel. 04/5881-564, www.hotel-kotnik.si.
Übernachten
1 Eco-Camp Natura 2 Pension-Rest. Livada 3 Boutiquehotel-Rest. Skipass 4 Kavarna-Slaščîčarna & Zimmer Kala 5 Hotel Lipa 6 Hotel Kompas 10 Hotel Kotnik 11 Hotel Ramada Resort Kranjska Gora 12 Hotel Ramada Hotel & Suites 14 Hotel Cvitar 15 Appartementhaus Vijolica 16 Hotel Miklič 17 Hotel Best Western 18 Rest. & Pension Milka 19 Vila Triglav
Essen & Trinken
7 Gostilna-Pizzeria Bor 8 Gostilna Pri Martinu 10 Hotel Kotnik 18 Rest. & Pension Milka
Cafés
4 Kavarna-Slaščîčarna & Zimmer Kala 12 Hotel Ramada Hotel & Suites 17 Hotel Best Western
Nachtleben
**** Boutiquehotel Skipass 3, kleines 9-Zimmer-Hotel in gemütlichem und modernem Holz-Ambiente mit bester Ausstattung. Der Stolz des Hauses ist das Gourmet-Restaurant, das vorzügliche Dreiländereck-Speisen auch auf der luftigen Terrasse bietet. DZ/F ca. 140 € (Standard mit Balkon), ca. 160 € (Superior), 225 € (Deluxe). Ganzjährig. Borovška cesta 95, Tel. 04/5821-000, www.skipasshotel.si.
**** Hotel Best Western 17, (ehemals Hotel Lek), nettes, gemütliches, nicht zu großes Hotel nun unter neuer Leitung, ruhig am Ortsende an der Straße zum Jasna-See und Vršič-Pass gelegen. Ebenfalls mit Hallenbad, Sauna und Tennisplätzen. Verschiedenste Zimmerausstattungen. DZ/F ab ca. 160 €. Ganzjährig. Vršiška cesta 38, Tel. 04/5881-520, www.bestwestern.de.
*** Hotel Lipa 5, nahe Busbahnhof. 20-Betten-Haus im alpenländischen Stil mit schönem Wintergarten, Terrasse und gutem Restaurant. DZ/F ca. 100 €. Koroška cesta 14, Tel. 04/5820-025 041/355-925 (mobil), www.hotel-lipa.si.
*** Gostilna Cvitar 14, ebenfalls im alten Ortskern. Familienhotel mit Restaurant und großer Terrasse. DZ/F ca. 80 €. Borovška cesta 83, Tel. 04/5883-600, www.cvitar.com.
Kavarna - Slaščîčarna & Zimmer Kala 4, im Zentrum liegt das nette Café (tägl. 9-21 Uhr) mit drei schönen Zimmern (insg. sieben Betten). Leckeres Eis und Torten verführen. DZ/F 76 €. Fast ganzjährig (bis auf eine Woche im April, Juni, Sept. u. Nov.). Koroška ul. 13 B, Tel. 04/5885-544, www.sobe-kala.si.
*** Vila Triglav 19, ruhig oberhalb des Jasna-Sees und dem Pišnica-Fluss (ca. 1 km südl.) mit Blick in die Bergwelt gelegen. Unter neuer Leitung. Hübscher Holzbau mit Wintergarten, gutem Café und Restaurant sowie Sauna und Pool. Ansprechende Appartements/Zimmer (die preiswerten teils klein); DZ/F ab ca. 115 € (mind. 2 Tage Aufenthalt). Naselje Ivana Krivca 6, Tel. 030/400-514 (mobil), www.vila-triglav.si.
*** Pension-Restaurant Livada 2, gemütliches Haus im Alpenstil, ca. 1 km vom Zentrum in Jasna. Nette Zimmer/Appartements; DZ/F ab 75 €. Koroška ul. 24, Tel. 041/719-021 (mobil), www.penzion-livada.si.
*** Hotel Miklič 16, südlich des Ortskerns. Gemütliche, gut ausgestattete Zimmer mit Balkon, zudem Sauna. DZ/F ab ca. 110 €. Zudem wird man im Restaurant (ab 12 Uhr) mit ausgezeichnetem Essen verwöhnt. Vitranška ul. 13, Tel. 04/5881-635, www.hotelmiklic.com.
*** Appartementhaus Vijolica 15, direkt an der Kekec-Kinderskipiste. Freundlich und modern gestaltet, mit Sauna, Innen- und Außenjacuzzi. Zwölf Appartements für 2-6 Pers., Studio ca. 110 € für 1-2 Pers. Smerinje 8b, Tel. 04/5820-500, www.apartmaji-vijolica.com.
*** Pension & Restaurant Milka 18, gegenüber und oberhalb vom Jasna-See (1,1 km südl.) steht das hübsche, im Innern verspielt eingerichtete Holzgebäude mit großer Terrasse und einer Sterne-Küche (→ Essen). Sechs Zimmer im Blümchenmuster-Dekor, DZ 110-120 €, Frühstück 7 €/Pers. Di Ruhetag. Vršiška cesta 45, Tel. 070/169-566 (mobil), www.pensionmilka.com.
Weitere Übernachtungsmöglichkeiten (→ Kranjska Gora/Umgebung)
Bio/Regional Camping Eco-Camp Natura 1, ab Hauptstraße Jesenice-Podkoren (Abzweig Richtung Srnjak nehmen, nach der Brücke nicht nach rechts, sondern geradeaus) rund 500 m auf schlechter Schotterpiste. Das Camp ist nur für Zelte und liegt idyllisch und absolut ruhig auf einer Lichtung mitten im Wald, es gibt auch Pferde. In sauberen, schönen Holzhäusern gibt’s Waschbecken/Dusche/WC, alles solarbetrieben und mit Quellwasser. Übernachtet wird im eigenen Zelt oder in feststehenden Zelten (mit Holzbett und Teppich) und kleiner Terrasse. Oder man krabbelt gar ins hängende Zelt. 18 €/Pers. Juni bis Sept. Tel. 064/121-966, www.naturaecocamp.si.
Stellplatz Kranjska Gora, kleiner Parkplatz für Wohnmobile, nördlich vom Sessellift Vitranc 1. 13 €/24 Std.
Essen & TrinkenKarte
Mein Tipp Gostilna Pri Martinu 8, großes Lokal mit verschiedenen Räumlichkeiten, Sitzgelegenheit auf überdachter Terrasse mit Blick auf die Berge. Immer viel los, flinker Service. Hier kann man viele traditionelle slowenische Gerichte probieren, z. B. Heidenbrei mit Pilzen oder Gorgonzola, Risotto, Polenta oder Nudeln mit Pilzen oder Gulasch, Wildgerichte. Tägl. ab 10 Uhr. Borovška cesta 61, Tel. 04/5820-300.
Restaurant-Pizzeria Hotel Kotnik 10 (→ Übernachten), neben guter slowenischer Küche sehr gute Pizzen. Borovška cesta 75.
Mein Tipp Restaurant & Pension Milka 18, (→ Übernachten); auf der großen Terrasse mit herrlichem Gebirgs- und Jasna-See-Blick oder im blümchenverzierten, verspielten Innern speist man vorzügliche Menüs vom haubengekrönten Küchenchef Miha Dolimar und seinem jungen Team - erst 2019 eröffnet und schon von Gault-Millau prämiert. Tägl. außer Di 12.30-16/18-22 Uhr. Vršiška cesta 45, Reservierung unter Tel. 070/169-566 (mobil), www.pensionmilka.com.
Gostilna-Pizzeria Bor 7, südlich des Hotels Kompas, freundliches Lokal mit Wintergarten und guten Gerichten mit slowenischen Spezialitäten wie u. a. Pilzsuppe, Štrukli. Tägl. ab 10 Uhr. Borovška cesta 98, Tel. 04/8892-088.
Berghütte Srnjak, liegt am Ende der für Fahrzeuge befahrbaren Schotterstraße und oberhalb des Ortes Srdenji vrh (→ Wander- und Mountainbiketouren um Kranjska Gora. Leckerer Heidelbeerstrudel, Cremeschnitte oder Hirschgulasch - alles bestens! Schöne Gartenterrasse. Mai bis Okt. 10-22 Uhr, danach nur Sa/So 11-18 Uhr. Galerše 3, Tel. 041/744-185 (mobil).
Café/Eisdielen Hausgemachte Kuchen, Torten bieten die Tee- und Kaffeehäuser im Ramada Hotel & Suites 12, im Hotel Best Western 17 sowie das kleine, nette Kala 4.
Weitere Restaurants (→ Kranjska Gora/Umgebung).
Sport
Organisierte Aktivitäten Die Sportagenturen (→ Information) bieten eine breite Programmpalette in Kranjska Gora und in anderen Orten der Julischen Alpen an: z. B. Bergführungen unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade und Längen (ab ca. 100 €/Pers. für eine 6- bis 8-Std.-Tour), Rafting oder Kajakfahren auf der Soča, Canyoning um Bled oder Bovec, Klettern, Abseilen, Reiten, Mountainbiken und anspruchsvolle mehrtägige Trekkingtouren. Das Hotel Špik in Gozd Martuljek (→ dort) hält ebenfalls ein breit gefächertes Sportangebot parat.
Angeln In den Flüssen und Bächen der Umgebung. Angelscheine für den Jasna-See (www.ribiskekarte.si.)
Bikepark Kranjska Gora Fun- und Mountainbikepark, am Vitranc-Abhang können sich Liebhaber dieser Sportarten austoben: Auf 13 km, mit 350 m Höhenunterschied, gibt es drei verschiedene Wege für Downhillfans, zudem einen Weg für Freestyler mit über 150 Hindernissen verschiedenster Schwierigkeitsgrade, Airline, Lunapark, mehr als 25 Jumps sowie einen „Monster-Jump“ über 15 m Höhe. Räder inkl. Sicherheitsausrüstung wie Helm etc. können ausgeliehen werden, auch Kurse sind buchbar. Tagesticket 27 €, Halbtagesticket z. B. 9-13 Uhr 22 €. Bikeverleih/Tag 55 €, auch Protektorenverleih. Ende April bis Okt. Fr-So 9-17 Uhr (Ende April/Anf. Mai und Juni bis Mitte Sept. tägl.), www.bike-park.si.
Mountainbikeverleih: Über die Sportagenturen und Hotel Špik in Gozd Martuljek; Preise: ca. 15 €/Tag (Juli/Aug. 17 €), E-Bike ca. 35 €/Tag (40 €). Um Kranjska Gora wurden markierte Fahrradwege angelegt. Kartenmaterial bei TIC.
Sommerrodelbahn Besna Pehta, unterhalb des Vitranc 1.
Schwimmen Im nahen Jasna-See. Hallenbäder in den Hotels Kompas, Best Western Ramada Resort Kranjska Gora und Hotel Špik in Gozd Martuljek; Nicht-Hotelgäste müssen zahlen.
Tennis Courts bei den Hotels Best Western sowie beim Hotel Špik in Gozd Martuljek. Zudem auch beim Kamp Kamne in Dovje.
Klettersteige (Via Ferratas) In der Umgebung (→ Mojstrana), Ausrüstung über die Agenturen.
Wandern/Bergtouren In der Umgebung von Kranjska Gora gibt es rund 100 km markierte Wanderwege. Die Möglichkeiten reichen vom Spaziergang (Themen- und märchenhafte Wege) bis zu ein- oder mehrtägigen Touren in die Berge des Nationalparks Triglav. Wanderkarten und viele Routenvorschlägen sind bei TIC erhältlich, ebenso kann man erfahrene Bergführer buchen, was in dem teils schwierigen Gelände keine unnütze Geldausgabe ist. Gute Bergausrüsung erforderlich! Für Felsgeübte führen verschiedene Klettersteige auf den Triglav (2864 m), Jalovec (2645 m), Razor (2601 m), Prisank (2547 m), Špik (2472 m) und auf andere Gipfel. Triglav-Aufstiege → Mojstrana. Es gibt auch Kartenmaterial für eine Kombination aus Wandern und Mountainbikefahren (→ Kleiner Wanderführer, Wanderungen Nr. 1, 2 u. 3).
Wellness Über das größte Wellnesscenter verfügt das Hotel Ramada Resort Kranjska Gora mit dem sog. Larix-Aquapark (große Schwimmbecken, Wasserfälle, Whirlpool, Kinderbecken, Saunas), Vita-Center (verschiedenste Massagen). Borovška cesta 99, Tel. 04/5884-100.
Wintersport Ski alpin: Kranjska Gora hat 18 Skipisten, die sich auf einer Höhe von 800 bis ca. 1300 m auf dem Vitranc und hinüber nach Planica ziehen. Zur Verfügung stehen sechs Sessel- und 13 Schlepplifte. Doch spektakuläre Abfahrten sind trotz einiger schwarzer Pisten und Weltcup-Slalomstrecke nicht zu erwarten. Auch hier gibt es zur Unterstützung von Frau Holle Schneekanonen. Leihausrüstung siehe Agenturen.
Skispringen und Skifliegen: Die Schanzen sind im Planica-Tal bei Rateče nahe der italienischen Grenze.
Russische Kapelle (Vršič-Pass)
Skilangläufer finden gespurte Loipen auf über 40 km Länge, auch eine beleuchtete Nachtlaufloipe für Unermüdliche. Leihausrüstung über die Agenturen.
Tourenski: z. B. mit erfahrenen Skiführern die Bergwelt erkunden.
Vereiste Wasserfälle ersteigen: Organisation von Touren mit erfahrenen Führern ebenfalls über die Agenturen.
Rodeln: u. a. Nachtabfahrten mit Fackeln am Dreiländereck bei Rateče, zudem beleuchtete Rodelbahn bei Gozd Martuljek.
Umgebung von Kranjska Gora
Rund um Kranjska Gora liegen herrliche kleine Alpendörfer, malerische Täler und hohe Berge, die sich als Ausflugsziele und für Berg- oder Mountainbiketouren anbieten. Wer hier länger bleiben mag, kann sich in den Dörfern eine Unterkunft suchen. Informationen und Sportangebote (→ Kranjska Gora).
Vršič-Pass
Von Kranjska Gora aus erreicht man auf einer neu asphaltierten Straße und nur noch teilweise vorhandenem alten Kopfsteinpflaster nach 24 engen Kehren mit 14 % Steigung den 1611 m hohen Vršič-Pass, in weiteren 27 Kehren geht es wieder abwärts ins Soča-Tal. Der Vršič ist Sloweniens höchster Pass, am Sattel verlief einst die Grenze zu Italien. Der Weitblick von hier oben ist herrlich, der Pass eignet sich auch als Startpunkt für wunderbare Bergtouren. Die bis heute intakte Passstraße wurde in den 1960er-Jahren anlässlich eines Besuches des äthiopischen Kaisers Haile Selassie aus Granitsteinen erbaut. Auf dem Weg nach oben gibt es einige bewirtschaftete Berghütten und kurz vor der 22. Kurve Gräber aus dem Ersten Weltkrieg zu sehen.
Einen Stopp lohnt kurz nach der achten Kurve mitten auf einer Waldlichtung die aus Holz errichtete Russische Kapelle (Ruska Kapelica) - eine Gedenkstätte für die russischen Gefangenen im Ersten Weltkrieg, auch ein Info-Punkt (Juli/Aug.) ist geöffnet. 1914 begann hier der Straßenbau unter den Österreichern, die für die Soča-Front eine Zufahrt für ihr schweres Militärgerät brauchten. Russische Gefangene wurden dafür eingesetzt, rund 10.000 Gefangene ließen bei Schneestürmen und Lawinen ihr Leben. Allein am 12. März 1916 gab es 300 Tote durch eine Lawine. Eine Gedenkfeier findet jährlich am letzten Sonntag im Juli statt (→ Veranstaltungen). 2016 erhielt das Kirchlein Besuch vom russischen Staatspräsidenten Putin - die Straßen rundum, selbst das Karawankentunnel, waren gesperrt.
Heute zieht die Passstraße vor allem Radsportbegeisterte in ihren Bann. Am ersten Samstag im September wird die Straße für den Autoverkehr gesperrt, dann findet das Radrennen „Sturm auf den Vršič“ mit Tausenden von Teilnehmern statt.
Wandertipps um den Vršič-Pass
♦ Von Kranjska Gora zum Vršič-Pass (1611 m): erst das Velika-Pišnica-Tal entlang, dann westlich der Straße bergauf. Ca. 3:30 Std., einfache Strecke. Oder per Bus hinauf (im Sommer alle 2 Std.) und zu Fuß wieder bergab.
♦ Zum Heiden- oder Riesenmädchen: vom Vršič-Pass östlich den breiten Makadamweg entlang. Von hier aus Blick auf das Felsmassiv und das Antlitz der Ajdovska deklica. Ca. 1 km einfache Strecke.
♦ Rundweg vom Vršič-Pass (1611 m): über das sog. Tor Vratica (1807 m) hinüber zum Sleme mit seinen drei kleinen malerischen Seen (aktuell leider zugewachsen), von denen sich in einem der Berg Jalovec spiegelt. Auf schmalem Pfad hinauf zum Gipfel Slemenova spica (1909 m). Zurück zum Vršič-Pass unterhalb der steil aufragenden Felswände von Velika und Mala Mojstrovka (2332 m) auf kurzem einfachen Klettersteig und gut begehbarem Geröllpfad. Herrliche Ausblicke auf den Jalovec. Achtung: auf Steinschlag anderer Kletterer achten. Ca. 3:30 bis 4 Std. Gehzeit; auch gut mit Kindern machbar.
♦ Vom Sleme ins Planica- und Tamar-Tal: Eine Variante führt durch den Engpass Črna Voda mit 900 m Höhenunterschied. Achtung: Hier ist bis in den Frühsommer Schnee und sehr schwieriges Gelände! In ca. 2:30 Std. erreicht man direkt die Tamar-Berghütte. Weiter dann in ca. 1 Std. auf sehr einfacher Gehstrecke zum Planica-Parkplatz. Alternative (nur für Geübte, schwierig zu begehen!): Vom Sleme über den Grlo-Pass (1457 m) fast direkt hinab zur Tamar-Berghütte in ca. 2:30 Std.
♦ Eine ebenfalls anspruchsvolle Tour verläuft vom Vršič-Pass auf den Prisank (2547 m) in ca. 4:30 Std., in weiteren 1:30 Std. wird die Unterkunftshütte Pogačnikov dom (2050 m) unterhalb des Razor (2601 m) erreicht.
♦ Zum Prisank führt auch ein anspruchsvoller 5-stündiger Klettersteig, ein Highlight für Climber, die durch das „Fenster“ - eine 80 m hohe Felsöffnung - steigen.
Wanderung 1 - Vom Vršič-Pass über den Sleme ins Planica-Tal
Aussichtsreiche Tour mit Blick auf imposante Julier und schöne Täler
Praktische Infos
Übernachten/Essen - Berghütten Übernachtungpreise: im Zimmer ca. 20 €/Pers., Schlaflager ca. 15 €/Pers. (mit Alpenvereinsausweis jeweils nur 50 %.
Koča na Gozdu na Vršiču (1226 m), 8 km von Kranjska Gora, ca. neunte Kurve abseits der Passstraße. Gemütliche Hütte mit schönem Blick auf den Prisank. Spezialitäten sind Wildgerichte. Nette Zimmer mit Dusche (3- bis 6-, 4- bis 8- u. Mehrbettzimmer). Mai bis Sept. (bei gutem Wetter teils auch ganzjährig Sa/So). Vršiška cesta 86, Tel. 041/682-704 (mobil), www.prezlc.si/koca-na-gozdu.htm.
Tonkina koča na Vršiču (1380 m), ca. 2 km nach na Gozdu. Es gibt Suppen, Gulasch etc. und Getränke, zudem Schlaflager. Mitte Juni bis Mitte Sept. tägl., danach nur Fr-So. Vršiška cesta 89, Tel. 041/396-645 (mobil).
Erjavčeva Koča na Vršiču (1525 m), bei der 22. Kurve liegt abseits der Straße auf einem bewaldeten Hügel die hübsche Hütte, ebenfalls mit Blick auf den Prisank und das Heidenmädchen. Hier gibt’s leckere, deftige Oberkrainer Küche. Schlaflager (ca. 30 Pers.) und sieben einfache Zimmer mit je zehn Betten (zwei Duschen für alle). Ganzjährig außer Nov. Vršiška cesta 90, Tel. 051/399-226 (mobil).
Tičarjev dom na Vršiču (1620 m), am Vršič-Pass mit Zimmern/Schlaflager, Verpflegung. Juni bis Sept. Trenta 85, 5232 Soča, Tel. 04/5866-070, 051/634-571 (mobil).
Poštarski dom na Vršiču (1688 m), etwas östlich des Vršič-Passes über Zufahrtsstraße oder Wanderweg erreichbar, mit Zimmer und Schlafsaal, einfache Betten und einfacher Küche, aber schöner Weitsicht. Juni bis Aug. Vršiška cesta 92, Tel. 041/610-029 (mobil).
Podkoren
Die erste slowenische Ortschaft, die nach der Einreise über den Wurzenpass (18 % Steigung, für Wohnwagen gesperrt!) erreicht wird - ein Alpendorf mit gut erhaltenen Fachwerkhäusern, ca. 2 km von Kranjska Gora entfernt. Nahe Podkoren entspringt die Sava Dolinka (auch Zelenci genannt), die dem Tal ihren Namen gab. Das über schöne Gehwege zugängliche Naturreservat Zelenci ist ein sumpfiges, türkisfarbenes Moor-Seengebiet mit reicher Pflanzen- und Tierwelt - auch fleischfressende Pflanzen soll es geben (ausgeschildert ab Parkplatz und Bar Zelenci).
Information Okrepčevalnica (Imbiss) Pehta, Podkoren 73, Tel. 041/709-750 (mobil). In der Hütte am Parkplatz gibt es einen guten Imbiss (s. u.), Infos und Taxiservice.
Übernachten *** Appartements Kot’č, zwei hübsche Wohnungen bei der Kirche. Je ca. 60 €/2 Pers. Podkoren 74a, Tel. 031/395-551 (mobil), www.apartmaji-kotc.si.
*** Hotel-Restaurant Vitranc, im Ortszentrum unter neuer Leitung; ein stattliches Gebäude mit netter Terrasse. Die Gästezimmer sind teils mit Stilmöbeln ausgestattet. Es gibt Zimmer/Appartements (2-5 Pers.), DZ/F ca. 90 €. Ganzjährig. Podkoren 94, Tel. 04/5809-520, www.vitranc.si.
Bio/Regional Pr’ Gavedarjo - Design Rooms, der Bauernhof von 1913 wurde im Innern stilsicher, modern und mit Naturmaterialien renoviert und zu gemütlichen Zimmern (1- bis 4-Bett) mit altem und neuem Mobiliar kreativ ausgebaut. Auch auf das Bio-Frühstück darf man sich freuen. WiFi. DZ/F ca. 90 €. Podkoren 72, Tel. 031/479-087 (mobil), www.prgavedarjo.si.
Essen & Trinken Hotel Vitranc, große Auswahl: von Zwiebelrostbraten, Kalbsschnitzel, Bœuf Stroganoff bis hin zu Seefisch, als Nachspeise gibt es u. a. Gibanica, Strudel.
Imbissstube Pehta, westlich von Podkoren am Parkplatz und Fahrradweg (Hauptstraße Kranjska Gora-Rateče). Von hier gelangt man auf den Fußweg zum Naturreservat Zelenci und der Sava-Quelle. Eine gute Adresse für deftige Eintöpfe. In der Saison immer ca. 8-17 Uhr geöffnet, danach nur bei gutem Wetter.
Rateče
Das gemütliche Alpendorf mit stattlichen Fachwerkhäusern und zahlreichen Pensionen liegt ca. 6 km westlich von Kranjska Gora in Richtung Grenzübergang zu Italien und zählt zu den ältesten Ansiedlungen in dieser Gegend, auch handschriftliche Dokumente aus dem 14. Jh. zählen zu den ältesten Sloweniens. Im renovierten Bauernhaus Kajžnova hiša (Haus Nr. 43) wurde ein kleines Ethnografisches Museum eingerichtet.
Bekannt ist der Ort jedoch für seine nun wieder weltgrößte Skiflugschanze (Letalnica) Planica, die an der Ostflanke des Ponca-Bergzugs neben weiteren Sprungschanzen (Skakalnica) im Süden des Ortes im Planica-Tal am Beginn des Tamar-Tales liegt (→ Kasten „Skiflugrekorde“). Alle Sprungschanzen, auch Bloudek und Gorišek, wurden erneuert, das Gelände mit großen Zuschauertribünen bestückt und auch die Straßenzufahrt verbreitert. Komplettiert wurde dies mit einem modernen, dreistöckigen Holzrundbau, dem Infocenter mit u. a. Museum und Multivisionsraum, alles über die Planica und ihre besten Skispringer, einer 800 m langen, ganzjährig beschneiten Innenloipe bei - 2 Grad, zudem Bar und Aussichtsterrasse, also alles in allem zu einem Nordic Center ausgebaut, wo sich auch Langläufer auf 40 km tummeln können. An den Sprungschanzen wird auch im Sommer geübt, daher gibt es immer etwas zum Gucken. Die 566 m lange Zipline (ganzjähriger Betrieb) mit 58,6 % Gefälle und deren Adrenalin-Gäste bevölkern neben Wanderern zudem dieses Tal.
Wander- und Mountainbiketipps um Rateče
♦ Im Norden in das Trebiža-Tal und hinauf auf den Berg Peč, auf 1508 m am Dreiländereck - Lehrtafeln informieren zu verschiedenen Themen. Zur Einkehr lockt etwas abseits am Kamm die Dreiländerhütte (bereits in Österreich), die tiefer gelegene Koča na Tromeji auf 1145 m ist geschlossen.
♦ Südlich des Planica-Tals mit seinen herrlichen Wiesen und weiter vom Tamar-Tal aus locken zahlreiche wunderbare Hochgebirgstouren. Mit dem Auto kann man bis zum Parkplatz südlich der Sprungschanzen fahren. Ab dann geht es zu Fuß oder bequemer mit dem Mountainbike südwärts durch das Tamar-Tal und zum Nadiža-Wasserfall (ca. 4 km) und zur nahen Unterkunftshütte Planina Dom Tamar (1108 m). Wenige Meter davor steht die 1936 errichtete und zwischenzeitlich hübsch renovierte Kapelle Marija pomagaj, mit schönen Mosaikarbeiten von Marko Ivan Rupnik an der Frontseite verziert; im Inneren hängt eine Kopie des bekannten Grandenbildes aus der Wallfahrtskirche Brezje. Für Bergsteiger findet im Juli/August sonntags um 15 Uhr eine Messe statt.
♦ Ab der Unterkunftshütte bietet sich eine schöne Tour über den im Talende letzten Wasserfall - einem von vielen weiteren namenlosen in diesem Gebiet - und danach steil bergan in Richtung Sleme-Massiv. Diese Tour lässt sich über den Vršič (einfacher ist die umgekehrte Richtung) oder auch um einen weiteren Tag ausdehnen (→ Kleiner Wanderführer/Wanderung 1).
♦ Anspruchsvolle Bergtouren (nur für Geübte!) sind vom Tamar-Tal nach Süden rund um den Jalovec (2645 m, Klettersteige) möglich, oder man unternimmt über den Srednja Ponca (2228 m) und weiter über die Unterkunftshütte Luigi Zacchi (1380 m) einen Abstecher nach Italien.
Praktische Infos
Information Touristinformation, 4283 Rateče-Planica, Rateče 22, Tel. 04/5876-041, www.ratece-planica.si. Mo-Do 7-15 (Mi bis 17), Fr 7-13 Uhr.
Info Nordic Center (Nordijski Center Planica), Rateče 167, Tel. 04/5884-570, 031/689-806 (mobil), www.nc-planica.si. April bis Okt. tägl. 9-20 Uhr, Nov. bis März bis 17 Uhr. Alle Infos, auch zu Übernachtung, rund um die Planica. Zudem Verleih von Langlauf-Equipment.
Skiflugrekorde auf der Planica - hoch, höher, am höchsten ...
Im März 1936 wurde die Großschanze Bloudkova Velikanka in Planica eingeweiht und damit eine neue Ära eingeläutet, denn hier konnte man erstmals über 100 m weit fliegen. Eine Besonderheit war und ist die Hangneigung von 33 Grad und die relativ flache Flugkurve, die alles abverlangt. 28 Skiflugweltrekorde wurden bisher auf der Letalnica (Skiflugschanze) in Planica aufgestellt. Die erste Sensation gab es bereits zur Eröffnung, als im März 1936 der Wahlösterreicher Sepp Bradl (ein gebürtiger Bayer) die 100 m-Marke mit 101,5 m überflog.
1969 weihte man dann neben der alten Großschanze die neue der Gebrüder Gorišek ein. Und wieder errang man fantastische Weiten bis zu 165 m. 1994 knackte der Finne Nieminen die 200-Meter-Marke mit 203 m. 1997 stellte Lasse Ottesen mit 212 m den Weltrekord auf, der 2005 mit 239 m überboten wurde: Bjørn Einar Romøren blieb 9 Sekunden in der Luft. Zwar flog kurz darauf der Finne Janne Ahonen fantastische 240 m, stürzte dann allerding im Auslauf. Im Februar 2011 gab es einen neuen Weltrekordler, Johan Remen Evensen, auf der gut präparierten Schanze im norwegischen Vikersund mit 246,50 m. Und das alles, obwohl all die Jahrzehnte Weitenlimits seitens des Skiverbandes FIS gesetzt wurden, jedoch vergebens, sodass die Limits schließlich aufgegeben wurden.
2013 wurden dann die beiden Schanzen erneuert, die der Gebrüder Gorišek auf K 200 (HS 240) vergrößert (K=Kulm, HS=Hillsize). Bereits im März 2014 errang hier der Slowene Peter Prevc wieder einen Schanzenrekord mit einer Flugweite von 242 m (auf der Bloudek), 2015 übertraf er sich mit 248,5 m auf der neuen Skiflugschanze Gorišek. 2016 löste ihn sein Landsmann Tilen Bartol mit 252 m ab, diese Marke erreichte 2019 beim Weltcup auch der Japaner Ryoyu Kobayashi. Es wird sich zeigen, was bei der WM 2020 (von März auf Dezember 2020 verschoben) geflogen wird, die 300-Meter-Marke wird anvisiert.
Parken/Camperstopp Das Parken am am Planica-Gelände ist gebührenpflichtig, 2,50 €/Tag, 12 €/Bus. Hier ist ebenfalls ein Camperstopp (mit Wasser/Strom), man zieht die Tageskarte für 12 €.
Sport Sprungschanzen (Skakalnica): für Kinder HS 15, 30 u. 45 m, für Jugendliche HS 65 und 85 m, die Bloudek-Großschanze HS 104 und 139 m und die neue Skiflugschanze der Gebrüder Gorišek HS 225 m.
Langlauf: gespurte Loipen im Tamara-Tal und um Rateče von ca. 40 km sowie im Innenbereich des Nordic Centers Planica (s. o.).
Zipline: www.planica-zipline.si, 25 €, ganzjährig.
Skibus: Im Winter werden alle Orte rund um Kranjska Gora angefahren.
Veranstaltungen Weltcup im Skispringen und Skifliegen auf der Planica jährlich im März. Dorffest in Rateče jährlich am 15. Aug.
Übernachten/Essen Es gibt zahlreiche Pensionen und Ferienwohnungen in jeder Kategorie. Preise (→ Kranjska Gora).
Olimpic-Sport-Center (CŠOD) - Hotel Planica, netter Neubau östlich der Zufahrtsstraße am Waldrand mit ca. 25 Zimmern, in Dependancen 19 Mehrbettzimmer, auch Höhenzimmer für Sportler. Es gibt Sauna, Kletterwand, Fußballfeld. Alles jedoch eher spartanisch eingerichtet und mehr ein Traniningscamp für Sportler und Schulgruppen. ÜF/Pers. 35 €, HP 40 €. Rateče 167. Infos Nordic Center.
Gostilna Pri Žerjavu, in der Ortsmitte steht das schöne gelbe Gebäude mit Sitzmöglichkeiten vor der Tür. Gute slowenische Spezialitäten. Rateče 39, Tel. 04/5876-026.
Gostilna Šurc, das lang gestreckte, mit Blumen umrankte Holzhaus liegt im Westen des Ortes, die sonnige Terrasse vor dem Haus lädt zu leckeren Gerichten ein. Ab ca. 11 Uhr. Rateče 86, Tel. 04/5876-033.
Planinski Dom v Tamarju (1108 m), schön und ruhig am Ende des Tamar-Tals gelegen, ideal als Ausgangspunkt für Touren. Zudem locken eine reichhaltige Speisekarte und viele Schnäpse. Zimmer und Schlaflager. Ganzjährig. Rateče-Planica 167, Tel. 04/5876-055, 041/378-077 (mobil).
Ratečes Umgebung lädt zu herrlichen Spaziergängen, Wander- und Mountainbiketouren ein.
Wanderung 2 - Von Rateče zum Berg Peč am Dreiländereck
Leichte Wanderung bzw. konditionsstarke Mountainbike-Tour auf dem Lehrpfad
Gozd Martuljek
Das Dörfchen liegt 4 km östlich von Kranjska Gora im Sava-Dolinka-Tal inmitten üppiger Natur - gegenüber im Süden das imposante Panorama der Martuljek-Berggruppe und deren höchste Erhebung, der Špik (2472 m). Gozd Martuljek bietet alles, was ein Ferienort braucht: Hotel, Camping, Freizeitangebote und Privatzimmer in einigen verstreuten Häusern. Auch hier locken zahllose Wanderrouten und viele Wasserfälle (s. u.).
Wandertipps um Gozd Martuljek
♦ Im Norden erreicht man über das alte Dorf Srednji Vrh das herrliche Jerman-Tal oder weiter östlich die Schlucht des Hladnik-Bachs - überall fantastischer Weitblick auf die Gebirgszüge im Süden (→ Kranjska Gora).
♦ Martuljek-Tal: In etwa 0:30 Std. ist der Untere Wasserfall, Spodnji Martuljkov slap, erreicht, in weiteren 0:45 Std. der etwas schwerer zugängliche, 110 m hohe Obere Wasserfall, Zgornji Martuljkov slap. Für geübte Bergsteiger bieten sich zwei Erweiterungsvarianten (beides Klettersteige!): Vom Unteren Wasserfall, leicht südwestlich haltend, in ca. 2:30 Std. zur Hütte Bivak pod Špikom (1424 m) unterhalb des Gipfels Špik; am Abzweig zum Oberen Wasserfall, geradeaus haltend, in knapp 1 Std. zur Unterstellhütte Bivak III (1340 m) unterhalb des Berges Za Akom.
Praktische Infos
Übernachten Zahlreiche Privatzimmer und Ferienwohnungen stehen zur Wahl. Auskunft über Kranjska Gora
***-**** Hotel Špik, abseits der Hauptstraße im neoalpinen Baustil mit weit heruntergezogenem Vordach und Blick auf den Berg Špik. U. a. mit einem 250 qm großen Wellnesscenter (Hallenbad, verschiedene Saunas, Massagen, Becken mit Gletscherwasser etc.) und schönem Blick auf die Berge. Zudem großes Sportangebot (u. a. Beachvolleyball, Tennis, Kajakfahren, Bogenschießen), hoteleigene Skischule und Kinderspielplatz. ***-DZ/F ca. 120 €, ****-DZ/F ca. 150 €. Jezerci 21, Tel. 04/5877-100, www.hit-alpinea.si.
*** Garni Hotel Rute, schöner Neubau nahe der Hauptstraße. Es gibt Zimmer/Appartements (ab 50 €); DZ ab 60 €, FR 7 €. Zgornje Rute 40a, Tel. 031/644-209 (mobil), www.hotelrute.si.
Camping *** Öko-Camp Špik, schönes parzelliertes 3-ha-Wiesengelände (Strom, Wasser, WiFi). Im Restaurant des nahen Hotel-Resorts (s. o.) kann man zu Vorzugspreisen speisen und alle Einrichtungen nutzen. Ca. 16 €/Pers. Ganzjährig. Tel. 051/634-466, Jezerci 15, www.camp-spik.com/de.
Essen & Trinken Gostilna Jožica, an der Straße rechts vor der Brücke; Pizzeria und Restaurant. Es werden zwei Appartements und Zimmer vermietet. Tägl. ab 9 Uhr. Zgornje Rute 51, Tel. 04/5880-126.
Mein Tipp Berghütte Brunarica pri Ingotu (950 m), ab Gozd Martuljek in ca. 45 Min. erreichbar. Das schöne „Holzhaus“ (= Brunarica) liegt idyllisch auf einer Lichtung auf dem Weg zur Kapelle Finžgareja und zu den Martuljek-Wasserfällen. Aus der offenen Küche und den großen Pötten kommt deftig Leckeres, aber auch Strudel und Potica, Wildkräutergerichte und Buchweizensterz; zudem Kräutertees, Säfte und Hochprozentiges aus dem Wald. Juli/Aug. tägl., Juni u. Sept./Okt. Sa/So u. Feiertag 10-18 Uhr. Tel. 041/749-048 (mobil Fr. Barbara), www.jasenje-priingotu.com.
Sport → Hotel Špik.
Wanderung 3 - Von Gozd Martuljek zu den Martuljški slapovi
Herrliche Familienwanderung zu den zwei Wasserfällen
Dovje
Ursprüngliches Alpendorf 12 km von Kranjska Gora im Sava-Dolinka-Tal, gegenüber von Mojstrana. Der Ort liegt in sonniger und geschützter Karawankenlage und bietet gen Süden ein herrliches Gebirgspanorama. Hier sind die für diese Gegend typischen gewölbten Türbögen zu sehen und hier lebte Pfarrer Jakob Aljaž (1845-1927), der viele Berghütten und Wanderwege sowie den nach ihm benannten Turm auf dem Triglavgipfel errichten ließ. Auch um die Belange der Bergsteigerei machte sich Jakob Aljaž verdient. Im Pfarrhaus erinnert ein Gedenkzimmer an ihn, an der Straße zwischen Mojstrana und Dovje wurde ihm zu Ehren ein Denkmal errichtet. Auf dem Dorffriedhof sind viele Bergsteiger begraben, die die Touren nicht überlebten - darunter auch etliche Deutsche.
Information Infopunkt an der Hauptdurchgangsstraße, jedoch nur Juni bis Mitte Sept. oder über Mojstrana (s. u.).
Übernachten/Essen Restaurant-Pension Veranda, mit schöner Dachkonstruktion und einladender Terrasse; Hausspezialität ist Beefsteak. Übernachtet werden kann in vier Zimmern (2-4 Pers.). Tägl. 11-22 Uhr. Dovje 127c, Tel. 04/5895-250.
Bistro Aljažev Hram, oberhalb der Hauptstraße (an Ortszufahrt), wurde „verschönert“. Aber noch immer sitzen hier meist Einheimische und genießen den weiten Blick auf die Bergwelt. Es gibt Pizzen, Wurst, Käse, Brezeln, Eis und Schnäpse. Tägl. außer Mi 12-22 Uhr. Savska cesta 1.
Camping ** Camping Kamne, 1,5-ha-Platz im gleichnamigen Ortsteil oberhalb der Hauptstraße. Es gibt Bungalows und Holzhäuser (nur Mai bis Okt.) zu mieten. Mountainbike-Verleih, Supermarkt in Dovje (1 km). 12 €/Pers., 3 € Stellplatz, Dusche muss bezahlt werden. Ganzjährig. Dovje 9, Tel. 04/5891-105, www.campingkamne.com.
Mojstrana
Etwa 12 km von Kranjska Gora entfernt, im Sava-Dolinka-Tal und am Beginn des Vrata-Tals gelegen - Mojstrana ist Ausgangspunkt für schöne Wandertouren durch herrliche Alpenflora und für die Triglav-Besteigung. Von Mojstrana zweigen auch das Kot-Tal und das Krma-Tal ab. Das 10 km lange Vrata-Tal endet in einem Kessel an der steil aufragenden Nordwand des Triglav. Wenige Kilometer hinter Mojstrana lohnt ein Stopp oder eine Wanderung zum 52 m hohen Peričnik-Wasserfall.
Am Ortsausgang Richtung Radovna-Tal lädt der Pocar-Hof zur Besichtigung ein. Das Gebäude zählt zu den ältesten Bauernhäusern im Nationalpark.
♦ Nur Juli/Aug. Sa/So u. Feiertag 11-18 Uhr oder auf Anfrage. Eintritt 3 €, Kinder 7-15 J. 1,50 €. Zgornja Radovna 25, Tel. 04/5780-200.
Slowenisches Alpenmuseum
Das Slowenische Alpenmuseum (Slovenski planinski muzej) wurde im modernen Holzgebäude in Form eines Biwaks eingerichtet. Das Informationszentrum (auch mit TIC) gibt Einblick in die slowenische Bergwelt und den Nationalpark Triglav, birgt Geschichtliches zum alpinen Tourismus und zur Bergrettung in Slowenien, dokumentiert aber auch die besten slowenischen Alpinisten bei weltweiten Aktionen (u. a. Himalayabesteigung); zudem Informationen und Workshops zu Flora und Fauna. An den Monitoren können Kinder Fragen beantworten, ihre Beantwortungen abstempeln und erhalten zum Schluss ein kleines Präsent. Neu sind ein virtueller Flug vom Triglav nach Mojstrana (sehr eindrucksvoll!), das Biwak im Außenbereich und darunter in der Erde der Escape-Room (in vier Zimmern müssen Themen gelöst werden, ein Spaß für die ganze Familie).
♦ Juni bis Mitte Sept. 9-19 Uhr, Mitte Sept. bis Mai 9-17 Uhr. Triglavska cesta 49, 4281 Mojstrana, Tel. 08/3806-730, www.planinskimuzej.si. Eintritt 9 €, Kinder ab 6 J. 4,50 €, Familie 19 €. Escape-Room (im Sommer mit Reservierung) für 2-4 Pers. ab 9 Jahre, 35 €/25 € (inkl./ohne Museumseintritt).
Neben dem Alpenmuseum ist ein kleiner, hübsch angelegter Alpengarten mit einer Gedenkstätte, der auf viele Olympioniken dieser Region hinweist, zudem auch auf die imposanten Berge.
Die Kirche St. Klemens wurde angeblich an der Stelle erbaut, an der die Mönche Kyrill und Method (sie verbreiteten in den slawischen Ländern das Christentum) auf ihrem Weg nach Rom Rast machten. Erste Spuren von Bergbau und Eisenverhüttung datiert man ins 14. Jh.
Auf Kletterfans wartet die Via Ferrata, zwei neue gesicherte Steige (v. a. für Beginner) oberhalb vom Ort Mojstrana, an der Bergwand Grančišče.
Am Vrata-Talende und nahe der Triglav-Nordwand - die Aljažev Berghütte
Information 4281 Mojstrana, Touristinformation im Slowenischen Alpenmuseum (s. o.).
Agentur Kofler sport, Savska cesta 1, Tel. 041/608-297 (Hr. Grega), 031/364-980 (Fr. Anita), www.kofler-sport.si. Mitte Juni bis Mitte Sept. Geführte Wander-, Mountainbike- und Klettertouren sowie Ausrüstungsverleih.
Übernachten/Essen Etliche Privatzimmer und Ferienwohnungen.
Kurz vor dem Pohar-Hof Restaurant-Pizzeria Kot, nebenan ein Supermarkt.
Bio/Regional °°° Touristischer Bio-Bauernhof Psnak, in Zgornja Radovna, ca. 4 km südlich von Mojstrana und umgeben von Wiesen; schöner Hof und gute Küche. Spezialitäten sind Sterz, Buchweizentaschen, Honig aus eigener Imkerei. Guter Ausgangspunkt für Wanderungen und Skitouren. Schöne neue Zimmer (DZ ca. 40 €) und Appartements; u. a. 64 €/2 Pers., Frühstück 9 €. Juni bis Sept. tägl. 10-22 Uhr (Sa/So bis 23 Uhr), Okt. bis Mai tägl. außer Mo 11-22 Uhr (Sa/So 10-23 Uhr). Zgornja Radovna 18, Tel. 04/5891-152, 041/570-822 (mobil), www.triglav-radovna.eu.
Touristischer Bauernhof Pr’ Železnk, im Ortszentrum. Hier gibt es etliche Haustiere, gute slowenische Gerichte und Gemüse aus eigenem Anbau. Tägl. 10-22 Uhr (Fr/Sa bis 1 Uhr). Kuriska pot 11, Tel. 04/5891-217.
Hostel - Bar Pr’ Jozlnu, neben dem Bergsteiger-Museum, mit Garten. Von außen wenig einladend, im Innern neu und nett gemacht. Es gibt 30 Übernachtungsplätze in drei Zimmern mit acht, zehn und zwölf Betten, Badezimmer muss geteilt werden; WiFi und Frühstück gratis. Ganzjährig. Triglavska cesta 50, Tel. 040/699-271 (mobil), www.hosteljozl.com.
Hostel Lukna, im hübschen Stein-Holzhaus in der Dorfmitte, vorherrschend auch die gemütliche Holzinneneinrichtung. Es gibt 2- und Mehrbettzimmer (insg. acht Zimmer), Küche, Garten, Grill, WiFi, Parkplätze. DZ ca. 34 €. Triglavska cesta 15, Tel. 031/736-781 (mobil).
Unterkunftshütte Aljažev Dom v Vratih (1015 m), am Ende des Vrata-Tals, eingebettet in Buchenwälder und mit Blick auf die imposante Triglav-Nordwand. Die Hütte mit schöner Terrasse, das Restaurant relativ neu und geräumig. 14 schöne, saubere Zimmer, Appartement und Schlafsaal. Guter Ausgangspunkt für Wanderungen und Touren. Tägl. ab 3. April- bis 3. Okt.-Woche. Triglavska cesta 89, Tel. 051/665-738 (mobil).
Wander- und Mountainbiketipps um Mojstrana
Ins Vrata-Tal: Ein schönes Ausflugsziel südlich von Mojstrana ist das 10 km lange Vrata-Tal mit dem Gebirgsbach Bistrica, das bis kurz vor die Unterkunftshütte Aljažev Dom (1015 m) befahrbar ist und stetig langsam bergan führt. Schöner als eine Autofahrt ist eine Mountainbike- oder Wandertour über den Wanderweg durch die Natur - am türkis leuchtenden, zum Teil tief eingeschnittenen Bistrica-Bach entlang, durch satte Buchenwälder. Nach ca. 6 km passiert man den beeindruckenden Slap Peričnik (Wasserfall), zu dem man hinauflaufen und dabei die Gischt genießen kann. Der untere Fall stürzt 52 m in die Tiefe, der obere nur 16 m.
Vrata-Tal - Wasserfall Peričnik
Zum Bergsattel Luknja (1758 m): Eine mittelschwere, auch für Kinder geeignete Wanderung ab der Unterkunftshütte Aljažev Dom (1015 m), am Vrata-Talende, nur die letzten 200 m gehen steil und auch mit teils losem Geröll bergan. Wegzeit hin und zurück bei gemütlichem Gehen 5 Std., unterwegs bieten sich Pausen am lauschigen Bach an. Natürlich kann man die Tour auch einfacher, d. h. die letzten Steilabschnitt weglassen, oder sportlicher gestalten, indem man von Mojstrana aus mit dem Mountainbike bis zum Aljažev Dom fährt (inzwischen jedoch immer mehr Autos).
Ab der Unterkunftshütte Aljažev dom (1015 m) führt südlich ein ausgeschilderter Weg an der rauschenden, türkisen Bistrica entlang, mit herrlichem, hellsandigem Bachbett (ca. 1:30 Std.). Gegenüber die über 1500 m aufragende Nordwand des Triglav-Massivs, in der sich mit dem Fernglas die Kletterer erspähen lassen. Unser Weg führt stetig bergauf und langsam weg vom Bach. Alpenrose, Enzian, Akelei, Arnika blühen üppig. Die letzten Meter führen über Geröll und grobe Steine - der einzig anstrengende Teil, den man mit Kleinkindern auch weglassen kann. Bereits von hier ist die Aussicht schön. Doch ganz oben wartet ein weiter Blick über die südliche Bergwelt und man kann sich im weichen Gras entspannen.
Diese Wanderung ist als Rundtour erweiterbar: oben am 1758 m hohen Luknja angelangt, führt der Pfad nordwestlich zum Bovški Gam Sovec (2392 m) und hinab zum Vrata (2180 m). Von dort nordöstlich hinab unterhalb des Sovatna-Massivs in Richtung Bistrica-Tal. Insgesamt bei zügigem Tempo ca. 6 Std.
Per Mountainbike von Mojstrana nach Bled: Ein schmales Asphaltsträßchen, teils auch Makadam, führt entlang des Baches Radovna nach Bled (ca. 22 km) - zum Fahrradfahren eine herrliche Tour durch die fast unberührte Landschaft des Radovna-Tals. Wälder wechseln sich mit herrlichen Wiesen ab und immer wieder wird der Blick frei auf die Bergwelt des Nationalparks Triglav. Unterwegs lädt ein Gasthof zur Rast ein (→ Übernachten/Essen), er ist einer von sechs alten Höfen, der älteste ist der Pocar-Hof aus dem Jahr 1609.
Weiterreise ab Kranjska Gora und Umgebung: Wer Lust auf die grandiose Bergwelt und keinen Wohnwagen im Schlepptau hat, kann seine Reise von Kranjska Gora über den Vršič-Pass (14 % Steigung, 1611 m) durch das Soča-Tal und Nova Gorica in Richtung Istrien und Adriaküste fortsetzen. Die Straße in Richtung Jesenice/Ljubljana führt durch das Sava-Dolinka-Tal, auf den Wiesen stehen die typischen Heuharpfen. Dieses hölzerne Gerüst, der kozolec, dient zum Trocknen des gemähten Grases oder auch für Mais. 23 km östlich von Kranjska Gora wird Jesenice erreicht; hier lohnt v. a. der Industriepark Stara Sava (→ Link). In weiteren wenigen Minuten über die Autobahn(Vignette!) gelangt man nach Bled (→ Link) mit Burg und idyllischem See. Ab dort folgt in weiteren 30 km der Bohinjsko jezero, wo fantastische Aufstiege in die Bergwelt des Triglavs warten.
Triglav-Besteigung von der Nordseite
Nur für Geübte und mit viel Kondition!
♦ Der hier einfachste Aufstieg verläuft über das Krma-Tal in 8 Std. bis zur Kredarica-(Triglav-)Unterkunftshütte (2515 m) und am nächsten Tag in ca. 1:30-2 Std. Aufstieg bis zum Gipfel (2864 m) über den Grat. Die Wanderung (bzw. der Abstieg) kann z. B. über das Sieben-Seen-Tal auf der Südseite des Triglav ausgedehnt werden. Mehr dazu (→ Ukanc).
♦ Aufstieg über das Vrata-Tal und Auswahl unter drei verschiedenen Klettersteigen. Mit dem Auto bis zur Aljažev-Hütte am Ende des Vrata-Tals. Über die mächtige Nordwand des Triglav-Massivs auf gesichertem Klettersteig in 6 Std. zur Kredarica-Unterkunftshütte, dann folgt der Aufstieg (wie oben) zum Triglav-Gipfel. Mehr dazu → Ukanc und Kleiner Wanderführer/Wanderung 5.
Steinböcke - schwindelfrei und felsgeübt
Jesenice
Alte Eisenhütten-Bergwerksstadt, die mit ihrem Erbe zu kämpfen hat und bisher nur wenig Chancen hatte, sich aufzuhübschen. Einen Besuch lohnt auf jeden Fall das Industriemuseum Stara Sava, für Naturliebhaber die hier aufsteigende Bergwelt der Karawanken.
Die Industrie- und wichtige Einkaufsstadt für die gesamte Umgebung liegt im hier breiten Sava-Dolinka-Tal auf der sonnigen Südseite der steil ansteigenden Karawanken. Jeder Slowenienbesucher, reist er über die Autobahn oder per Zug an, passiert Jesenice. Einladend sieht die Stadt von Weitem nicht aus- man blickt auf Arbeiter- und Eisenbahnsiedlungen, Hochhäuser, alte Schlöte und neuerbaute Shoppingcenter, zudem gibt es bisher auch so gut wie keine Übernachtungsmöglichkeiten. Geldprobleme und innerstädtische Interessenskonflikte ließen bisher wenig neue Infrastruktur zu. Besuchenswert ist allerdings der neu gestaltete Industriemuseumspark Stara Sava im Südosten der Stadt, eine gelungene Symbiose aus Tradition und Moderne (sehr einfach auch von der Autobahn aus erreichbar).
Geschichte
Das Eisenhüttenwesen ist eng mit der Geschichte von Jesenice verbunden. Erstmals erwähnt wurde das Gebiet 1381, als die Grafen Ortenburg hier Erzschürfrechte erwarben. Gewohnt und geschmiedet wurde damals an den waldreichen Hängen der Karawanken. Dann kamen die Grafen Zois, rundum zählten 18 Burgen zu ihrem Besitz. Bekannt wurde Jesenice, das seinen Namen nach den hier einst vielen Eschen erhielt, durch das Eisenhüttenwesen und einst größte Stahlwerk Sloweniens. Die italienische Familie Bucelleni legte 1538 den Grundstein für das erste moderne Hammerwerk an der Sava, auch errichteten sie am Fabrikgelände ihr Wohnhaus - wegen ihres Erfolgs erhob man sie sogar in den Adelsstand. 1766 übernahm das gesamte Areal die belgische Unternehmerfamilie Ruard und erneuerte die Fabriken, später dann auch das Herrenhaus zeitgemäß im damals beliebten Stil des Klassizismus. Die Franzosen (Ära Napoleon 1809-1813) errichteten hier eine Kaserne (s. u.) für ihre Soldaten, danach lebten darin Eisenhüttenarbeiter. Das industrielle Wachstum beschleunigte weltweit die Eisenindustrie, Kleinbetriebe waren bald nicht mehr konkurrenzfähig. 1871 musste auch Viktor Ruard verkaufen - das Werk ging an die Krainer Industriegesellschaft (KID, Kranjska industrijska družba). Fast zeitgleich wurde auch die erste Eisenbahnlinie mit Bahnhof fertiggestellt und der Export konnte beginnen. Die wichtigen Tunnels, das Karawanken-Tunnel gen Österreich und das Kobla-Tunnel bei Bohinj in Richtung Italien, wurden gebohrt und unter Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich eingeweiht. Während des Ersten Weltkriegs wurde in Jesenice das Geld mit Militärausrüstung gemacht. Das Geschäft blühte auch im Zweiten Weltkrieg, kurz vor Kriegsende erlitt Jesenice allerdings durch Bombardements der Alliierten großen Schaden. Nach dem Krieg folgte eine neue Blütezeit der Stadt, Jesenice war im ehemaligen Jugoslawien ein wichtiger Stahl-Industriestandort. Mit dem Zusammenbruch Jugoslawiens gingen die Rohstoffquellen verloren, zudem waren die Werke nicht mehr konkurrenzfähig. Nach der Unabhängigkeit Sloweniens wurden sie zwar modernisiert, die Stadt setzte aber auch auf andere Wirtschaftszweige.
Industriemuseumspark Stara Sava - bestens und anschaulich gestaltet
Sehenswertes
Industriemuseumspark Stara Sava (Gornjesavski muzej Jesenice): Nahe der Sava Dolinka und gegenüber dem großen Shoppingcenter liegt das idyllische Areal des alten Hammerwerks mit Kirche, gelben Gebäuden, Hochofen und Mühle, das seine Funktionen vom 16. bis Ende des 19. Jh. erfüllte. Den Grundstein für diesen Industriezweig legte 1538 der aus Bergamo stammende Bernardo Bucelleni, 1766 übernahm und modernisierte der Belgier Victor Ruard das Fabrikgelände (→ Geschichte). Die Kirche Mariä Himmelfahrt (Cerkev Marijinega vnebovzetja) wurde Anfang des 17. Jh. von der Familie Bucelleni errichtet und rund 70 Jahre später dreischiffig erweitert und birgt einen aus schwarzem Marmor errichteten Altar (sie wird aktuell renoviert und kann nicht besichtigt werden). Das prachtvolle Gebäude mit Uhr und Sonnenuhr, Ruardova graščina aus dem 16.-19. Jh., war Sitz der Eisenhüttenbesitzer Bucellini-Ruard und ist seit Mitte des 20. Jh. ein Museum (derzeit wegen Renovierung geschlossen); gezeigt werden die Eisenerzproduktion und ihre Gerätschaften, Mineralien und Fossilien. In der offenen Halle gegenüber stehen etlich alte Dampfloks, u. a. von 1907. Das lange, gelbe Gebäude Kasarna wurde Anfang des 19. Jh. für die französischen Soldaten zur Zeit der Napoleon-Ära (1809-13) errichtet und danach für Arbeiterwohnungen genutzt. Heute ist hier die Ethnografische Abteilung des Museums untergebracht und präsentiert u. a. die alten Stuben. Im 1. Stock hat die Musikschule ihren Sitz. Vor dem Gebäude ragt der alte Hochofen aus dem 16. Jh. auf, dahinter das Gebäude der Holzkohlelagerstätten, Kolpern genannt, dessen Saal für Konzerte und Kongresse dient. Zu sehen sind weiter die malerischen renovierten Außenmauern der einstigen Fabrik und Hammerschmiede sowie eine Mühle. Auf dem schönen Gelände finden im Sommer u. a. auch Konzerte statt.
♦ Bucelleni-Ruardova graščina, Cesta Franceta Prešerna 45, Tel. 04/5833-500; www.gmj.si. Bis ca. 2022 geschlossen.
♦ Kasarna (Ethn. Sammlung): Cesta Franceta Prešerna 45. Mo-Fr 9-15 Uhr. Feiertage geschlossen. Letzter Einlass bis 30 Min. vor Schluss. Eintritt 1,50 €, Stud./Kinder 1 €.
♦ Anfahrt: Liegt im Südosten der Stadt beim Einkaufscenter, ausgeschildert mit „Stara Sava“. Parken kann man beim Einkaufscenter.
Die Planina Pristava im Frühjahr, ein Meer von weißen Narzissen
Schloss Kos, einstiges Herrenhaus, wurde 1521 errichtet und benannt nach seinem letzten Besitzer Pavel Kos. Es steht im Stadtwesten und birgt neben Geschichtlichem über Jesenice eine kleine Kunstgalerie mit wechselnden Ausstellungen.
♦ Kosova graščina, Cesta maršala Tita 64, www.gmj.si. Nur Di-Fr 10-12/16-18 Uhr. Feiertage u. Aug. geschlossen. Eintritt 1,50 €, Stud./Kinder 1 €.
Information Touristinformation TIC, 4270 Jesenice, Cesta maršala Tita 18 (gegenüber dem Bahnhof an der Hauptdurchgangsstr.), Tel. 04/5863-178, www.turizem.jesenice.si. Juli/Aug. Mo-Fr 9-19, Sa 10-16 Uhr; Mai/Juni, Sept u. Dez. Mo-Fr 8-16, Sa 10-16 Uhr, sonst Mo-Fr 8-16 Uhr; Mittagspause immer 12.30-13 Uhr. Gute Infos, Kartenmaterial.
Verbindungen Bus: Busstation vor dem Bahnhof, Cesta maršala Tita 18, stündlich nach Ljubljana (1:45 Std., 6,90 €), Infos über Alpetour, Tel. 04/5809-755. Auch hier hält und verbindet der Bus Hop-on Hop-off, der rund um die Julischen Alpen verkehrt (Infos über TIC). Zug: Cesta maršala Tita 19, Tel. 04/2942-329; 4- bis 5-mal tägl. nach Ljubljana.
Gesundheit Lekarna Jesenice (Apotheke), Cesta maršala Tita 18 (hinter TIC), Tel. 04/5865-850. Zdravstveni dom Jesenice (Medizinzentrum), Cesta maršala Tita 78, Tel. 04/5868-100. Bolnica (Krankenhaus), Cesta maršala Tita 112, Tel. 04/5868-000.
Übernachten/Essen Das Angebot ist begrenzt, gute Hotels fehlen.
Mein Tipp Restaurant Ejga, hübsches Haus mit netter Terrasse, geführt von Alenka Dovžan (ehemalige Skirennläuferin und Bronze-Olympiasiegerin) und ihrem Lebensgefährten Edvin Karahodžić (Eishockeyspieler). Hier gibt es preiswerten Mittagstisch, Pizzen und v. a. sehr gute slowenische Speisen wie Štruklij, Pasta und Gnocchi, Steaks und leckere Desserts wie Windbeutel mit Erdbeeren und Vanilleeis, alles sehr ansprechend arrangiert. Tägl. 9-22 Uhr, So 12-19 Uhr. Cesta maršala Tita 27, Tel. 04/5866-000.
Studio Ta 5ek, ca. 400 m östlich vom Bahnhof liegt dieses moderne und gemütliche Appartement (2+2) für 60 €, das auch Parkplätze vor der Tür bietet. Cesta Toneta Tomišiča 11, Tel. 04/5837-310, 040/221-685 (mobil).
Studios Klub Zlata ribica, im „Goldfisch“, ca. 300 m östlich vom Bahnhof, kann man preiswert nächtigen. Zimmer mit Küche (ca. 30 €), zudem Parkplätze und Sauna. Cesta Toneta Tomšiča 6, Tel. 041/375-530, robert.hribar@telemach.net.
Bio/Regional Übernachten/Essen außerhalb °°° Touristischer Öko-Bauernhof Betel, auf 1000 m, 6 km nördl. von Jesenice, am Ende der Asphaltstraße und am Wanderwegbeginn zum Gipfel Velika Golico (ca. 1 Std.). Familiär, schön und ruhig im Grünen gelegen. Nette 2- u. 3-Bettzimmer, gutes Frühstück/Halbpension mit Produkten vom Hof: Es gibt Würste, Fleisch, Gemüse, Obst, Milch, Käse, Eier; zudem werden leckere Buchweizen-Knödel, Štruklji, Gibanica und Brot serviert. DZ/F 73 €. WiFi. Fam. Vera & Marjan Grugurič, Planina pod Golico 39, Tel. 04/5800-463, www.prbetel.si.
Berghütten Koča na Golici (1582 m), bietet Schlaflager und Verpflegung. Ca. Mitte April bis Sept. Planina pod Golico 100, Tel. 041/735-911 (mobil).
Prešernova koča na Stolu (2174 m), unterhalb des Gipfels. Schlaflager und Verpflegung. Juni bis Aug. Zabreznica 67, 4274 Žirovnica, Tel. 051/345 806 (mobil).
Valvazorjev dom pod Stolom (1181 m), bestens von Koroška bela aus erreichbar. Zimmer, Schlaflager und gutes Essen. Ganzjährig. Moste 79, 4274 Žirovnica, Tel. 051/328-648 (mobil).
Mein Tipp Dom Pristava v Javorniškem Rovtu (975 m), die Berghütte, 1641 von Žiga Zois erbaut, steht unter Denkmalschutz und liegt idyllisch oberhalb von Javorniški Rovt. Zimmer (Kat. 3) für 2, 4, 8 und 18 Pers., beste Verpflegung. Ganzjährig. Javorniški rovt 22, 4270 Jesenice, Tel. 08/3894- 908, 031/322-856 (mobil).
Umgebung von Jesenice
Planina Golica
Rund 7 km nördlich an den Karawanken liegt das hübsche Dorf Golica und seine Almen. Hier glühten die Öfen der Eisenverhüttung bereits im 14. Jh., ehe die Produktion an die Sava verlegt wurde. Lohnenswert heute ist ein Besuch vor allem im Frühjahr zur Zeit der Narzissenblüte - weiße Blütenteppiche mit einem betörend süßen Duft überziehen dann rundum die Almwiesen. Östlich liegen die Gipfel Črni vrh (1366 m) und Španov vrh (1343 m), die im Winter auch per Lift erreichbar sind. Noch höher geht es zum Namensgeber, dem Velika Golica (1835 m), über die darunter liegende Berghütte Dom na Golici.
Wanderung 4 -Von der Planina Golica zum Berg Velika Golica
Über blumenreiche Almwiesen zum Gipfel mit herrlicher Aussicht
Javorniški Rovt
Der Weiler mit seinen verstreuten Häusern liegt 7 km südöstlich von Jesenice auf 975 m - ein beliebtes Ausflugsgebiet und Startpunkt zu schönen Wanderungen. Auf der Planina (Alm) Pristava steht das stattliche Haus des Barons Žiga Zois, umgeben von einem Park und zwei Seen. Im Frühjahr blühen auch hier die weißen Narzissen und die nur am Südhang der Karawanken (v. a. bei Belšiča, s. u.) wachsenden gelben Stiefmütterchen, die Karel Zois, der Bruder von Žiga, entdeckte (→ Kasten). Etwas westlich liegen auf gleicher Höhe die Javorniška Wasserfälle (slapovi).
Wandertipps um Jesenice
Das Gebiet um Jesenice eignet sich bestens für Spaziergänge, vor allem für ausgedehnte und anspruchsvolle, auch mehrtägige Bergtouren. Die Sicht von oben ist gigantisch. Wanderkarten sind im TIC erhältlich. Beliebte Touren sind u. a.:
♦ Rundtour von der Planina pod Golico (942 m) zum Gipfel Velika Golica (1884 m) und unterhalb der Mala Golica über Marklje rovt und Korelnov rov zurück. Insg. rund 7-8 Std., 900 m Höhendifferenz, ansonsten leichte Wanderstrecke.
♦ Von Javorniški Rovt und der Planina Pristava (s. o.) hinauf zum Kočna sedlo (ca. 1570 m), über Pelska Planina und Medvedjak sedlo wieder zurück. Rund 8 Std., 720 m Höhendifferenz, leichte Wanderstrecke.
♦ Sehr beliebt ist auch die große 2- bis 3-Tages-Tour: Vom Ort Koroška Bela (von Jesenice in 0:30 Std. per Bus erreichbar) zur Valvasor-Hütte, evtl. hier schon Übernachtung oder weiter hinauf zum höchsten Berg dieser Gegend, dem kahlen, nach allen Seiten hin sichtbaren Kegelberg Stol (2236 m) - von hier aus überblickt man die gesamten Julischen Alpen bis hin zur Bucht von Triest. Hier kann man dann etwas unterhalb des Gipfels in der Hütte Prešernova kuča na Stolu übernachten. Am nächsten Tag wandert man entlang dem Grat (meist sehr windig) westwärts bis zum Velika Golica und der unterhalb liegenden Hütte Koča na Golicu, geht dann am nächsten Tag hinab zur Planina pod Golico (von dort Mo-Fr Bus nach Jesenice) oder in einem weiteren Tag entlang dem Grat und oberhalb des Karawankentunnels zum bekannten Gipfel Kepa bzw. Mittagskogel (2139 m) und dann talwärts nach Dovje/Mojstrana; aber auch weiter westwärts sind keine Grenzen gesetzt ...
Baron Žiga Zois (geb. 1747 in Triest, gest. 1819 in Ljubljana)
Karl Sigismund Zois (slow. Žiga Zois), Freiherr von Edelstein, war der Sprössling des Lombarden Michelangelo Zois (1694-1777), eines angesehenen Kaufmanns, der mit Eisenerz handelte und in zweiter Ehe eine wohlhabende Adelige Krainerin Johanna Katharina Kappus von Pichelstein wählte. 1739 erhielt er aufgrund seiner Leistungen den Adelstitel, den er, wie auch die zahlreichen Eisenerzgießereien, Immobilien (u. a. Grad Brdo und Grad Fužine) sowie Grundstücke in der Krainer-, Bohinjer- und Karstregion weitervererbte. Sein Filius Sigismund wuchs in einem der Herrensitze in Triest auf, erhielt beste Ausbildungen, reiste viel und musste bereits mit 21 Jahren seinem Vater, der ihn zum Alleinerben einsetzte, zur Seite stehen. Er entwickelte sich als umtriebiger kluger Unternehmer, der geschickt seine Betriebe an Familienmitglieder übertrug, aber auch als Gelehrter, Schriftsteller, Mäzen und v. a. auch Naturwissenschaftler - die Geologie und die Mineralogie waren seine Leidenschaft. Seine Sammlung, inklusive dem nach ihm benannten Mineral Zoisit, kann man im Naturhistorischen Museum in Ljubljana besichtigen. Auch war er Förderer und Gastgeber namhafter Persönlichkeiten wie Marschall Marmont, Anton Tomaž Linhart oder Balthasar Hacquet. Er gründete den Zois-Zirkel, in dem es um soziale, philosophische und künstlerische Themen der Aufklärung ging, war aber auch Literaturkritiker - einer der ersten, wie man sagt. Er erhielt etliche Auszeichnungen für sein Lebenswerk und war zu seiner Zeit einer der reichsten Slowenen.
Nach seinem Bruder Karel Zois (1756-1799), einem Botaniker, der vor allem in Grad Brdo (→ Grad Brdo) lebte, wurden endemische Pflanzen benannt wie die Glockenblume, Campanula zoisii, oder das gelbblühende Stiefmütterchen, Viola zoisii.