Читать книгу Slowenien Reiseführer Michael Müller Verlag - Lore Marr-Bieger - Страница 10

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Nationalpark Triglav

Der Nationalpark Triglav, der den gesamten slowenischen Teil der Juli­schen Al­pen einschließt, zählt zu den ältesten Naturparks Eu­ro­pas. Seit 1981 la­den 85.000 Hektar malerische alpine Ge­birgs­land­schaf­ten zum Entdecken ein: tiefe, unberührte Flusstäler und Berg­seen, Wasserfälle und Wildwasser­schluchten, Gipfel und Wälder mit ein­zigartiger Pflanzen- und Tierwelt - ohne Industrie und andere Ver­schandelung durch Menschenhand.

Seinen Namen erhielt das Gebiet nach dem höchsten Berg Sloweniens, dem 2864 m ho­hen Triglav („Dreikopf“). Seit 1924 haben die slowenischen Re­gie­run­gen fast den ge­sam­ten slowe­ni­schen Teil der Julischen Alpen unter Na­tur­schutz gestellt. Er um­fasst den Nor­d­westen Sloweniens zwischen der Wur­zener (Sava Dolinka) und der Wo­cheiner Save (Sava Bohinjka) sowie das Obere Soča-Tal (= Trenta-Tal) bis an die ita­lienische Gren­ze. Namens­ge­ber der Julischen Alpen war Gaius Ju­lius Caesar, in der An­tike gehörten noch die südlich gelegenen Gebiete bis zum Berg Nanos dazu.


Das Wetter im Nationalpark wird von zwei Faktoren beeinflusst: Einer­seits herrscht al­penländisches Klima, zum anderen sorgt die nahe Adria für me­diterra­nes Klima, des­sen milder Ein­fluss bis nach Bovec im Oberen Soča-Tal reicht. So ist es nicht un­ge­wöhn­lich, von Mai bis in den Juli hinein tags­über in den Bergen Ski zu fah­ren und abends im Tal den Cappuccino im Straßencafé zu trinken.

Der gesamte Nationalpark ist von einem Netz gut ausgebauter, asphal­tier­ter Stra­ßen erschlossen. Die Zu­fahrts­straßen sind mit großen Holz­ta­feln und gelben Hin­weis­schildern „Na­tional­park Triglav“ (Triglavski narodni park) ausgewiesen. Pik­to­gram­me auf den Tafeln machen darauf aufmerk­sam, wie man sich im National­park ver­halten soll: Blumen, Schmetterlinge, Schnecken, Pilze und Vögel sind tabu, Müll zu hinterlassen ebenso. Autos, Reise­mobile und Wohnwagen dürfen nur auf spe­ziell eingerichteten und ge­kenn­zeich­ne­ten Plät­zen parken. Für Mountain­biker wur­den Wege aus­ge­wie­sen. La­ger­feu­er sind im ganzen Na­tio­nal­park ver­bo­ten, nur auf den Cam­ping­plät­zen (und nur hier ist Campen er­laubt!) gibt es Feu­er­stel­len. Al­ter­na­tiv kann man sich über die Na­tio­nal­park­ver­wal­tung in einer der zahl­rei­chen ge­müt­lichen Berg­hüt­ten (bis zu 8 Per­so­nen) ein­quar­tieren, in den Hotels in Bo­hinj und in den Tou­ris­tenzentren am Rand des Na­tio­nal­parks über­nach­ten oder sich ei­nen idyl­li­schen Bauern­hof für das mü­de Haupt suchen.

Durch den Nationalpark Triglav füh­ren die Slowenische Berg-Transversale Nr. 1, der Europäische Fern­wan­der­weg E 7 sowie die Fernwanderwege Via Al­pina (roter und violetter Weg; → Sport/Wan­dern). Neuer ist der sehr gut mar­kierte Alpe-Adria-Trail, der am West­rand des Nationalparks und zum Teil auf dem alten, et­was verwaisten E 7 verläuft.

Erst Ende 2020 wird der Juliana Trail Nr. 270/16 eröffnet: Er umrundet auf 270 km Länge die Julischen Alpen mit dem Triglav Nationalpark und führt bis auf die langsam ansteigenden Pässe (wie Predil und Kobla) meist durch Tä­ler, d. h. auch gut für Familien mach­bar. Konzipiert ist er in 16 Etappen (durch­schnittliche Etappen­länge ca. 17,5 km, max. 5 Std.). Im Norden führt er im Groben von Jesenice westwärts über Kranjska Gora gen Tarviso, süd­wärts über Bovec durch das Soča-Tal bis Tolmin und ostwärts über Podbrdo Richtung Bohinj-Region und über die Bled-Region retour. Die Einstiege sind na­türlich varibabel, ebenso wie die Etap­pen und ihre Längen.

Die wichtigsten Ausgangspunkte für Wan­derungen, Bergwanderungen oder Ski­tou­ren sind auf gut ausgebauten Stra­ßen mit Auto oder Bus erreichbar, teil­weise auch mit dem Zug von Jese­ni­ce im Norden und Nova Gorica im Süd­westen. Trotz der gu­ten Verkehrsver­bin­dungen mit Bus und Bahn kommen die meisten Besucher im eige­nen Fahr­zeug oder im Reise­bus. In den Ferien, an Wo­chen­en­den und an den slo­we­nischen Feiertagen bilden sich längere Staus - vormittags bei der Hinfahrt und ab dem späten Nach­mit­tag bei der Rück­fahrt. Die Haupt­park­plätze sind in der Sai­son ge­büh­renpflich­tig (ca. 15 €/Tag).

Die bekanntesten höchsten Gipfel des Nationalparks sind: Triglav (2864 m), Škr­la­ti­ca (2738 m), Jalovek (2645 m), Razor (2601 m), Kanjavec (2568 m), Prisank (2547 m), Špik (2472 m), Moj­strovka (2366 m), Ponce (2272 m) und Krn (2244 m). An eine Be­steigung des Triglav (→ Kasten) und sei­ner be­nach­barten Geschwister, des Škrlatica und des Ja­lovec, sollten sich nur erfah­rene Alpinisten mit ent­spre­chen­der Aus­rüs­tung und Kon­dition wagen. Den Krn kann man vom Le­pena-Tal (→ Bovec/Um­gebung) und von Kobarid (→ dort) gut erreichen.

Die Touren sind meist sehr lang, bei einigen Routen ist eine Übernachtung auf ei­ner Berghütte empfehlenswert. Die zahlreichen Berggipfel kann man auf ver­schie­de­nen leichteren oder schwie­rigeren markierten Routen be­stei­gen (Rou­ten­be­schrei­bun­gen → Mojstrana, Ukanc). Nichtbergsteiger erreichen von der Tal­sta­tion Bo­vec aus mit der Gon­delbahn den Kanin (2587 m) im Wes­ten des Na­tio­nal­parks so­wie den Vogel (1922 m) im Süden von Bohinj. Von bei­den Gipfeln bie­tet sich ein fan­tas­tischer Weitblick über die ganze Berg­welt der Julischen Alpen; vom Ka­nin aus sind bei klarer Sicht sogar Venedig und die Adria zu sehen.

Von Kranjska Gora erreicht man mit dem Sessellift den 1631 m ho­hen Berg Vitranc (der­zeit nur bis Mittelstation). Auch die Aus­sichts­punkte an den Berg­straßen über den Vršič-Pass (1611 m) und am höchsten Punkt des Man­gartsattels bieten ein herr­li­ches, wei­tes Alpenpanorama. Vom Man­gart­sattel an der italienischen Gren­ze im Nord­wes­ten des National­parks, mit ca. 2000 m die höchst­ge­le­ge­ne Berg­stra­ße in den Julischen Alpen, ist bei kla­rem Wet­ter sogar der Groß­glock­ner zu se­hen.

Wer die Berge lieber von unten be­trach­tet, kann eine Zugfahrt mit der Old­ti­mer-Dampf­lokbahn auf einer der schöns­ten und idyllischsten Eisen­bahn­stre­cken der Al­pen unternehmen (→ Ei­sen­bahnlinie durch den Na­tio­nal­park Triglav). Die ein­glei­sige Strecke, An­fang des 20. Jh. zur Zeit der ös­ter­rei­chisch-un­gari­schen Mo­nar­chie gebaut, führt durchs Herz des Nationalparks Triglav - von Bled nach Most na Soči in das Soča-Tal. Sie ver­bin­det quer durch den Na­tio­nal­park zwei gänz­lich ver­schie­dene slo­we­nische Re­gio­nen: das al­pen­ländische Ober­krain und das me­di­ter­ran geprägte Primorska.

Information Nationalparkverwaltung Tri­g­lav, 4260 Bled, Ljubljanska cesta 27, Tel. 04/5780-200, www.tnp.si.

Slowenischer Bergführerverein (www.zgvs.si), Bu­chung von lizensierten Berg­füh­rern und Infos.

Wei­tere Infos: er­hält­lich über die Tou­ris­ten­zen­tren in den Rand­gebieten des Na­tio­nal­parks, z. B. in Kranjska Gora, Bled, Bohinj, Bo­vec. In den Touristinfor­ma­tionen und Agen­turen gibt es de­tail­liertes Kar­ten­ma­te­rial, eben­falls Aus­hänge zu Wet­ter­prog­no­sen (auch in Hotels).

Besucherzentren In Bled, Trenta und Mojs­trana in Form von Museen, Ausstellun­gen und Informationszentren mit allem Wis­sens­werten über den National­park Trig­lav.

Bus Die Busverbindungen wurden über die Sommermonate stark ausgebaut. Neu ist der Bus Hop-on-Hop-off, der viele Orte in den Julischen Alpen mehrmals tägl. anfährt, sodass man entspannt zahlreiche Wanderungen an­tre­ten kann. In der Broschüre „By Bus around the Julian Alps“ und „Vozni redi v Alpah“ (Time­tables in the Alps) sind Fahrpläne und Routen aufgeführt, auch für weitere Transportmittel (Zug, Boot). Erhältich ist sie in allen TIC-Büros oder unter www.cipra.org.


N.P. Triglav mit Bohinsko jezero

Julische Alpenkarte Diese Gästekarte (ab drei Übernachtungen) ist in vielen Orten zu er­wer­ben (mit verschiedenen Angeboten). Meist sind mit dieser Karte das Parken, Museum­s­ein­tritt, Bus- oder Zugtickets gratis (→ Bled, Bohinj, Kranjska Gora und Soča-Tal).

Baden In den Sommermonaten kann man sich im warmen Bled-See erfrischen. Wer nicht empfindlich ist, stürzt sich in den Bohinj-oder Jasna-See und ins kristallklare Wasser der Oberen Soča im Trenta-Tal.

Übernachten/Essen Slo­we­ni­scher Al­pen­verein (www.en.pzs.si); aktuelle Berg­hüt­ten­listen (→ Über­nach­ten/Berg­hütten).

Achtung! Im gesamten höher gelegenen Na­tionalparkgebiet immer an aus­reichend Was­ser denken, dort es keine Quel­len gibt (mind. 2-3 Liter pro Tag und Pers.)!

Triglav

Der Triglav (Dreikopf) ist mit 2864 m der höchste Gipfel der Juli­schen Al­pen und der höchste Berg Slowe­niens.

Auf die Slowenen hat der Berg, der auch auf der Nationalflagge ver­ewigt wur­de, eine magische Anziehungskraft, jeder Slowene und jede Slowenin soll ihn we­nigs­tens einmal im Leben bestiegen ha­ben. Man sieht in ihm einen Gott mit drei Häup­tern: mit einem wacht er über den Himmel, mit dem zweiten über die Erde und mit dem dritten über die Unterwelt. In der sla­wischen My­tho­lo­gie kennt man tat­säch­lich einen dreiköpfigen Gott namens Triglaf, der vor al­lem von den im Norden Deutsch­lands lebenden Slawen ver­ehrt wurde.

1895 kaufte Jakob Aljaž, der Dorfpfarrer von Dovje, den gerade mal fünf Qua­drat­me­ter großen Triglav-Gipfel vom Bergsteigerverein des kaiser­li­chen Wien für ei­nen Gulden. Anschlie­ßend ließ er auf eigene Kosten ei­nen Eisenturm auf der Spitze er­richten, der nach ihm Aljažev stolp be­nannt wurde und nur einer Hand voll Leu­ten einen Stehplatz gewährt. Unterhalb des Gipfels baute der slo­we­ni­sche Alpen­ver­ein die Triglav- und Planica-Unterkunftshütten.


Den Triglav kann man von allen Himmelsrichtungen aus er­rei­chen. Der schwie­rigs­te Aufstieg über die Nordwand und über die Kre­d­a­ri­ca (2541 m) ist nur für ab­so­lut Geübte (→ Mojstrana)! Die am meis­ten begangene, aber auch längs­te Route (mit­telschwer) führt vom Süden, von Stara Fužina (→ Bo­hinj) oder über das Sie­ben-Seen-Tal (→ Ukanc) hoch. Von der Hoch­ebe­ne Pokljuka (→ Bled/Um­ge­bung) und auch vom Trenta-Tal (→ Bo­vec/Um­ge­bung) geht’s am schnell­s­ten. Trotz allem, wer den Trig­lav-Gipfel er­klim­men möchte, muss ab­so­lut schwin­delfrei sein, denn der Klet­ter­steig ver­läuft am Grat - eine Über­schät­zung seiner Fä­h­i­g­kei­ten und Kon­di­tion kann töd­lich en­den! Auch für die Tou­ren z. B. bis zur Vodnikov- und Pla­ni­ca-Hütte oder le­dig­lich ins Sie­ben-Seen-Tal wird Kon­dition abver­langt, sie sind nichts für Flach­land­tiroler! Wer al­ler­dings gerne läuft (auch mit Kin­dern ab ca. 10 Jah­ren, die gut zu Fuß sind), kann auch un­ter­halb des Triglav-Gipfels die herr­li­che Ge­birgs­welt und den gran­dio­sen Anblick des Dreikopfs ge­nießen - problemlos!

Die 2-Tages-GPS-Tour vom Poklju­ka-Pla­teau zum Berg Triglav fin­den Sie im Klei­nen Wander­füh­rer/Wanderung 5.

Die Pflanzenwelt des National­parks Triglav

Der Nationalpark Triglav ist bis zu ei­ner Höhe von 1700 m mit Wäl­dern be­deckt. In den Tälern wachsen über­wie­gend Laubbäume, die an den Süd­hän­gen der Juli­schen Alpen bis auf 1100 m hinaufreichen, auf den Nord­hängen bis etwa 700 m.


Ober­halb von 1700 m wachsen nur noch Lär­chen. Die meisten Wälder in den Tä­lern sind Mischwälder aus Bu­che und Weiß­buche mit vereinzelten Ei­chen und Ahorn­bäu­men, manch­mal sieht man eine Esche, ab und zu eine Pappel. Auf mitt­le­ren Höhen trifft man auf Misch­wald aus Laub­höl­zern, Fich­ten und Tan­nen. Ein rie­si­ger Fich­ten­wald ist die ganze Hoch­fläche der Pokl­juka, ein 20 x 20 km gro­ßes Ge­birgs­pla­teau west­lich von Bled auf über 1300 m Höhe. Um Bo­hinj he­rum er­streckt sich natur­be­las­sener Misch­wald. Blumen­lieb­ha­ber und Bo­ta­ni­ker finden in der julischen Bergflora einen unschätz­baren Artenreichtum. Neben den vie­len En­de­mi­ten - Al­pen­blu­men, die nur hier gedeihen, u. a. die Triglav-Rose (Po­ten­tilla ni­ti­da, → Foto), die zum Sym­bol des Na­tio­nalparks wur­de (→ Kas­ten „Gold­horn“), die Glo­c­ken­blu­me (Cam­pa­nula zoy­sii), das gelb­blü­hen­de Aurikel (Pri­mu­la auri­cula), der kleine blaue Trig­lav-Enzian (Gen­tia­na ter­glou­ensis), die Krai­ner Lilie (Li­lium car­nio­licum) - wach­sen im Al­pen­gras auch viele Heil­kräu­ter. Im Früh­ling wech­seln die vio­letten Wie­sen­tep­piche des Pan­no­ni­schen En­zians mit denen des Gel­ben En­zians. Auch der sehr seltene sil­ber­blät­trige Stor­chen­schnabel (Ge­ra­niu­m ar­gen­teum) und stahl­baue Edel­distel, auch Alpen-Manns­treu ge­nannt (Eryn­gium alpi­num), sind hier zu Hau­se. Und na­türlich auch Al­pen­rose (Rhodo­den­dron hirsu­tum und cha­ma­e­cis­tus), Al­pen­veil­chen, weißer Al­pen­mohn, Ar­ni­ka, Ake­lei, Nel­ken, Edel­weiß, Frau­en­schuh, Glo­cken­blu­men, Ei­sen­hut, ver­schie­de­n­e En­zian­sorten und viele an­dere. Vie­le Blumen ha­ben es ge­schafft, in der kar­gen Fel­sen­land­schaft zu über­le­ben. An­dere ha­ben vor dem rau­en Berg­klima in den lich­ten Bergwäl­dern Schutz ge­fun­den. Im Tren­ta-Tal wurde an ei­nem steilen Tal­hang ober­halb der Haupt­straße ein bo­ta­nischer Garten (Al­pi­num Juli­jana, → Bo­vec) mit sel­te­nen Pflan­zen aus dem Hoch­ge­bir­ge und Karst angelegt.

Goldhorn, eine slowenische Alpensage

Die wohl bekannteste Sage der Julischen Alpen, die Legende vom Goldhorn (Zla­to­rog), dem weißen Gamsbock mit den goldenen Hörnern, ist über die Gren­zen Slo­we­niens hinaus bekannt. Die Sage erzählt vom Streben nach Macht und Reich­tum, von der Kraft der Liebe und der menschlichen Schuld an der Vernichtung ei­nes Na­tur­paradieses. Julius Kugy hat die Sage in sei­nem Buch „500 Jahre Triglav“ nach­er­zählt. Im 19. Jh. diente sie dem Thü­rin­ger Ru­dolf Baum­bach als Vorlage für ein epi­sches Gedicht, das 1877 in Leip­zig ver­öf­fent­licht wurde. Das von Karl Huck ge­schaf­fene Bild des weißen Gams­bocks mit gol­denen Hör­nern, aus dessen Blut die Triglav-Rose (→ s. o.) erblüht, hängt heute im Al­pinen Museum in Inns­bruck. Ein wei­teres Bild von Rudi Kogej zum selben The­ma ist im Trenta-Mu­seum im Ort Trenta im Oberen Soča-Tal zu sehen.

... In alten, längst vergangenen Zeiten dehnte sich unterhalb des Triglav auf dem Hoch­plateau Komna und der Alm Jezerca ein Paradies aus, reich an saf­ti­gen Wei­den und leuchtenden Blumenwiesen. Dies war das Reich der Schick­salsfeen (Roje­nice), die den Neugeborenen im Soča-Tal die Gaben des Le­bens in die Wiege leg­ten. Diese weisen Frauen besaßen eine Herde weißer Al­pen­ziegen, deren Anführer ein schneeweißer Gamsbock mit goldenen Hör­nern war: Goldhorn. Seine goldenen Hör­ner waren der Schlüssel zu einem un­ermesslichen Schatz im Berg Bogatin. Die Schick­salsfeen hatten Gold­horn un­verwundbar gemacht, weswegen kein Jäger - nach ein­schlä­gi­gen leidvollen Er­fahrungen - wagte, ihn zu erschießen. Denn traf ihn eine Ku­gel, erblühte aus jedem Blutstropfen, der auf die Erde fiel, sofort eine rote Tri­glav-Rose. Aß der Bock nur ein Blättchen oder eine Blüte der Rose, wirk­te diese wie Wunder­medizin: Er wurde sofort geheilt und besaß noch grö­ße­re Kräfte als vor­her. In denselben Zeiten lebte im Soča-Tal, im Gasthaus an der Brücke, wo die Ko­rit­ni­ca in die Soča mündet, eine schöne Wirtstochter. Diese liebte einen jun­gen Jäger aus dem Trenta-Tal, von dem man munkelte, dass er Liebling und Schützling der Schicksals­feen sei und ihm im Triglav-Paradies nichts pas­sieren konnte. Nun kehr­ten in dem für sein vor­züg­liches Essen be­rühm­ten Gasthaus auch ve­ne­zia­nische Händ­ler und Wan­derkrämer auf ihrem Han­dels­weg von Venedig nach Tar­vis gerne ein. Einem die­ser ga­lan­ten Händ­ler gelang es, die Wirtstochter mit et­was Schmuck und groß­arti­gen Ver­sprechun­gen von traumhaftem Reichtum für sich zu ge­win­nen. Der tief ge­kränkte junge Jäger, blind vor Eifersucht, entschloss sich, Goldhorn zu er­schie­ßen. Er wollte in den Besitz des Schlüssels zum Berg­schatz gelangen und so die Wirtstochter wie­der für sich gewinnen. Als er sich dem an­ge­schos­senen Gold­horn näherte, der ge­rade von der Triglav-Rose gegessen hat­te, blendeten ihn in der Mor­gensonne die golde­nen Hörner des mäch­ti­gen Bocks und Gold­horn stieß ihn in die Tiefe der Berg­schlucht.

Die Wirtstochter, von dem lügnerischen Händler sitzen gelassen, sehnte sich wie­der nach ihrem jungen Jäger. Umsonst. Nach Frühlingsbeginn schwemm­te die Soča die Jä­gersleiche an der Flussbrücke an. Als die Hirten im Herbst ins Tal zu­rück­kehr­ten, erzählten sie erschrocken von dem ver­lo­re­nen Alpenpara­dies am Triglav. Die Feen hatten ihre Weiden und Wiesen für immer verlas­sen. Doch vor­her hatte der zor­nige Goldhorn noch das trau­m­haft schöne Feen­reich ver­nichtet und in eine öde Steinlandschaft ver­wan­delt. In dem nack­ten Fels des Komna kann man noch heute die Ab­drü­cke der Hörner se­hen ...

Kranjska Gora

Der Touristenort liegt im breiten Sava-Dolinka-Tal und ist ein be­kann­tes Win­tersportzentrum, Erholungsort und Ausgangspunkt für Berg­touren in die Julischen Alpen und die Karawanken. Der Ort, un­ter­halb des 1631 m ho­hen Hausberges Vitranc gelegen, ist für Aktiv­urlauber wie für Er­ho­lung­su­chende gleichermaßen attraktiv.


Kranjska Goras Wahrzeichen - der Steinbock am Jasna-See

Kranjska Gora (ca. 1450 Einwohner), mit seinen umliegenden Dörfern am Ran­de des National­parks Triglav ge­le­gen, ist das touristische Zentrum im Nordwesten Slo­we­niens. Der Ort ist be­kannt für Weltcup-Skiwettbewerbe und sein nun kom­plett neues Nor­di­sches Zen­trum im nahen Pla­nica (→ dort). Das Angebot an Ho­tels und Pensionen rundum ist groß, ebenso das Angebot an sportlichen Aktivitä­ten, ob im Som­mer oder Winter.

Der Hausberg Vitranc ist vom Orts­zentrum bequem über eine Vierer-Ses­sel­bah­n bis zur Mittelstation Vitranc 1 (ca. 1300 m) zu erreichen (Vitranc 2 auf 1576 m der­zeit nicht in Betrieb) und bietet der gesamten Fa­milie Ver­gnü­gen. Mit Tempo geht es auf der un­terhalb des Vitranc 1 ver­lau­fen­den Som­merrodelbahn Besna Pehta ins Tal, Down­hillfans und Freestyler holen sich auf den zahlreichen Rampen und Schan­zen im Bike-Park ihren Ad­rena­lin­kick. Wer es eher unspektakulär mag, wan­dert auf Schus­ters Rap­pen wie­der den Berg hinab.

Zum Baden lockt der nahe, ca. 1,5 km entfernte malerische und neu gestaltete Jasna-See mit seinem Wahr­zeichen, dem Steinbock auf einem Fels. Da er von Gebirgsbächen gespeist wird, er­wärmt sich sein Wasser allerdings auch im Sommer nur auf frische 18 bis 20 °C.

Das Freizeitangebot in der Natur ist groß: im Sommer Bergwandern oder Fahr­rad­tou­ren auf einem gut mar­kier­ten, großen Streckennetz, längere oder kürzere Spa­zier­gänge im Oberen Sava-Dolinka-Tal oder eine Wanderung am Pišnica-Fluss über weiße Kieselsteine nach Vršič.

Kekec, der kleine Bergheld

Für Kinder ist Kranjska Go­ra ein besonderer Platz, hier entstand Josip Van­dots Mär­chen von Kekec, dem Hir­tenjungen, Slo­we­niens be­liebteste Kin­der­er­zäh­lung: Ke­kec, der in der Bergwelt leb­te, be­frei­te sich mit Mut und Schläue aus vie­len Schwie­rig­kei­ten. Weitere Mär­chen­helden ne­ben Ke­kec sind der weise Vitranc, das lie­be Mäd­chen Mojca, der ver­äng­stig­te Rožle, die ge­heim­nis­volle Tante Peh­ta und der böse Be­danc ... Kranjska Gora bietet Kin­dern ein viel­fältiges Ani­ma­tions­pro­gramm (→ Ba­sis-Infos/Kinder).


Im Winter verwandelt sich Kranjska Gora in ein lebhaftes Skizentrum für Jung und Alt. Im Tal locken Lang­lauf-Loi­pen und eine künstliche Eis­lauf­flä­che vor dem Hotel Kom­pas (der Jasna-See ist leider zu gefährlich!). Auf den Hängen des Vitranc kann man snow­boar­den und natürlich Ski fah­ren, wo jährlich auch der Welt­cup im Rie­sen­sla­lom der Her­ren stattfindet. Der Traum, die Olympischen Winterspiele 2006 in diese Region zu holen, platzte wie so vielerorts. Als klei­ner Trost blieb die nun jähr­lich Anfang September stei­gende Party auf dem Berg Peć im Drei­ländereck, die von den ehemaligen Be­wer­bern veranstaltet wird.

Trotz des gewaltigen Bettenangebots (über 8000) ist Kranjska Gora keine reine Tou­ris­tenhochburg. In der ver­kehrs­beruhigten Zone im alten Orts­kern wirkt das Dorf, das im 11. Jh. von Kärn­tnern gegründet wurde, richtig sym­pathisch. An Stän­den werden Sou­ve­nirs, Obst und Gemüse verkauft, es gibt viele kleine Läden, ge­müt­li­che Restau­rants und Kneipen. Alte Bau­ern­häuser mit Holzdächern und klei­nen Gärten blie­ben erhalten, im Winter wird mit Holz geheizt - eine fast länd­liche Idyl­le, kaum hun­dert Meter von den ersten Großhotels entfernt. Auf­fal­lend ist auch die Orts­kirche. Der Kirch­turm stammt aus romanischer Zeit, Jahr­hunderte später (1510) er­rich­te­ten die Bewohner ein paar Meter daneben die spätgotische Kirche. 1837 ver­band man Kirche und Turm mit einer Ka­pelle. Der Bau­stil des Liznjekova do­mačija (Liznjek-Haus, Bo­rovš­ka cesta 63) aus der zweiten Hälf­te des 17. Jh., heu­te ein Ethnografisches Museum), ist ty­pi­sch für das dama­lige Kranjska Gora: Bo­gen­tür und ver­zier­ter Holz­bal­kon, das Innere noch mit Ori­gi­nal­mö­beln aus­ge­stat­tet. Ge­zeigt werden im Haupthaus neben Möbeln alte Trach­ten sowie allerlei zu Ke­kec, der schöne Heustadel gegenüber wird für kul­tu­relle Zwecke genutzt.

♦ Mai-Okt. Di-Sa 10-18, So/Feiertag 10-17 Uhr; Nov.-April Di-Sa 9.30-16, So/Feiertag 10-16 Uhr.

Wan­der- und Mountainbiketipps

♦ Von Kranjska Gora mit dem Sessellift hoch bis zur Vitranc-Station 1 auf 1300 m. Ab Vitranc 1 dann rund 0:30 Std. bergan bis zur Vitranc-Sta­tion 2 auf 1576 m (die­ser Sessellift ist aktuell außer Betrieb). Dann eine weitere Stunde bergan auf dem Sat­tel durch Fichtenwald und über schö­nen Wur­zelweg über den Vitranc (1631 m) zum Ciprnik (1746 m). Am Gipfel-Plateau herr­li­cher Rund­blick auf den Jalovec und Mojstrovka im Süden, die Sprung­schan­ze Planica im Westen und den Prisank im Os­ten. Ca. 2-stündiger Ab­stieg nach Planica und wei­ter nach Zelenci (Sava-Quelle). Evtl. mit Bus zurück oder noch­mals 0:45 Std. lau­fen. Keine Schwie­rigkeits­grade.

♦ Von Kranjska Gora zu Fuß oder per Auto bis zum ehemaligen Hotel Eri­ka (Be­schil­de­rung noch vor­handen). Von dort den kleinen Fuß­weg ent­lang dem Velika Piš­nica und hoch in ca. 1:30 Std. zur Krnica-Hütte. Schö­ne Tour ent­lang dem mun­ter plät­schernden Bächlein, zudem herrliche Alpen­flora.


Das Naturschutzgebiet Zelenci - hier entspringt die Sava Dolinka

♦ Rundtour für Geübte über den Berg Špik mit kurzem Klet­ter­steig. Gleicher An­fangs­weg wie un­ter Punkt 2. Nach ca. 0:15 Std. Ab­zweig zum Špik und weiter über die Krnica-Hütte wieder zurück ins Pišnica-Tal. Sehr gute Kondition er­for­der­lich, Lauf­zeit etwa 10 Std. Evtl. Übernachtung auf der Krnica-Hütte.

♦ Gemütlich mit dem Fahrrad in 0:15 Std. zur Quelle Sava Dolinka (auch Ze­len­ci ge­nannt), die letzten 500 m jedoch zu Fuß, da für Räder gesperrt. Zu Fuß insgesamt etwa eine halbe Stunde.

♦ Eine schöne Wander- oder Moun­tain­biketour (auch kombiniert) mit Pa­norama­blick auf Kranjska Gora und Berg Špik nach Galerše und Srnjak (zu Fuß 1 Std.) und weiter unterhalb des Robe auf 1000 m nach Srednji Vrh (1836 m). In Kranj­ska Gora Ortsmitte fahren wir in nörd­licher Richtung ge­ra­de­aus und über­queren die Haupt­straße nach Jese­nice, dann geht es über eine kleine Brücke. Wir fol­gen rechts dem Ma­kadamweg, an der nächsten Gabe­lung halten wir uns noch­mals rechts. Nun ca. 1 Std. bergan bis zur Hütte Srnjak (→ Kranjska Gora). Hier lohnt ein Halt - leckere slo­wenische Ge­richte! Nun kann man wei­ter entlang dem Robe in ca. 1:30-2 Std. Rich­tung Srednji Vrh (hier eine Gostilna), auf dem Forst­weg dann in ca. einer hal­ben Std. hinab nach Gozd Martuljek wan­dern. Wan­de­rer können per Bus von Gozd Martuljek aus zurück­kehren. Wegzeit insgesamt bis Gozd Martuljek ca. 3:30 Std.

♦ Alpe-Adria-Trail (www.alpe-adria-trail.com), das Fern­wan­der­projekt vom Groß­glockner bis nach Muggia (ca. 750 km) passiert auch die Re­gion Kranjs­ka Gora: Rich­tung Norden über Gozd Mar­tuljek über die Ka­ra­wanken gen Faa­ker See, eine Schleife bietet sich auch nach Westen über Rateče-Tar­visio-Va­bru­na und von hier nach Nor­den und Nordwesten; und natür­lich nach Süden über den Vršič-Pass ins Trenta-Tal (→ Kleiner Wan­der­führer/­Wanderung 7).

Basis-Infos

Information Touristinformation TIC, 4280 Kranjska Gora, Kolodvorska ul. 1c (gegen­über Hotel Kotnik), Tel. 04/5809-440, www.kranjska-gora.si. Juni bis Mitte Sept. tägl. 8-20 Uhr, April/Mai u. Mitte Sept. bis Nov. tägl. 8-16 Uhr, Dez. bis März tägl. 8-18 Uhr. Sehr gute Aus­künfte, Wanderkarten, Bergführer etc. Auch hier ist die Julische Alpenkarte erhältlich.

Agencija Julijana, Borovška cesta 93b, Tel. 04/5881-325, www.julijana.info. Organi­sier­tes Sport­angebot, eigene Bergführer, Ke­kec-Kin­der­animation, Rafting, Paragliden.

Skipass Travel, Koroška ul. 14c, Tel. 04/5821-000, www.skipasstravel.si. Ski­ver­leih, Lift­kar­ten, Ski­schule, Un­ter­kunft etc.

Agentur Sport Point, Borovška cesta 93a, Tel. 04/5884-882, www.sport-point.si. Sport­shop, Fahr­radverleih, Café und Apparte­ments.

Intersport Bernik, Borovška cesta 88a, Tel. 04/5884-780, www.intersport-bernik.com. Ski­ver­leih, Fahrräder, Trekking.

Verbindungen Bus: Busbahnhof, Ko­roš­ka cesta. Stünd­lich Bus­se nach Rate­če, Je­se­nice und Ljub­ljana (10,20 €).

Nach Bled mit den Bussen Richtung Lju­b­lja­na-Jesenice und in Jesenice oder Lesce um­steigen; einige Busse fahren auch über Bled nach Ljub­ljana. Nach Bovec über den Vr­šič-Pass nur En­de Juni bis Ende Aug. 6-mal tägl., zudem Anf. Juni bis Ende Sept. Sa/So/Feier­tag 1-mal tägl. um 8.28 Uhr. Das Bussystem wur­de insgesamt aus­geweitet, es gibt auch die Bus­se Hop-on Hop-off, die auch Richtung Pre­dil-Bovec fah­ren.

Skibus: Im Winter zwischen Kranjska Gora und Planica sowie Mojstrana.

Zug: Nächste Bahnstation, auch für Fern­zü­ge, in Jesenice; 20 km entfernt.

Flug: Flughafen Jože Pučnika Ljubljana, in Brnik, 66 km entfernt; zu­dem die nahen Flug­häfen Villach (A), 22 km, und Tarvisio (I), ca. 12 km.

Taxi: Zu bestellen über TIC, Hotels oder PT-Taxi, Tel. 051/226-117 (mobil), www.taxi-pt.si. Nach Ljubljana ca. 125 €, Tarvisio 35 €, Vil­lach ca. 43 € (inkl. Fahrradtransport).

Vierer-Sessellift: Auf aktuell nur einer Etappe geht es bis auf ca. 1400 m zum Vitranc, zur Sta­tion Vitranc 1. Be­trieb (ca. Anf. Juni bis Mitte Sept. tägl. 9-17 Uhr (Mitte Juli bis Mitte Aug. Fr-So bis 18 Uhr). Ab Mitte Sept. bis Mitte Okt. nur Fr-So 9-17 Uhr. Winterbetrieb ab ca. 20. Nov. bis Ende März. Preise: 11 € re­tour, 8 € einfach, Kin­der 6-14 J. 8 € bzw. 6 €. Unter­halb des Vit­ranc 1 ver­läuft die Som­mer­rodel­bahn. Infos: Tel. 04/5809-400, www.kr-gora.si.

Gesundheit Ambulanz (Zdravstveni dom), Koroška ul. 2, Tel. 04/5884-600. In Jesenice, Tel. 04/5868-100, tägl. 24-Std.-Bereitschaft (s. u.).

Apotheke (Lekarna), Koroška ul. 1, Tel. 04/5884-760.

Krankenhaus (Bolnica), in Jesenice, Titova 112, Tel. 04/5868-000.

Kinder Kekec-Land (Kekčeva dežela), wird über die Agentur Julijana or­ga­ni­siert: Es geht hoch zur Berghütte von Ke­kec, dort gibt es Sterz und Dickmilch und es wer­den Ge­schich­ten aus alten Zei­ten, na­tür­lich von Kekec und seinen Hel­den, erzählt. Für Kin­der von 3-10 Jahren, auch die Eltern kön­nen mit.

In Gozd Maruljek gibt es noch das Zwer­gen­land, in Dovje-Mojstrana „Auf den We­gen der Triglav-Märchen“ (Rajže po poteh Trig­lavskih pravljic).

Nachtleben Casinos im Hotel Ko­ro­na und Ramada Resort Kranjska Gora; ganz­jäh­rig und nonstop ge­öff­net; gerne von Italie­nern be­sucht.

Fürs junge Publikum u. a.: Pub Vopa 9, Borovška cesta 92, Fr/Sa mit DJs und Events. Pub Legende 13, Borovška cesta 93 (im Hotel Ramada & Suites), hier gibt’s Live­musik und Karaoke.


Kranjska Gora - ein beliebter Touristenort bei Ski- und Wanderfreunden

Veranstaltungen Kranjska Gora und sei­ne Um­gebung haben eine Vielfalt vor al­lem an Sport­veranstaltungen zu bieten (→ Pod­ko­ren). Vitranc Weltcup und Eu­ro­pa­pokal Alpin-Männer, auf dem Vitranc, jähr­lich ver­schie­den (zw. Dez. und Febr.). Europapokal im Hun­de­schlit­ten­ren­nen im Febr. Welt­cup-Ski­sprin­gen, in Rateče (s. u.), im März. Som­mer­feste, von Juni bis Ende Aug., Fol­klo­re­da­r­bie­tungen und Konzerte auf dem Platz vor der Kirche. Große Gedenkfeier, letztes Juli­wochenende; am So um 10 Uhr Messe in der Russischen Ka­pel­le unter dem Vršič (ein Gratisbus fährt um 8 Uhr ab Hotel Kom­pas). Rad­ren­nen „Sturm auf den Vršič“, 1. Sa im Sept. „Party am Dreiländereck“ auf dem Peč, 2. So im Sept. (ab 10 Uhr), mit Mu­sik­gruppen und einem reich­haltigen ku­li­na­rischen Angebot der drei Län­der. Red Bull Goni Pony, am Samstag Anf. Juni; Rennen mit Verkleidung und den alten Kleinrädern.

Übernachten

Die Hotelkapazität von Kranjska Gora und seinen Nachbardörfern ist gewaltig, eben­so die Nachfrage - in der Skisaison, zu Weltcup-Turnieren sowie im Juli und Au­gust sind zeitige Re­ser­vierungen emp­fehlenswert. Die Preise schwanken je nach Saison stark, die un­ten an­ge­ge­be­nen Preise gelten für die Hauptsaison im Som­mer. Erheblich günstiger ist die Nebensaison, dafür gibt es einen satten Win­ter­zu­schlag von 20-40 %. Eine klei­ne Auswahl:

Privatzimmer: über Touristagenturen. DZ ab 30 € ohne Früh­stück, Früh­stück 6-10 €. Fe­rienwohnungen ab 40 €/2 Pers.

Folgende zwei Hotels sind unter Ramada Ho­tels (Hit Holidays hat hiesige Ltg.) buch­bar: Tel. 04/5884-820, www.hit-alpinea.si:

Mein Tipp **** Hotel Ramada Hotel & Suites 12, das schöns­te Ho­tel am Ort, zentral in der Orts­mitte. Sehr gu­te Konditorei, Re­stau­rant mit gro­ßer Ter­ras­se, Winter­gar­ten und Tee­sa­lon mit ge­müt­lichen Sesseln für den Fünf-Uhr-Tee sowie Pub für die Nacht. Auch Massa­gen. Ge­gen­über die *** Ap­parte­ments. Kom­for­table DZ/F ca. 150 €. Ganz­jäh­rig. Bo­rovška cesta 93.

**** Hotel Ramada Resort by Windham Kranjska Gora 11, di­rekt neben der ers­ten Ski­piste, gute Ausstattung mit gro­ßem Well­ness­bereich (u. a. Massagen, Sauna, Hal­len­bad) und Aquapark Larix; Casino - für den Winter und bei Schlechtwetter zu emp­fehlen. DZ/F ca. 180 €. Ganz­jäh­rig. Bo­rovš­ka cesta 99.

**** Hotel Kompas 6, das größte Hotel mit fast 300 Betten, ruhig am Orts­ein­gang ge­le­gen. Mit Sauna, großem Hallen­bad und Ja­cuzzi, Fit­ness­raum, Wellness, Bil­lard­ti­schen. DZ/F ab ca. 150 €. Bo­rovška cesta 100, Tel. 04/5892-100, www.hit-alpinea.si.

**** Hotel Kotnik 10, 15-Zimmer-Hotel, ruhig im alten Orts­kern gelegen. Mit der gel­ben Fas­sade und den Fen­ster­ver­zie­run­gen wirkt es sehr freund­lich. DZ/F ca. 105-130 €. Ganzjäh­rig. Borovška cesta 75, Tel. 04/5881-564, www.hotel-kotnik.si.


Übernachten

1 Eco-Camp Natura 2 Pension-Rest. Livada 3 Boutiquehotel-Rest. Skipass 4 Kavarna-Slaščîčarna & Zimmer Kala 5 Hotel Lipa 6 Hotel Kompas 10 Hotel Kotnik 11 Hotel Ramada Resort Kranjska Gora 12 Hotel Ramada Hotel & Suites 14 Hotel Cvitar 15 Appartementhaus Vijolica 16 Hotel Miklič 17 Hotel Best Western 18 Rest. & Pension Milka 19 Vila Triglav

Essen & Trinken

7 Gostilna-Pizzeria Bor 8 Gostilna Pri Martinu 10 Hotel Kotnik 18 Rest. & Pension Milka

Cafés

4 Kavarna-Slaščîčarna & Zimmer Kala 12 Hotel Ramada Hotel & Suites 17 Hotel Best Western

Nachtleben

9 Pub Vopa 13 Legende Pub

**** Boutiquehotel Skipass 3, kleines 9-Zimmer-Ho­tel in gemütlichem und modernem Holz-Am­biente mit bester Aus­stat­tung. Der Stolz des Hauses ist das Gour­met-Restaurant, das vorzügliche Drei­län­der­eck-Speisen auch auf der luftigen Terrasse bietet. DZ/F ca. 140 € (Standard mit Bal­kon), ca. 160 € (Supe­rior), 225 € (Deluxe). Ganz­jährig. Borovška cesta 95, Tel. 04/5821-000, www.skipasshotel.si.

**** Hotel Best Western 17, (ehemals Hotel Lek), nettes, gemütliches, nicht zu gro­ßes Hotel nun unter neuer Leitung, ruhig am Orts­ende an der Stra­ße zum Jasna-See und Vršič-Pass ge­le­gen. Eben­falls mit Hallenbad, Sau­na und Ten­nis­plätzen. Verschiedenste Zim­mer­aus­stat­tun­gen. DZ/F ab ca. 160 €. Ganz­jährig. Vršiš­ka cesta 38, Tel. 04/5881-520, www.bestwestern.de.

*** Hotel Lipa 5, nahe Bus­bahn­hof. 20-Bet­ten-Haus im alpen­ländi­schen Stil mit schö­nem Wintergarten, Ter­ras­se und gu­tem Re­s­tau­rant. DZ/F ca. 100 €. Ko­roška cesta 14, Tel. 04/5820-025 041/355-925 (mobil), www.hotel-lipa.si.

*** Gostilna Cvitar 14, ebenfalls im alten Orts­kern. Familienhotel mit Res­tau­rant und gro­ßer Terrasse. DZ/F ca. 80 €. Borovška cesta 83, Tel. 04/5883-600, www.cvitar.com.

Kavarna - Slaščîčarna & Zimmer Kala 4, im Zentrum liegt das nette Café (tägl. 9-21 Uhr) mit drei schönen Zimmern (insg. sie­ben Betten). Leckeres Eis und Torten ver­füh­ren. DZ/F 76 €. Fast ganzjährig (bis auf eine Woche im April, Juni, Sept. u. Nov.). Koroška ul. 13 B, Tel. 04/5885-544, www.sobe-kala.si.

*** Vila Triglav 19, ruhig oberhalb des Jas­na-Sees und dem Piš­nica-Fluss (ca. 1 km südl.) mit Blick in die Bergwelt gelegen. Unter neuer Leitung. Hübscher Holzbau mit Win­ter­gar­ten, gutem Café und Restaurant sowie Sau­na und Pool. Ansprechende Apparte­ments/Zim­mer (die preiswerten teils klein); DZ/F ab ca. 115 € (mind. 2 Tage Aufenthalt). Na­sel­je Iva­na Krivca 6, Tel. 030/400-514 (mobil), www.vila-triglav.si.

*** Pension-Restaurant Livada 2, ge­müt­li­ches Haus im Alpenstil, ca. 1 km vom Zen­t­rum in Jasna. Nette Zimmer/Appartements; DZ/F ab 75 €. Koroška ul. 24, Tel. 041/719-021 (mo­bil), www.penzion-livada.si.

*** Hotel Miklič 16, südlich des Orts­kerns. Ge­mütliche, gut ausgestattete Zimmer mit Bal­kon, zudem Sauna. DZ/F ab ca. 110 €. Zudem wird man im Res­taurant (ab 12 Uhr) mit ausge­zeich­ne­tem Essen verwöhnt. Vitranška ul. 13, Tel. 04/5881-635, www.hotelmiklic.com.

*** Appartementhaus Vijolica 15, di­rekt an der Kekec-Kinderskipiste. Freundlich und mo­dern gestaltet, mit Sauna, Innen- und Au­ßenjacuzzi. Zwölf Appar­te­ments für 2-6 Pers., Studio ca. 110 € für 1-2 Pers. Sme­rinje 8b, Tel. 04/5820-500, www.apartmaji-vijolica.com.

*** Pension & Restaurant Milka 18, gegenüber und oberhalb vom Jasna-See (1,1 km südl.) steht das hübsche, im Innern verspielt eingerichtete Holzgebäude mit gro­ßer Terrasse und einer Sterne-Küche (→ Es­sen). Sechs Zim­mer im Blümchen­mus­ter-Dekor, DZ 110-120 €, Frühstück 7 €/Pers. Di Ruhetag. Vršiška cesta 45, Tel. 070/169-566 (mobil), www.pensionmilka.com.

Weitere Übernachtungsmöglichkeiten (→ Kra­njska Gora/Umgebung)

Bio/Regional Camping Eco-Camp Natura 1, ab Haupt­straße Jesenice-Podkoren (Abzweig Rich­tung Srnjak nehmen, nach der Brücke nicht nach rechts, sondern geradeaus) rund 500 m auf schlechter Schotterpiste. Das Camp ist nur für Zelte und liegt idyllisch und ab­so­lut ruhig auf einer Lichtung mitten im Wald, es gibt auch Pferde. In sauberen, schö­nen Holz­häusern gibt’s Wasch­be­cken/Du­sche/WC, alles solar­be­trie­ben und mit Quell­wasser. Übernachtet wird im ei­genen Zelt oder in feststehenden Zel­ten (mit Holz­bett und Teppich) und klei­ner Ter­rasse. Oder man krabbelt gar ins hän­gen­de Zelt. 18 €/Pers. Juni bis Sept. Tel. 064/121-966, www.naturaecocamp.si.

Stellplatz Kranjska Gora, kleiner Parkplatz für Wohnmobile, nördlich vom Sessellift Vitranc 1. 13 €/24 Std.

Essen & TrinkenKarte

Mein Tipp Gostilna Pri Martinu 8, gro­ßes Lokal mit ver­schiedenen Räum­lich­kei­ten, Sitz­ge­le­gen­heit auf überdachter Terras­se mit Blick auf die Berge. Immer viel los, flinker Ser­vice. Hier kann man viele tra­di­tionelle slo­we­ni­sche Ge­rich­te probieren, z. B. Hei­den­brei mit Pil­zen oder Gor­gon­zo­la, Ri­sot­to, Po­len­ta oder Nu­deln mit Pilzen oder Gu­lasch, Wild­ge­richte. Tägl. ab 10 Uhr. Bo­ro­vška cesta 61, Tel. 04/5820-300.

Restaurant-Pizzeria Hotel Kotnik 10 (→ Über­nachten), neben guter slo­we­ni­scher Kü­che sehr gute Pizzen. Borovška cesta 75.

Mein Tipp Restaurant & Pension Milka 18, (→ Übernachten); auf der großen Ter­rasse mit herrlichem Gebirgs- und Jasna-See-Blick oder im blümchenverzierten, ver­spiel­ten Innern speist man vorzügliche Menüs vom haubengekrönten Küchenchef Mi­ha Dolimar und seinem jungen Team - erst 2019 eröffnet und schon von Gault-Millau prämiert. Tägl. außer Di 12.30-16/18-22 Uhr. Vršiška cesta 45, Re­ser­vie­rung unter Tel. 070/169-566 (mobil), www.pensionmilka.com.

Gostilna-Pizzeria Bor 7, südlich des Ho­tels Kompas, freundliches Lokal mit Win­ter­gar­ten und guten Gerichten mit slowenischen Spe­zialitäten wie u. a. Pilzsuppe, Štrukli. Tägl. ab 10 Uhr. Borovška cesta 98, Tel. 04/8892-088.

Berghütte Srnjak, liegt am Ende der für Fahr­zeu­ge befahrbaren Schotterstraße und ober­halb des Ortes Srdenji vrh (→ Wan­der- und Mountainbiketouren um Kra­n­js­ka Gora. Lecke­rer Hei­del­beer­strudel, Creme­schnitte oder Hirsch­gu­lasch - alles bestens! Schö­ne Gar­ten­ter­rasse. Mai bis Okt. 10-22 Uhr, da­nach nur Sa/So 11-18 Uhr. Galerše 3, Tel. 041/744-185 (mo­bil).

Café/Eisdielen Hausgemachte Kuchen, Tor­ten bie­ten die Tee- und Kaffeehäuser im Ramada Hotel & Suites 12, im Hotel Best Western 17 sowie das kleine, nette Kala 4.

Weitere Restaurants (→ Kranjska Go­ra/Um­gebung).

Sport

Organisierte Aktivitäten Die Sport­agen­tu­ren (→ Information) bieten eine breite Pro­grammpalette in Kranjska Gora und in an­deren Or­ten der Julischen Alpen an: z. B. Berg­füh­run­gen unterschiedlichster Schwie­rig­keits­grade und Längen (ab ca. 100 €/Pers. für eine 6- bis 8-Std.-Tour), Raf­ting oder Kajak­fah­ren auf der Soča, Canyo­ning um Bled oder Bo­vec, Klettern, Ab­sei­len, Rei­ten, Moun­tainbi­ken und an­spruchs­volle mehr­tä­gi­ge Trek­king­touren. Das Hotel Špik in Gozd Mar­tuljek (→ dort) hält ebenfalls ein breit ge­fä­cher­tes Sportange­bot parat.

Angeln In den Flüssen und Bächen der Um­gebung. Angelscheine für den Jasna-See (www.ribiskekarte.si.)

Bikepark Kranjska Gora Fun- und Mountainbike­park, am Vit­ranc-Ab­hang kön­nen sich Lieb­haber dieser Sport­ar­ten aus­to­ben: Auf 13 km, mit 350 m Höhen­un­ter­schied, gibt es drei verschie­dene Wege für Down­hillfans, zu­dem einen Weg für Free­sty­ler mit über 150 Hin­der­nissen ver­schie­dens­ter Schwie­rig­keits­grade, Air­line, Luna­park, mehr als 25 Jumps so­wie einen „Mons­ter-Jump“ über 15 m Hö­he. Rä­der inkl. Si­cher­heits­aus­rüstung wie Helm etc. kön­nen aus­ge­liehen wer­den, auch Kurse sind buch­bar. Tages­ti­cket 27 €, Halb­tages­ticket z. B. 9-13 Uhr 22 €. Bike­ver­leih/Tag 55 €, auch Pro­tek­to­renverleih. Ende April bis Okt. Fr-So 9-17 Uhr (Ende April/Anf. Mai und Juni bis Mitte Sept. tägl.), www.bike-park.si.

Mountainbikeverleih: Über die Sport­agen­tu­ren und Hotel Špik in Gozd Martuljek; Preise: ca. 15 €/Tag (Juli/Aug. 17 €), E-Bike ca. 35 €/Tag (40 €). Um Kranjska Gora wurden mar­kierte Fahr­rad­wege an­ge­legt. Kar­ten­ma­terial bei TIC.

Sommerrodelbahn Besna Pehta, unter­halb des Vit­ranc 1.

Schwimmen Im nahen Jasna-See. Hallen­bä­der in den Hotels Kompas, Best Western Ra­ma­da Resort Kranjska Gora und Hotel Špik in Gozd Martuljek; Nicht-Hotelgäste müssen zah­len.

Tennis Courts bei den Hotels Best Wes­tern so­wie beim Hotel Špik in Gozd Martul­jek. Zudem auch beim Kamp Kamne in Dovje.

Klettersteige (Via Ferratas) In der Um­gebung (→ Mojstrana), Ausrüstung über die Agenturen.

Wandern/Bergtouren In der Umgebung von Kranjs­ka Gora gibt es rund 100 km mar­kier­te Wanderwege. Die Mög­lich­kei­ten rei­chen vom Spaziergang (Themen- und mär­chenhafte Wege) bis zu ein- oder mehr­tä­gi­gen Touren in die Berge des Na­tio­nal­parks Triglav. Wander­karten und viele Rou­ten­vor­schlä­gen sind bei TIC er­hält­lich, eben­so kann man er­fah­rene Berg­führer buchen, was in dem teils schwie­ri­gen Ge­län­de keine unnütze Geld­aus­gabe ist. Gu­te Berg­aus­rüsung erfor­der­lich! Für Fels­ge­üb­te füh­ren ver­schie­de­ne Klet­ter­steige auf den Trig­lav (2864 m), Ja­lo­vec (2645 m), Razor (2601 m), Pri­sank (2547 m), Špik (2472 m) und auf an­dere Gipfel. Triglav-Auf­stiege → Moj­s­tra­na. Es gibt auch Kar­ten­ma­terial für ei­ne Kom­bination aus Wan­dern und Moun­tain­bike­fah­ren (→ Kleiner Wanderführer, Wan­de­rungen Nr. 1, 2 u. 3).

Wellness Über das größte Wellness­cen­ter verfügt das Hotel Ramada Resort Kra­njs­ka Gora mit dem sog. Larix-Aquapark (große Schwimm­becken, Wasserfäl­le, Whirl­pool, Kin­derbe­cken, Saunas), Vita-Cen­ter (verschie­dens­te Mas­sagen). Borovš­ka cesta 99, Tel. 04/5884-100.

Wintersport Ski alpin: Kranjska Gora hat 18 Skipisten, die sich auf einer Höhe von 800 bis ca. 1300 m auf dem Vitranc und hin­über nach Planica ziehen. Zur Verfügung ste­hen sechs Sessel- und 13 Schlepplifte. Doch spek­ta­ku­läre Ab­fahrten sind trotz einiger schwar­zer Pis­ten und Welt­cup-Slalomstre­cke nicht zu er­war­ten. Auch hier gibt es zur Unterstützung von Frau Holle Schnee­ka­no­nen. Leihaus­rüs­tung siehe Agentu­ren.

Skispringen und Skifliegen: Die Schanzen sind im Planica-Tal bei Rateče nahe der italie­nischen Gren­ze.


Russische Kapelle (Vršič-Pass)

Skilangläufer finden gespurte Loipen auf über 40 km Länge, auch eine beleuchtete Nacht­laufloipe für Unermüdliche. Leihaus­rüs­tung über die Agenturen.

Tourenski: z. B. mit erfahrenen Skiführern die Bergwelt erkunden.

Vereiste Wasserfälle ersteigen: Organisa­tion von Touren mit erfahrenen Führern eben­falls über die Agenturen.

Ro­deln: u. a. Nacht­ab­fahrten mit Fackeln am Drei­ländereck bei Rateče, zudem be­leuch­te­te Rodelbahn bei Gozd Martuljek.

Umgebung von Kranjska Gora

Rund um Kranjska Gora liegen herr­li­che kleine Alpendörfer, malerische Tä­ler und hohe Berge, die sich als Aus­flugs­ziele und für Berg- oder Moun­tain­biketouren an­bie­ten. Wer hier län­ger bleiben mag, kann sich in den Dör­fern eine Unterkunft su­chen. In­fo­r­ma­tio­nen und Sportangebote (→ Kranj­ska Gora).

Vršič-Pass

Von Kranjska Gora aus erreicht man auf einer neu asphaltierten Straße und nur noch teil­weise vorhandenem alten Kopf­stein­pflaster nach 24 engen Keh­ren mit 14 % Stei­gung den 1611 m hoh­en Vršič-Pass, in weiteren 27 Kehren geht es wie­der ab­wärts ins Soča-Tal. Der Vršič ist Slo­we­niens höchster Pass, am Sattel ver­lief einst die Grenze zu Ita­lien. Der Weit­blick von hier oben ist herrlich, der Pass eig­net sich auch als Start­punkt für wun­der­bare Berg­tou­ren. Die bis heute intak­te Passstraße wur­de in den 1960er-Jahren anlässlich eines Besuches des äthio­pi­schen Kaisers Hai­le Selassie aus Gra­nit­steinen erbaut. Auf dem Weg nach oben gibt es einige be­wirt­schaftete Berg­hütten und kurz vor der 22. Kurve Gräber aus dem Ers­ten Welt­krieg zu sehen.

Einen Stopp lohnt kurz nach der ach­ten Kur­ve mit­ten auf einer Wald­lich­tung die aus Holz er­richtete Russi­sche Kapelle (Rus­ka Ka­pe­li­ca) - eine Ge­denkstätte für die rus­si­schen Ge­fangenen im Ersten Welt­krieg, auch ein Info-Punkt (Juli/Aug.) ist geöffnet. 1914 be­gann hier der Straßenbau un­ter den Ös­ter­rei­chern, die für die Soča-Front eine Zu­fahrt für ihr schwe­res Mi­li­tär­ge­rät brauch­ten. Russische Ge­fan­ge­ne wurden dafür ein­gesetzt, rund 10.000 Ge­fan­ge­ne ließen bei Schnee­stür­men und Lawinen ihr Le­ben. Allein am 12. März 1916 gab es 300 Tote durch eine La­wine. Eine Ge­denk­feier fin­det jährlich am letz­ten Sonn­tag im Juli statt (→ Ver­an­staltungen). 2016 er­hielt das Kirch­lein Besuch vom rus­si­schen Staats­prä­si­denten Putin - die Stra­ßen rundum, selbst das Karawan­ken­tun­nel, wa­ren ge­sperrt.

Heute zieht die Passstraße vor allem Rad­sport­begeisterte in ihren Bann. Am ersten Sams­tag im September wird die Stra­ße für den Autoverkehr gesperrt, dann fin­det das Rad­rennen „Sturm auf den Vršič“ mit Tau­sen­den von Teil­neh­mern statt.

Wandertipps um den Vršič-Pass

♦ Von Kranjska Gora zum Vršič-Pass (1611 m): erst das Velika-Pišnica-Tal ent­lang, dann west­lich der Straße berg­auf. Ca. 3:30 Std., einfache Strecke. Oder per Bus hi­n­auf (im Som­mer alle 2 Std.) und zu Fuß wieder bergab.

♦ Zum Heiden- oder Riesenmädchen: vom Vršič-Pass östlich den breiten Ma­ka­dam­weg entlang. Von hier aus Blick auf das Felsmassiv und das Ant­litz der Aj­dovs­ka de­klica. Ca. 1 km ein­fache Strecke.

♦ Rundweg vom Vršič-Pass (1611 m): über das sog. Tor Vratica (1807 m) hi­nüber zum Sle­me mit seinen drei klei­nen ma­le­ri­schen Seen (aktuell leider zu­ge­wach­sen), von denen sich in ei­nem der Berg Ja­lo­vec spie­gelt. Auf schma­lem Pfad hinauf zum Gipfel Sle­menova spi­ca (1909 m). Zu­rück zum Vršič-Pass un­ter­halb der steil auf­ra­genden Fels­wän­de von Ve­lika und Ma­la Mojs­trov­ka (2332 m) auf kur­zem ein­fachen Klet­ter­steig und gut be­geh­barem Ge­röll­pfad. Herrliche Aus­blicke auf den Ja­lo­vec. Ach­tung: auf Stein­schlag an­de­rer Klet­terer achten. Ca. 3:30 bis 4 Std. Geh­zeit; auch gut mit Kin­dern mach­bar.

♦ Vom Sleme ins Planica- und Tamar-Tal: Eine Variante führt durch den Eng­pass Črna Voda mit 900 m Hö­hen­unterschied. Achtung: Hier ist bis in den Früh­som­mer Schnee und sehr schwie­riges Ge­län­de! In ca. 2:30 Std. er­reicht man direkt die Tamar-Berg­hütte. Wei­ter dann in ca. 1 Std. auf sehr ein­facher Geh­strecke zum Pla­nica-Park­platz. Al­ter­native (nur für Ge­übte, schwie­rig zu be­ge­hen!): Vom Sle­me über den Grlo-Pass (1457 m) fast direkt hi­n­ab zur Tamar-Berg­hütte in ca. 2:30 Std.

♦ Eine ebenfalls anspruchsvolle Tour ver­läuft vom Vršič-Pass auf den Pri­sank (2547 m) in ca. 4:30 Std., in wei­te­ren 1:30 Std. wird die Un­ter­kunfts­hüt­te Po­ga­č­ni­kov dom (2050 m) un­terhalb des Ra­zor (2601 m) erreicht.

♦ Zum Prisank führt auch ein an­spruchs­vol­ler 5-stündiger Klet­ter­steig, ein High­light für Climber, die durch das „Fens­ter“ - eine 80 m hohe Fels­öffnung - stei­gen.

Wanderung 1 - Vom Vršič-Pass über den Sleme ins Planica-Tal

Aussichtsreiche Tour mit Blick auf imposante Julier und schöne Täler

Praktische Infos

Übernachten/Essen - Berghütten Über­nachtungpreise: im Zimmer ca. 20 €/Pers., Schlaflager ca. 15 €/Pers. (mit Alpen­vereins­aus­weis jeweils nur 50 %.

Koča na Gozdu na Vršiču (1226 m), 8 km von Kranjska Gora, ca. neunte Kurve abseits der Pass­stra­ße. Gemütliche Hütte mit schö­n­em Blick auf den Prisank. Spezialitäten sind Wild­ge­richte. Nette Zim­mer mit Dusche (3- bis 6-, 4- bis 8- u. Mehr­bett­zimmer). Mai bis Sept. (bei gut­em Wetter teils auch ganzjährig Sa/So). Vršiška ces­ta 86, Tel. 041/682-704 (mobil), www.prezlc.si/koca-na-gozdu.htm.

Tonkina koča na Vršiču (1380 m), ca. 2 km nach na Gozdu. Es gibt Suppen, Gulasch etc. und Getränke, zudem Schlaflager. Mitte Juni bis Mitte Sept. tägl., danach nur Fr-So. Vršiška cesta 89, Tel. 041/396-645 (mobil).

Erjavčeva Koča na Vršiču (1525 m), bei der 22. Kurve liegt abseits der Straße auf ei­nem be­wal­deten Hügel die hübsche Hütte, eben­falls mit Blick auf den Prisank und das Hei­den­mädchen. Hier gibt’s leckere, def­ti­ge Ober­krainer Küche. Schlaflager (ca. 30 Pers.) und sieben einfache Zim­mer mit je zehn Betten (zwei Duschen für alle). Ganz­jährig außer Nov. Vršiška cesta 90, Tel. 051/399-226 (mobil).

Tičarjev dom na Vršiču (1620 m), am Vršič-Pass mit Zimmern/Schlaflager, Ver­pfle­gung. Juni bis Sept. Trenta 85, 5232 Soča, Tel. 04/5866-070, 051/634-571 (mobil).

Poštarski dom na Vršiču (1688 m), etwas öst­lich des Vršič-Passes über Zu­fahrts­stra­ße oder Wanderweg erreichbar, mit Zimmer und Schlaf­saal, ein­fa­che Betten und ein­facher Kü­che, aber schöner Weitsicht. Juni bis Aug. Vršiš­ka cesta 92, Tel. 041/610-029 (mobil).


Podkoren

Die erste slowenische Ortschaft, die nach der Einreise über den Wurzenpass (18 % Stei­gung, für Wohnwagen ge­sperrt!) erreicht wird - ein Alpendorf mit gut erhalte­nen Fachwerkhäusern, ca. 2 km von Kranjska Gora entfernt. Na­he Pod­koren ent­springt die Sava Do­linka (auch Zelenci genannt), die dem Tal ihren Namen gab. Das über schöne Geh­wege zugängliche Naturreservat Ze­lenci ist ein sumpfiges, tür­kis­far­be­nes Moor-Seengebiet mit rei­cher Pflan­zen- und Tierwelt - auch fleisch­fres­sen­de Pflan­zen soll es geben (aus­ge­schil­dert ab Park­platz und Bar Ze­lenci).

Information Okrepčevalnica (Imbiss) Pehta, Pod­ko­ren 73, Tel. 041/709-750 (mobil). In der Hütte am Parkplatz gibt es einen guten Imbiss (s. u.), In­fos und Taxiservice.

Übernachten *** Appartements Kot’č, zwei hübsche Woh­nun­gen bei der Kirche. Je ca. 60 €/2 Pers. Pod­koren 74a, Tel. 031/395-551 (mobil), www.apartmaji-kotc.si.

*** Hotel-Restaurant Vitranc, im Orts­zen­t­rum unter neuer Leitung; ein stattli­ches Ge­bäu­de mit netter Ter­ras­se. Die Gästezimmer sind teils mit Stil­möbeln ausgestattet. Es gibt Zim­mer/Ap­parte­ments (2-5 Pers.), DZ/F ca. 90 €. Ganz­jährig. Pod­ko­ren 94, Tel. 04/5809-520, www.vitranc.si.

Bio/Regional Pr’ Gavedarjo - Design Rooms, der Bau­ern­hof von 1913 wurde im Innern stilsicher, mo­dern und mit Naturmaterialien renoviert und zu ge­müt­lichen Zimmern (1- bis 4-Bett) mit al­tem und neuem Mobiliar kreativ aus­ge­baut. Auch auf das Bio-Frühstück darf man sich freuen. WiFi. DZ/F ca. 90 €. Pod­koren 72, Tel. 031/479-087 (mobil), www.prgavedarjo.si.

Essen & Trinken Hotel Vitranc, große Aus­wahl: von Zwiebelrostbraten, Kalbs­schnit­zel, Bœuf Stro­ganoff bis hin zu See­fisch, als Nach­spei­se gibt es u. a. Gibanica, Stru­del.

Imbissstube Pehta, westlich von Podkoren am Parkplatz und Fahr­radweg (Hauptstraße Kranjska Gora-Rateče). Von hier gelangt man auf den Fußweg zum Naturreservat Ze­lenci und der Sava-Quelle. Eine gu­te Ad­res­se für deftige Eintöpfe. In der Saison im­mer ca. 8-17 Uhr ge­öffnet, danach nur bei gutem Wet­ter.

Rateče

Das gemütliche Alpendorf mit statt­li­chen Fachwerkhäusern und zahl­rei­chen Pen­sio­nen liegt ca. 6 km westlich von Kranjska Gora in Richtung Grenz­übergang zu Ita­lien und zählt zu den äl­tes­ten Ansiedlungen in dieser Ge­gend, auch hand­schrift­li­che Doku­men­t­e aus dem 14. Jh. zählen zu den ältes­ten Sloweniens. Im reno­vier­ten Bau­ern­haus Kajžnova hiša (Haus Nr. 43) wurde ein kleines Ethnografisches Mu­seum eingerichtet.

Bekannt ist der Ort jedoch für seine nun wieder weltgrößte Skiflugschanze (Letalnica) Planica, die an der Ost­flanke des Ponca-Bergzugs neben wei­te­ren Sprungschanzen (Skakalnica) im Sü­den des Ortes im Planica-Tal am Beginn des Tamar-Tales liegt (→ Kasten „Skiflug­rekor­de“). Alle Sprung­schan­zen, auch Blou­dek und Gorišek, wurden er­neuert, das Gelände mit gro­ßen Zu­schauer­tri­bü­nen bestückt und auch die Straßenzufahrt verbreitert. Kom­plet­tiert wurde dies mit einem modernen, dreistöckigen Holz­rundbau, dem Info­center mit u. a. Mu­seum und Multi­visions­raum, alles über die Planica und ihre besten Ski­springer, einer 800 m langen, ganz­jäh­rig beschneiten Innen­loipe bei - 2 Grad, zu­dem Bar und Aus­sichtsterrasse, also alles in allem zu einem Nordic Center ausge­baut, wo sich auch Langläufer auf 40 km tum­meln können. An den Sprung­schanzen wird auch im Sommer ge­übt, daher gibt es immer etwas zum Gucken. Die 566 m lange Zipline (ganz­jähriger Betrieb) mit 58,6 % Gefälle und deren Adre­na­lin-Gäste bevölkern neben Wan­derern zudem dieses Tal.

Wander- und Mountainbiketipps um Rateče

♦ Im Norden in das Trebiža-Tal und hi­n­auf auf den Berg Peč, auf 1508 m am Drei­ländereck - Lehrtafeln in­for­mie­ren zu verschie­de­nen Themen. Zur Einkehr lockt etwas abseits am Kamm die Dreilän­derhütte (bereits in Öster­reich), die tiefer gelegene Koča na Tromeji auf 1145 m ist ge­schlos­sen.

♦ Süd­lich des Planica-Tals mit seinen herrlichen Wiesen und weiter vom Ta­mar-Tal aus locken zahlreiche wun­der­bare Hoch­ge­birgs­touren. Mit dem Au­to kann man bis zum Park­platz süd­lich der Sprungschanzen fahren. Ab dann geht es zu Fuß oder be­que­mer mit dem Mountainbike südwärts durch das Ta­mar-Tal und zum Nadiža-Was­serfall (ca. 4 km) und zur nahen Unter­kunfts­hütte Planina Dom Ta­mar (1108 m). Weni­ge Meter davor steht die 1936 er­rich­tete und zwi­schen­zeit­lich hübsch re­no­vierte Kapelle Marija po­ma­gaj, mit schö­nen Mosaikarbeiten von Marko Ivan Rupnik an der Frontseite ver­ziert; im In­neren hängt eine Kopie des be­kannten Gran­denbildes aus der Wall­fahrts­kir­che Brez­je. Für Berg­steiger fin­det im Juli/August sonntags um 15 Uhr eine Messe statt.

♦ Ab der Unterkunftshütte bie­tet sich eine schöne Tour über den im Tal­ende letz­ten Was­serfall - einem von vie­len weiteren namenlosen in die­sem Gebiet - und da­nach steil bergan in Richtung Sleme-Mas­siv. Diese Tour lässt sich über den Vršič (ein­fa­cher ist die um­ge­kehr­te Rich­tung) oder auch um einen wei­te­ren Tag aus­deh­nen (→ Kleiner Wan­derführer/Wanderung 1).

♦ An­spruchs­volle Bergtou­ren (nur für Geübte!) sind vom Tamar-Tal nach Sü­den rund um den Ja­lo­vec (2645 m, Klet­ter­stei­ge) möglich, oder man unter­nimmt über den Sred­nja Pon­ca (2228 m) und wei­ter über die Unter­kunfts­hütte Luigi Zacchi (1380 m) einen Ab­ste­cher nach Italien.

Praktische Infos

Information Touristinformation, 4283 Ra­te­če-Planica, Rateče 22, Tel. 04/5876-041, www.­ratece-planica.si. Mo-Do 7-15 (Mi bis 17), Fr 7-13 Uhr.

Info Nordic Center (Nordijski Center Pla­ni­ca), Rateče 167, Tel. 04/5884-570, 031/689-806 (mo­bil), www.nc-planica.si. April bis Okt. tägl. 9-20 Uhr, Nov. bis März bis 17 Uhr. Alle Infos, auch zu Übernachtung, rund um die Pla­nica. Zudem Verleih von Langlauf-Equipment.

Skiflugrekorde auf der Planica - hoch, höher, am höchsten ...

Im März 1936 wurde die Großschanze Bloudkova Velikanka in Pla­nica ein­ge­weiht und damit eine neue Ära eingeläutet, denn hier konnte man erst­mals über 100 m weit fliegen. Eine Be­son­der­heit war und ist die Hang­nei­gung von 33 Grad und die relativ fl­a­che Flugkurve, die alles abver­langt. 28 Ski­flugweltrekorde wurden bis­her auf der Letal­nica (Ski­flug­schan­ze) in Planica auf­ge­stellt. Die erste Sensation gab es bereits zur Eröff­nung, als im März 1936 der Wahl­österreicher Sepp Bradl (ein ge­bürtiger Bayer) die 100 m-Marke mit 101,5 m überflog.


1969 weihte man dann neben der alten Großschanze die neue der Ge­brü­der Go­rišek ein. Und wieder errang man fantastische Weiten bis zu 165 m. 1994 knack­te der Finne Nieminen die 200-Me­ter-Marke mit 203 m. 1997 stellte Las­se Otte­sen mit 212 m den Welt­rekord auf, der 2005 mit 239 m über­boten wur­de: Bjørn Einar Ro­mø­ren blieb 9 Sekunden in der Luft. Zwar flog kurz dar­auf der Finne Janne Ahonen fan­tastische 240 m, stürzte dann allerding im Aus­lauf. Im Februar 2011 gab es einen neuen Welt­re­kord­ler, Johan Re­men Evensen, auf der gut präparierten Schanze im nor­we­gi­schen Viker­sund mit 246,50 m. Und das alles, obwohl all die Jahr­zehn­te Weitenlimits seitens des Skiverbandes FIS gesetzt wurden, jedoch vergebens, sodass die Limits schließ­lich aufgegeben wurden.

2013 wurden dann die beiden Schan­zen erneuert, die der Gebrüder Gori­šek auf K 200 (HS 240) vergrößert (K=Kulm, HS=Hillsize). Bereits im März 2014 er­rang hier der Slowene Peter Prevc wieder einen Schan­zen­rekord mit einer Flug­weite von 242 m (auf der Bloudek), 2015 übertraf er sich mit 248,5 m auf der neuen Ski­flug­schanze Gorišek. 2016 löste ihn sein Lands­mann Tilen Bar­tol mit 252 m ab, diese Marke erreichte 2019 beim Weltcup auch der Japaner Ryoyu Kobayashi. Es wird sich zeigen, was bei der WM 2020 (von März auf Dezember 2020 verschoben) geflogen wird, die 300-Meter-Marke wird anvisiert.

Parken/Camperstopp Das Parken am am Planica-Gelände ist gebührenpflichtig, 2,50 €/Tag, 12 €/Bus. Hier ist ebenfalls ein Camper­stopp (mit Wasser/Strom), man zieht die Tages­karte für 12 €.

Sport Sprungschanzen (Skakalnica): für Kinder HS 15, 30 u. 45 m, für Jugendliche HS 65 und 85 m, die Bloudek-Großschanze HS 104 und 139 m und die neue Skiflugschanze der Gebrüder Gorišek HS 225 m.

Langlauf: gespurte Loipen im Tamara-Tal und um Rateče von ca. 40 km sowie im Innen­be­reich des Nordic Centers Planica (s. o.).

Zipline: www.planica-zipline.si, 25 €, ganz­jäh­rig.

Skibus: Im Winter werden alle Orte rund um Kranjska Gora angefahren.

Veranstaltungen Weltcup im Ski­sprin­gen und Skifliegen auf der Planica jährlich im März. Dorffest in Rateče jährlich am 15. Aug.

Übernachten/Essen Es gibt zahlreiche Pen­sionen und Ferienwohnungen in jeder Ka­tegorie. Preise (→ Kranjska Gora).

Olimpic-Sport-Center (CŠOD) - Hotel Pla­ni­ca, netter Neu­bau östlich der Zufahrts­stra­ße am Wald­rand mit ca. 25 Zimmern, in De­pen­dan­cen 19 Mehrbettzimmer, auch Höhen­zim­mer für Sportler. Es gibt Sau­na, Kletter­wand, Fußballfeld. Alles je­doch eher spartanisch ein­gerichtet und mehr ein Traniningscamp für Sportler und Schul­gruppen. ÜF/Pers. 35 €, HP 40 €. Rateče 167. In­fos Nordic Center.

Gostilna Pri Žerjavu, in der Ortsmitte steht das schöne gelbe Gebäude mit Sitz­mög­lich­kei­ten vor der Tür. Gute slowenische Spe­ziali­tä­ten. Rateče 39, Tel. 04/5876-026.

Gostilna Šurc, das lang gestreckte, mit Blu­men umrankte Holzhaus liegt im Westen des Ortes, die sonnige Terrasse vor dem Haus lädt zu leckeren Gerichten ein. Ab ca. 11 Uhr. Rateče 86, Tel. 04/5876-033.

Planinski Dom v Tamarju (1108 m), schön und ruhig am Ende des Tamar-Tals ge­legen, ide­al als Aus­gangspunkt für Tou­ren. Zudem locken eine reichhaltige Spei­se­karte und viele Schnäpse. Zimmer und Schlaf­lager. Ganzjährig. Rateče-Planica 167, Tel. 04/5876-055, 041/378-077 (mobil).

Ratečes Umgebung lädt zu herr­li­chen Spa­ziergängen, Wander- und Moun­tain­bike­touren ein.

Wanderung 2 - Von Rateče zum Berg Peč am Dreiländereck

Leichte Wanderung bzw. konditionsstarke Mountainbike-Tour auf dem Lehrpfad

Gozd Martuljek

Das Dörfchen liegt 4 km östlich von Kranjska Gora im Sava-Dolinka-Tal in­mit­ten üp­pi­ger Natur - gegenüber im Sü­den das imposante Panorama der Martuljek-Berg­grup­pe und deren höch­ste Erhebung, der Špik (2472 m). Gozd Mar­tuljek bie­tet al­les, was ein Ferienort braucht: Hotel, Camping, Frei­zei­t­an­ge­bote und Privat­zimmer in eini­gen ver­streu­ten Häusern. Auch hier locken zahl­lose Wander­rou­ten und viele Was­ser­fälle (s. u.).

Wandertipps um Gozd Martuljek

♦ Im Norden erreicht man über das alte Dorf Srednji Vrh das herrliche Jer­man-Tal oder weiter östlich die Schlucht des Hladnik-Bachs - überall fan­tas­tischer Weit­blick auf die Gebirgszüge im Süden (→ Kranjska Gora).

♦ Martuljek-Tal: In etwa 0:30 Std. ist der Untere Wasserfall, Spod­nji Ma­r­tuljkov slap, erreicht, in weiteren 0:45 Std. der etwas schwerer zugäng­liche, 110 m hohe Obe­re Was­serfall, Zgornji Mar­tuljkov slap. Für geübte Bergsteiger bie­ten sich zwei Er­wei­te­rungsvarianten (beides Klet­ter­stei­ge!): Vom Unteren Wasserfall, leicht süd­west­lich haltend, in ca. 2:30 Std. zur Hütte Bivak pod Špikom (1424 m) un­terhalb des Gipfels Špik; am Abzweig zum Oberen Was­ser­fall, geradeaus hal­tend, in knapp 1 Std. zur Unterstellhütte Bivak III (1340 m) unterhalb des Berges Za Akom.

Praktische Infos

Übernachten Zahlreiche Privatzimmer und Ferienwohnungen stehen zur Wahl. Aus­kunft über Kranjska Gora

***-**** Hotel Špik, ab­seits der Haupt­stra­ße im neo­al­pinen Bau­stil mit weit he­runter­ge­zo­genem Vor­dach und Blick auf den Berg Špik. U. a. mit einem 250 qm gro­ßen Well­ness­center (Hallenbad, ver­schie­dene Saunas, Mas­sagen, Becken mit Glet­scher­wasser etc.) und schönem Blick auf die Berge. Zudem großes Sport­an­gebot (u. a. Beach­volley­ball, Ten­nis, Ka­jak­fah­ren, Bo­gen­schie­ßen), hotel­eige­ne Ski­schu­le und Kin­der­spiel­platz. ***-DZ/F ca. 120 €, ****-DZ/F ca. 150 €. Jezerci 21, Tel. 04/5877-100, www.hit-alpinea.si.

*** Garni Hotel Rute, schöner Neubau na­he der Hauptstraße. Es gibt Zimmer/Ap­parte­ments (ab 50 €); DZ ab 60 €, FR 7 €. Zgornje Rute 40a, Tel. 031/644-209 (mobil), www.hotelrute.si.

Camping *** Öko-Camp Špik, schönes par­zel­lier­tes 3-ha-Wiesengelände (Strom, Was­ser, WiFi). Im Restaurant des nahen Ho­tel-Re­sorts (s. o.) kann man zu Vor­zugs­prei­sen spei­sen und alle Einrichtungen nutzen. Ca. 16 €/Pers. Ganzjährig. Tel. 051/634-466, Jezerci 15, www.camp-spik.com/de.

Essen & Trinken Gostilna Jožica, an der Stra­ße rechts vor der Brücke; Pizzeria und Re­s­tau­rant. Es werden zwei Appartements und Zim­mer vermietet. Tägl. ab 9 Uhr. Zgornje Rute 51, Tel. 04/5880-126.

Mein Tipp Berghütte Brunarica pri In­go­tu (950 m), ab Gozd Martuljek in ca. 45 Min. er­reich­bar. Das schöne „Holzhaus“ (= Bru­na­rica) liegt idyl­lisch auf einer Lich­tung auf dem Weg zur Kapelle Finžgareja und zu den Martu­ljek-Was­serfällen. Aus der of­fe­nen Kü­che und den großen Pötten kommt deftig Lecke­res, aber auch Strudel und Po­tica, Wild­kräu­ter­gerichte und Buchweizensterz; zu­dem Kräu­ter­tees, Säf­te und Hoch­pro­zen­tiges aus dem Wald. Juli/Aug. tägl., Juni u. Sept./Okt. Sa/So u. Feiertag 10-18 Uhr. Tel. 041/749-048 (mobil Fr. Barbara), www.jasenje-priingotu.com.

Sport → Hotel Špik.

Wanderung 3 - Von Gozd Martuljek zu den Martuljški slapovi

Herrliche Familienwanderung zu den zwei Wasserfällen

Dovje

Ursprüngliches Alpendorf 12 km von Kranjska Gora im Sava-Dolinka-Tal, ge­gen­über von Mojstrana. Der Ort liegt in sonniger und geschützter Kara­wan­ken­lage und bietet gen Süden ein herr­li­c­hes Gebirgspanorama. Hier sind die für diese Ge­gend typischen ge­wölb­ten Tür­bö­gen zu sehen und hier lebte Pfar­rer Jakob Aljaž (1845-1927), der viele Berg­hüt­ten und Wan­derwege so­wie den nach ihm be­nan­n­ten Turm auf dem Triglavgipfel er­richten ließ. Auch um die Belange der Bergsteige­rei mach­te sich Jakob Aljaž verdient. Im Pfarr­haus er­in­nert ein Gedenk­zim­mer an ihn, an der Straße zwi­schen Mojs­trana und Do­vje wurde ihm zu Ehren ein Denk­mal errichtet. Auf dem Dorf­fried­hof sind viele Berg­steiger be­graben, die die Touren nicht über­leb­ten - darunter auch etliche Deutsche.

Information Infopunkt an der Haupt­durchgangsstraße, jedoch nur Juni bis Mitte Sept. oder über Mojstrana (s. u.).

Übernachten/Essen Restaurant-Pen­sion Veranda, mit schö­ner Dach­kon­struk­tion und einladender Ter­ras­se; Haus­spe­zia­li­tät ist Beefsteak. Übernachtet werden kann in vier Zimmern (2-4 Pers.). Tägl. 11-22 Uhr. Dovje 127c, Tel. 04/5895-250.

Bistro Aljažev Hram, oberhalb der Haupt­straße (an Ortszufahrt), wurde „ver­schö­nert“. Aber noch immer sitzen hier meist Ein­hei­mi­sche und genießen den weiten Blick auf die Bergwelt. Es gibt Pizzen, Wurst, Käse, Brezeln, Eis und Schnäpse. Tägl. außer Mi 12-22 Uhr. Savska cesta 1.

Camping ** Camping Kamne, 1,5-ha-Platz im gleich­namigen Ortsteil oberhalb der Haupt­straße. Es gibt Bun­galows und Holz­häu­ser (nur Mai bis Okt.) zu mie­ten. Mountainbike-Verleih, Super­markt in Dovje (1 km). 12 €/Pers., 3 € Stellplatz, Dusche muss bezahlt werden. Ganz­jährig. Dovje 9, Tel. 04/5891-105, www.campingkamne.com.

Mojstrana

Etwa 12 km von Kranjska Gora ent­fernt, im Sava-Dolinka-Tal und am Be­ginn des Vrata-Tals gelegen - Moj­stra­na ist Aus­gangs­punkt für schöne Wan­der­touren durch herr­liche Alpenflora und für die Triglav-Besteigung. Von Mojstrana zweigen auch das Kot-Tal und das Krma-Tal ab. Das 10 km lange Vrata-Tal endet in ei­nem Kes­sel an der steil aufragenden Nord­wand des Trig­lav. Wenige Ki­lo­me­ter hin­ter Mojs­trana lohnt ein Stopp oder eine Wanderung zum 52 m hohen Pe­ričnik-Was­ser­fall.

Am Ortsausgang Richtung Radovna-Tal lädt der Pocar-Hof zur Be­sich­ti­gung ein. Das Ge­bäude zählt zu den ältesten Bau­ern­häusern im Na­tio­nal­park.

♦ Nur Juli/Aug. Sa/So u. Feiertag 11-18 Uhr oder auf Anfrage. Eintritt 3 €, Kinder 7-15 J. 1,50 €. Zgornja Radovna 25, Tel. 04/5780-200.


Slowenisches Alpenmuseum

Das Slowenische Alpenmuseum (Slo­vens­ki planinski muzej) wurde im moder­nen Holz­gebäude in Form eines Biwaks eingerichtet. Das In­for­ma­tions­zent­rum (auch mit TIC) gibt Einblick in die slo­we­ni­sche Bergwelt und den Natio­nal­park Trig­lav, birgt Geschichtli­ches zum alpi­nen Tourismus und zur Bergrettung in Slo­we­nien, do­ku­men­tiert aber auch die bes­ten slo­we­nischen Al­pinisten bei welt­wei­ten Ak­tionen (u. a. Himalaya­be­stei­gung); zu­dem In­for­ma­tionen und Workshops zu Flora und Fauna. An den Mo­nito­ren können Kin­der Fragen beantworten, ihre Beant­wor­tungen abstempeln und er­hal­ten zum Schluss ein kleines Prä­sent. Neu sind ein virtueller Flug vom Triglav nach Mojstrana (sehr eindrucksvoll!), das Biwak im Außenbereich und darunter in der Erde der Escape-Room (in vier Zimmern müssen Themen gelöst werden, ein Spaß für die ganze Familie).

♦ Juni bis Mitte Sept. 9-19 Uhr, Mitte Sept. bis Mai 9-17 Uhr. Triglavska cesta 49, 4281 Mojs­tra­na, Tel. 08/3806-730, www.planinskimuzej.si. Ein­tritt 9 €, Kinder ab 6 J. 4,50 €, Familie 19 €. Escape-Room (im Sommer mit Reservierung) für 2-4 Pers. ab 9 Jahre, 35 €/25 € (inkl./ohne Museumseintritt).

Neben dem Alpenmuseum ist ein kleiner, hübsch angelegter Alpengarten mit ei­ner Gedenkstätte, der auf viele Olympioniken dieser Region hinweist, zudem auch auf die imposanten Berge.

Die Kirche St. Klemens wurde an­geb­lich an der Stelle erbaut, an der die Mön­che Ky­rill und Method (sie ver­brei­teten in den slawischen Ländern das Christen­tum) auf ihrem Weg nach Rom Rast mach­ten. Erste Spuren von Berg­bau und Eisen­ver­hüt­tung datiert man ins 14. Jh.

Auf Kletterfans wartet die Via Fer­rata, zwei neue gesicherte Steige (v. a. für Begin­ner) oberhalb vom Ort Moj­strana, an der Bergwand Grančišče.


Am Vrata-Talende und nahe der Triglav-Nordwand - die Aljažev Berghütte

Information 4281 Mojs­tra­na, Tourist­infor­mation im Slowenischen Alpenmuseum (s. o.).

Agentur Kofler sport, Savska cesta 1, Tel. 041/608-297 (Hr. Grega), 031/364-980 (Fr. Anita), www.kofler-sport.si. Mitte Juni bis Mitte Sept. Geführte Wander-, Mountainbike- und Klettertouren sowie Ausrüstungsverleih.

Übernachten/Essen Etliche Privatzim­mer und Fe­rienwohnungen.

Kurz vor dem Pohar-Hof Restau­rant-Pizze­ria Kot, nebenan ein Supermarkt.

Bio/Regional °°° Touristischer Bio-Bauernhof Psnak, in Zgornja Ra­dovna, ca. 4 km südlich von Moj­strana und umgeben von Wiesen; schö­ner Hof und gute Küche. Spe­zialitäten sind Sterz, Buch­weizen­ta­schen, Honig aus ei­ge­ner Imkerei. Guter Aus­gangspunkt für Wan­de­rungen und Ski­tou­ren. Schöne neue Zim­mer (DZ ca. 40 €) und Appartements; u. a. 64 €/2 Pers., Früh­stück 9 €. Juni bis Sept. tägl. 10-22 Uhr (Sa/So bis 23 Uhr), Okt. bis Mai tägl. außer Mo 11-22 Uhr (Sa/So 10-23 Uhr). Zgornja Radovna 18, Tel. 04/5891-152, 041/570-822 (mobil), www.triglav-radovna.eu.

Touristischer Bauernhof Pr’ Železnk, im Orts­zentrum. Hier gibt es etliche Haus­tiere, gu­te slowenische Gerichte und Ge­müse aus eige­nem Anbau. Tägl. 10-22 Uhr (Fr/Sa bis 1 Uhr). Ku­ris­ka pot 11, Tel. 04/5891-217.

Hostel - Bar Pr’ Jozlnu, neben dem Berg­stei­ger-Museum, mit Garten. Von außen we­nig ein­ladend, im Innern neu und nett ge­macht. Es gibt 30 Übernachtungsplätze in drei Zim­mern mit acht, zehn und zwölf Betten, Bade­zim­mer muss geteilt werden; WiFi und Früh­s­tück gratis. Ganzjährig. Triglavska cesta 50, Tel. 040/699-271 (mobil), www.hosteljozl.com.

Hostel Lukna, im hübschen Stein-Holzhaus in der Dorfmitte, vorherrschend auch die ge­müt­liche Holzinneneinrichtung. Es gibt 2- und Mehr­bettzimmer (insg. acht Zimmer), Küche, Garten, Grill, WiFi, Parkplätze. DZ ca. 34 €. Triglavska cesta 15, Tel. 031/736-781 (mobil).

Unterkunftshütte Aljažev Dom v Vratih (1015 m), am En­de des Vrata-Tals, einge­bet­tet in Bu­chen­wäl­der und mit Blick auf die im­po­san­te Triglav-Nordwand. Die Hütte mit schö­ner Ter­rasse, das Restaurant relativ neu und ge­räumig. 14 schöne, saubere Zim­mer, Ap­par­te­ment und Schlafsaal. Guter Aus­gangs­punkt für Wan­derun­gen und Tou­ren. Tägl. ab 3. April- bis 3. Okt.-Woche. Trig­lavska ce­sta 89, Tel. 051/665-738 (mo­bil).

Wander- und Mountainbiketipps um Mojstrana

Ins Vrata-Tal: Ein schönes Aus­flugs­ziel südlich von Mojstrana ist das 10 km lan­ge Vrata-Tal mit dem Gebirgsbach Bis­trica, das bis kurz vor die Unter­kunfts­hütte Aljažev Dom (1015 m) be­fahrbar ist und stetig langsam bergan führt. Schöner als eine Au­tofahrt ist eine Moun­tain­bike- oder Wandertour über den Wan­der­weg durch die Natur - am tür­kis leuch­tenden, zum Teil tief ein­ge­schnit­tenen Bistrica-Bach ent­lang, durch sat­te Bu­chen­wäl­der. Nach ca. 6 km passiert man den be­ein­dru­ckenden Slap Peričnik (Was­ser­fall), zu dem man hinauflaufen und da­bei die Gischt ge­nießen kann. Der un­te­re Fall stürzt 52 m in die Tiefe, der obere nur 16 m.


Vrata-Tal - Wasserfall Peričnik

Zum Bergsattel Luknja (1758 m): Eine mittelschwere, auch für Kin­der geeig­nete Wan­de­rung ab der Unter­kunfts­hütte Aljažev Dom (1015 m), am Vrata-Talende, nur die letzten 200 m gehen steil und auch mit teils losem Geröll bergan. Weg­zeit hin und zurück bei ge­müt­li­chem Ge­hen 5 Std., unterwegs bie­ten sich Pau­sen am lau­schigen Bach an. Na­türlich kann man die Tour auch ein­facher, d. h. die letzten Steilab­schnitt weglassen, oder sport­licher ge­stal­ten, indem man von Mojstrana aus mit dem Moun­tainbike bis zum Aljažev Dom fährt (inzwischen jedoch immer mehr Autos).

Ab der Unterkunftshütte Aljažev dom (1015 m) führt südlich ein aus­ge­schil­der­ter Weg an der rauschenden, tür­kisen Bistrica entlang, mit herr­li­chem, hell­sandigem Bach­bett (ca. 1:30 Std.). Ge­genüber die über 1500 m auf­ragende Nord­wand des Triglav-Mas­sivs, in der sich mit dem Fernglas die Kletterer er­spä­hen lassen. Unser Weg führt stetig berg­auf und lang­sam weg vom Bach. Al­pen­rose, En­zian, Ake­lei, Ar­nika blü­hen üppig. Die letz­ten Meter führen über Geröll und grobe Stei­ne - der ein­zig anstrengende Teil, den man mit Klein­kindern auch weg­las­sen kann. Be­reits von hier ist die Aussicht schön. Doch ganz oben wartet ein wei­ter Blick über die südli­che Berg­welt und man kann sich im weichen Gras ent­span­nen.

Diese Wanderung ist als Rundtour erweiterbar: oben am 1758 m hohen Luknja an­ge­langt, führt der Pfad nord­westlich zum Bovški Gam Sovec (2392 m) und hinab zum Vrata (2180 m). Von dort nordöstlich hinab unterhalb des Sovatna-Mas­sivs in Rich­tung Bistrica-Tal. Insgesamt bei zü­gigem Tempo ca. 6 Std.

Per Mountainbike von Mojstrana nach Bled: Ein schmales Asphaltsträßchen, teils auch Makadam, führt ent­lang des Baches Radovna nach Bled (ca. 22 km) - zum Fahr­radfahren eine herr­li­che Tour durch die fast un­be­rühr­te Landschaft des Ra­dovna-Tals. Wäl­der wechseln sich mit herrlichen Wie­sen ab und im­mer wieder wird der Blick frei auf die Berg­welt des Na­tio­nal­parks Triglav. Un­terwegs lädt ein Gast­hof zur Rast ein (→ Übernachten/Essen), er ist einer von sechs alten Hö­fen, der äl­teste ist der Pocar-Hof aus dem Jahr 1609.

Weiterreise ab Kranjska Gora und Umgebung: Wer Lust auf die grandiose Berg­welt und kei­nen Wohn­wa­gen im Schlepptau hat, kann seine Reise von Kranjska Gora über den Vršič-Pass (14 % Steigung, 1611 m) durch das Soča-Tal und Nova Gorica in Rich­tung Istrien und Adriaküste fortsetzen. Die Straße in Richtung Jesenice/Ljubljana führt durch das Sava-Dolinka-Tal, auf den Wiesen stehen die ty­pi­schen Heu­harpfen. Dieses höl­zerne Gerüst, der kozolec, dient zum Trock­nen des ge­mäh­ten Grases oder auch für Mais. 23 km östlich von Kranjska Gora wird Jesenice erreicht; hier lohnt v. a. der In­dustriepark Stara Sava (→ Link). In wei­te­ren wenigen Minuten über die Auto­bahn(Vignette!) gelangt man nach Bled (→ Link) mit Burg und idyll­i­schem See. Ab dort folgt in weiteren 30 km der Bohinjs­ko jezero, wo fan­tas­tische Aufstiege in die Berg­welt des Triglavs warten.

Triglav-Besteigung von der Nordseite


Nur für Geübte und mit viel Kondition!

♦ Der hier einfachste Auf­stieg verläuft über das Krma-Tal in 8 Std. bis zur Kre­da­rica-(Triglav-)Unter­kunftshütte (2515 m) und am nächsten Tag in ca. 1:30-2 Std. Auf­stieg bis zum Gipfel (2864 m) über den Grat. Die Wanderung (bzw. der Ab­stieg) kann z. B. über das Sieben-Seen-Tal auf der Südseite des Triglav aus­ge­dehnt wer­den. Mehr dazu (→ Ukanc).

♦ Aufstieg über das Vrata-Tal und Auswahl unter drei ver­schie­de­nen Klet­ter­stei­gen. Mit dem Auto bis zur Aljažev-Hüt­te am Ende des Vrata-Tals. Über die mächtige Nord­wand des Triglav-Mas­sivs auf ge­si­cher­tem Klet­ter­steig in 6 Std. zur Kreda­rica-Un­ter­kunfts­hüt­te, dann folgt der Auf­stieg (wie oben) zum Triglav-Gip­fel. Mehr dazu → Ukanc und Klei­ner Wan­der­füh­rer/Wan­de­rung 5.


Steinböcke - schwindelfrei und felsgeübt

Jesenice

Alte Eisenhütten-Bergwerks­stadt, die mit ihrem Erbe zu kämp­fen hat und bis­her nur wenig Chancen hatte, sich auf­zu­hüb­schen. Ei­nen Besuch lohnt auf jeden Fall das Industrie­museum Stara Sava, für Naturliebhaber die hier auf­stei­gende Bergwelt der Karawanken.

Die Industrie- und wichtige Ein­kaufs­stadt für die gesamte Umgebung liegt im hier brei­ten Sava-Dolinka-Tal auf der sonnigen Südseite der steil an­stei­gen­den Kara­wan­ken. Jeder Slo­wenien­besucher, reist er über die Autobahn oder per Zug an, pas­siert Jesenice. Einladend sieht die Stadt von Weitem nicht aus­- man blickt auf Ar­bei­ter- und Eisenbahnsiedlungen, Hoch­häu­ser, alte Schlöte und neuer­bau­te Shop­ping­center, zudem gibt es bisher auch so gut wie keine Über­nach­tungs­mög­lich­kei­ten. Geldprobleme und in­ner­städtische Interessenskonflikte lie­ßen bisher wenig neue Infrastruktur zu. Besuchenswert ist allerdings der neu gestaltete Industrie­museums­park Stara Sava im Südosten der Stadt, eine ge­lun­ge­ne Symbiose aus Tradi­tion und Mo­der­ne (sehr einfach auch von der Auto­bahn aus erreichbar).

Geschichte

Das Eisenhüttenwesen ist eng mit der Ge­schichte von Jesenice verbunden. Erst­mals er­wähnt wurde das Gebiet 1381, als die Grafen Ortenburg hier Erz­schürfrechte er­war­ben. Gewohnt und ge­schmiedet wurde damals an den waldreichen Hängen der Kara­wanken. Dann kamen die Grafen Zois, rundum zähl­ten 18 Burgen zu ihrem Be­sitz. Be­kannt wurde Jesenice, das seinen Na­men nach den hier einst vielen Eschen erhielt, durch das Eisenhüttenwesen und einst größte Stahlwerk Slo­we­niens. Die italienische Familie Bucel­le­ni legte 1538 den Grundstein für das erste mo­derne Hammerwerk an der Sava, auch er­rich­te­ten sie am Fa­brik­gelände ihr Wohn­haus - wegen ihres Erfolgs erhob man sie so­gar in den Adels­stand. 1766 über­nahm das ge­sam­te Areal die belgische Unter­neh­mer­familie Ruard und er­neu­er­te die Fabri­ken, später dann auch das Herren­haus zeit­ge­mäß im damals be­lieb­ten Stil des Klassizismus. Die Franzosen (Ära Napoleon 1809-1813) errichteten hier eine Kaserne (s. u.) für ihre Sol­da­ten, danach lebten darin Eisen­hüt­tenar­bei­ter. Das in­dustrielle Wachstum beschleunigte welt­weit die Eisen­in­dus­trie, Klein­be­triebe wa­ren bald nicht mehr konkurrenzfähig. 1871 musste auch Viktor Ruard ver­kau­fen - das Werk ging an die Krainer Industrie­ge­sell­schaft (KID, Kranjska indus­tri­js­ka družba). Fast zeitgleich wurde auch die erste Eisen­bahn­linie mit Bahn­hof fer­tig­ge­stellt und der Export konnte be­gin­nen. Die wich­ti­gen Tunnels, das Kara­wan­ken-Tun­nel gen Österreich und das Kobla-Tunnel bei Bohinj in Rich­tung Italien, wur­den gebohrt und unter Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich ein­ge­weiht. Wäh­rend des Ersten Weltkriegs wurde in Jesenice das Geld mit Militär­aus­rüs­tung ge­macht. Das Geschäft blühte auch im Zweiten Welt­krieg, kurz vor Kriegs­ende er­litt Jesenice allerdings durch Bom­bardements der Alli­ier­ten großen Scha­den. Nach dem Krieg folgte eine neue Blütezeit der Stadt, Je­se­ni­ce war im ehe­ma­ligen Jugosla­wien ein wichtiger Stahl-Industriestandort. Mit dem Zu­sam­men­bruch Jugoslawiens gin­gen die Rohstoffquellen verloren, zudem waren die Werke nicht mehr kon­kur­renz­fä­hig. Nach der Unabhängigkeit Sloweniens wur­den sie zwar moderni­siert, die Stadt setzte aber auch auf andere Wirt­schafts­zweige.


Industriemuseumspark Stara Sava - bestens und anschaulich gestaltet

Sehenswertes

Industriemuseumspark Stara Sava (Gornjesavski muzej Jesenice): Nahe der Sava Do­linka und gegenüber dem großen Shoppingcenter liegt das idyl­lische Areal des al­ten Hammerwerks mit Kirche, gelben Gebäuden, Hochofen und Mühle, das seine Fun­ktionen vom 16. bis Ende des 19. Jh. erfüllte. Den Grundstein für diesen In­dus­trie­zweig legte 1538 der aus Bergamo stammende Bernardo Bucelleni, 1766 über­nahm und modernisierte der Belgier Victor Ruard das Fabrikgelände (→ Ge­schich­te). Die Kirche Mariä Himmelfahrt (Cer­kev Marijinega vnebovzetja) wur­de Anfang des 17. Jh. von der Familie Bucelleni errichtet und rund 70 Jahre später drei­schiffig er­weitert und birgt einen aus schwarzem Marmor er­rich­te­ten Altar (sie wird aktu­ell renoviert und kann nicht besichtigt werden). Das prachtvolle Gebäude mit Uhr und Son­nenuhr, Ruardova graščina aus dem 16.-19. Jh., war Sitz der Ei­sen­hüt­ten­be­sit­zer Bucellini-Ruard und ist seit Mitte des 20. Jh. ein Museum (derzeit wegen Renovierung geschlossen); ge­zeigt wer­den die Eisenerzproduktion und ih­re Gerät­schaf­ten, Mineralien und Fos­si­lien. In der offenen Halle gegen­über stehen etlich alte Dampf­loks, u. a. von 1907. Das lange, gelbe Gebäude Ka­sar­na wurde Anfang des 19. Jh. für die französi­schen Soldaten zur Zeit der Napoleon-Ära (1809-13) er­rich­tet und danach für Arbei­ter­woh­nun­gen ge­nutzt. Heute ist hier die Ethnografische Abteilung des Muse­ums un­ter­ge­bracht und präsentiert u. a. die alten Stuben. Im 1. Stock hat die Musik­schule ihren Sitz. Vor dem Gebäude ragt der alte Hochofen aus dem 16. Jh. auf, dahinter das Ge­bäu­de der Holzkohlelagerstätten, Kolpern genannt, des­sen Saal für Kon­zerte und Kon­gresse dient. Zu sehen sind weiter die ma­le­ri­schen reno­vier­ten Außenmauern der einstigen Fabrik und Hammerschmiede sowie eine Mühle. Auf dem schönen Ge­lände finden im Sommer u. a. auch Konzerte statt.

♦ Bucelleni-Ruardova graščina, Cesta Fran­ce­ta Pre­šer­na 45, Tel. 04/5833-500; www.gmj.si. Bis ca. 2022 geschlossen.

♦ Kasarna (Ethn. Sammlung): Ces­ta Franceta Prešerna 45. Mo-Fr 9-15 Uhr. Feiertage ge­schlossen. Letzter Einlass bis 30 Min. vor Schluss. Eintritt 1,50 €, Stud./Kinder 1 €.

♦ Anfahrt: Liegt im Südosten der Stadt beim Ein­kaufscenter, ausgeschildert mit „Stara Sa­va“. Parken kann man beim Ein­kaufs­cen­ter.


Die Planina Pristava im Frühjahr, ein Meer von weißen Narzissen

Schloss Kos, einstiges Herrenhaus, wur­de 1521 errichtet und benannt nach seinem letz­ten Besitzer Pavel Kos. Es steht im Stadtwesten und birgt neben Geschicht­li­chem über Jesenice eine kleine Kunstgalerie mit wechselnden Ausstellungen.

♦ Kosova graščina, Cesta maršala Tita 64, www.gmj.si. Nur Di-Fr 10-12/16-18 Uhr. Fei­er­tage u. Aug. geschlossen. Eintritt 1,50 €, Stud./Kinder 1 €.

Information Touristinformation TIC, 4270 Jesenice, Cesta maršala Tita 18 (ge­gen­über dem Bahn­hof an der Hauptdurch­gangs­str.), Tel. 04/5863-178, www.turizem.jesenice.si. Juli/Aug. Mo-Fr 9-19, Sa 10-16 Uhr; Mai/Juni, Sept u. Dez. Mo-Fr 8-16, Sa 10-16 Uhr, sonst Mo-Fr 8-16 Uhr; Mittagspause immer 12.30-13 Uhr. Gute Infos, Kar­tenmaterial.

Verbindungen Bus: Busstation vor dem Bahn­hof, Cesta maršala Tita 18, stündlich nach Ljubljana (1:45 Std., 6,90 €), Infos über Alpe­tour, Tel. 04/5809-755. Auch hier hält und verbindet der Bus Hop-on Hop-off, der rund um die Julischen Alpen verkehrt (Infos über TIC). Zug: Cesta maršala Tita 19, Tel. 04/2942-329; 4- bis 5-mal tägl. nach Lju­b­lja­na.

Gesundheit Lekarna Jesenice (Apo­the­ke), Cesta maršala Tita 18 (hinter TIC), Tel. 04/5865-850. Zdravstveni dom Jesenice (Me­di­zin­zentrum), Cesta maršala Tita 78, Tel. 04/5868-100. Bolnica (Krankenhaus), Cesta mar­šala Tita 112, Tel. 04/5868-000.

Übernachten/Essen Das Angebot ist be­grenzt, gute Hotels fehlen.

Mein Tipp Restaurant Ejga, hüb­sches Haus mit net­ter Terrasse, geführt von Alenka Dov­žan (ehemalige Skirennläuferin und Bronze-Olym­pia­siegerin) und ihrem Lebens­gefähr­ten Edvin Karahodžić (Eishockeyspieler). Hier gibt es preis­werten Mit­tagstisch, Piz­zen und v. a. sehr gute slo­we­nische Spei­sen wie Štruklij, Pasta und Gnocchi, Steaks und leckere Des­serts wie Wind­beu­tel mit Erdbeeren und Vanilleeis, alles sehr an­sprechend arran­giert. Tägl. 9-22 Uhr, So 12-19 Uhr. Cesta maršala Tita 27, Tel. 04/5866-000.

Studio Ta 5ek, ca. 400 m östlich vom Bahn­hof liegt dieses moderne und ge­müt­li­che Ap­partement (2+2) für 60 €, das auch Park­plät­ze vor der Tür bietet. Cesta Toneta To­mi­šiča 11, Tel. 04/5837-310, 040/221-685 (mobil).

Studios Klub Zlata ribica, im „Goldfisch“, ca. 300 m östlich vom Bahnhof, kann man preis­wert nächtigen. Zimmer mit Küche (ca. 30 €), zu­dem Parkplätze und Sauna. Cesta To­neta To­mšiča 6, Tel. 041/375-530, robert.hribar@telemach.net.

Bio/Regional Übernachten/Essen außerhalb °°° Tou­ris­ti­scher Öko-Bauernhof Betel, auf 1000 m, 6 km nördl. von Jesenice, am Ende der Asphalt­straße und am Wan­der­weg­be­ginn zum Gipfel Veli­ka Go­lico (ca. 1 Std.). Fa­mi­liär, schön und ruhig im Grü­nen ge­le­gen. Nette 2- u. 3-Bett­zim­mer, gutes Früh­stück/Halbpension mit Pro­duk­ten vom Hof: Es gibt Würste, Fleisch, Gemüse, Obst, Milch, Käse, Eier; zudem wer­den le­ckere Buch­weizen-Knödel, Štruklji, Giba­ni­ca und Brot serviert. DZ/F 73 €. WiFi. Fam. Vera & Marjan Gru­gu­rič, Pla­nina pod Golico 39, Tel. 04/5800-463, www.prbetel.si.

Berghütten Koča na Golici (1582 m), bie­tet Schlaflager und Verpfle­gung. Ca. Mitte April bis Sept. Planina pod Golico 100, Tel. 041/735-911 (mobil).

Prešernova koča na Stolu (2174 m), un­ter­halb des Gipfels. Schlaflager und Ver­pfle­gung. Juni bis Aug. Zabreznica 67, 4274 Žirov­ni­ca, Tel. 051/345 806 (mobil).

Valvazorjev dom pod Stolom (1181 m), bes­tens von Koroška bela aus erreichbar. Zim­mer, Schlaf­lager und gutes Essen. Ganzjäh­rig. Moste 79, 4274 Žirovnica, Tel. 051/328-648 (mo­bil).

Mein Tipp Dom Pristava v Javor­niš­kem Rovtu (975 m), die Berg­hütte, 1641 von Žiga Zois erbaut, steht unter Denk­mal­schutz und liegt idyl­lisch oberhalb von Ja­vor­niški Rovt. Zim­mer (Kat. 3) für 2, 4, 8 und 18 Pers., beste Ver­pfle­gung. Ganz­jährig. Ja­vorniški rovt 22, 4270 Jesenice, Tel. 08/3894- 908, 031/322-856 (mobil).

Umgebung von Jesenice

Planina Golica

Rund 7 km nördlich an den Kara­wan­ken liegt das hübsche Dorf Go­lica und seine Almen. Hier glüh­ten die Öfen der Eisenverhüttung bereits im 14. Jh., ehe die Produktion an die Sava verlegt wur­de. Lohnenswert heute ist ein Be­such vor allem im Früh­jahr zur Zeit der Narzissenblüte - wei­ße Blüten­teppi­che mit einem betörend süßen Duft über­ziehen dann rundum die Almwiesen. Öst­lich lie­gen die Gipfel Črni vrh (1366 m) und Španov vrh (1343 m), die im Winter auch per Lift er­reichbar sind. Noch höher geht es zum Namensgeber, dem Velika Golica (1835 m), über die darunter liegende Berghütte Dom na Golici.

Wanderung 4 -Von der Planina Golica zum Berg Velika Golica

Über blumenreiche Almwiesen zum Gipfel mit herrlicher Aussicht

Javorniški Rovt

Der Weiler mit sei­nen verstreuten Häu­sern liegt 7 km süd­östlich von Jesenice auf 975 m - ein be­liebtes Aus­flugs­ge­biet und Start­punkt zu schönen Wan­derungen. Auf der Planina (Alm) Pris­tava steht das stattliche Haus des Barons Žiga Zois, umgeben von einem Park und zwei Seen. Im Frühjahr blü­hen auch hier die weißen Narzissen und die nur am Südhang der Kara­wan­ken (v. a. bei Belšiča, s. u.) wachsenden gelben Stiefmütterchen, die Karel Zois, der Bruder von Žiga, ent­deck­te (→ Kas­ten). Etwas westlich liegen auf gleicher Höhe die Javor­niška Was­ser­fälle (slapovi).

Wandertipps um Jesenice

Das Gebiet um Jesenice eignet sich bes­tens für Spaziergänge, vor al­lem für aus­ge­dehn­te und anspruchsvolle, auch mehr­tägige Bergtouren. Die Sicht von oben ist gi­gan­tisch. Wanderkarten sind im TIC erhältlich. Beliebte Touren sind u. a.:

♦ Rundtour von der Planina pod Golico (942 m) zum Gipfel Velika Golica (1884 m) und unterhalb der Mala Go­lica über Marklje rovt und Ko­rel­nov rov zurück. Insg. rund 7-8 Std., 900 m Hö­hen­differenz, ansonsten leichte Wan­der­strecke.

♦ Von Javorniški Rovt und der Planina Pristava (s. o.) hinauf zum Kočna sedlo (ca. 1570 m), über Pelska Planina und Medvedjak sedlo wieder zu­rück. Rund 8 Std., 720 m Höhen­differenz, leichte Wanderstrecke.

♦ Sehr beliebt ist auch die große 2- bis 3-Tages-Tour: Vom Ort Koroška Bela (von Jese­nice in 0:30 Std. per Bus erreichbar) zur Valvasor-Hütte, evtl. hier schon Über­nach­tung oder weiter hinauf zum höchsten Berg die­ser Gegend, dem kah­len, nach allen Seiten hin sichtbaren Kegel­berg Stol (2236 m) - von hier aus über­blickt man die gesamten Juli­schen Alpen bis hin zur Bucht von Triest. Hier kann man dann etwas unterhalb des Gipfels in der Hütte Prešernova kuča na Stolu übernach­ten. Am nächs­ten Tag wandert man entlang dem Grat (meist sehr win­dig) west­wärts bis zum Velika Golica und der unterhalb lie­gen­den Hütte Koča na Golicu, geht dann am näch­sten Tag hinab zur Planina pod Golico (von dort Mo-Fr Bus nach Je­senice) oder in einem weiteren Tag ent­lang dem Grat und oberhalb des Kara­wankentunnels zum bekannten Gip­fel Kepa bzw. Mit­tags­kogel (2139 m) und dann talwärts nach Dovje/Mojstrana; aber auch weiter west­wärts sind keine Gren­zen gesetzt ...

Baron Žiga Zois (geb. 1747 in Triest, gest. 1819 in Ljubljana)

Karl Sigismund Zois (slow. Žiga Zois), Freiherr von Edelstein, war der Spröss­ling des Lombarden Michelangelo Zois (1694-1777), ei­nes angesehe­nen Kaufmanns, der mit Eisenerz handelte und in zwei­ter Ehe eine wohl­ha­ben­de Adelige Krainerin Johanna Katha­ri­na Kappus von Pichelstein wählte. 1739 erhielt er aufgrund sei­ner Leistungen den Adelstitel, den er, wie auch die zahlreichen Ei­sen­erzgießereien, Immobilien (u. a. Grad Brdo und Grad Fužine) so­wie Grundstücke in der Krainer-, Bohinjer- und Karstregion wei­ter­ver­erb­te. Sein Filius Sigismund wuchs in einem der Her­rensitze in Triest auf, erhielt beste Ausbildungen, reiste viel und musste bereits mit 21 Jahren sei­nem Vater, der ihn zum Allein­erben einsetzte, zur Seite stehen. Er ent­wi­ckel­te sich als um­triebiger kluger Unternehmer, der geschickt seine Betriebe an Fa­milienmitglieder übertrug, aber auch als Gelehrter, Schrift­stel­ler, Mä­zen und v. a. auch Naturwissenschaftler - die Geologie und die Mine­ralogie waren seine Leidenschaft. Seine Sammlung, in­klu­sive dem nach ihm be­nann­ten Mi­ne­ral Zoisit, kann man im Na­tur­his­to­rischen Mu­seum in Ljubljana be­sich­ti­gen. Auch war er För­derer und Gastgeber namhafter Persön­lich­keiten wie Marschall Mar­mont, Anton Tomaž Linhart oder Balthasar Hacquet. Er grün­dete den Zois-Zirkel, in dem es um soziale, phi­losophische und kün­st­le­ri­sche Themen der Aufklärung ging, war aber auch Li­te­ra­tur­kritiker - einer der ersten, wie man sagt. Er er­hielt etliche Aus­zeichnungen für sein Le­bens­werk und war zu seiner Zeit einer der reichs­ten Slowenen.

Nach seinem Bruder Karel Zois (1756-1799), einem Bo­ta­niker, der vor allem in Grad Brdo (→ Grad Brdo) lebte, wurden ende­mi­sche Pflanzen benannt wie die Glockenblume, Campanula zoisii, oder das gelbblühende Stief­müt­ter­chen, Viola zoisii.

Slowenien Reiseführer Michael Müller Verlag

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