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1985- Philadelphia, USA - Familie Smith verreist

An einer Wand des Arbeitszimmers von Peter Smith hängt ein zweigeteilter Vorhang. Jeden Morgen ziehen ihn Peter oder Anna Smith zur Seite. Dahinter verbergen sich die Porträts von Wladimir Iljitsch Lenin und Karl Marx. Innerhalb der eigenen vier Wände lernen sie im Selbststudium mit Audio-Kassetten und Lehrbüchern fleißig Russisch. Dabei fragen sie sich gegenseitig ab. Mit Interesse verfolgen sie die Ereignisse in der UdSSR, über die TV-News oder Zeitungen berichten. Inkognito besuchen sie in ihrer Heimatstadt Philadelphia hin und wieder Versammlungen der kommunistischen Partei. Dort erwerben sie Video-Kassetten aus der Sowjetunion mit Sprachkursen und Spielfilmen. Für ihre Ausreise fühlen sie sich gut gewappnet. Durch intensiven Kontakt mit den sowjetischen Behörden können sie bald ihren Wunsch verwirklichen, in die UdSSR einzureisen. Dort wollen sie das kommunistische System unterstützen, um dem Kampf der Arbeiterklasse weltweit zum Sieg zu verhelfen. Seit den antikommunistischen Kampagnen der McCarthy-Ära fühlen sich Peter und Anna Smith ihrer politischen freien Meinungsäußerung beraubt. Kommunistisches Gedankengut wird stets als Bedrohung in der US-amerikanischen Gesellschaft angesehen, weshalb auf dieser Ebene kein freier Gedankenaustausch stattfinden kann.

In der Wohnung stehen gepackte Koffer. Morgen wird die Spedition anrücken, um das Mobiliar samt Inventar der Wohnung für die Zeit ihrer Abwesenheit von den USA in Container einzulagern.

Der Flug nach London ist bereits gebucht. Dort wird ihre Einreise nach Europa in den Reiseunterlagen dokumentiert werden. Ihre Schiffspassage von London nach Sankt Petersburg haben sie bereits per Telegramm angekündigt.

Operation BABI

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