Читать книгу Klimahysterie - was ist dran? - Michael Limburg - Страница 17
Ist der Anstieg des Kohlendioxidgehaltes, der in der Atmosphäre seit etwa 100 Jahren zu beobachten ist, die wesentliche Ursache für die globale Erwärmung?
ОглавлениеUnd wenn ja, hat der Mensch mit seiner technischen Kohlendioxid-Erzeugung daran einen maßgeblichen Anteil? Kohlendioxid macht als sogenanntes Spurengas einen Anteil von etwa 0,038 Prozent vom Volumen (oder 380 p(art) p(er) m(illion)) trockener Luft aus. Dieses Schicksal als Spurengas teilt es mit anderen Spurengasen wie Methan (CH4) oder Ozon. Der große Rest trockener Luft besteht aus Stickstoff (etwa 78 Prozent), Sauerstoff (etwa 21 Prozent) und Argon (0,9 Prozent). Der stark wetterbestimmende Wasserdampfanteil an der ja in der Natur stets feuchten Luft beträgt bis zu 4 Prozent (im Mittel 2 Prozent). Eine genauere Übersicht über die Menge der Treibhausgase zeigt die folgende Tabelle:
Wirkanteile beim Treibhauseffekt 34
Wie man sieht, sind alle anthropogenen Treibhausgase zusammen mit gerade mal 0,278 Prozent an der Gesamtwirkung der Treibhausgase beteiligt. 99,723 Prozent der Wirkung der Treibhausgase sind natürlichen Ursprungs (von insgesamt weniger als 3 Prozent an der Atmosphäre) und leisten ihre böse Treibhausarbeit völlig unbeeindruckt von sämtlichen Kyoto-Anstrengungen der Politiker. Allein diese extrem geringe Menge Kohlendioxid war es, die den ganzen Wirbel auslöste und zum allerschlimmsten Killer der Menschheit ausgerufen wurde.
Was dieses böse Kohlendioxid anrichtet? Es treibt die Temperatur der Erde hoch, ist die inzwischen von allen Politikern und Medien ständig wiederholte Ansage. Darunter müssen ganz schrecklich viele Menschen leiden, jetzt schon und in naher Zukunft noch viel mehr. Und – noch viel schlimmer – wir im Westen sind daran schuld. Die bösen Industrienationen. Pfui Teufel!
Da sollte sich doch jeder Mitbürger, der einigermaßen klar im Kopf ist und eine Vor-Pisa-Bildung genossen hat, fragen: Ja, aber stimmt denn das? Einig sind sich alle Wissenschaftler, daß der Kohlendioxidanteil an der Atmosphäre seit einiger Zeit angestiegen ist. Doch schon bei der Frage, von wo nach wo, scheiden sich die Geister.
Abb. 10: Der CO 2 -Verlauf von 1820 bis 1960 nach E. G. Beck
Jüngsten Forschungsergebnissen (siehe Abbildung 10 und Fußnote 36) zufolge gab es in den vergangenen 200 Jahren durchaus schon Werte von 440 ppm (um 1820) über 390 ppm (um 1855) mit sehr starken Schwankungen bis zum heutigen Wert von etwa 380 ppm. Diese Ergebnisse erhärten sich von Tag zu Tag mehr – sie wurden aus über 90.000 Messungen und über 200 wissenschaftlichen Studien darüber ermittelt. Vermutlich ist die gesamte Kohlendioxid-Treibhausgastheorie das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben wurde.35
Gängige Meinung von heute ist jedoch, daß der Kohlendioxidanteil von einstmals etwa 280 ppm auf gegenwärtig etwa 380 ppm angestiegen ist.36 Sie basiert zwar nur auf Veröffentlichungen der drei Forscher Svante Arrhenius (1859-1927), Guy Stewart Callendar (1898-1964) und Charles D. Keeling (1928-2005), die von vielen für sakrosankt gehalten werden. Letzterer saß auf dem aktiven Vulkan Mauna Loa und überzeugte die Welt von der Treibhauswirkung des Kohlendioxid.
Welche Kapriolen Kohlendioxid mit und ohne korrelierte Temperatur in der Erdvergangenheit geschlagen hat zeigt die folgende Grafik:
Abb. 11: Kohlendioxid- und Temperaturverlauf der letzten 600 Millionen Jahre
Dabei ist unstrittig, daß die Industrialisierung und Teile dieses Anstieges in weiten Bereichen einher gingen, also korrelieren, wie man es auch vornehm ausdrücken kann. Korrelation bedeutet jedoch nicht, daß die korrelierten Prozesse voneinander abhängen. Sie können, aber sie müssen nicht.37 Gar nicht unstrittig ist hingegen, woher dieser Anstieg rührt. Überwiegend oder ganz aus den Aktivitäten des Menschen wegen der Verbrennung fossiler Brennstoffe, wie es uns die Grünen und inzwischen die ganze politische Klasse immer wieder vorwerfen? Oder hat der Anstieg überwiegend oder vollständig, natürliche Ursachen? Auch dafür sprechen sehr gute Argumente.